Ulrich Hammer - Grundloses Moor

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Unheimliche Mördersuche unter Geocachern.
Der Rostocker Rechtsmediziner Dr. Karsten Brandenburg wird zu einem speziellen Fall gerufen: Im Grundlosen Moor bei Bad Doberan hat ein Jäger eine Leiche gefunden, die er obduzieren soll. Das Smartphone des Opfers zeigt, dass es sich bei dem jungen Mann offenbar um einen GeoCacher handelte, der gewaltsam ums Leben gekommen ist. Da Brandenburg dieses Schatzsucher-Hobby teilt, fällt es ihm schwer, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten. Kurz darauf wird es unheimlich. Jemand verfolgt den Arzt. Und auch Kommissarin Kerstin Semlock berichtet von mysteriösen Begegnungen mit Mitarbeitern einer Berliner Firma.
Der Autor Ulrich Hammer, dessen Alter Ego bereits mehrfach in der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe «Mörderisches Schwerin» auftritt, arbeitete selbst viele Jahre als Rechtsmediziner. Spannend, realistisch und bildhaft verwebt er seine beruflichen Erfahrungen in den spannungsreichen Kriminalfall.

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Feiner Niesel perlte von den Dächern der verschlafenen Kleinstadt, die, umgeben von Feld und Wald, Fremde ins Schwärmen brachte und Einheimische all das Schöne nicht mehr sehen ließ, weil es sie täglich umgab. Dazu die Ostseenähe. Heiligendamm, Kühlungsborn und Rostock waren auch nicht weit. So hatte Bad Doberan nach dem Mauerfall punkten und sich wenigstens zu bestimmten Tageszeiten eine gewisse Quirligkeit bewahren können. Mit ihrem Einkommen auszukommen, war für viele hier dennoch eine Herausforderung.

Die Herbstnebel legten sich schwer wie eine Schleppe auf alles, was menschlichen Ursprungs war. Hannes Köster stemmte sich gegen den großen Trend, wegzugehen. Die wenigen noch über die Schulzeit mit dem Ort verbundenen Jugendlichen waren sich zumeist einig, dass ihre Zukunft eine andere Überschrift bekommen sollte. Waren es die Eltern und Großeltern, die ihn seit Kindertagen umsorgten, oder hielt ihn das Vertraute in seiner Umgebung? Oder eben alles zusammen? Wie immer gab es auf schwere Fragen keine leichten Antworten. Vielleicht hatte auch der Tischlermeister, der mit seinem Vater gut bekannt war, den Ausschlag gegeben. Hannes hatte sich entschieden, zu bleiben und eine Tischlerlehre zu beginnen. Die Fahrten zur zwanzig Kilometer entfernten Berufsschule »in die Stadt«, wie man sagte, würden ohnehin viel Neues bringen. Das würde ihm als erste vorsichtige Loslösung von zu Hause genügen. Und bisher ging diese Rechnung auf. Sein Lebensrhythmus brachte ihm zwar keine Sensationen, aber dafür auch keine Entfremdung von dem, was ihn so viele Jahre umgeben und geprägt hatte.

Der heutige Tag schien ihm ideal. Die Eltern waren für eine Woche zu einer Städtereise in die Eifel gefahren, sollten aber morgen wieder zu Hause eintreffen. Der Nachmittag frei. Er war allein und niemand würde ihn etwas fragen, worauf er nicht antworten wollte. Gegen die Feuchte des herbstlichen Tages halfen eine dunkle Regenjacke mit Kapuze und wasserdichte Schuhe, die er sich vom ersten selbst verdienten Geld geleistet hatte. Wer billig kauft, kauft zweimal. Diese und andere Lebensregeln waren tief eingeprägt. So legte er Wert auf gutes Zeug, was dann eben zu pflegen und zu hegen war. Er nahm sich eine Taschenlampe, unnötig zu erwähnen, dass es ein Markenprodukt war, griff sich das Smartphone, ging zur Tür, steckte dabei seinen Schlüsselbund in die linke Hosentasche und machte auf dem Absatz kehrt, um noch einen Kugelschreiber zu fassen, der auf dem Schränkchen im Flur herumlag. Nun hatte er alles, stieg auf sein Fahrrad und fuhr zum Alexandrinenplatz, von dort Richtung Bahnhof, über die Eisenbahnschienen den Berg zum Moorbad hoch, weiter bis Hohenfelde und dann rechts Richtung Retschow. Die Tour war ihm willkommen, eine schöne Trainingsrunde, denn der Radweg und die Straße stiegen immer leicht an und seine von Holzstaub gemarterten Lungen freuten sich über Frischluft. Hinter Hohenfelde wurde es einsam, die Straße schmal und gewunden, zum Teil wie ein Hohlweg, der oben angekommen, mit einem weiten Blick übers Land belohnte. Sein Ziel war das Grundlose Moor. Viele wussten nichts von seiner Existenz, von diesem einzigartigen Biotop, gleich rechts in einer von Hochwald umgebenen Senke. Kurz hinter der Waldkante rechts ein abgehender Weg. Die Zufahrt durch eine Schranke versperrt. Er winkelte sich und sein Fahrrad an der Schranke vorbei, schob noch ein paar Meter, entschied sich dann aber, das Gefährt abzustellen. Mehrere Bäume, die ein von Nordwest eindrückender Sturm irgendwann umgestürzt hatte, zwangen ihn durch das angrenzende Dickicht. Ein Weiterfahren war unmöglich. Hannes Köster bog Gesträuch zur Seite, stieg über Stämme und kämpfte sich zurück auf den in die Senke hinunterführenden Weg. Es ging steil bergab. Auf dem Uferweg des Grundlosen Moores angekommen, lief er nach links. Das nasskalte Wetter ließ seine Konturen schnell mit denen des Baumbestandes verschmelzen. Der Boden war schwer und weich, mit Laub bedeckt. Die guten Schuhe taten ihren Dienst. Ein mäßiger Wind wogte durch die Baumwipfel, die sich synchron und in bäumischer Einigkeit bewegten. Ein auf- und abschwellendes Rauschen nahm Besitz von ihm. So brachte es zugleich meditative Ruhe und ein unheimliches Gefühl. Hannes Köster lief einer Richtung nach, die ihm das Display seines Smartphones vorgab. Noch 170 Meter. 150. 120. Wie ein Countdown war die Annäherung an das Ziel programmiert. Noch zehn Meter. Hannes drehte sich und war nur umfangen von dem Grau des Waldes und dessen Stimmen. Ach ja, der Hinweis. Er tickerte sich zurück zur Beschreibung des Zieles und decryptierte ihn. Willst Du es erblicken, krümm den Rücken! Damit war klar, dass er nicht an den Baumstämmen hinauf suchen musste, sondern am Boden. Die abzulaufende Luftlinie war zu einem Punkt geschrumpft. Hier musste es irgendwo sein. Er ging vorsichtig einige Meter nach links, hockte sich in das Unterholz und ließ seinen Blick schweifen. Neben einem schon lange liegenden, vergessenen Baum, dessen Wurzelteller hoch aufragte und dessen Stamm zahllose Käferwohnungen wie in einer Reihenhaussiedlung bot, lagen zwei zum Teil von Laub bedeckte Brettchen, wie sorgsam nebeneinander gelegt. Das war kein Zufall.

