Ulrich Hammer - Grundloses Moor

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Unheimliche Mördersuche unter Geocachern.
Der Rostocker Rechtsmediziner Dr. Karsten Brandenburg wird zu einem speziellen Fall gerufen: Im Grundlosen Moor bei Bad Doberan hat ein Jäger eine Leiche gefunden, die er obduzieren soll. Das Smartphone des Opfers zeigt, dass es sich bei dem jungen Mann offenbar um einen GeoCacher handelte, der gewaltsam ums Leben gekommen ist. Da Brandenburg dieses Schatzsucher-Hobby teilt, fällt es ihm schwer, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten. Kurz darauf wird es unheimlich. Jemand verfolgt den Arzt. Und auch Kommissarin Kerstin Semlock berichtet von mysteriösen Begegnungen mit Mitarbeitern einer Berliner Firma.
Der Autor Ulrich Hammer, dessen Alter Ego bereits mehrfach in der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe «Mörderisches Schwerin» auftritt, arbeitete selbst viele Jahre als Rechtsmediziner. Spannend, realistisch und bildhaft verwebt er seine beruflichen Erfahrungen in den spannungsreichen Kriminalfall.

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Zwischenzeitlich hatte der Sektionstechniker an eine altmodische, schwarze Kreidetafel das Aktenzeichen geschrieben sowie Körpergröße und Körpermasse: 180 Zentimeter, 82 Kilogramm.

Die beiden Werte notierte sich Doktor Brandenburg für die noch weiter einzugrenzende Todeszeitschätzung. Die am Tatort begonnene Leichenschau wurde fortgesetzt, die Kleidung vom Kriminaltechniker abgeklebt, um opferfremde Spuren zu asservieren und dem Verstorbenen dann abgenommen. »Beginn der rechtsmedizinischen Untersuchungen am 25. Oktober um 09:45 Uhr, somit 14:45 Stunden nach der Untersuchung am Tatort«, sagte der Rechtsmediziner laut. Die Körperoberfläche wurde gereinigt und noch einmal genauestens angesehen. Es galt zunächst, inzwischen eventuell sichtbar gewordene Hauteintrocknungen zu dokumentieren. »Haut vertrocknet nach dem Todeseintritt dort schneller, wo sie verletzt wurde, und die Entwicklung der damit verbundenen Farbänderungen braucht Zeit«, dozierte Doktor Brandenburg, um das Augenmerk der Umstehenden auf den Hauptbefund zu richten. »Auch wenn Hauteintrocknungen klein sind, können sie wichtige Hinweise geben, auf die Zahl der Gewalteinwirkungen, deren Art, Intensität und Richtung. Zu Lebzeiten entstandene Befunde haben zumeist eine dunkelrote bis schwarzrote Färbung, weil mehr oder weniger blutig durchsetzte Flüssigkeit ausgetreten und mit eingetrocknet ist.« Besonders interessant war natürlich die Halshaut. Dort fanden sich verwaschen abgegrenzte, unregelmäßig geformte, braunrote Hauteintrocknungen über den vormaligen Konturen des Kehlkopfes. Es war zu differenzieren zwischen einem möglichen Würgen, Drosseln, Schlagen oder Treten. Ebenso war zu bedenken, dass der Auffindungsort nicht der Tatort gewesen sein musste. Gab es also Hinweise auf ein Verbringen des Körpers? Die innere Leichenschau folgte dann der üblichen Routine. Die Halsorgane wurden in sogenannter Blutleere untersucht, um verletzungsbedingte Blutungen nicht durch präparationsbedingte Artefakte zu überlagern.

»Befund«, rief Brandenburg in den Raum, »und Foto!« Die Schildknorpelplatten des Kehlkopfes waren gebrochen und wie zusammengepresst. Das Zungenbein war gebrochen und ebenso der linke obere Schildknorpelfortsatz. Der Kehlkopfeingang war dadurch verlegt und nur noch schlitzförmig erhalten. Die Halshaut davor war deutlich unterblutet. Einblutungen fanden sich auch in der geraden Halsmuskulatur rechts. »Hier haben wir die Todesursache. KT? Foto!«, rief er erneut. »Die Legende für die Anlagenkarte erstellen wir lieber gemeinsam«, sagte der Arzt zum KT-Mann. »Oder kennt ihr euch mit den Knöchelchen hier aus? Und mit den Halsmuskeln?«

»Alles klar, Doc, machen wir.«

Die Obduktion folgte dann dem üblichen Schema. Die Organpakete aus dem Brust- und Bauchraum wurden präpariert. Bei Anschnitt großer Blutgefäßstämme entleerte sich viel flüssiges Blut. Die inneren Organe zeigten die für einen jungen Menschen zu erwartenden Farben und Formen und regelrechte Lagebeziehungen. Ein muskelkräftiges Herz mit den zarten Strukturen der sich verzweigenden Herzkranzarterien. Die Schnittflächen der Herzmuskulatur ohne Herdbefunde. Ein Herz, das noch viele Jahre funktioniert hätte. Die Lungen wirkten etwas überbläht, was dem Todesmechanismus zugeordnet wurde. Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz und Nieren ohne Auffälligkeiten. Der Magen-Darm-Trakt ohne Hinweis auf Fremd- oder Giftstoffe. Die letzte Nahrungsaufnahme lag offenbar einige Stunden zurück. Das Schädeldach wurde eröffnet. Die weiche Hirnhaut blutreich. Die Schnittflächen von Groß- und Kleinhirn mit anatomisch regelrechten Strukturen. In der Zusammenschau jedenfalls keine krankhaften Veränderungen und keine weiteren Verletzungen. Über dem Arbeitstisch schwebte eine Glocke aus süßlichem Geruch, der mit nichts zu vergleichen war, was sich sonst in den Bibliotheken menschlicher Sinneswahrnehmungen finden ließ.

