Ulrich Hammer - Grundloses Moor

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Unheimliche Mördersuche unter Geocachern.
Der Rostocker Rechtsmediziner Dr. Karsten Brandenburg wird zu einem speziellen Fall gerufen: Im Grundlosen Moor bei Bad Doberan hat ein Jäger eine Leiche gefunden, die er obduzieren soll. Das Smartphone des Opfers zeigt, dass es sich bei dem jungen Mann offenbar um einen GeoCacher handelte, der gewaltsam ums Leben gekommen ist. Da Brandenburg dieses Schatzsucher-Hobby teilt, fällt es ihm schwer, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten. Kurz darauf wird es unheimlich. Jemand verfolgt den Arzt. Und auch Kommissarin Kerstin Semlock berichtet von mysteriösen Begegnungen mit Mitarbeitern einer Berliner Firma.
Der Autor Ulrich Hammer, dessen Alter Ego bereits mehrfach in der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe «Mörderisches Schwerin» auftritt, arbeitete selbst viele Jahre als Rechtsmediziner. Spannend, realistisch und bildhaft verwebt er seine beruflichen Erfahrungen in den spannungsreichen Kriminalfall.

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Einer der Männer wandte ihm zunächst weiterhin den Rücken zu, während der andere sich für die Hilfsbereitschaft bedankte. In diesem Moment der Zuwendung schlug der Erstere, aus einer trainierten schnellen Rechtsdrehung heraus, eine schwere, kantige Rückhand gegen den Hals des Studenten.

Schreckgeweitete, sich langsam leerende Augen, Röcheln, Kontrollverlust, erschlaffende Muskeln, Übermacht einer Armee aus Reflexen, die einem Browser gleich den biologischen Server in ihm abräumte und den Eigenrhythmus des Herzens bis zum endgültigen Stillstand hinwegfegte. Sein schlaffer Körper sank in kräftige Arme. Es war helllichter Tag. Etwa hundert Meter entfernt fuhr in diesem Moment die S-Bahn ein.

Kapitel 3

Falk und Mirko

Bad Doberans Ortsteil Althof galt seit dem späten zwölften Jahrhundert als Ursprung der Christianisierung Mecklenburgs. Das Kloster mit seinem Münster war ein Symbol für die norddeutsche Backsteingotik. Die Geschichte des ersten deutschen Seebades Heiligendamm, die Geologie der Endmoränen zwischen Doberan und Kühlungsborn – all diese Dinge waren Falk und Mirko, einundzwanzig und neunzehn Jahre alte Brüder, nicht gänzlich unbekannt, aber doch sehr fern. Sie gehörten zu denen, die sich als Verlorene sahen. Verlorene, weil sie mit zwölf und zehn aus dem Blick derer verschwunden waren, die sie hätten behüten sollen. Verschwunden, weil all das, was ihre Eltern einst ausmachte, sich über viele Jahre in einer Mischung aus Alkohol und anderen Drogen aufgelöst hatte. Eltern, die sich irgendwann einmal innig geliebt hatten, die aber sich und ihre Kinder ebenso wenig wie ihre Zuneigung hatten bewahren können, deren Lebensgefüge zerbrochen war und die ihre Zerbrechlichkeit an die Kinder weitergegeben hatten. Leben im Heim, Alkohol, immer Stärke demonstrierende Persönlichkeiten, die mit ihrem Willen nie dahin passten, wo sie gerade waren. Konflikte mit jedem und allem, was sie umgab. Die Brüder lebten nicht, sondern zerlebten ihre Zeit. Schulabbruch, Abbruch der Ausbildung, Fahren ohne Führerschein, Körperverletzungen, kleine Diebstähle und irgendwann ein Raub. Jugendstrafen, zunächst auf Bewährung, Bewährungswiderruf, Freiheitsstrafen in Neustrelitz und Bützow. Neues Wir-Gefühl unter strenger Administration. Haftbedingungen boten endlich ein festes Zeitgefüge, was sich aber in Freiheit ebenso auflöste, wie alles, was sie bisher versucht hatten.

Die Mollistraße in Bad Doberan hat einige Nebengassen. Die Schienen der Bahn und die uneben verlegten Gehwegplatten glänzten feucht. Von den Laternen tropfte es. Ein ungemütlicher Herbstwind trieb die kalte Feuchtigkeit durch die Straßen, als müsste er sie beatmen. Es wurde dunkel, Abendbrotzeit für die meisten, die von der Arbeit nach Hause gehetzt waren, die Einkaufsbeutel trugen und Kinderwagen schoben. Die Geschäfte in der Mollistraße und am Kamp gingen ins Finale des Tages. Abendbrotzeit für die, die Familie hatten, die vom Kalten und Ungemütlichen ins Warme konnten. Nicht für solche wie Falk und Mirko, die keinen Tagesrhythmus hatten, auf die keiner wartete, die aber trotzdem da waren, immer, jeden Tag. Nicht für die, die in kleinen Gruppen standen und tranken und deren kehlige Stimmen sich manchmal ins Gehör derer drängten, die mit ihnen lieber nichts zu tun haben wollten. Sie fanden sich auf dem Kamp zusammen, um sich gegen Kälte und fremde Blicke zu schützen, um das bisschen zu halten, was ihnen gemeinsam war.

