Luisa Grimaldi - MärchenLust

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Liebe und Lust gab es schon immer und schon immer waren sie unwiderstehlich – auch vor dem berühmten Schlusssatz: «Und wenn sie nicht gestorben sind …»
Das gar nicht so brave Dornröschen hat der Prophezeiung keinen Glauben schenken wollen und muss nun wach geküsst werden, doch nicht nur ein Prinz findet sie schlafend. Hingegen ist die tugendhafte Rapunzel Opfer einer Entführung – in den Turm wird sie aber nicht von einer bösen Zauberin gesperrt, sondern vom ärgsten Feind ihres Vaters. Schneewittchen flieht vor der Grausamkeit ihrer Stiefmutter und muss sich als Magd verdingen – dies auf einem Schiff, das gewiss nicht unter der Flagge der sieben Zwerge segelt. Die tüchtige Aschenputtel erliegt dem Charme ihres Prinzen noch vor der Hochzeitsnacht, glaubt sie auch, sich in einen Narren verliebt zu haben. König Drosselbart hat sehr viel Humor und ist zudem ein guter Schauspieler, weshalb ihn die gemeinen Worte der eigentlich tieftraurigen Prinzessin zu einer List greifen lassen. Der Froschkönig wiederum lässt sich die leeren Versprechungen seiner Auserwählten teuer bezahlen und ist mit einem einfachen Wurf gegen die Wand ganz sicher nicht von der Dunkelheit in seiner Seele zu befreien.

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Er hatte dieselbe Absicht.

Immer wieder war Gabriel an diesem Abend an Rosas Seite aufgetaucht, um ihr kleine Fragen zu stellen und ihre kleinen Fragen im Gegenzug zu beantworten, was sich zu einem prickelnden Spiel entwickelt hatte. Ob sie den Tag schöner fände als die Nacht. Ob sie lieber Kuchen esse oder Braten. Ob sie roten Trauben den Vorzug vor weißen gäbe. Ob sie gern Ausflüge zu Wasser oder doch eher zu Land unternähme. Also hatte sie ihn wissen lassen, dass sie die Nacht liebte, weil sie so gern in den Sternenhimmel schaute. Dass sie lieber Braten aß und Zucker nichts abgewinnen konnte. Dass sie die weißen Trauben wie auch den weißen Wein bevorzugte. Dass mit der richtigen Person an ihrer Seite Ausflüge sowohl zu Wasser als auch zu Land unvergesslich schön sein würden. Hingegen hatte er ihr auf ihre Erkundigungen gestanden, dass er lieber ein Buch las, als dass er sich ein Theaterstück anschaute. Dass er keine Farbe so sehr mochte, wie das der blauen Stunde, der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Nacht. Dass er einen Bergsee sehr viel inspirierender fand als einen Ozean. Bei Letzterem hatte sie mit der anderen Antwort gerechnet und nachgehakt.

»Stille Wasser sind tief«, hatte er daraufhin gesagt und mit einem Zwinkern »… und schmutzig«, angefügt. Mit einem wissenden Schmunzeln auf den Lippen hatte er ihre Hand genommen, einen Kuss darauf gehaucht und sich verabschiedet, nicht jedoch, ohne ihr anzukündigen, dass er sie wiedersehen würde.

Er hatte nicht darum gebeten, es zu dürfen, nicht sichergestellt, dass sie dies überhaupt wolle. Er hatte es einfach für sie beide beschlossen … und sie wiedergesehen. Dies nur drei Tage später.

Ihre Zofe hatte er bestochen, damit sie ihm seine Nachricht überbrachte.

Wie ein Dieb war Rosa, drei Tage lang von Unruhe geplagt, aus dem Schloss geschlichen und zu einem nahen Weiher geeilt, an dessen Ufer ein Pavillon stand. Gar nicht schnell genug hatten ihre Füße laufen können, und sobald sie ihn auf den Stufen des Pavillons hatte sitzen sehen, war sie von unbändiger Freude und einem sonderbaren Glücksgefühl ergriffen worden. Er war aufgestanden, um ihr entgegenzukommen, woraufhin sich dieses Gefühl mit der Geschwindigkeit eines Orkans in ihr ausgebreitet und sie zu noch mehr Eile angetrieben hatte. Eigentlich hätten sie gegeneinander prallen müssen, doch sie waren dicht voreinander stehen geblieben; jäh und als habe ein unsichtbarer Wall sie gestoppt. Wie eine letzte Hürde, vielleicht auch eine in diesem Moment bedachte Warnung, dass mit der ersten Berührung alles anders werden würde. Rosa war von seinem Blick gefangen genommen geworden, vom Lauf noch schwer atmend und von den immer aufgeregter durch ihre Brust flatternden Schmetterlingen völlig aus dem Konzept gebracht. Sie hatte Prinz Gabriel angesehen und festgestellt, dass ihr Verstand völlig verrückt spielte. Der hatte ihr nämlich weismachen wollen, dass der Mann ein Fremder war und noch dazu einer, der nicht gern an ihrem Hof gesehen werden würde. Doch Rosas Herz, ihr Geist und ihre Seele hatten in ihm den Menschen erkannt, der denselben wachen Verstand und den gleichen Anspruch an Fantasie besaß wie sie. Er war jemand, der nicht an Oberflächlichem Gefallen fand, sondern die schönsten Dinge des Lebens in scheinbaren Belanglosigkeiten entdeckte. Er besaß das gleiche Feingefühl für Sprache, würzte sie gern mit Ironie und Zweideutigkeiten, die viele andere nicht verstanden.

