Nienke Jos - Die Angst der Schweigenden

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Tragfähigkeitsannahmen, Berechnungsmodelle, Zahlen: Inna ist Statikerin. In ihrem Leben gibt es keine Zufälle. So ist auch der eisige Wind nur ein kalkulierbarer Vorbote, der sich im Laufe des Tages zu einem Schneesturm kumulieren soll. Ein gewaltiger Schneesturm, der Inna eine ganze Nacht lang festhält, in einer alten Fabrikhalle weit außerhalb der Zivilisation. Mit Igor. Igor, der plötzlich auftaucht und behauptet, vom Unwetter überrascht worden zu sein …

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Sie schaute sich um. Mit aufgerissenen Augen starrte sie auf den Schnee. Auf den Schnee, der sich rot gefärbt hatte. Genau da, wo zuvor der Weihnachtsmann gelegen hatte.

Marga schluckte ängstlich.

12

Polizeimeldung:

Zwei 6-jährige Kinder gesucht

Besorgte Passanten informierten die Polizei am Sonnabend darüber, dass ein 5 bis 6 Jahre altes Mädchen und ein 5 bis 6 Jahre alter Junge allein entlang der Schienen Richtung Felsenmeer gerannt seien. Man habe sie angesprochen, aber sie hätten nicht reagiert und seien den Männern entwischt. Das Mädchen sei verletzt gewesen und habe stark geblutet. Nach Einschätzung der Situation benötigen beide Kinder dringend medizinische und psychologische Betreuung.

Wer hat die beiden Kinder gesehen?

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeidienststelle.

13

Es knackte trocken. Igor zuckte zusammen, starrte auf die Teller in seiner Hand. Ein großer Riss hatte sich gebildet. Er ließ los, die Teller zerfielen in einzelne Teile und landeten laut scheppernd auf dem Boden.

»Dass ich Ihnen davon erzählt habe, war ein Fehler.« Inna erhob sich. »Vergessen Sie meine Kindheit. Vergessen Sie die Höhle. Es ist der Sturm. Er zerrt an meinem Verstand.« Sie bückte sich und begann, die Scherben aufzusammeln.

»Setzen Sie sich!«, befahl Igor streng.

»Wie bitte?«

»Hinsetzen!« Er zeigte auf das Sofa. »Wir sind noch nicht fertig.«

Inna ließ den zerbrochenen Teller auf den Boden gleiten, setzte sich steif.

»Sie sind durch den Eingang gekrochen. Bäuchlings mit den Füßen voran.« Er verengte seine Augen. »Und dann?«

»Und dann?«

Igor ließ seine flache Hand auf den Tisch sausen. »Herrgott noch mal!«, brüllte er. »Hören Sie auf damit! Hören Sie auf, so dämliche Rückfragen zu stellen!« Sein Haaransatz zitterte. »Erzählen Sie, was passiert ist«, keuchte er heiser.

Sie nickte langsam. »Ich hatte keine Kraft mehr. Zu kalt. Meine Hände waren zu kalt.«

Igor rieb seine Augen. »Weiter?«, hauchte er. Er vergrub sein Gesicht. »Erzählen Sie weiter.«

*

Ihre Finger krallten sich in die kalte Erde, aber sie fand keinen Halt. Sie rauschte in die Tiefe, immer tiefer mit dem Bauch an spitz hervorstehenden Steinen entlang, es schnürte ihr die Luft ab. Sie wollte schreien, aber ihr fehlte die Kraft in den Lungen, dann endlich empfing sie harter Boden. Sie war mit den Füßen gelandet, drei oder vier Körperlängen unter dem Einstieg. Sie konnte sich nicht auf den Beinen halten, fiel rückwärts und stieß sich ihren Hinterkopf an der Felswand. Sie kauerte sich vornüber, hielt ihren Kopf, unfähig zu weinen oder etwas zu sehen, alles um sie herum war schwarz, die Luft nass und modrig, sie hörte feines Geröll herunterfallen.

»Inna?«, rief Jenke von oben.

Inna wollte antworten, aber es kam kein Laut heraus. Ihre wunden Handflächen brannten, ihre Zunge klebte am Gaumen, ihr Brustkorb verengte sich unter der Atmung und schnürte ihr die Luft ab. Sie hörte Jenke, wie er sich rückwärts durch den Eingang schob und herabglitt.

Inna schloss ihre Augen und kauerte sich in die Ecke. Die Kälte fraß sich durch ihre Knochen. Sie saßen auf dem harten Boden, mit eng angezogenen Beinen. Mit der Zeit hatte sie sich an die Dunkelheit gewöhnt. »Was sollen wir jetzt machen?«, fragte sie irgendwann.

Jenke presste seine Handballen auf die Augen. »Nicht«, er schlotterte. »Nicht fragen.«

Inna stand auf, legte ihren Kopf in den Nacken. Hoch über ihr ein diffuser Lichtstrahl, der sich feige in der gegenüberliegenden Felswand verkroch. »Wir müssen es versuchen.« Sie stupste Jenke an. »Wir müssen!«

Jenke schaukelte vor und zurück.

»Jenke!« Sie packte und schüttelte ihn. »Steh auf!«

»Warum denn?«, schrie er und sprang auf. Er stieß sie gegen die Felswand. »Warum sollen wir denn überhaupt wieder hier rauswollen?«

Inna blickte auf.

Igor war bis zur vorderen Sitzkante gerutscht, die Augen weit aufgerissen. Tränen hatten sich gesammelt. »Würden Sie den Weg zur Höhle heute noch kennen? Ihn wiederfinden?«

Inna blinzelte. »Vielleicht, aber ein Erwachsener passt nicht durch die enge Felsspalte.«

»Nein? Wie sind die Männer dann dorthin gelangt?«

»Welche Männer?«

»Die Männer, die ihre Zigaretten auf dem Felsvorsprung ausgedrückt hatten. Wie sind die Männer dorthin gelangt, wenn nicht durch die Felsspalte?«, fragte Igor.

»Von oben, also von der anderen Seite.«

»Und kennen Sie den Weg über die andere Seite?«

Inna dachte nach. »Mit einem Pick-up. Die Männer waren mit einem Pick-up dort«, fiel ihr ein. »Sie haben den Pick-up am westlichen Eingang zum Felsenmeer geparkt.«

»Würden Sie ihn wiederfinden?«

»Den Pick-up?«

Igor stöhnte. »Herrgott, den Zugang von der anderen Seite und damit den Weg zur Höhle.« Er fächerte sich Luft zu.

»Was ist mit Ihnen? Ist Ihnen heiß?«, fragte Inna.

Igor wehrte ab. »Und Jenke?«

»Was ist mit Jenke?«

»Würde er die Höhle wiederfinden? Sich dorthin zurückziehen? Sich dort verstecken, wenn er müsste?« Er stand auf, verschränkte seine Arme.

»Warum sollte er?«

Igor nickte knapp. »Zum Beispiel, weil er seinen Vater ermordet hat.«

Inna schüttelte den Kopf.

»Wo ist die Höhle?«, fragte Igor ernst.

»Warum wollen Sie das alles wissen?«

»Wo, Inna?«

Sie lächelte schief. Wie groß Igor war, dachte Inna. Sie erhaschte einen Blick auf seinen behaarten Bauch. »Jenke hat Sie gar nicht geschickt.«

»Wie bitte?«

»Nicht er hat Sie geschickt.« Sie räusperte sich. »Sie sind auf der Suche nach ihm«, verkündete sie triumphierend. »Und ich soll Ihnen sagen, wo er ist.«

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