Thomas Prinz - Der Unterhändler der Hanse

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Stralsund im Jahre 1370: Nach 10-jährigem Krieg einigen sich Dänemark und die Hanse, in Stralsund Friedensverhandlungen zu beginnen.
Reinekin Kelmer, Lübecker Kaufmann und Schwiegersohn des Bürgermeisters, der sich nach dem Tod seiner Frau von allen öffentlichen Ämtern zurückgezogen hat, soll als Unterhändler Lübecks die Verhandlungen führen, doch er lehnt ab. Selbst eine Serie von Anschlägen auf Ratsendboten aus Bremen, Danzig und Wismar, die ebenso wie Lübeck für einen schnellen Frieden mit Dänemark eintreten, kann ihn nicht umstimmen. Erst als der Lübecker Bürgermeister selbst Opfer eines Anschlags wird, entschließt er sich, die gefährliche Aufgabe zu übernehmen.
In Stralsund gilt es nicht nur einen gerechten Frieden auszuhandeln, sondern auch die Anschläge aufzuklären, denn der Mörder ist in der Stadt und er tötet weiter. Doch Kelmer ist ein kluger Kopf, ein geschickter Diplomat und ein hervorragender Schachspieler. Ihm zur Seite steht sein langjähriger venezianischer Freund Pietro Bottone und die junge, geheimnisvolle Frauke Tyrbach. Reinekin fühlt sich zu der außergewöhnlichen Frau hingezogen, doch sie ist schon einem anderen versprochen…

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»Die Wachen werden verdoppelt. Anordnung des Bürgermeisters. Jeder, der die Stadt betritt, soll durchsucht und befragt werden. Jeden Verdächtigen sollen wir festhalten und dem Hauptmann vorführen.«

»Scheiße.«

»Verdammte Scheiße.«

»Und warum?«

»Sie befürchten einen Mordanschlag auf den Bürgermeister.«

»Wonach suchen wir denn?«

»Nach einer Nadel im Heuhaufen.«

Einer der Spieler schob den Würfelbecher beiseite. »Na dann ans Werk. In einer guten Stunde schließen wir das Tor, und bis dahin bringt ihr mir diesen Satan bei.«

Die Männer lachten und zogen ihre Mäntel an.

»Alsdann, habt Dank für den gemütlichen Ritt und macht Euch einen schönen Abend.« Albert Puster legte eine Münze auf den Kutschbock. Der Kutscher setzte ein strahlendes Lächeln auf, als er das Geldstück sah. Die Lüneburger hatten vor dem Zollhaus gehalten. Albert Puster nahm sein Pferd an die Zügel und ging in Richtung Hafen davon.

»Wer war das?«, wollte einer der Zöllner von Langheinrich wissen.

»Er arbeitet für einen Nürnberger Kaufmann und will Hering kaufen, und er hat mir ein Loch in den Bauch gefragt, wollte alles über Lübeck wissen und über Euren Bürgermeister. Dabei hat er hier eine Schwester, die mit einem Paternostermacher verheiratet ist.«

»Die Paternostermacher wohnen aber da drüben.« Der Knecht deutete in die entgegengesetzte Richtung, in die Albert Puster verschwunden war.

»Genug geschwätzt. Bringen wir das Salz auf den Hof, und danach gehen wir einen saufen.«

Albert Puster führte unterdessen sein Pferd an der Stadtmauer entlang zum Hafenviertel. Hier hatte er vor acht Jahren schon einmal übernachtet, bevor es gegen die Dänen ging. Heute besaß er genügend Geld, um sich in jedem Wirtshaus einzuquartieren, selbst in der »Ratsschenke«, aber das wäre zu auffällig gewesen. Die Stute gab er in einem Mietstall ab und bat den Pferdeknecht, nach einem geeigneten Käufer für das Tier Ausschau zu halten. Dann machte er sich auf die Suche nach dem Haus der jungen Hure, bei der er vor sechs Jahren gewohnt hatte.

Nur wenige Gassen des Hafenviertels waren gepflastert. Die meisten waren schlammige Wege, auf denen die Menschen ständig auf der Suche nach einem Pfad zwischen den zahlreichen Pfützen und dem Kot von Pferden, Ochsen, Schweinen und anderem Viehzeug waren. Die Häuser, die sich hier aneinander reihten, waren kaum mehr als Bretterbuden. Es stank nach Urin und Fisch und nach nahezu allen anderen Gerüchen, die von Verrottung und Verwesung ausgehen. Zwei Schweine trotteten langsam über die Straße. Albert Puster klopfte an die Tür einer windschiefen Holzhütte. Eine Frau mittleren Alters mit einem Kleinkind auf dem Arm öffnete. Fast hätte er sie nicht wieder erkannt. Ihre Reaktion zeigte ihm aber, dass sie es sein musste. Die Frau erschrak, als sie den Mann mit den Narben sah, und wollte die Tür sofort wieder schließen. Albert Puster hatte inzwischen eine Silbermünze aus seiner Tasche gezogen, die er mit dem Geschick eines Spielers über die Fingerrücken laufen ließ. Die Frau hielt inne, ein Grinsen offenbarte die Tatsache, dass sie schon die Hälfte ihrer Zähne eingebüßt hatte. Sie öffnete die Tür, und Albert Puster betrat einen niedrigen dunklen Raum, in dem es nach dem Rauch eines Herdfeuers roch.

