Mareike Löhnert - Emscher Zorn

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Durch eine neue Bekanntschaft gerät der wütende Außenseiter Jakob Teuber immer tiefer in einen Sog aus Kriminalität, Macht und Manipulation. Neben Alkohol und Partys bestimmt zunehmend Gewalt seinen Alltag. Als Jakob klar wird, in welchem Teufelskreis er sich befindet, ist es längst zu spät. Eine wilde Achterbahnfahrt durch Dortmunds düsterste Ecken endet in einer Katastrophe. Der chaotische Polizist Tim König macht sich privat auf die Suche nach Antworten. Doch was wird er finden?

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Jakob erwachte von seinem eigenen Aufschrei.

Schwer atmend lag er auf dem Bett. Diese verfluchten Albträume.

Stöhnend tastete er nach seinem Handy und sah auf die Uhr. Heute war es zu spät, um sich mit dem Jobcenter in Verbindung zu setzen. Er strich sich über sein verquollenes Gesicht.

Bald würde der Briefkasten wieder überfüllt sein mit Anschreiben, Bescheiden und Mahnungen vom Amt.

Der Tag schleppte sich dahin wie zäher Kleister. Irgendwann hielt er die Enge der Wohnung, Jesus und Mutters abwesende Blicke nicht mehr aus und machte einen Spaziergang durch die Nordstadt, die ihr übliches Bild bot. Graue Straßen, Graffiti an den Wänden, Häuser, gebaut in einer Vergangenheit, an die sich niemand mehr erinnern konnte. Betrunkene, Künstler, Studenten, viele alte Menschen, eine dicke Frau, beladen mit Tüten vom Discounter, Radfahrer, auf der Bank einer Grünfläche eine Frau, verhüllt in eine Burka, daneben ein Junkie, der sich mit seiner Spritze ins Gebüsch verzog.

Jakob zückte sein gebraucht gekauftes Smartphone, zog die Visitenkarte aus der Tasche und wählte mit fahrigen Fingern Nelus Nummer. Es war früher Nachmittag, da würde er ja wohl schon wach sein und hätte sich längst von seiner nächtlichen Bekanntschaft verabschiedet. Die Verbindung baute sich auf, es war das übliche Tuten zu hören, aber niemand ging ans Telefon.

»Empfänger ist nicht zu erreichen«, meldete die gefühllose Stimme am anderen Ende schadenfroh.

Unruhig starrte er auf das Telefon, während er orientierungslos weiter lief.

Durch Straßen, die er schon als Kind gekannt hatte. Ein gähnendes Loch der Langeweile tat sich vor ihm auf.

Dortmund, dachte er müde, eine Stadt, so dreckig und grau, wie ihr Ruf. Daran konnten die vielen Hipster, die in diesem Stadtteil neuerdings wie Pilze aus dem Boden schossen, auch nichts ändern.

Es war kühler geworden, langsam war zu spüren, dass der Sommer sich verabschiedete.

Mit gesenktem Kopf, die Hände in den Hosentaschen vergraben, trottete er deprimiert durch den Nachmittag. Sein Telefon schwieg. Fast von selbst zog es ihn zu Hüseyins Gemüseladen in der Blumenstraße.

Das hübsche, türkische Mädchen stand heute draußen vor dem kleinen Lebensmittelgeschäft, neben sich einen Putzeimer und reinigte mit undurchdringbarer Miene das Schaufenster.

Wie immer setzte Jakobs Herzschlag für einen Moment aus, als er sie sah. Er lehnte sich an eine Hauswand und sah mit gebührendem Sicherheitsabstand verträumt zu ihr hinüber.

Sie schrubbte mit kraftvollen, kreisförmigen Bewegungen die Scheibe, neben sich, der alte Mann im Rollstuhl, den Jakob schon oft vor dem Laden gesehen hatte. Wie immer hockte er mit nacktem Oberkörper und einer Wolldecke über den Knien da, eine Bierflasche in der Hand und erzählte seine endlosen Geschichten. Das Mädchen nickte zwischendurch, als würde sie seiner Erzählung interessiert folgen. Sie schien so etwas wie eine unbezahlte Sozialarbeiterin in diesem Wohngebiet zu sein.

Dies schien in diesem Viertel gerne angenommen und dringend benötigt zu werden. Wann immer Jakob den Laden, unter dem Vorwand etwas Obst kaufen zu wollen, besuchte, sah er, wie sie sich um die Menschen kümmerte.

Diese Frau war, trotz ihrer oft ruppigen Art, ein Engel.

Hingerissen glitt Jakobs Blick über ihren schlanken Körper, der sich durch die hochgeschlossene Kleidung abzeichnete.

Sie bemerkte, dass sie beobachtet wurde und drehte sich in seine Richtung. Jakob erstarrte und schenkte ihr ein schüchternes Lächeln, dann wandte er sich ab und machte sich zügig auf den Heimweg.

Zum Abendessen setzte Mutter ihm eine Schüssel mit Haferflocken und Milch vor.