Am Abend des 22. Oktober rollte die S-Klasse aus Richtung Rostock kommend und hielt sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit, um nicht aufzufallen. Das Fahrwerk schluckte elegant jede Bodenwelle. Am östlichen Ortseingang von Bad Doberan eine Ampelkreuzung, links und rechts Gewerbegebiete. »Da hinten ist eine Tanke, fahr da mal ran!«

Der Wagen bog rechts ab, um gleich wieder links auf das Gelände einer Tankstelle einzuschwenken. Er hielt zwischen den Luftsäulen und der Waschanlage. Der Fahrer und seine zwei Begleiter stemmten ihre trainierten Körper aus dem Wagen, stellten sich zusammen und ließen ihre von einiger Routine getriebenen Augenpaare einen Stadtplan absuchen, den sie auf dem Autodach ausgebreitet hatten. Sie hielten nach einem Gebiet Ausschau, das am ehesten ihrem Vorhaben entgegenkam.

»Warum nehmen wir nicht einfach Google Maps?«

»Damit nicht irgendwann einer auslesen kann, dass ich jetzt und hier auf Google Maps was gesucht habe.« Dann wandte sich der Fahrer wieder dem ausgefalteten Stadtplan zu. »Lass es uns hier versuchen!« Er zeigte auf ein grünes Dreieck, einen Park oder eine Grünanlage, die offenbar von drei Straßen umgeben war. »Es wird hier so sein, wie überall. Die Penner hängen da drinnen irgendwo ab. Keiner sieht sie, schon gar nicht jetzt im Dunkeln. Dort können wir uns bewegen.«

»Du wirst recht haben«, meinte einer der beiden Mitfahrer, »aber wir sollten vielleicht sehen, dass wir an Typen kommen, die dann auch funktionieren. Hab keine Lust, in diesem Kaff Geld in den Sand zu setzen.«

Die Männer setzten sich in Bewegung, fuhren die B105 bis zum Alexandrinenplatz und bogen nach rechts in Richtung Kamp. Sie rollten langsam durch die August-Bebel-Straße, dann nach links in die Severinstraße.

»Die haben sogar ein Kino hier. Scheiße, da sitzen noch welche am Bier. Lass uns weiter rum fahren, da sind nur noch Geschäfte. Bieg da vorne wieder links ab! An der Apotheke vorbei und dann hältst du!«

»Da, seht ihr?« Der Fahrer deutete auf zwei dunkle Gestalten. »Die an dem Pavillon da. Ich gehe von der Westseite rein«, bestimmte er, »und ihr beiden kommt mir entgegen. Wir nehmen sie zwischen uns. Haltet erst mal Abstand, das Übliche dann auf mein Zeichen.«

Sie verteilten sich wie besprochen, kreisten das Innere der Parkanlage ein und bemerkten schon nach wenigen Metern zwei Männer, die sich lautstark unterhielten. Die Stimmen kamen von einem schwach beleuchteten, roten Pavillon. Die Männer standen unter dem Dachüberstand und sprachen relativ sauber, zumindest nicht sinnlos betrunken. Als sich die Kontur des Fahrers im Gegenlicht der Straßenlampen abzeichnete, drehten sie sich zu ihm und verstummten.

»Alles okay, kein Stress!«, bemühte der sich in lässigem Ton. »Brauche zwei verlässliche Leute, viel Geld für wenig Arbeit.«

»Was soll das? Wir sind hier am Schluck aber nicht bescheuert. Verpiss dich, Locke!«

»Zweitausend auf die Hand. 500 gleich, den Rest danach.«

Stille. Die Angesprochenen waren verunsichert. Sie sahen sich scheu um. Niemand in der Nähe, der etwas mitbekommen würde. Das klang zu direkt und zu gewaltig, als dass sie ein neues »Verpiss dich!« ausgerufen hätten. Das war einfach zu viel und gleichzeitig unglaublich, weil noch nie so gehört.

»Wer bist du?«, traute sich Mirko die breitschultrige Gestalt vor ihm zu fragen.

»Nicht das Arbeitsamt«, entgegnete diese.

»Wer dann?«

»Wer will das wissen?«

»Wir beide!«

»Ich bin der, den ihr nach dem Job vergessen dürft, aber erst dann. Vorher überzeugt ihr mich, dass ich die Richtigen gefunden habe.«

»Warum suchst du deine Leute im Dunkeln?«

»Ganz einfach …« hörten Falk und Mirko ihr Gegenüber noch sagen, als dieser ein Handzeichen gab und sich aus dem Nichts hinter ihnen zwei weitere Gestalten lösten, die die beiden ahnungslosen Kleinstadtganoven mit katzengleicher Gewandtheit und trainierten Griffen und Hebeln nach hinten rissen, sodass sie mit einem dumpfem Rums zu liegen kamen. Die Angreifer knieten jeweils neben dem Brustkorb und pressten ihn mit Schenkeldruck zusammen, ihre Unterschenkel lagen über den gespreizten Beinen der Überwältigten, man hielt ihnen den Mund zu, riss die Oberbekleidung auf, tastete die Jackeninnen- und die Taschen der Hosen ab und fingerte mit geübten Bewegungen die Geldbörsen heraus. Nachdem das Gesuchte zur Inspektion nach oben gereicht worden war, lockerte man die Griffe.

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