Thomas Prinz - Der Unterhändler der Hanse

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Stralsund im Jahre 1370: Nach 10-jährigem Krieg einigen sich Dänemark und die Hanse, in Stralsund Friedensverhandlungen zu beginnen.
Reinekin Kelmer, Lübecker Kaufmann und Schwiegersohn des Bürgermeisters, der sich nach dem Tod seiner Frau von allen öffentlichen Ämtern zurückgezogen hat, soll als Unterhändler Lübecks die Verhandlungen führen, doch er lehnt ab. Selbst eine Serie von Anschlägen auf Ratsendboten aus Bremen, Danzig und Wismar, die ebenso wie Lübeck für einen schnellen Frieden mit Dänemark eintreten, kann ihn nicht umstimmen. Erst als der Lübecker Bürgermeister selbst Opfer eines Anschlags wird, entschließt er sich, die gefährliche Aufgabe zu übernehmen.
In Stralsund gilt es nicht nur einen gerechten Frieden auszuhandeln, sondern auch die Anschläge aufzuklären, denn der Mörder ist in der Stadt und er tötet weiter. Doch Kelmer ist ein kluger Kopf, ein geschickter Diplomat und ein hervorragender Schachspieler. Ihm zur Seite steht sein langjähriger venezianischer Freund Pietro Bottone und die junge, geheimnisvolle Frauke Tyrbach. Reinekin fühlt sich zu der außergewöhnlichen Frau hingezogen, doch sie ist schon einem anderen versprochen…

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KAPITEL 1 • LÜBECK, IM NOVEMBER 1369

»Um mancherlei Unrecht und Schaden, den die Könige dem gemeinen Kaufmann tun und angetan haben, wollen die Städte ihre Feinde werden und eine der anderen treulich helfen. – So haben wir es zu Köln im Jahre des Herrn 1367 beschlossen, und heute, gut zwei Jahre später, sind wir am Ziel, liebe Freunde. Der große dänische König, Waldemar Atterdag, liegt am Boden. Kopenhagen ist zerstört, und die ganze dänische Küste hinauf bis nach Norwegen haben sich die Städte und Festungen ergeben. Waldemar Atterdag bittet uns, die hansischen Städte, um Frieden.« Balthasar Grevenrode, der grauhaarige Lübecker Bürgermeister, hielt inne und blickte in die Runde der an die hundert Ratsherren. In die Stille brach ein zunächst verhaltener, dann anschwellender und schließlich donnernder Applaus.

»Hoch lebe die Hanse«, rief ein Wismarer Ratsherr. »Hoch lebe die Hanse«, schallte es aus hundert Mündern zurück.

Balthasar Grevenrode genoss den Triumph. Für Lübeck hatte in diesem Krieg viel auf dem Spiel gestanden, und zwei seiner Vorgänger hatte die Auseinandersetzung mit den Dänen den Kopf gekostet. Für Johan Wittenborg galt dies im wahrsten Sinne des Wortes. Er war nach verlorenem Kampf gegen die Dänen vor sechs Jahren in Lübeck geköpft worden, und Brun Warendorp war in der Schlacht gefallen. Balthasar Grevenrode streckte besänftigend beide Hände aus und versuchte, sich Gehör zu verschaffen.

»Liebe Freunde«, rief er in den großen Saal des Lübecker Rathauses. »Liebe Freunde, nach dem großen Sieg gilt es nun, einen gerechten Frieden zu schließen. Deshalb haben wir, der Rat der Stadt Lübeck, Euch hergebeten. Sobald die Winterstürme vorbei sind und die Ostsee wieder sicher befahrbar ist, wird Waldemar Atterdag eine Delegation entsenden, um die Bedingungen eines gerechten Friedens auszuhandeln.«

»Die Dänen sollen bluten«, rief der Bremer Ratsherr Rudolf Sudermann.

»Richtig, sie sollen bezahlen, doppelt und dreifach«, stimmte ein Hamburger Kaufmann ein, der trotz seines fortgeschrittenen Alters ein modisches rot-blaues Wams trug und dessen Schnabelschuhe mit Abstand die längsten waren, die man je im Lübecker Rathaus gesehen hatte. Der Saal applaudierte erneut. »Wir haben an die achtzig Koggen bemannt und bewaffnet. Wir können jede dänische Stadt ausquetschen bis auf den letzten Pfennig. Sie sollen zahlen, sie, ihre Kinder und Kindeskinder, und wenn sie nicht zahlen, werden wir sie plündern.« Der Hamburger schlug mit der Faust auf den Tisch.

Dann erhob sich Bertram Wulflam, der Bürgermeister von Stralsund, und wartete, bis der Saal sich beruhigt hatte. Wulflam war einer der reichsten Kaufleute an der Ostseeküste, ein untersetzter Mann mit grauem Vollbart, kurzem Hals und einer platten, breiten Nase.