»Wir müssen sparen, Hase. Ist nicht mehr viel Geld übrig diesen Monat. Lass es dir schmecken und mach dir keine Sorgen. Du weißt doch: Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitte vor Gott kundwerden. Du musst beten, Jakob, lass uns zusammen beten, dann wird alles wieder gut.«

Sie hielt seine Hand und schloss die Augen, als sie das Abendgebet sprach.

Er nahm die Sorgenfalten auf ihrer Stirn wahr.

Beten, dachte er genervt, beten hilft hier auch nichts mehr. Ich muss meinen Hintern hochbekommen und die Sache mit dem Amt regeln.

Er schlang die Haferflocken in sich hinein, ohne etwas zu schmecken.

In seinem Zimmer zog er sein Handy hervor und starrte auf das Display. Die Zahlen der Tastatur verschwammen vor seinen Augen.

Das ist das letzte Mal, dass ich es probiere, schwor er sich. Ansonsten kann der Typ mir gestohlen bleiben. Der Gedanke tat weh. Nelu hatte es geschafft, die eingefrorene Langeweile in Jakobs Leben und sein trostloses Dahinvegetieren von Tag zu Tag zu durchbrechen.

Das sich wiederholende Tuten bohrte sich in seinen Schädel. Er wollte gerade auf Auflegen drücken, um zu vermeiden, wieder die Automatenstimme zu hören, als am anderen Ende jemand ans Telefon ging.

»Was?« Die Stimme von Nelu klang kalt und seltsam fremd.

»Äh, ich bin es. Jakob.«

»Jakob, welcher Jakob? Kenn ich nicht. Was willst du, Mann?«

»Wir waren gestern auf dem Dach, dann im Klub. Erinnerst du dich nicht?« Jakob stockte.

Es blieb einen Moment still am anderen Ende.

»Ach klar, ich erinnere mich. Der dünne Schlägertyp in den Klamotten seines Opas.«

Selbst durch den Hörer klang sein Lachen melodisch.

Jakobs Herz machte einen Satz.

»Der Auserwählte, der meine persönliche Dachterrasse betreten durfte.«

»Ja, genau der«, rief Jakob euphorisch.

»Was gibt’s?«, fragte Nelu lässig.

Jakob musste kurz überlegen. »Eigentlich nichts. Wollte mich nur mal melden und fragen, wie es dir gestern noch ergangen ist.«

»Was glaubst du wohl? Hast die Perle doch gesehen, obwohl ich sagen muss, dass der Eindruck falsche Hoffnungen geweckt hat. Im Bett war sie dann doch nur so Mittelmaß. Bisschen unkreativ und leblos. Bisschen so, als würde man es mit einer Leiche treiben. Ich hab Hunger«, wechselte er abrupt das Thema, »Bock, mit mir was essen zu gehen?«

»Klar. Mein Magen knurrt, und ich hab nichts vor«, erwiderte Jakob hastig.

»Gut, ich hol dich in einer halben Stunde ab. Komm nach draußen auf die Straße, oder soll ich mich noch bei deiner Mutti vorstellen, damit sie weiß, dass du in guten Händen bist und ich auf dich aufpassen werde?« Wieder ertönte sein heiseres Lachen.

»Ich komm raus«, sagte Jakob schnell.

Nelu unterbrach die Verbindung, ohne sich zu verabschieden.

Jakob sprang auf und rannte ins Badezimmer. Eilig duschte er und zog sich frische Kleidung an.

Er zog die Wohnungstür hinter sich zu und hastete nach unten. Er hörte das grollende Brummen des Wagens lange, bevor der blank gewienerte Mercedes um die Ecke bog. Das Licht der inzwischen untergehenden Sonne spiegelte sich im glänzenden Schwarz des Oldtimers. Der Wagen hielt mit laufendem Motor.

Jakob stieg auf der Beifahrerseite ein und ließ sich in die weichen Ledersitze gleiten. Sein Blick fiel auf die herausgerissenen Kabel am Armaturenbrett. Sie fuhren los.

»Hast du keine Angst, dass du mal erwischt wirst?«, fragte Jakob.

»Wieso erwischt? Bei was?« Nelu wirkte erstaunt.

Jakob war sich nicht sicher, ob er nicht nur so tat, als ob er nicht wüsste, wovon er sprach.

»Na, du klaust doch diese Autos.«

»Ich klaue nicht. Bin doch nicht so wie die anderen Rumänen. Ich leihe mir die Autos aus und parke sie halt irgendwo anders. Niemals im gleichen Wagen fahren. Ich liebe die Abwechslung. Ich könnte mir auch eine eigene Karre leisten, einen Lamborghini oder so, aber bei Autos ist es wie bei den Weibern. Immer das Gleiche ist öde, außerdem brauche ich mein Erspartes für Italien«, setzte er verträumt hinzu. »Es dauert nicht mehr lange, dann bin ich weg.«

Er legte den Kopf schief und sah Jakob von der Seite an.

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