Dass solche Dinge wie Ehre und Pflichtgefühl für ihn einen ähnlichen Stellenwert besaßen wie für Edward, davon war Rosa nicht ausgegangen. Ein Teil von ihr hatte schon damals befürchtet, dass sein Mangel an diesen Eigenschaften ihr ein Verhängnis werden könnte – doch für diesen Moment und für viele weitere spielte das keine Rolle.

Als habe jemand mit dem Finger geschnippt, war jener unsichtbare Wall zwischen ihr und Gabriel verschwunden. Tatsächlich waren sie gegeneinander geprallt. Er hatte sie in seine Arme gezogen und sie ihn in ihre. Ihr Kuss war hart gewesen und von Beginn an tief, doch genau so hatte es sich richtig angefühlt.

Der Gedanke, Gabriel zu küssen, sandte noch jetzt ein Prickeln über Rosas Lippen. Sie hob die Hand aus dem Wasser und strich über ihren Mund. Sie wollte ihn wieder und wieder küssen. Kaum etwas anderes war je so gut gewesen wie sein Kuss. Kaum etwas … außer … Die Erinnerung an die Sache, die sogar noch besser gewesen war, sorgte nicht nur für ein Prickeln auf ihren Lippen, sondern versetzte ihren ganzen Körper in Aufruhr. Die Bilder in ihrem Kopf waren so lebendig und bunt, seine Worte in ihrem Ohr so klar und deutlich, als geschähe es alles gerade wieder. Dabei sollte es doch nie mehr geschehen.

Sie hatten am Weiher gelegen. Gabriel hatte ihren Zopf gelöst und, über sie gestützt, ihr blondes Haar wie Strahlen um ihren Kopf ausgebreitet. Zufrieden mit seinem Werk hatte er sie betrachtet und ihr gesagt, dass sie seine Sonne sei, weil sie Licht in jeden noch so düsteren Winkel seines Ichs sandte. Darauf war er neben ihr ins Gras gesunken, um mit ihr Luftschlösser zu bauen, in die nur sie beide einziehen würden. In fremde Städte wollten sie reisen und deren regennasse Straßen bei Nacht erkunden. In einer Hütte am Meer wollten sie einen Sommer verbringen und sich in einem Boot dahin treiben lassen, wohin das Wasser sie trug. In einem Garten wollten sie Obstbäume pflanzen und darin tanzen, wenn die Triebe ihre Blüten verloren. Sie träumten und lachten und manchmal diskutierten sie auch, und als sich Rosa auf die Seite drehte, um ihn anzuschauen, berührten sich ihre Hände. Sie legten ihre Fingerspitzen aneinander und konnten sie spüren, die Magie, die zwischen ihnen ausgetauscht wurde. Wie eine Welle breitete sie sich aus und überrollte sie einfach.

Rosa konnte nicht sagen, wie viele Male sie ihn über die Dauer von vier Jahreszeiten getroffen hatte, doch die Einzelheiten zu jedem einzelnen Mal würde sie nie vergessen. Bestimmte Worte, Blicke, ein Lächeln, ein Kuss, eine Berührung. Auf ewig waren diese Bilder in ihr eingebrannt.

Im Weiher bei strömendem Regen. In frisch gefallenem Herbstlaub. In ihre Mäntel eingehüllt im Pavillon, um den herum Schneeflocken tanzten. Verborgen in hohen Gräsern, deren Spitzen vor der Kulisse des azurblauen Himmels wippten. Aus ihrer Hülle hatte er sie geschält, sie verführt und gespürt, gekostet und erkundet. Für sich beansprucht, verwöhnt, berauscht und besessen.

Eine Träne kullerte über Rosas Wange, über ihren Hals und in ihren Nacken. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, weil sie das Gefühl hatte, ihr Herz würde anderenfalls vor Sehnsucht herausspringen. Es war, als hätten seine Hände Spuren auf ihrer Haut hinterlassen, die niemals verblassen würden; so intensiv konnte Rosa sie noch nachempfinden. Berührt hatte er sie – in vielerlei Hinsicht und an Stellen, die vor ihm nie für eine Berührung in Frage gekommen wären. Seine Lippen waren auf ihren Brüsten gewesen; spielerisch, neckend und liebevoll. Seine Zähne an ihrem Ohrläppchen, an ihrem Hals. Seine Hände, so stark und doch sanft, ganz wie er wollte. Durch ihr Haar waren sie besonders gern gefahren, ihren Körper hatten sie erkundet und manchmal hatte er ihr den Mund damit verschlossen, um ihr Keuchen, ihre heiseren Schreie zu dämpfen. Sein Griff, so fest und bestimmend, so fordernd, so gar nicht genug von ihr bekommend. Sein Mund und seine Zunge und seine Finger in ihrer Spalte; schmeckend und sie an den Rand des Wahnsinns treibend. Wie auch sie ihn in den Wahnsinn getrieben hatte, mit ihren Händen und ihrem Mund. Nur zu genau wusste sie noch, wie sich die Wölbungen seiner Muskeln und seine warme Haut anfühlten. Gleichermaßen präsent war sein Geschmack auf ihrer Zunge, ihrem Gaumen; das Salz seines verschwitzten Körpers und die Süße seines Saftes, den sie getrunken hatte.

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