Ursula Neeb - Die Schrecken des Pan

Здесь есть возможность читать онлайн «Ursula Neeb - Die Schrecken des Pan» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Schrecken des Pan: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Schrecken des Pan»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Großbritannien 1923: In der Nähe des luxuriösen Holloway-Sanatoriums, einer Nervenklinik für Angehörige der High Society vor den Toren Londons, machen Spaziergänger einen grausigen Fund: männliche Leichen, allesamt kastriert und enthauptet. Die Ermittlungen von Scotland Yard führen zu keinem Ergebnis.
Die junge Krankenschwester Maureen Morgan folgt einem Hinweis des Okkultisten Aleister Crowley und beginnt mit eigenen Nachforschungen – und trifft ins Schwarze. Als Maureen dem Täter auf die Spur kommt, gerät sie selbst in höchste Gefahr.

Die Schrecken des Pan — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Schrecken des Pan», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Um die Etikette zu wahren, auf die im Holloway-Sanatorium stets großer Wert gelegt wurde, entschloss sich Maureen, den Okkultisten und die Gräfin miteinander bekannt zu machen. »Darf ich vorstellen? Gräfin Elzbieta von Bronski – Sir Alfred de Kerval.«

Während Crowley, dem die Ablenkung durchaus gelegen schien, höflich den Kopf neigte, entgegnete die Gräfin in akzentfreiem Französisch: »Je suis très heureuse.« Dann fügte sie hinzu: »Stinkmorschel«, und lächelte charmant. »Hundsfotze«, konterte der Magier mit maliziösem Grinsen und ließ die Dame wissen, dass sie ihn an jemanden erinnere.

»Was Sie nicht sagen, Arschtorte!«, gurrte die Gräfin.

»Haben Sie schon einmal von Helena Petrovna Blavatsky gehört, Verehrteste?«

Daraufhin schlug die Patientin mit der Faust auf die Bank und strampelte wild mit den Füßen. Sie stieß ein paar polnische Flüche aus und schrie: »Diese russische Teufelin soll in der Hölle schmoren!«

Crowley schien ihr Wutanfall ein diebisches Vergnügen zu bereiten. »Sie mögen sie wohl nicht besonders, die famose Gründerin der Theosophischen Gesellschaft?«, näselte er verschwörerisch. »Darf ich Ihnen ein Geheimnis anvertrauen, verehrte Frau Gräfin? Helena Petrovna Blavatsky war Jack the Ripper.«

Die Gräfin war schlagartig erstarrt und fixierte Crowley mit einem eigentümlichen Blick. »Das glaube ich aufs Wort«, erwiderte sie sinister und klatschte in die kleinen, schwarz behandschuhten Hände. »Bravo, bravo!«, skandierte sie in pathetischem Tonfall. »Sie gefallen mir, mein Herr. Möchten Sie mit mir die Enten füttern?«

»Sehr gerne, Madam – wenn es Sie nicht stört, dass ich den Viechern die Hälse umdrehe.« Crowley hatte sich erhoben und bot der Gräfin ritterlich den Arm.

Sie brach in affektiertes Kichern aus. »Sie sind ein böser Junge, Sir Alfred«, scherzte sie mit neckisch erhobenem Zeigefinger, legte kokett ihre Hand auf den dargebotenen Arm und ließ sich von Crowley zum Entensteg begleiten.

Maureen blickte ihnen von der Bank aus lächelnd hinterher. Die schwierige und verschrobene Patientin schien an dem an Exzentrik kaum zu überbietenden Magier einen Narren gefressen zu haben. Etwa im gleichen Alter, hätten sie nach Maureens Dafürhalten ein echtes Traumpaar sein können, das sich auf Anhieb fabelhaft verstand. Nun standen sie nebeneinander auf dem Steg wie alte Freunde, unterhielten sich angeregt und lachten viel. Alles wirkte so ungekünstelt, beide zeigten sich von ihrer besten Seite und blieben doch sie selbst. Während die Gräfin in regelmäßigen Abständen ihre Pirouetten vollführte, stellte sich Crowley mit ausgebreiteten Armen schützend vor sie hin, damit sie nicht ins Wasser fiel.

Es machte Maureen Spaß, ihnen zuzuschauen, bis sie plötzlich von einem Paar abgelenkt wurde, das von der Rückseite des Parks kam und auf den Pavillon zusteuerte. Beim Näherkommen der jungen Leute, die Arm in Arm über den weißgekiesten Parkweg schlenderten, erkannte Maureen in dem stattlichen Mann, der mit seiner hübschen Begleiterin verliebte Blicke tauschte, Doktor Sandler und ihr Herz erstarrte förmlich. Sie erinnerte sich daran, dass er heute seinen freien Tag hatte, den er offenbar mit seiner Liebsten verbrachte. Sie war so verletzt, dass ihr die Tränen in die Augen traten. In letzter Zeit hatte sie sich nämlich eingebildet, dass er ähnliche Gefühle für sie hegte wie sie für ihn.