Er wollte sie soeben anheben, als das Unterholz hinter ihm knackte und das Laub mit seinem Rascheln eiligen Schritten nachgab. Es war zu spät. Als er sich den Geräuschen zuwandte, spürte er schon einen dumpfen Schlag, der seinen Hals von vorn traf und seine Sinne auf eine ferne Reise schickte, die im Dunkel endete. Die in der Überraschung verdrehte Körperhaltung verlor ihre Spannung. Sein Körper erschlaffte und schmiegte sich an den Waldboden. Die Schritte einer Person, deren Annäherung er zu spät bemerkt hatte, entfernten sich von seinem Körper ebenso wie das Leben. Sie hatten es ihm genommen, ansatzlos, respektlos. Wie viel von unserem Leben wird darauf verwendet, neues Leben zu geben und zu bewahren? Wie viel Menschsein ist nötig, um einen Menschen zu formen? All das wie wegradiert, ausgeknipst. Jahre voller Hingebung, Liebe und Sorge gegen einen Schlag, nicht länger als ein Mausklick.

Kapitel 6

BRB im Einsatz

Doktor Karsten Brandenburg, seine Freunde und Kollegen nannten ihn einfach »BRB«, war im dreißigsten Dienstjahr Rechtsmediziner und nicht mehr so aufgeregt wie in den frühen Achtzigern, wenn es zu einem Einsatz ging: an einen Tatort, zur Polizeidienststelle oder in ein Krankenhaus. Er hatte es nie bereut, Rechtsmediziner geworden zu sein. Er hatte sich mit seinem Beruf identifiziert. Das war seine Hingabe, seine Erschöpfung und sein Quell. Am Beginn erlebte er Rechtsmedizin jedoch wie eine Invasion, die sein Innerstes erreichte. Sie schlug wie eine Brandung der schrecklichsten Bilder und Gerüche gegen einen viel zu weichen Wall seiner bis dato behüteten Biologie. Er hatte mal eine Famulatur in der Gerichtsmedizin gemacht, wie es damals hieß. Die Siebziger- und Achtzigerjahre waren noch keine Hochglanzzeiten. Die Laborarbeit wurde oft von Idealismus und Improvisationsgabe getragen. Heute gibt es alles fertig. Gebrauchslösungen müssen nicht erst zusammenpipettiert werden. Einmalbestecke und computergesteuerte Analytik gestalten die Arbeit effizienter. Damals wurde die Musik sozusagen noch von Hand gemacht. Im Sektionssaal ganz ähnlich. Es gab ein Sektionsteam, vormittags in Rostock und nachmittags auf Außentour nach Teterow, Güstrow, Wismar, Grevesmühlen, Schönberg. Ihm gefiel das Wir-Gefühl dieser Truppe, das Praktische, das Handfeste. Dazu kam der Mix aus Morphologie, Toxikologie, Genetik, Psychiatrie, Tatortarbeit und Gerichtsverhandlungen. Die Jahre brachten ihm eine Balance in einer fein austarierten Distanz zwischen der nötigen Nähe, um arbeiten zu können, und der nötigen Ferne, um nichts mit nach Hause zu nehmen. Diese Balance zu halten, war eine immer neu zu erbringende Leistung. Bei jedem Fall war es anders, mal fiel es leichter, mal schwerer. Mal ging es an die »Substanz«, mal gewann er auch dazu und verpackte sich einen Erfolg so, dass er von ihm zehren konnte.

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