George Sand - George Sand – Gesammelte Werke

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George Sand (1.7.1804–8.6.1876), eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, war eine französische Schriftstellerin, die neben Romanen auch zahlreiche gesellschaftskritische Beiträge veröffentlichte. Sie setzte sich durch ihre Lebensweise und mit ihren Werken sowohl für feministische als auch für sozialkritische Ziele ein.Null Papier Verlag

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Ob An­zo­le­to in­ner­lich be­wegt war, ist kei­ne Fra­ge; er ließ je­doch sehr we­nig da­von bli­cken, und nicht so­bald hat­ten sei­ne schwar­zen Au­gen, wel­che ver­stoh­len die der Frau­en be­frag­ten, den ge­hei­men Bei­fall, der sich ei­nem so schö­nen Jüng­lin­ge sel­ten ver­sagt, er­ra­ten, nicht so­bald hat­ten die Kunst­lieb­ha­ber um­her, über­rascht von der Ge­walt sei­ner klang­rei­chen Stim­me und von der Leich­tig­keit sei­ner Vo­ka­li­sa­ti­on, ein bei­fäl­li­ges Ge­mur­mel hö­ren las­sen, als Freu­de und Hoff­nung sein gan­zes We­sen durch­glü­he­ten. Jetzt zum ers­ten Male in sei­nem Le­ben fühl­te An­zo­le­to, der bis da­hin nur eine ge­wöhn­li­che Be­hand­lung und ge­wöhn­li­chen Un­ter­richt er­fah­ren hat­te, dass er kein ge­wöhn­li­cher Mensch sei und, von dem Tri­um­phe, nach dem er dürs­te­te und den er emp­fand, hin­ge­ris­sen, sang er mit ei­ner Kraft, ei­ner Ei­gen­tüm­lich­keit und ei­nem Feu­er zum Er­stau­nen.

Sein Ge­schmack war al­ler­dings nicht im­mer rein und sein Vor­trag nicht in al­len Tei­len des Stückes ta­del­los: aber er wuss­te sich stets durch küh­ne Wür­fe, durch Blit­ze der Auf­fas­sung und Schwung der Be­geis­te­rung wie­der zu he­ben. Er ver­fehl­te man­che Ef­fec­te, wel­che der Kom­po­nist be­ab­sich­tigt hat­te, aber er fand an­de­re, an wel­che noch nie­mand ge­dacht, we­der der Kom­po­nist, der sie vor­ge­zeich­net, noch der Leh­rer, der sie er­läu­tert, noch ei­ner der Vir­tuo­sen, die sie frü­her aus­ge­führt hat­ten. Die­se Kühn­hei­ten er­grif­fen und ent­zück­ten alle Welt. Zehn Un­ge­schick­lich­kei­ten ver­zieh man ihm für eine Neu­heit, zehn Ver­stö­ße ge­gen die Metho­de für eine ei­gen ge­fühl­te Stel­le. So wahr ist es, dass in der Kunst das kleins­te Auf­leuch­ten des Ge­nies, der kleins­te An­lauf zu neu­en Erobe­run­gen die Men­schen mehr blen­det als alle Hilfs­mit­tel und alle Klar­heit der Ein­sicht, die sich in den Schran­ken des Ge­wohn­ten hält.

Nie­mand gab sich viel­leicht Re­chen­schaft von den Ur­sa­chen und nie­mand ent­zog sich den Wir­kun­gen die­ses En­thu­si­as­mus. Die Co­ril­la hat­te die Un­ter­hal­tung mit ei­ner großen Arie er­öff­net, wel­che sie treff­lich sang und wel­che leb­haft be­klatscht wur­de; der Er­folg des jun­gen De­bü­tan­ten lösch­te nun aber den ih­ri­gen so ganz aus, dass sie dar­über im In­nern wü­tend war. Je­doch als An­zo­le­to, mit Lob­sprü­chen und Lieb­ko­sun­gen über­häuft, wie­der an das Kla­vier trat, wo sie saß, und zu ihr nie­der­ge­beugt mit ei­ner Mi­schung von Un­ter­wür­fig­keit und Kühn­heit sag­te: »Und Sie, Kö­ni­gin des Ge­san­ges, Kö­ni­gin der Schön­heit, ha­ben Sie nicht einen Blick der Auf­mun­te­rung für den ar­men Un­glück­li­chem der Sie fürch­tet und Sie an­be­tet?« da be­trach­te­te die Pri­ma Don­na, er­staunt über eine sol­che Dreis­tig­keit, die­ses schö­ne Ge­sicht in der Nähe, wel­ches sie zu­vor kei­nes Blickes ge­wür­digt hat­te; denn wel­che eit­le und sieg­ge­wohn­te Frau wür­de ein dunkles ar­mes Kind ih­rer Auf­merk­sam­keit wert hal­ten? Jetzt end­lich be­ach­te­te sie ihn; sei­ne Schön­heit über­rasch­te sie, sein feu­ri­ges Auge drang in sie ein und ih­rer­seits be­siegt, be­zau­bert, ließ sie auf ihn einen lan­gen Glut­blick fal­len, gleich­sam ein Sie­gel auf das Di­plom sei­ner Berühmt­heit ge­drückt.

