George Sand - George Sand – Gesammelte Werke

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George Sand – Gesammelte Werke: краткое содержание, описание и аннотация

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George Sand (1.7.1804–8.6.1876), eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, war eine französische Schriftstellerin, die neben Romanen auch zahlreiche gesellschaftskritische Beiträge veröffentlichte. Sie setzte sich durch ihre Lebensweise und mit ihren Werken sowohl für feministische als auch für sozialkritische Ziele ein.Null Papier Verlag

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– Con­sue­lo? die Spa­nie­rin? rie­fen in der ers­ten Über­ra­schung die jun­gen Cho­ris­tin­nen wie aus ei­nem Mun­de, dann brach ein all­ge­mei­nes, ho­me­ri­sches Ge­läch­ter aus und lock­te die Röte des Ver­drus­ses und des Zor­nes auf die ma­je­stä­ti­sche Stirn des Leh­rers. Die klei­ne Con­sue­lo, de­ren ver­stopf­te Ohren von der gan­zen Un­ter­re­dung nichts ge­hört hat­ten, und de­ren zer­streu­te Au­gen aufs Ge­ra­te­wohl um­her­blick­ten ohne et­was zu se­hen, so ver­tieft war sie in ihre Ar­beit, – Con­sue­lo merk­te An­fangs nicht im ge­rings­ten auf all den Tu­mult, und als sie end­lich die Auf­merk­sam­keit wahr­nahm, wel­che sie er­regt hat­te, ließ sie ihre Hän­de aus den Ohren auf ih­ren Schoß und ihr Heft von ih­rem Scho­ße auf die Erde fal­len; starr vor Er­stau­nen saß sie da, ver­wirrt nicht, doch ein we­nig er­schreckt, und zu­letzt stand sie auf und blick­te hin­ter sich, um zu se­hen, ob etwa dort ir­gend et­was Son­der­ba­res oder Lä­cher­li­ches wäre, das statt ih­rer zu ei­ner so lär­men­den Lus­tig­keit An­lass ge­ben moch­te.

– Con­sue­lo, sag­te der Mae­stro, in­dem er sie ohne wei­te­re Er­klä­rung bei der Hand nahm, komm her, mein gu­tes Kind, und sin­ge mir das Sal­ve Re­gi­na von Per­go­le­se, das du seit vier­zehn Ta­gen übst und wor­an die Clo­rin­de schon ein Jahr lernt.

Con­sue­lo ging, ohne zu ant­wor­ten, ohne Furcht, ohne Stolz, ohne Ver­le­gen­heit, mit dem Sing­leh­rer an die Or­gel; die­ser setz­te sich und gab mit tri­um­phie­ren­den Bli­cken sei­ner jun­gen Schü­le­rin den Ton an. Rein, ein­fach, ohne An­stren­gung sang Con­sue­lo und es klan­gen un­ter den tie­fen Wöl­bun­gen der Ka­the­dra­le hin die Töne der schöns­ten Stim­me, die je­mals dort er­schol­len war. Sie sang das Sal­ve Re­gi­na ohne sich des kleins­ten Ge­dächt­nis­feh­lers schul­dig zu ma­chen und ohne einen Ton zu wa­gen, der nicht un­ta­del­haft rein und voll ge­riet und im­mer am rech­ten Orte aus­ge­hal­ten oder los­ge­las­sen; sie folg­te nur ganz wil­len­los, aber mit der größ­ten Pünkt­lich­keit den An­wei­sun­gen, wel­che der ein­sich­ti­ge Leh­rer ihr ge­ge­ben hat­te, und führ­te mit ih­ren ge­wal­ti­gen Mit­teln die wohl­be­dach­ten und rich­ti­gen In­ten­tio­nen des treff­li­chen Man­nes aus; so leis­te­te sie mit der Uner­fah­ren­heit und Un­be­wusst­heit ei­nes Kin­des was wohl Kennt­nis, Fer­tig­keit und Be­geis­te­rung ei­ner vollen­de­ten Sän­ge­rin nicht voll­bracht hät­ten: sie sang mit Voll­kom­men­heit.

