George Sand - George Sand – Gesammelte Werke

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George Sand – Gesammelte Werke: краткое содержание, описание и аннотация

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George Sand (1.7.1804–8.6.1876), eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, war eine französische Schriftstellerin, die neben Romanen auch zahlreiche gesellschaftskritische Beiträge veröffentlichte. Sie setzte sich durch ihre Lebensweise und mit ihren Werken sowohl für feministische als auch für sozialkritische Ziele ein.Null Papier Verlag

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– Hier ist der Platz, wo die Gon­deln hal­ten, und es ist kei­ne da. Aber ihr, Graf, wor­auf hef­tet ihr eue­re Bli­cke?

– Ich sehe nur, ob nicht der Ben­gel da, der auf den Stu­fen der An­län­de ne­ben ei­nem klei­nen, ziem­lich häss­li­chen Mäd­chen sitzt, mein Schütz­ling An­zo­le­to ist, wahr­haf­tig der auf­ge­weck­tes­te und hüb­sche­s­te von al­len un­se­ren Gas­sen­bu­ben. Seht ihn euch an, lie­ber Meis­ter; das ist et­was für euch so gut wie für mich. Die­ser Jun­ge hat die schöns­te Te­nor­stim­me, die in Ve­ne­dig zu fin­den ist, und eine ver­zwei­fel­te Lie­be zur Mu­sik und ganz un­glaub­li­che Fä­hig­kei­ten. Ich woll­te euch schon lan­ge von ihm er­zäh­len und euch bit­ten, ihm Stun­den zu ge­ben. Die­ser ist es, auf den ich wahr­haf­tig die Hoff­nung mei­nes Thea­ters baue und er wird mich, den­ke ich, in ei­ni­gen Jah­ren für das was ich auf ihn wen­de, reich be­loh­nen. Heda, Zoto! komm her, mein Kind, ich will dich dem be­rühm­ten Meis­ter Por­po­ra vor­stel­len.

An­zo­le­to’s nack­te Füße spiel­ten im Was­ser, wäh­rend er da­mit be­schäf­tigt war, Mu­scheln von je­ner zier­li­chen Ar, die der Ve­ne­tia­ner poe­tisch fio­ri de ma­re nennt, ver­mit­telst ei­ner großen Na­del zu durch­boh­ren. Als ihn der Graf rief, sprang er auf. Er trug nichts auf dem Lei­be als ein recht ab­ge­nutz­tes Bein­kleid und ein ziem­lich fei­nes, aber sehr zer­ris­se­nes Hemd, wel­ches sei­ne wei­ßen und gleich de­nen ei­nes an­ti­ken Bac­chus­kna­ben mo­de­lier­ten Schul­tern durch­bli­cken ließ. Sei­ne Schön­heit war in der Tat die­je­ni­ge, mit wel­cher der grie­chi­sche Künst­ler einen jun­gen Faun aus­ge­stat­tet ha­ben wür­de, und sei­ne Ge­sichts­bil­dung zeig­te das an je­nen Schöp­fun­gen der heid­nischen Plas­tik so häu­fig uns be­geg­nen­de, ganz ei­gen­tüm­li­che Ge­misch von träu­me­ri­scher Schwer­mut und spöt­ti­scher Un­be­sorgt­heit. Sein krau­ses aber wei­ches Haar, hell­blond und von der Son­ne nur ein we­nig ge­bräunt, um­gab in tau­send dich­ten, kur­z­en Rin­gellöck­chen sei­nen Ala­bas­ter­hals. Alle sei­ne Züge wa­ren voll­kom­men schön; aber et­was all­zu Keckes lag in dem durch­drin­gen­den Blick sei­ner pech­schwar­zen Au­gen, was dem Pro­fes­sor nicht ge­fiel. Er warf alle sei­ne Mu­scheln in den Schoß des Mäd­chens wel­ches ne­ben ihm saß, und wäh­rend die­ses, ohne sich stö­ren zu las­sen, fort­fuhr sie mit klei­nen Gold­per­len ge­mischt auf­zu­rei­hen, trat er zu Zus­ti­nia­ni, dem er nach Lan­des­sit­te die Hand küss­te.

– In der Tat ein hüb­scher Jun­ge, sag­te der Pro­fes­sor, ihm die Ba­cke klop­fend; aber er scheint sich mit Spie­len zu be­lus­ti­gen, die doch zu kin­disch für sein Al­ter sind; denn er ist wohl ein acht­zehn Jah­re alt, nicht so?