Nur flüchtig bemerkte Brandenburg, dass die neben ihm stehende Studentin etwas teilnahmslos vor sich hin schaute. Auch reagierte sie auf seinen Anruf nur noch verzögert. Und da passierte es: Es gelang gerade noch, ihren Körper aufzufangen. Sie gravitierte sich entlang der Arztschürze Brandenburgs. Zum Glück kein Aufschlag, nichts Ernstes.

»Kopf tief, Beine hoch, raus mit ihr, lasst sie nicht allein, gebt ihr was!« Es war nicht das erste Mal und es tat nicht weh. Das Sektionsteam kannte sich mit diesen kleinen Schwächen der Studierenden schon aus und wusste, was zu tun war.

Nach drei Stunden waren die Arbeiten im Sektionssaal beendet. Doktor Brandenburg und sein Team legten die Schutzkleidung ab, die Hände wurden gewaschen und desinfiziert.

»Gehen Sie doch bitte schon vor in den Besprechungsraum, wir kommen gleich nach«, rief er den Gästen zu, die daraufhin den Sektionssaal verließen. Dann wandte er sich seinen Kollegen zu: »Hört zu, wir lassen sie einen Moment warten, das macht nix. Zuerst bilden wir uns eine Meinung. Also, was haben wir? Sieht erst mal alles ganz gut aus. Identität, Todesursache und Kausalität sind klar. Ein Mix aus reflektorischer Depression der Herz- und Lungenfunktion und Sauerstoffmangel. Massive, stumpfe Gewalt gegen den Hals, am ehesten ein Schlag von einem Kampfsportler oder einem, der das trainiert hat. Die Verletzungen sind vital, also zu Lebzeiten entstanden. Kein Anhalt für Würgen oder Drosseln, keine Stauungsblutungen oberhalb der Halsbefunde. Todeszeitpunkt: Ich schätze, gestern am frühen Nachmittag, vielleicht fünf bis sieben Stunden vor der Leichenschau am Tatort, und die begann gestern um neunzehn Uhr. Dafür sprechen die Leichenveränderungen und die gemessene Temperatur. Wie gesagt, eine Schätzung, Plus-Minus-Spanne jedenfalls von zwei Stunden. Die Pilzsammler fanden ihn um sechzehn Uhr zwanzig, na, das passt doch. Ein Wahrscheinlichkeitsmaximum zwischen zwölf und vierzehn Uhr. Wer bekommt die Spuren? Die Abriebe von der Halshaut, von der Gesichtshaut und den Fingernagelschmutz würden wir schon gern für unser Labor behalten. Die Abklebungen gehen an die KT, das ist klar und gut so. Zu erwartende Spuren an einem Täter: Sieht mager aus. Was für mich offen bleibt, aber das ist ein Problem für die Ermittler, das ist das Motiv für die Tötung. Keine Zeugen, kein Tatverdächtiger, keine Idee. Alkoholgeruch habe ich bei der Sektion auch nicht wahrgenommen. Wir müssen der Staatsanwältin gleich sagen, dass wir dennoch unbedingt eine Blutalkoholbestimmung empfehlen.« Doktor Brandenburg bemerkte erst jetzt, dass er die ganze Zeit monologisiert hatte. Eigentlich hieß es: »Wir bilden uns eine Meinung.«

Erst jetzt meldete sich schüchtern die wiederauferstandene Studentin: »Wäre nicht auch eine Giftanalyse sinnvoll? Selbst wenn wir keine Hinweise auf ein Verbringen der Leiche von einem Tatort zum Auffindungsort haben und die Befunde vital sind, sollten wir ausschließen können, dass zum Todeszeitpunkt Handlungsunfähigkeit bestand. Falls sich erweisen sollte, dass der Tathergang komplizierter war, als bisher angenommen, wäre das doch wichtig, oder?«

Brandenburg blickte auf und sie ihm kess entgegen. »Gut. Sehr gut. Spätestens jetzt sollte ich mir Ihren Namen merken. Wie war der doch gleich?«

»Ich bin Frau Semlock. Katharina Semlock.«

»Semlock? Sind Sie die Tochter … ähm, Ihrer Mutter?« Eine etwas verquere Frage, wurde er sich sogleich bewusst.

»Genau, meine Mutter ist die Polizistin.«

»Eine sehr gute«, ergänzte Brandenburg und schaute sie staunend an, weil er mit dieser Querbeziehung nicht gerechnet hatte, und erfreut, weil ihm diese Querbeziehung gefiel. »Ich kenne sie schon sehr lange.«

Katharina Semlock schmunzelte verlegen. Der unrühmliche Auftritt von heute morgen war also offenbar vergessen oder wenigstens nicht von Bedeutung für ihn. Sie war froh, dass sie so gut aus diesem Vormittag herauskam.

Das Team um Brandenburg ging nun in den Besprechungsraum. Der Vormittag wurde so zusammengefasst, wie vorab besprochen. Zur Todesursache wurde ein reflektorisches Geschehen als Folge eines kräftigen Schlages in den Vordergrund gestellt. Brandenburg gab den Gedanken der Studentin weiter, eine Giftanalyse zu beauftragen, zum Ausschluss einer Handlungsunfähigkeit.

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