»In dieser Stunde des Triumphs dürfen wir nicht übermütig werden«, nuschelte er. »Zehn Jahre Krieg sind nicht nur uns teuer zu stehen gekommen. Auch die dänischen Städte haben darunter gelitten. Wenn wir die Dänen schröpfen bis zum letzten Pfennig, wird der Handel nicht wieder auf die Beine kommen. Vor dem Krieg habe ich jedes Jahr an die vierzig Schiffsladungen nach Schonen und Kopenhagen geliefert, Salz, Bier, Wein, Malz, und habe Heringe und Kabeljau eingehandelt. Das Geschäft liegt seit zehn Jahren danieder. In Süddeutschland können kaum mehr die Fastengebote eingehalten werden, weil es keinen Fisch mehr gibt. Es muss unser Ziel sein, sobald als möglich wieder dahin zu kommen, wo wir vor dem Krieg waren.«

»Auch wir haben Verluste erlitten«, widersprach der Hamburger. »Wir haben alle den Pfundzoll entrichtet auf jedes Schiff, das unsere Häfen verließ, damit wir den Krieg gegen die Dänen finanzieren konnten. Habt Ihr vergessen, wie niederträchtig Waldemar vor zehn Jahren unsere Freunde in Visby überfallen und geplündert hat, habt Ihr vergessen, dass wir 1362 unsere Flotte vor Helsingborg verloren haben? Jetzt sollen sie uns entschädigen, und wenn sie nicht freiwillig zahlen, dann werden wir uns das Unsrige holen.«

»Soweit ich mich erinnere, hat Hamburg nicht ein einziges Schiff für den Krieg gestellt. Wir Stralsunder haben drei Koggen verloren.« Bertram Wulflam war aufgestanden, hatte die Fäuste auf den Tisch gestellt und den Oberkörper vorgebeugt, dass seine Bürgermeisterkette heftig gegen sein rotes Wams schlug.

Der Bremer antwortete mit erregter Stimme: »Ihr wisst sehr wohl, dass wir im Krieg mit den Seeräubern waren. Das hat unsere Kräfte gebunden. Und dieser Bedrohung mussten wir mit den Freunden aus Hamburg alleine Herr werden«, empörte sich Rudolf Sudermann.

»Gemach, gemach«, rief ein Wismarer Kaufmann. »Kopenhagen ist geplündert, der Hafen zerstört. Da gibt es nichts mehr zu holen. Handeln kann man nur mit Leuten, die Geld in der Tasche haben.«

»Aber wir sind im Bündnis mit den Grafen von Holstein und den Mecklenburgern und haben ihnen zugesichert, keinen separaten Frieden mit den Dänen zu schließen«, fügte Sudermann hinzu.

»Dieses Bündnis endet im April des kommenden Jahres«, warf Balthasar Grevenrode ein. »Die Interessen der Landesherren sind andere als die unsrigen. Sie wollen Dänemark aufteilen. Wir wollen Handel treiben und Geld verdienen.«

»Es geht nicht nur ums Geld.« Heinrich Molteke war ein bedächtiger Mann, der dem Rat von Danzig schon seit zwanzig Jahren angehörte und dessen Schiffe Pelze nach Flandern und Tuche nach Nowgorod brachten. »Es geht auch darum, die Dänen ein für alle Mal in die Schranken zu weisen. Mit ihren Festungen am Sund können sie uns jederzeit wieder erpressen. Wer den Sund sperrt, durchtrennt unsere wichtigste Lebens ader. Deshalb sage ich Euch, wie immer ein Frieden aussieht, er muss uns für alle Zeit die freie Durchfahrt durch den Sund garantieren.«

Die Niederländer klopften zustimmend auf den Tisch.

»Und das erreichen wir am besten, indem wir die Dänen klein halten«, schloss sich Sudermann an.

»Unmöglich können wir Städte uns den Sund nehmen. Wer das versucht, beschwört den nächsten Krieg herauf.« Hermen Burskup gehörte zu einer alteingesessenen Lübecker Patrizierfamilie, die ihr Vermögen zum guten Teil auf der Landverbindung zwischen Lübeck und Hamburg gemacht hatte. Diese siebzig Kilometer zwischen Ostsee und Nordsee ersparten die gefährliche Fahrt durch den Sund. Aber trotz der dänischen Zölle und der Unbilden des Wetters zogen immer mehr Händler die Sundfahrt dem aufwendigen Verladen ihrer Waren auf dem Landweg vor, hauptsächlich die Livländer und die Holländer. Burskup mochte 45 Jahre zählen. Er war von großer Gestalt mit roter Gesichtsfarbe und nahezu kahlem Haupt. Sein Gesicht prägten eine riesige Knollennase, hängende Backen und hängende Augenlider, was ihm den Ausdruck eines schläfrigen Bernhardiners verlieh. Balthasar Grevenrode kannte den Mann zu seiner Rechten so gut, dass er in jeder seiner Regungen lesen konnte wie in einem offenen Buch. Burskup war Ratsherr und würde demnächst Bürgermeister werden. Er hatte vor über zehn Jahren um die Hand von Balthasars Tochter angehalten und war abgewiesen worden – eine Schmach, die er niemals vergessen würde. Seit damals schien all sein Tun und Trachten darauf ausgerichtet, diese Zurückweisung zu rächen.

»Stattdessen sollen wir lieber an das Frachtkontor des Herrn Burskup bezahlen«, rief ein Danziger Kaufmann, und der Saal schallte vor Lachen. Burskup setzte sich ärgerlich.

»Hermen Burskup hat Recht«, mischte sich Balthasar Grevenrode ein. »Wenn wir den Sund bekommen, werden sich alle anderen gegen uns verbünden. Dann haben wir in zwei Jahren den nächsten Krieg. Niemand sollte glauben, dass die Landesherren tatenlos zuschauen, wenn sich die Städte wie Fürsten aufführen. Wir müssen holen, was wir kriegen können, aber es muss zu dauerhaftem Wohlstand für uns alle führen. Ich schlage vor, dass jede Stadt eine Abordnung zu den Friedensverhandlungen entsendet. Dann kann am Ende keiner behaupten, seine Interessen seien nicht berücksichtigt worden.«

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