Mareike Löhnert - Emscher Zorn

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Durch eine neue Bekanntschaft gerät der wütende Außenseiter Jakob Teuber immer tiefer in einen Sog aus Kriminalität, Macht und Manipulation. Neben Alkohol und Partys bestimmt zunehmend Gewalt seinen Alltag. Als Jakob klar wird, in welchem Teufelskreis er sich befindet, ist es längst zu spät. Eine wilde Achterbahnfahrt durch Dortmunds düsterste Ecken endet in einer Katastrophe. Der chaotische Polizist Tim König macht sich privat auf die Suche nach Antworten. Doch was wird er finden?

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Nelu öffnete mit dem Zahlencode den Safe im Schlafzimmer seiner Eltern und ließ wahllos ein paar Scheine in seine Tasche gleiten. Er stieg über zerbrochenes Glas und die zertrümmerte Einrichtung und verschwand mit einem verklärten Lächeln im Gesicht so lautlos in der Nacht, wie er gekommen war.

Kapitel 11 – Leyla

Leyla umklammerte das Messer so fest, dass ihre Fingerknöchel weiß hervortraten. Sie hackte auf die Melonenstücke ein, die vor ihr auf dem Tisch lagen, um später eingemacht und verkauft zu werden. Eine Spezialität des kleinen Gemüseladens ihres Vaters. Leyla lachte verbittert auf. Ihr Vater, der Pläne mit ihr hatte. Pläne, mit denen sie ganz und gar nicht einverstanden war. Sie stach weiter auf das wehrlose Obst ein. Das gelbe Fruchtfleisch spritzte in alle Richtungen. Sie würde das später sauber machen müssen. Ihr Vater würde einen Herzinfarkt bekommen, wenn er die Sauerei entdeckte.

Sehnsüchtig sah sie durch das Schaufenster hinaus auf die zugeparkte Blumenstraße. Die schiefen Häuser schienen sich gegenseitig stützen zu wollen, um nicht umzufallen.

Vor dem Fenster erschien dieser Typ von gegenüber. Das Baseballcap konnte sein kreidebleiches, eingefallenes Gesicht und die schwarzen Ringe unter seinen Augen nicht verbergen. Er traf sich mit dem anderen, mit dem, der immer diese Gesichtszuckungen hatte. Geldscheine und Plastiktütchen wechselten ihren Besitzer.

Leyla rückte ihr Kopftuch zurecht und wandte den Blick ab.

Ein Sonnenstrahl hatte sich seinen Weg durch die Fensterfront gesucht, das Messer in ihrer Hand blitzte im Licht auf. Zärtlich strichen ihre Finger über die Klinge.

Messer hatte sie schon immer geliebt.

Sie fuhr zusammen, als sie ein ungewohntes Geräusch vernahm.

Vor dem Schaufenster standen zwei dunkel gekleidete Männer mit Sonnenbrillen.

Leyla kannte jeden dieser irren Typen, die hier ein – und ausgingen, diese Personen waren ihr fremd.

Einer der beiden schüttelte eine Spraydose, der andere klopfte mit dem Fingernagel seines Zeigefingers an die Scheibe und glotzte zu ihr hinein.

»Wenn ihr reinkommt, stoße ich euch das Messer mitten ins Herz, ohne mit der Wimper zu zucken«, zischte Leyla in die Stille des leeren Ladens und riss ihre schwarzen Augen auf. Das Ticken der großen Uhr, die an der Wand hing, schien lauter zu werden.

Einer der Männer begann mit schwungvollen Bewegungen große Buchstaben von außen an die Scheibe zu sprühen.

Leyla knallte das Messer auf den Tisch, stürmte zur Eingangstür des Ladens und riss sie auf.

»Seid ihr nicht ganz richtig im Kopf? Was macht ihr da? Das ist Beschädigung fremden Eigentums«, brüllte sie die Männer an.

Die alte Erna aus dem Haus gegenüber, die wie immer aus dem Fenster schaute und das absurde Treiben auf der Straße beobachtete, lachte laut und klatschte ihr Beifall.

»Richtig so, Mädchen«, rief sie applaudierend, »zeig ihnen, wo es langgeht.«

Der Mann, der an das Fenster geklopft hatte, richtete hinter der Sonnenbrille langsam den Blick auf sie.

Lelya spürte, wie sich ihr Magen zusammenschnürte.

»Wir haben eine Botschaft zu überbringen.«

»Wovon redest du? Was für eine verdammte Botschaft?« Sie hasste sich dafür, dass ihre Stimme zitterte.

»Du hast dich mit dem Falschen angelegt, Süße. Hast den Falschen aus deinem mickrigen Laden geschmissen und mit einer Anzeige gedroht.«

Leylas Gedanken rasten durch ihren Kopf. Es kam öfter vor, dass einer ihrer Kunden versuchte, etwas mitgehen zu lassen, aber man kannte sich hier in der Gegend. Sie machte normalerweise kein großes Theater, wenn sie jemanden beim Klauen erwischte, sie ließ anschreiben, wenn jemand kein Geld hatte oder verschenkte auch mal etwas. Ohne das Wissen ihres Vaters natürlich.