An die­sem merk­wür­di­gen Abend hat­te An­zo­le­to sein Pub­li­kum be­herrscht und sei­nen ge­fähr­lichs­ten Feind ent­waff­net; denn die schö­ne Sän­ge­rin war nicht bloß Kö­ni­gin auf den Bre­tern, son­dern auch in der Ad­mi­nis­tra­ti­on und in dem Ka­bi­net des Gra­fen Zus­ti­nia­ni.

4.

Ein ein­zi­ger Zu­hö­rer, wel­cher auf dem Ran­de sei­nes Stuh­les mit ge­kreuz­ten Bei­nen und un­be­weg­lich auf die Knie ge­stütz­ten Hän­den gleich ei­ner ägyp­ti­schen Gott­heit saß, war mit­ten un­ter den ein­stim­mi­gen und so­gar ein we­nig un­sin­ni­gen Bei­falls­be­zeu­gun­gen, wel­che die Stim­me und Ma­nier des De­bü­tan­ten her­vor­ge­ru­fen hat­te, stumm ge­blie­ben wie eine Sphinx und ge­heim­nis­voll wie eine Hie­ro­gly­phe: es war dies der ge­lehr­te Pro­fes­sor und be­rühm­te Kom­po­nist Por­po­ra. Wäh­rend sein ga­lan­ter Kol­le­ge, der Pro­fes­sor Mel­li­fio­re, wel­cher die Ehre von An­zo­le­to’s Er­folg ganz sich al­lein an­eig­ne­te, um­her­ging, sich vor den Frau­en in die Brust wer­fend und sich ge­gen alle Män­ner mit Ge­schmei­dig­keit ver­nei­gend, um sich so­gar für ihre Bli­cke zu be­dan­ken, saß der Leh­rer der hei­li­gen Mu­sik still da, die Au­gen auf dem Bo­den, die Brau­en em­por­ge­zo­gen, den Mund ge­schlos­sen und wie ver­lo­ren in sei­ne Be­trach­tun­gen. Nach­dem die gan­ze Ge­sell­schaft, wel­che die­sen Abend zu ei­nem großen Bal­le bei der Do­ger­es­se ge­be­ten war, sich nach und nach ver­lau­fen hat­te und nur die wärms­ten Di­let­tan­ten mit ei­ni­gen Da­men und den vor­nehms­ten Mu­si­kern am Kla­vie­re zu­rück­ge­blie­ben wa­ren, nä­her­te sich Zus­ti­nia­ni dem stren­gen Mae­stro.

– Das heißt doch zu sehr ge­gen die Neue­ren schmol­len, mein lie­ber Pro­fes­sor, sag­te er zu ihm, und euer Schwei­gen täuscht mich nicht. Ihr wollt vor die­ser welt­li­chen Mu­sik und die­ser neu­en Gat­tung, an de­nen wir uns ent­zücken, eue­re Sin­ne bis aufs Äu­ßers­te ver­schlos­sen hal­ten. Euer Herz hat sich nun euch zum Trot­ze ge­öff­net und eure Ohren ha­ben das Gift der Ver­füh­rung auf­ge­nom­men.

– Wis­sen Sie, Sior Pro­fe­sor, sag­te im Dia­lek­te die rei­zen­de Co­ril­la, in­dem sie ge­gen ih­ren al­ten Leh­rer den Kin­des­brauch der Scuo­la wie­der­auf­nahm, Sie müs­sen mir einen rech­ten Ge­fal­len tun …

– Fort von mir, Un­se­li­ge! rief der Meis­ter halb la­chend und halb noch ver­drieß­lich die Lieb­ko­sung sei­ner ab­trün­ni­gen Schü­le­rin ab­weh­rend. Was für Ge­mein­schaft ist noch zwi­schen dir und mir? Ich ken­ne dich nicht mehr. Brin­ge bei an­de­ren dein lieb­li­ches Lä­cheln und dein treu­lo­ses Ge­zwit­scher an.