Was für ein Trugschluss! Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, musste sie mit Bitternis erkennen und fühlte einen dicken Kloß im Hals – ein sicheres Zeichen dafür, dass sie drauf und dran war, loszuheulen. Doch diesen Gefallen würde sie diesem Judas nicht tun. Macht mir schöne Augen, obwohl er eine Freundin hat, der Mistkerl! Vielleicht ist sie ja sogar seine Braut …

Dergestalt überschlugen sich Maureens Gedanken, als Doktor Sandler sogar die Stirn hatte, ihr von der Pagode her freundlich zuzuwinken. Er sagte etwas zu seiner Begleiterin, woraufhin diese Maureen lächelnd zunickte. Obwohl Maureens Blicke Giftpfeile versprühten, hob auch sie mechanisch den Arm und grüßte zurück. Als Crowley und die Gräfin Bronski wenig später zur Bank zurückkehrten, fanden sie eine völlig erstarrte Maureen vor. Auf Crowleys Frage, was ihr fehle, entgegnete Maureen nur einsilbig, sie habe Kopfschmerzen. Der Okkultist, der Doktor Sandler und seine Begleiterin im Pavillon offenbar bemerkt hatte, schien den wahren Grund ihrer Niedergeschlagenheit zu ahnen.

»Hast was Besseres verdient als den Schnösel«, raunte er ihr zu und schlug vor, zum Sanatorium zurückzugehen.

Das kam Maureen, die den Anblick von Doktor Sandler und seiner Freundin nur schwer ertragen konnte, überaus gelegen. Während sich Crowley von der Gräfin mit galantem Handkuss verabschiedete und sich mit ihr zum Lunch verabredete, stand Maureen noch immer unter dem Eindruck des Gedankens, welcher ihr bei Crowleys Bemerkung unwillkürlich in den Sinn gekommen war: Etwas Besseres als Doktor Sandler? Du hast wohl ’ne Meise?!

Ihr war mehr denn je zum Heulen zumute. Ohne dem Verräter noch einmal zuzuwinken, erhob sie sich von der Bank und trat mit Crowley den Rückweg an.

Als Maureen um sieben Uhr abends mit ihrer Einkaufstüte zum Schwesternwohnheim zurückkehrte, schweiften ihre Blicke über den Park, der ins goldene Licht der Abendsonne getaucht war. Sie überlegte kurz, ob sie sich nachher, wenn sie ihre Einkäufe verstaut hatte, noch ein wenig nach draußen setzen sollte, doch da ihr nicht der Sinn nach Ansprache und Geselligkeit stand, entschied sie sich dagegen. Sie hatte gerade den Schlüssel in die Haustür gesteckt, als sie Schritte hinter sich hörte.

»Guten Abend, Schwester Maureen! Wie schön, Sie zu sehen!«, vernahm sie im nächsten Moment die vertraute Stimme von Doktor Sandler.

Sie wandte sich jäh zu ihm um. Fassungslos gewahrte sie, dass er wieder in Damenbegleitung war – es war dieselbe Frau wie am Vormittag. Mit versteinerten Gesichtszügen blickte sie die beiden an und konnte sich kaum einen Gruß abringen.

»Darf ich Ihnen meine Schwester Patricia vorstellen? Sie lebt in London und hat mir heute einen Besuch abgestattet«, erläuterte der junge Psychiater launig.

Maureen musste an sich halten, der sympathischen Dame mit den dunklen Haaren nicht vor Freude und Erleichterung um den Hals zu fallen. Aus der Nähe betrachtet hatte Patricia große Ähnlichkeit mit ihrem Bruder. Warum war Maureen das nicht früher aufgefallen? Sie errötete und reichte Patricia strahlend die Hand.

»Das ist meine Lieblingskollegin, Schwester Maureen Morgan«, sagte Doktor Sandler zu seiner Schwester.

»Freut mich sehr, Sie endlich kennenzulernen! Joe schwärmt in den hellsten Tönen von Ihnen«, erklärte Patricia unumwunden und drückte Maureen herzlich die Hand.

Nun war es Doktor Sandler, über dessen Gesicht sich eine zarte Röte breitete.

»Wir wollten gerade ins Kino gehen, in einen ganz gruseligen Film, den Joe aber unbedingt sehen will.« Patricia verzog die Mundwinkel.

»In ›Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens‹, ein Meisterwerk des deutschen Regisseurs Murnau, der letztes Jahr in Berlin uraufgeführt wurde und den man keinesfalls versäumen sollte«, erläuterte Doktor Sandler und fragte Maureen, ob sie nicht mitkommen wolle.

Auch seine Schwester war von der Idee sehr angetan. »Vorher gehen wir noch eine Kleinigkeit essen. Ach, kommen Sie doch mit, Maureen, das würde mich sehr freuen!«

Maureens Herz überschlug sich vor Freude – es gab nichts, was sie lieber täte. »Überredet, ich liebe gruselige Filme«, erklärte sie übermütig und brachte nur rasch die Einkäufe nach oben. Sie nutzte diese Zeit, um sich ein wenig zu beruhigen, da sie regelrecht aus dem Häuschen war – über die glückliche Wendung, die ihr der Abend beschert hatte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Schrecken des Pan»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Schrecken des Pan» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Schrecken des Pan»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Schrecken des Pan» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x