»Macht meine Leyla nicht blöd an. Das ist ein gutes Mädchen«, brüllte die alte Erna aus ihrem Fenster. Sie schien sich sichtlich zu freuen, dass endlich mal etwas los war.

Der Mann machte einen Schritt auf Leyla zu. Sein Gesicht war dicht vor ihrem. Sie konnte seinen sauren Atem riechen.

»So etwas macht man nicht mit IHM«, zischte er.

Er musste diesen fremden, elegant gekleideten Schnösel meinen, der neulich im Laden versucht hatte, etwas mitgehen zu lassen.

»Geht«, schrie sie aus voller Kehle, »haut ab, sonst rufe ich die Polizei.«

»Leyla, was machst du da? Komm sofort mit rein. Was sollen die Leute denken?« Ihr Vater war hinter sie getreten und zog sie mit festem Griff zurück in den Laden.

Grob schob er sie zurück in die Ecke an ihren Tisch und stieß sie auf ihren Stuhl. Er lehnte sich erschöpft an die Wand und fuhr mit der Hand über sein faltiges Gesicht.

Die beiden Männer vor dem Laden verschwanden.

»Was waren das für Männer? Und warum schreist du mitten am Tag auf der Straße herum?« Ihr Vater sah sie mit resigniertem Blick an.

»Sie haben unser Schaufenster beschmiert. Was soll ich in so einer Situation deiner Meinung nach tun? Sie höflich reinbitten und ihnen unsere Ware anbieten?«

Ihr Vater seufzte erschöpft. »Nein, natürlich nicht. Wenn es Probleme gibt, ruf mich an. Ich regele das schon. Aber du kannst nicht einfach fremde Leute beschimpfen.«

»Fremde Leute – das sind Kleinkriminelle, und sie wollten mir Angst einjagen, und du, du bist sowieso nie hier. Wenn ich dich anrufe, hat ein Dieb das gesamte Geschäft ausgeräumt, bis du endlich da bist. Seit ich dir im Laden helfe, sitze ich den ganzen Tag hier herum und vergammele, falls du dich erinnerst. Da muss ich mir schon selbst zu helfen wissen. Diese arroganten Penner, die denken, dass die ganze Welt ihnen gehört, haben hier nichts zu suchen.« Ihre Stimme überschlug sich und zitterte vor Wut.

»Hör auf, so zu reden. Das gehört sich nicht. Und hör auf, mir vorzuwerfen, dass ich mich nicht mehr so viel um den Laden kümmern kann, ich tue das nur für dich. Für mein undankbares, kleines Mädchen. Damit sie es einmal gut hat. Ich versuche nur ein zweites Standbein aufzubauen und mit den Import-Exportgeschäften Geld aufzutreiben, damit du diesem kalten Deutschland den Rücken zuwenden und ein besseres Leben in deiner Heimat führen kannst.«

»Dortmund ist meine Heimat. Hier sind meine Freunde. Hier kenne ich jede Straße und bin zu Hause.« Leyla schrie. »Du hörst mir nicht zu. Ich will nicht in die Türkei. Ich spreche nicht mal vernünftiges Türkisch, und vor allem will ich nicht einen Mann heiraten, den ich noch nie gesehen habe.« Sie weinte. Heiße Tränen strömten über ihr Gesicht.

»Leyla«, versuchte ihr Vater sie zu beruhigen, »vertraue mir. Ich weiß, was gut für dich ist. Du wirst mir einmal sehr dankbar sein. Muhammed ist ein guter Mann, er ist genau der Richtige für dich.«

»Ich scheiß auf diesen Hurensohn«, brüllte Leyla außer sich. Sie warf das Schneidebrett mit einem Ruck vom Tisch, sodass die Melonenstücke auf den Fußboden rutschten und klebrige Spuren hinterließen. Leyla sprang auf. Der Stuhl, auf dem sie gesessen hatte, fiel scheppernd um. Sie schnappte sich ihren Mantel, warf ihrem Vater einen letzten bösen Blick zu und verließ, die Tür mit einem lauten Knall hinter sich zuschlagend, den Laden.

Ihr Vater sah ihr kopfschüttelnd und mit hängenden Schultern hinterher. Was hatte er bei ihrer Erziehung nur falsch gemacht? Er sah sich im um. Obststücke klebten an den Wänden, in den Regalen und auf dem Fußboden. Seufzend beugte er seinen schmerzenden, steifen Rücken, griff nach dem Putzeimer und tauchte müde den Lappen in die Seifenlauge.

Vor dem Laden starrte Leyla mit offenem Mund auf die riesigen Buchstaben, die von außen auf die Scheibe gesprüht waren:

»Dein Tag wird kommen, Schlampe«.

Kapitel 12 – Jakob

Schwarze Wellen türmten sich auf und schlugen über seinem Kopf zusammen. Etwas streifte seinen Körper, wickelte sich um seine Beine und zog ihn hinab in die Tiefe. Er zappelte, kämpfte, bekam keine Luft mehr. Es war sinnlos, er würde sich nicht befreien können.

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