Luisa Grimaldi - MärchenLust

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Liebe und Lust gab es schon immer und schon immer waren sie unwiderstehlich – auch vor dem berühmten Schlusssatz: «Und wenn sie nicht gestorben sind …»
Das gar nicht so brave Dornröschen hat der Prophezeiung keinen Glauben schenken wollen und muss nun wach geküsst werden, doch nicht nur ein Prinz findet sie schlafend. Hingegen ist die tugendhafte Rapunzel Opfer einer Entführung – in den Turm wird sie aber nicht von einer bösen Zauberin gesperrt, sondern vom ärgsten Feind ihres Vaters. Schneewittchen flieht vor der Grausamkeit ihrer Stiefmutter und muss sich als Magd verdingen – dies auf einem Schiff, das gewiss nicht unter der Flagge der sieben Zwerge segelt. Die tüchtige Aschenputtel erliegt dem Charme ihres Prinzen noch vor der Hochzeitsnacht, glaubt sie auch, sich in einen Narren verliebt zu haben. König Drosselbart hat sehr viel Humor und ist zudem ein guter Schauspieler, weshalb ihn die gemeinen Worte der eigentlich tieftraurigen Prinzessin zu einer List greifen lassen. Der Froschkönig wiederum lässt sich die leeren Versprechungen seiner Auserwählten teuer bezahlen und ist mit einem einfachen Wurf gegen die Wand ganz sicher nicht von der Dunkelheit in seiner Seele zu befreien.

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Rosa schloss die Augen. Das sanfte Plätschern des Wassers wurde von Vogelzwitschern untermalt. Irgendwo im Gras zirpte eine Grille und eine Hummel brummte ganz in der Nähe auf ihrem Flug von Blüte zu Blüte. Die Hände auf dem steinernen Brunnenrand abstützend, lehnte sie sich weiter zurück und ließ ihre Gedanken treiben. An Edward dachte sie – ein wenig.

Rosa kannte ihn seit ihrer Kindheit. Seine Eltern regierten das benachbarte Königreich, das dem ihrer Eltern stets in Freundschaft und Achtung verbunden gewesen war. Gewiss konnte man das nicht von allen Nachbarländern behaupten.

In früheren Jahren waren sie Spielgefährten gewesen. Manches Mal hatten sie die Burgen ihrer Eltern gemeinsam erkundet, wobei sie mutig bis in die dunkelsten Winkel vorgedrungen waren. Sie hatten in den Bibliotheken gestöbert und vorm Kamin sitzend in alten Büchern geblättert. An sonnigen Tagen waren sie in Weihern geschwommen oder durch Kornfelder getobt – wohl behütet von Rosas Zofen, die darauf achteten, dass sie auch im Nachbarland nie einer Rose zu nahe kam. Wurde ein Strauch entdeckt, so waren stets Wachen in der Nähe, die das vermeintlich bösartige Gewächs mit ein paar Hieben und Stichen vernichteten und seine Überreste anzündeten.

Dachte Rosa an Edward, so verspürte sie eine tiefe Zuneigung. Er war immer in ihrem Leben gewesen und würde dies auf ewig bleiben, doch lauschte sie in sich hinein, dann wusste sie, dass er nie den Platz einnehmen konnte, den er nun einnehmen sollte. Dabei war er ein so lieber Mensch, aufrichtig und offenherzig. Außerdem war er eine wirkliche Augenweide, groß, blond und mit engelsgleichem Gesicht. Nicht zuletzt war er ein Ehrenmann, der zu seinem Wort stand und seine Prinzipien pflegte. Hatte er sie als Junge so manches Mal gefoppt, an den Zöpfen gezogen oder gestänkert, so legte er seit einiger Zeit eine übertriebene Zurückhaltung an den Tag. Ein einziges Mal war es über ihn gekommen, und da hatte er sie geküsst. Rosa war so überrascht gewesen, dass sie sich zuerst nicht hatte rühren können, doch kaum hatte sie die Arme um ihn schlingen wollen, um den Kuss zu vertiefen, ihn praktisch zu erforschen, da hatte Edward sich von ihr gelöst und sich unter nicht enden wollenden Entschuldigungen Schritt für Schritt entfernt. Ihre Beteuerung, sie nicht gekränkt zu haben, hatte ihn keineswegs getröstet.

Lange hatte sie über sein Verhalten nachgedacht und auch über den Kuss. Schmetterlinge hätten in ihr flattern sollen, als sich seine Lippen auf ihre legten. Herzklopfen hätte sie haben sollen, als seine Hände ihre Taille umschlossen. Doch nichts von dem hatte sich eingestellt.

Rosa liebte Edward, das tat sie. Doch es war die Liebe, wie man sie für einen Bruder empfand. Dass Edward ebenso fühlte, daran hatte sie keinen Zweifel. Seine beständige Verbundenheit zu ihr und sein Verantwortungsbewusstsein waren es, die ihn an diesem Abend um ihre Hand anhalten lassen würden. Es würde nicht aus wahrer Liebe geschehen.

Dass Edward Rosa noch vor ihrem 20. Geburtstag im Spätsommer zu seiner Gemahlin nehmen wollte, ließ den ganzen Hof und Staat aufatmen. Rosa selbst belächelte den Aberglauben, der sie bereits ihr ganzes Leben begleitete und der von nicht mehr als den Worten einer in ihrer Ehre gekränkten Frau ausgelöst worden war.