– Neun­zehn, Sior Pro­fe­sor! ent­geg­ne­te An­zo­le­to in sei­nem ve­ne­tia­ni­schen Dia­lek­te; wenn ich mich aber mit den Mu­scheln be­lus­ti­ge, so tu’ ich das nur um der klei­nen Con­sue­lo zu hel­fen, wel­che Hals­ket­ten macht.

– Con­sue­lo, sag­te der Meis­ter, in­dem er mit dem Gra­fen und An­zo­le­to zu sei­ner Schü­le­rin trat, ich hät­te nicht ge­dacht, dass du so putz­süch­tig wä­rest.

– O nein, ich ma­che das nicht für mich, Herr Pro­fes­sor! ent­geg­ne­te Con­sue­lo, in­dem sie sich nur halb er­hob, aus Vor­sicht, da­mit die Mu­scheln, die sie in der Schür­ze hat­te, nicht ins Was­ser fie­len; ich ma­che das zum Han­del, und um Reis und Mais ein­zu­kau­fen.

– Sie ist arm, und sie er­nährt ihre Mut­ter, sag­te Por­po­ra. Höre, Con­sue­lo, wenn ihr in Ver­le­gen­heit seid, dei­ne Mut­ter und du, so musst du zu mir kom­men, aber zu bet­teln ver­bie­te ich dir, hörst du wohl?

– O Sie brau­chen ihr das nicht zu ver­bie­ten, Sior Pro­fe­sor, fiel ihm An­zo­le­to leb­haft in die Rede, sie wür­de es auch von selbst nicht tun, und ich, ich wür­de es nicht lei­den.

– Du! du hast ja auch nichts, sag­te der Graf.

– Nichts, als Ihre Wohl­ta­ten, gnä­digs­ter Herr! aber wir tei­len, die Klei­ne und ich.

– Sie ist also eine Ver­wand­te; von dir?

– Nein, eine Frem­de, es ist Con­sue­lo.

– Con­sue­lo? Wun­der­li­cher Name! sag­te der Graf.

– Ein schö­ner Name, Ew. Gna­den, fiel An­zo­le­to ein; er be­deu­tet Trost .

– Gut; sie ist, wie es scheint, dei­ne Freun­din?

– Mei­ne Braut ist sie, Herr!

– Schon? Se­het da, die­se Kin­der den­ken schon an die Hoch­zeit.

– Ja wir ma­chen an dem Tage Hoch­zeit wo Sie mein En­ga­ge­ment beim Thea­ter San Sa­mu­el aus­fer­ti­gen wer­den, gnä­di­ger Herr!

– In die­sem Fal­le wer­det ihr noch lan­ge war­ten, Kin­der­chen!

– Oh, wir wol­len schon war­ten, sag­te Con­sue­lo mit der hei­te­ren Ruhe der Un­schuld.

Der Graf und der Mae­stro er­götz­ten sich ei­ni­ge Au­gen­bli­cke an der Ein­falt und an den Ant­wor­ten die­ses jun­gen Paa­res; nach­dem sie als­dann noch dem An­zo­le­to die Zeit be­stimmt hat­ten, wann er nächs­ten Ta­ges zu dem Pro­fes­sor kom­men soll­te; um sei­ne Stim­me prü­fen zu las­sen, ent­fern­ten sie sich und über­lie­ßen die Kin­der ih­rem wich­ti­gen Ge­schäf­te.

– Wie ge­fällt euch die­ses klei­ne Mäd­chen? sag­te der Pro­fes­sor zu Zus­ti­nia­ni.

– Ich hat­te sie vor ei­nem Weil­chen schon ge­se­hen, und ich fin­de sie häss­lich ge­nug, um das Sprich­wort zu recht­fer­ti­gen: Ei­nem acht­zehn­jäh­ri­gen Blu­te dünkt je­des Weib schön.

– Recht so, ant­wor­te­te der Pro­fes­sor, nun­mehr kann ich euch sa­gen, wer eure gött­li­che Sän­ge­rin, eure Si­re­ne, eure ge­heim­nis­vol­le Schön­heit ist – Con­sue­lo!

– Die­ses die­ses un­sau­be­re Ding, die­ser schwar­ze, ma­ge­re Spreng­sel? Nicht mög­lich, Mae­stro.

– Nichts de­sto we­ni­ger wahr, Herr Graf! Sagt, wür­de sie nicht eine höchst ver­füh­re­ri­sche Pri­ma Don­na ab­ge­ben?

Der Graf stand still, schau­te sich um, be­trach­te­te Con­sue­lo noch ein­mal von fern, und schlug dann in ko­mi­scher Verzweif­lung die Hän­de zu­sam­men. Ge­rech­ter Him­mel! rief er aus, kannst du dich so ver­grei­fen, und das Feu­er des Ge­ni­us in ein so schlecht ge­mei­ßel­tes Ge­fäße gie­ßen!