– Er fängt schon an gut zu wer­den, sag­te die Co­ril­la, in­dem sie mit der einen Hand den Arm des De­bü­tan­ten er­griff, wäh­rend sie mit der an­de­ren nicht abließ, die lan­gen Zip­fel an des Pro­fes­sors wei­ßer Kra­wat­te zu zer­knit­tern. Komm her, Zoto, 2und beu­ge dein Knie vor dem ge­schick­tes­ten Ge­sang­leh­rer Ita­li­ens. De­mü­ti­ge dich mein Kind und ent­waff­ne sei­ne Stren­ge. Ein ein­zi­ges Wort von ihm, wel­ches du er­lan­gen kannst, muss grö­ßern Wert in dei­nen Au­gen ha­ben als alle Trom­pe­ten des Ruh­mes.

– Sie sind sehr stren­ge ge­gen mich ge­we­sen, Herr Pro­fes­sor, sag­te An­zo­le­to, sich mit ei­ner et­was spöt­ti­schen Be­schei­den­heit ver­beu­gend; in­des­sen ist es seit vier Jah­ren mein ein­zi­ger Ge­dan­ke, Ih­nen die Zu­rück­nah­me ei­nes sehr har­ten Ur­teilss­pru­ches ab­zu­nö­ti­gen; und wenn es mir heut Abend nicht ge­glückt ist, so weiß ich nicht, ob ich den Mut ha­ben wer­de, wie­der vor dem Pub­li­kum auf­zu­tre­ten, be­la­den wie ich bin mit ih­rem Ana­the­ma.

– Kna­be, sag­te der Pro­fes­sor, in­dem er mit ei­ner Leb­haf­tig­keit sich er­hob und mit ei­ner Kraft der Über­zeu­gung sprach, wel­che ihn edel und groß er­schei­nen lie­ßen, wäh­rend er sonst ge­krümmt und un­ge­schickt aus­sah, über­las­se den Wei­bern die ho­nig­sü­ßen und treu­lo­sen Wor­te. Nie­mals er­nied­ri­ge dich zu der Spra­che der Schmei­che­lei, selbst nicht vor dei­nem Vor­ge­setz­ten, wie viel we­ni­ger vor dem, des­sen Bei­fall du in dei­nem In­nern ver­ach­test. Es war eine Zeit, wo du dort un­ten in dei­nem Win­kel lagst, arm, un­ge­kannt, voll Furcht; dei­ne gan­ze Zu­kunft hing an ei­nem Haa­re, an ei­nem Tone dei­ner Keh­le, an ei­nem au­gen­blick­li­chen Ver­sa­gen dei­ner Mit­tel, an ei­ner Gril­le dei­ner Zu­hö­rer. Ein Un­ge­fähr, ein Kraft­auf­wand, ein Au­gen­blick ha­ben dich reich, be­rühmt, un­ver­schämt ge­macht. Dei­ne Bahn ist of­fen, du darfst auf ihr nur lau­fen, so­weit dich dei­ne Kräf­te tra­gen wer­den. Höre mich an, denn du wirst zum ers­ten und viel­leicht zum letz­ten male die Wahr­heit hö­ren. Du bist auf ei­nem schlech­ten Wege, du singst schlecht und du ge­fällst dir in der schlech­ten Mu­sik. Du kannst nichts, und hast nichts gründ­li­ches ge­lernt, du be­sit­zest nichts als Übung und Fer­tig­keit. Du set­zest dich um nichts in Feu­er; du kannst nur gir­ren und zwit­schern gleich den nied­li­chen, ko­ket­ten Däm­chen, de­nen man ihr Ge­zie­re nach­sieht, weil sie vom Sin­gen nichts ver­ste­hen. Aber du ver­stehst nicht mit dem Atem um­zu­ge­hen, du sprichst schlecht aus, hast einen un­ed­len Aus­druck und einen falschen, ge­mei­nen Styl. Ver­lie­re den Mut des­we­gen nicht; du hast alle die­se Feh­ler, aber du hast das Zeug, sie zu be­meis­tern: denn du be­sit­zest Ei­gen­schaf­ten, wel­che man durch Un­ter­richt und An­stren­gung nicht er­wer­ben kann; du hast was man durch schlech­te Ratschlä­ge und schlech­te Mus­ter nicht ver­liert, du hast das hei­li­ge Feu­er … du hast Ge­nie! … lei­der, ein Feu­er, wel­ches nichts Großem leuch­ten wird, ein Ge­nie, wel­ches un­frucht­bar blei­ben wird … denn, in dei­nen Au­gen lese ich es, wie ich es in dei­ner Brust ge­spürt habe, du hast nicht den Cul­tus der Kunst, nicht den Glau­ben an die großen Meis­ter, nicht die Ehr­furcht vor ih­ren ge­wal­ti­gen Schöp­fun­gen; du liebst den Ruhm, und nur den Ruhm und nur um dein selbst wil­len … Du hät­test kön­nen … du könn­test … aber nein! es ist zu spät! dein Loos wird die Lauf­bahn ei­nes Me­teors sein, ge­ra­de so wie die der …

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