Zu ihrer Taufe waren zwölf der dreizehn Schwestern ihrer Mutter eingeladen worden. Von der dreizehnten hatte man angenommen, sie sei in dunkle Machenschaften verstrickt, weshalb sie nicht zur Feier gebeten worden war. Den Schilderungen zufolge war sie dennoch erschienen und hatte der gerade geborenen Prinzessin statt, wie üblich, Glück, Freude oder einer guten Eigenschaft den Tod durch den Dorn einer Rose gewünscht. Unter den entsetzten Ausrufen des Königspaars und der Gäste war sie aus dem Saal gerauscht und bis zum jetzigen Tag nicht mehr gesehen worden. Die zwölfte Schwester, die ihren Wunsch für die Prinzessin noch nicht ausgesprochen hatte, wollte die bösen Worte mit ihren eigenen mildern und wünschte, dass sie lediglich tief schlafen und durch den Kuss der wahren Liebe zu wecken sein sollte. Auch sollte die Gefahr durch den Rosendorn nicht ein Leben lang bestehen, sondern nur bis zu ihrem 20. Geburtstag – vorausgesetzt, sie sei bis dahin vermählt.

In der Folge wurden sämtliche Rosenbüsche im Schlossgarten ausgerissen und ein Gesetz erlassen, das jedem Bürger des Landes die Zucht dieser Pflanzen untersagte. Allerdings gab es einen Ort im Königreich, an dem die Rosen wohl ungehindert wuchsen und wucherten: Den verbotenen Turm. Man hatte sogar versucht, das Gebäude einzureißen, doch die Pflanzen schienen es zu beschützen und verhinderten, dass man das Gemäuer erreichte. Einige Menschen munkelten deshalb, die dreizehnte Schwester der Königin lebe in diesem Turm.

Die Bewohner des Landes schätzten ihren König und ihre Königin, und sie mochten die kleine Prinzessin sehr, weshalb sie den Aufwand gern betrieben und sich sogar als Liebhaber von ihren Rosen trennten. Nichtsdestotrotz prägte der Volksmund Rosas Kosenamen, Dornröschen. Sprach man ihn auch nie mit böser Zunge aus, so wurde er von Rosas Eltern wenig geschätzt und in ihrer Gegenwart besser nicht verwendet. Nicht nur sahen sie in ihrer Tochter keine Rose mit Dornen, sie befürchteten außerdem, dass der Fluch von dieser Bezeichnung gewissermaßen genährt wurde.

Prinz Edward kannte die Prophezeiung natürlich. Ebenso gut kannte er die in ihn gesetzte Hoffnung. Er würde niemanden enttäuschen wollen, dem er sich verbunden fühlte. Vor allem nicht Rosa.

Mit einem Seufzen legte sie sich auf den Brunnenrand und ließ einen Fuß im Wasser baumeln, während ihre Finger Bahnen über die Oberfläche zogen. Ob Edward sich tief in seinem Inneren so elend fühlte wie sie, überlegte sie, oder ob ihm sein Pflichtbewusstsein derlei Gedanken von vornherein verbot. Mehrfach hatte sie darüber nachgegrübelt, warum er sie nicht schon eher gebeten hatte, seine Gemahlin zu werden, sondern es kurz vor Ablauf der Frist tat, welche die zwölfte Fee mit ihrem Wunsch gesetzt hatte.

Sie wollte nicht, dass er um ihre Hand anhielt, weil man es von ihm erwartete. Diese Bürde sollte er nicht tragen. Anders wäre es, wäre da wahre Liebe.

Aus wahrer Liebe zu Edward würde Rosa am Abend das hellrote oder gelbe Kleid tragen. Doch sie wollte das nachtblaue anziehen. So gern. So unbedingt. Aus wahrer Liebe zu Gabriel.

»Ich wette, Ihr findet diese Veranstaltung so amüsant wie ich.«

Das waren Gabriels erste Worte an sie gewesen. Rosa hatte sich nicht sofort umgewandt, sondern seine Stimme in ihr nachhallen lassen. Sie klang so gut, so warm und klar. Nicht neckend, gar nicht albern. Und sie weckte ihre Hoffnung, dass jener Abend noch nicht verloren und bis zu seinem Ende der Langeweile verschrieben war. Den zur Stimme gehörenden Mann stellte sie sich blendend schön vor – so schön wie Edward. Groß, schlank, erhaben, stattlich.

Groß, schlank, erhaben und stattlich – das war er. Blendend schön, das war er nicht. Dennoch hatte ihr Herz beim ersten Blick auf ihn einen aufgeregten Galopp eingeschlagen, und es schlug nur wilder, je länger sie ihn ansah. Sein Haar war dunkel und viel kürzer als es gerade modern war. Eine seiner Brauen war von einer Narbe geteilt, eine zweite Narbe saß auf seiner linken Wange, eine dritte verlief quer über sein Nasenbein. In seiner anderen Wange befand sich ein Grübchen, das tiefer geworden war, als er gelächelt hatte. Seine Augen waren schmal und grün, prinzipiell nicht ungewöhnlich. Erst sein Blick war es gewesen, der sie ungewöhnlich machte: Neugierig, aber auch herausfordernd, aufgeschlossen, aber auch abwartend. Nicht nur ihre Reaktion auf seine Vermutung schien er abgewartet zu haben, sondern vielmehr, ob sich eine andere, viel umfassendere Ahnung bestätigte.

In ihrem Gespräch war Rosa bewusst geworden, dass er Prinz Gabriel und somit der Sohn eines wenig geschätzten Nachbarregenten ihrer Eltern war. Seit mehr als einem Jahrhundert gab es Fehden zwischen den Staaten, die zumeist verbal ausgetragen wurden. Beließ man es aktuell gar bei einer gewissen Ignoranz des ungeliebten Nachbarn, so hatte man sich in früheren Jahrzehnten gelegentlich doch auch die Köpfe eingeschlagen. Für einen Moment hatte Rosa gezögert, doch dann beschlossen, Gabriel trotzdem kennen zu lernen.

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