– Also ihr ver­zich­tet auf eure straf­ba­ren Plä­ne? sag­te der Pro­fes­sor.

– Ganz ge­wiss.

– Ver­sprecht ihr mir das? füg­te Por­po­ra hin­zu.

– Noch mehr, ich schwö­re es euch, ent­geg­ne­te der Graf.

3.

Auf­ge­schos­sen un­ter dem ita­lie­ni­schen Him­mel, er­zo­gen von dem Zu­fall wie ein Vo­gel am Stran­de, arm, ver­waist, ver­las­sen, und doch glück­lich in der Ge­gen­wart, und voll Ver­trau­en in sei­ne Zu­kunft, wie ein Kind der Lie­be, was er ohne Zwei­fel war, hat­te An­zo­le­to, die­ser hüb­sche Jun­ge von neun­zehn Jah­ren, an der klei­nen Con­sue­lo, der zur Sei­te er auf dem Pflas­ter Ve­ne­digs in volls­ter Frei­heit sei­ne Tage ver­brach­te, wohl schwer­lich sei­ne ers­te Lieb­schaft. In die leich­ten Freu­den ein­ge­weiht, die sich ihm mehr als ein­mal dar­ge­bo­ten, wür­de er viel­leicht schon ent­kräf­tet und ver­derbt ge­we­sen sein, hät­te er in un­se­rem trau­ri­gen Kli­ma ge­lebt, oder wäre er min­der reich von der Na­tur be­gabt ge­we­sen. Al­lein bei frü­her Ent­wick­lung und ei­ner kräf­ti­gen An­la­ge zu ei­ner aus­dau­ern­den Männ­lich­keit, hat­te er sein Herz rein und sei­ne Sinn­lich­keit un­ter der Herr­schaft sei­nes Wil­lens er­hal­ten. Der Zu­fall hat­te ihn mit der klei­nen Spa­nie­rin zu­sam­men­ge­führt, vor den Ma­don­nen­bil­dern, wo sie ihre An­dacht absang; aus Lust, sei­ne Stim­me zu üben, hat­te er mit ihr beim Ster­nen­lich­te gan­ze Aben­de hin­durch ge­sun­gen. Dann tra­fen sie ein­an­der auf dem San­de des Lido wo sie Mu­scheln auf­la­sen, er um sie zu es­sen, sie um Ro­sen­krän­ze und Schmuck dar­aus zu ma­chen. Dann wie­der fan­den sie sich in der Kir­che, wo sie von Her­zen zu dem gu­ten Got­te be­te­te, er mit al­len Au­gen nach den schö­nen Da­men schau­te. Und bei al­len die­sen Be­geg­nun­gen war ihm Con­sue­lo so gut, so lieb, so freund­lich, so fröh­lich vor­ge­kom­men, dass er ihr Freund und ihr un­zer­trenn­li­cher Ge­fähr­te ge­wor­den war, er wuss­te selbst nicht recht, warum und wie. An­zo­le­to kann­te von der Lie­be noch nichts als das Ver­gnü­gen. Er emp­fand Freund­schaft für Con­sue­lo, und ei­nem Vol­ke und Lan­de an­ge­hö­rend, wo mehr die Lei­den­schaf­ten als die Zu­nei­gun­gen herr­schen, wuss­te er die­ser Freund­schaft kei­nen an­de­ren Na­men als den der Lie­be zu ge­ben. Con­sue­lo ließ sich die­se Re­dens­art ge­fal­len, nach­dem sie dem An­zo­le­to fol­gen­den Ein­wand ge­macht hat­te: »Wenn du sagst, dass du mein Lieb­ha­ber bist, so wirst du mich also hei­ra­ten?« wor­auf er ihr geant­wor­tet hat­te: »Ei frei­lich, wenn dir’s recht ist, so hei­ra­ten wir ein­an­der.« Dies war dem­nach von Au­gen­blick an eine ab­ge­mach­te Sa­che. Vi­el­leicht war es von Sei­ten An­zo­le­to’s nur ein Spiel, wäh­rend Con­sue­lo mit al­lem Ver­trau­en der Welt dar­an glaub­te. Ge­wiss ist so­viel, dass sein jun­ges Herz schon jene strei­ten­den Ge­füh­le und jene ver­wor­re­nen Re­gun­gen in sich spür­te, die über­sät­tig­ten Men­schen das In­ne­re be­stür­men und zer­rei­ßen.

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