KAPITEL 4

»Papa, du musst nicht traurig sein. Mama ist doch im Himmel. Stimmt doch, oder?« Geseke schaute erst ihren Vater an, dann Onkel Pietro, Bruder Benedikt und schließlich ihren Großvater.

Reinekin musste seinen Schmerz hinunterschlucken, und Tränen traten ihm in die Augen.

»Aber freilich ist deine Mama im Himmel. Sie ist bei Gott, den Heiligen und den Engeln, und sie schaut auf dich herab und freut sich über dich«, sagte der Franziskaner.

»Und sie freut sich noch mehr, wenn du endlich ins Bett gehst. Jan und Johanna schlafen schon längst«, ergänzte Balthasar Grevenrode.

»Ich bleibe bei Papa.« Die Siebenjährige kuschelte auf dem Schoß von Reinekin und schlang die Arme um seinen Nacken.

»Komm, ich bringe dich ins Bett.«

»Aber nur wenn ich bei dir schlafen darf.«

»Du kannst ausnahmsweise in Mamas Bett schlafen, aber ich muss noch mit Opa und Pater Benedikt reden. Komm, geh ins Bett.«

»Nur wenn du mich hochbringst.«

»Na gut.«

Einem Kuss für Balthasar Grevenrode und einem weiteren für Pietro folgte eine Verbeugung vor dem Prior von St. Katharinen, und dann ließ sich Geseke von ihrem Vater aus dem Zimmer tragen.

»Sie sieht aus wie ihre Mutter«, sagte der Franziskaner.

»Und sie feilscht wie ihre Mutter«, fügte der Bürgermeister stolz hinzu.

»Gibt es etwas Neues von den Wachen?«, wollte Pietro wissen.

»Nein, aber ich habe Boten geschickt nach Stralsund, um Wulflam zu warnen, und nach Bremen, Danzig und Wismar, weil ich wissen will, ob sie etwas über die Todesumstände unserer Freunde herausbekommen haben.«

»Und Eure eigene Sicherheit?«

»Keine Sorge, ich tue keinen Schritt mehr, ohne dass mich die Wache begleitet.«

»Wie viele Wachen habt Ihr?«

»Vier.«

»Das ist zu wenig. Wenn ein guter Schütze mit der Armbrust auf Euch lauert, dann ist das zu wenig. Nehmt sechs große Kerle und lasst sie dicht bei Euch.«

»Ich mache mir mehr Sorgen um Reinekin als um mich.«

»Es war ein schwerer Tag für ihn«, sagte der Pater. »Aber es wird wieder werden. Das Trauerjahr ist jetzt vorbei. Verzeiht, Balthasar, aber Euer Schwiegersohn sollte wieder heiraten.« Balthasar Grevenrode schwieg.

»Auch wegen der Kinder«, ergänzte der Mönch.

»Es schmerzt, aber ich werde ihm keine Steine in den Weg legen«, sagte der Bürgermeister leise.

»Wie steht es um seine Geschäfte?«, fragte der Pater.

»Es läuft mehr schlecht als recht. Den Wein kriegen wir dieses Jahr nur, weil Niccolò die Lieferung losgeschickt hat, obwohl keine Bestellung vorlag. Reinekin hatte es einfach vergessen«, sagte Pietro.

»Und das Haus ist ständig von Bittstellern umlagert. Ich habe gehört, dass er sogar Swartekop Geld gegeben hat«, ergänzte Balthasar Grevenrode.

»Verehrter Bürgermeister, Mildtätigkeit ist keine Sünde.«

»Fünfzig Mark für einen bankrotten Zimmermann«, empörte sich Balthasar Grevenrode.

»Swartekop ist kein einfacher Zimmermann. Er baut die besten Schiffe an der Ostsee. Gut, ich habe von Schiffen keine Ahnung, aber Reinekin ist überzeugt davon«, versuchte Pietro seinem Freund zur Hilfe zu kommen.

»Swartekop war einmal ein guter Zimmermann, bevor er angefangen hat zu saufen. Und dann hat er Reinekin den Floh mit diesem riesigen Frachtschiff ins Ohr gesetzt. Dabei weiß jeder, dass es natürliche Grenzen für ein Schiff gibt. Das Schiff, das Reinekin mit Swartekop bauen will, ist jedenfalls viel zu groß und zu instabil für unser Meer, und deshalb wird es im ersten Sturm untergehen. Es geht nichts über unsere Koggen.«

»Ich verstehe davon nichts. Mir ist schon zum Kotzen, wenn ich ein Schiff nur sehe, aber im Mittelmeer haben wir diese großen Schiffe auch. Die Kraweelen haben drei Masten, sind schneller als Koggen, und ihr Laderaum ist mehr als doppelt so groß. Reinekin sagt, Swartekops Idee ähnele den Kraweelen und sei genial.«

»Herausgeworfenes Geld ist das. Und Schlechtriemen hat er die Parte eines Schiffes erstattet, das vor Gotland gekapert wurde.«

»Das stimmt so nicht.« Jetzt schaltete sich der Pater ein. »Wir haben lange darüber gesprochen. Schlechtriemen erhält Geld aus einer, äh, wie nennt Reinekin es?«

»Versicherung«, warf Pietro ein.

»Versicherung, genau. Man zahlt einen regelmäßigen kleinen Betrag ein, und wenn etwas passiert, erstattet Reinekin das Geld für den gesamten Schaden.«

»So einen Unsinn habe ich noch nie gehört.«

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