Recht gut, mein Kind, sag­te der alte Meis­ter, der mit sei­nem Lobe stets spar­sam war. Du hast mit Auf­merk­sam­keit stu­diert und du hast mit Be­wusst­sein ge­sun­gen. Das nächs­te Mal sollst du mir die Can­ta­te von Scar­lat­ti wie­der­ho­len, die ich dir ein­ge­übt habe.

Si, Si­gnor Pro­fes­so­re , ant­wor­te­te Con­sue­lo. Kann ich nun ge­hen?

– Ja, mein Kind. Mes­de­moi­sel­les, die Stun­de ist aus.

Con­sue­lo nahm ihre Hef­te, ih­ren Blei­stift und ih­ren klei­nen Fä­cher von schwar­zem Pa­pier, den ste­ten Beglei­ter der Spa­nie­rin wie der Ve­ne­zia­ne­rin, den sie zwar fast nie­mals brauch­te, aber im­mer bei sich hat­te, und tat das al­les in einen klei­nen Ko­ber. Dann ver­schwand sie hin­ter den Or­gel­pfei­fen, schlüpf­te be­händ wie ein Mäu­schen über die dunkle Trep­pe, die in die Kir­che hin­ab­führt, knie­te an dem Mit­tel­schiff vor­über­ei­lend einen Au­gen­blick nie­der, und eben als sie die Kir­che ver­las­sen woll­te, traf sie bei dem Weih­was­ser einen schö­nen Herrn, wel­cher ihr lä­chelnd den We­del reich­te. Wäh­rend sie nahm, schau­te sie ihm ge­ra­d’ ins Ge­sicht mit der Un­be­fan­gen­heit ei­nes klei­nen Mäd­chens, das sei­ne Weib­lich­keit noch nicht weiß und fühlt, und misch­te so ko­misch ihre Be­kreu­zi­gung mit ih­rem Dank, dass der jun­ge Herr zu la­chen an­hob. Con­sue­lo lach­te eben­falls; aber auf ein­mal, als ob es ihr ein­fie­le, dass sie er­war­tet wer­de, fing sie an zu lau­fen und hat­te im Au­gen­bli­cke Tür­schwel­le, Stu­fen und Vor­hal­le der Kir­che hin­ter sich ge­las­sen.

Un­ter­des­sen steck­te der Pro­fes­sor sei­ne Bril­le zum zwei­ten Male in sei­ne große Wes­ten­ta­sche, und sprach da­bei zu den Schü­le­rin­nen, wel­che ihn schwei­gend um­ga­ben:

– Schä­men Sie sich, mei­ne schö­nen De­moi­sel­les! sag­te er. Die­ses klei­ne Mäd­chen, die jüngs­te un­ter Ih­nen, die jüngs­te mei­ner Klas­se, ist die ein­zi­ge, die ein Solo or­dent­lich sin­gen kann, und in den Chö­ren lässt sie sich durch alle Dumm­hei­ten, wel­che Sie rechts und links ma­chen, nicht ir­re­füh­ren, son­dern ich höre sie im­mer rich­tig und si­cher wie einen Kla­vier­ton. Ei­fer und Aus­dau­er be­sitzt sie, und au­ßer­dem was Sie alle, wie Sie da sind, nicht ha­ben und nie­mals ha­ben wer­den: Be­wusst­sein!

– Aha! hat er sein Schlag­wort noch los­ge­las­sen! rief Co­stan­za, als er hin­aus war. Er hat es bloß neun und drei­ßig­mal wäh­rend der Stun­de an­ge­bracht, und er wäre wahr­haf­tig krank ge­wor­den, wenn ihm das vier­zigs­te ent­gan­gen wäre.

– Ein rech­tes Wun­der, wenn die Con­sue­lo Fort­schrit­te macht, sag­te Zu­li­et­ta. Sie ist so arm. Sie hat an wei­ter nichts zu den­ken als wie sie nur ge­schwind et­was ler­ne, um ihr Brot zu ver­die­nen.

– Ihre Mut­ter soll eine Zi­geu­ne­rin ge­we­sen sein, setz­te Mi­che­li­na hin­zu, und die Klei­ne hör’ ich, hat auf Gas­sen und Land­stra­ßen ge­sun­gen, ehe sie hier­her kam. Eine schö­ne Stim­me hat sie, das kann man nicht be­strei­ten; aber sie hat nicht ein Fünk­chen Geist, das arme Ding. Sie lernt aus­wen­dig, sie folgt skla­visch den An­wei­sun­gen des Pro­fes­sors, und dann tut ihre gute Lun­ge das Üb­ri­ge.

– Mag ihre Lun­ge noch so gut sein, und hät­te sie noch so viel Geist oben­ein, sag­te die schö­ne Clo­rin­da, so möch­te ich doch nicht mit ihr tau­schen, wenn ich mei­ne Ge­stalt für die ih­ri­ge hin­ge­ben müss­te.

– Da wür­dest Du auch nicht so gar viel ver­lie­ren, ent­geg­ne­te die Co­stan­za, wel­che nie­mals große Lust hat­te, Clo­rin­dens Schön­heit an­zu­er­ken­nen.

– Nein! schön ist sie nicht, sag­te eine an­de­re, sie ist gelb wie eine Os­ter­ker­ze und ihre großen Au­gen sind so nichts­sa­gend, auch ist sie im­mer so schlecht an­ge­zo­gen: ge­wiss, ganz gars­tig ist sie. – Ar­mes Mäd­chen! o, es ist ein recht großes Un­glück für sie, das al­les. Kein Ver­mö­gen, kei­ne Rei­ze!

So en­de­te Con­sue­lo’s Lob; durch die­ses Be­dau­ern hiel­ten sich die an­de­ren für die Be­wun­de­rung schad­los, wel­che ih­nen der Ge­sang des Mäd­chens ab­ge­nö­tigt hat­te.

2.

Es trug sich die­ses in Ve­ne­dig zu, vor etwa hun­dert Jah­ren und zwar in der Kir­che der Men­di­can­ti, als eben der be­rühm­te Mae­stro Por­po­ra da­selbst die Pro­ben der großen Ve­s­per­mu­sik be­schloss, wel­che er zu Ma­riä Him­mel­fahrt nächs­ten Sonn­tag aus­zu­füh­ren hat­te. Die jun­gen Cho­ris­tin­nen, die so wa­cker von ihm aus­ge­schol­ten wur­den, wa­ren Frei­schü­le­rin­nen je­ner Scuo­la, wel­che die Re­pu­blik un­ter­hielt, um jun­ge Mäd­chen dar­in aus­zu­bil­den und spä­ter aus­zu­stat­ten – soit pour le ma­ria­ge, soit pour le cloître , sagt Jean Jac­ques Rous­seau, der ih­ren herr­li­chen Ge­sang ge­ra­de auch um jene Zeit und in der­sel­ben Kir­che be­wun­dert hat. Ge­wiss er­in­nerst du dich, lie­ber Le­ser! sei­ner Schil­de­rung und der rei­zen­den Epi­so­de im 7. Bu­che der Con­fes­si­ons . Ich wer­de mich wohl hü­ten, die­se Paar Sei­ten, die ent­zückend sind, dir hier ab­zu­schrei­ben, denn die mei­ni­gen wür­dest du da­nach nicht wie­der in die Hand neh­men mö­gen; und ich an dei­ner Stel­le, lie­ber Le­ser, wür­de es eben so ma­chen. Ich will nun hof­fen, dass du die Con­fes­si­ons nicht ge­ra­de bei der Hand hast, und in mei­ner Ge­schich­te fort­fah­ren.

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