Thomas Breuer - Der letzte Prozess

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In Wewelsburg wird Anton Kottmann, ein alter Mann, der wenige Tage zuvor aus einem Bürener Altersheim verschwunden ist, bestialisch ermordet. Der gerade erst nach Paderborn versetzte Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte, Stefan Lenz, stößt mit seinem Team auf weitere Morde, die innerhalb der Senioren-Residenz verübt wurden, aber bislang als natürliche Todesfälle deklariert worden sind. Dabei ist besonders brisant, dass es in dem Altersheim eine ganze Ebene gibt, die von Frauen und Männern bewohnt wird, die im Dritten Reich in Wewelsburg „die schönste Zeit ihres Lebens“ verbracht und sich deshalb im Alter in der Nähe ihrer Wirkungsstätte niedergelassen haben.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Modus Operandi und dem Vorleben der Getöteten?

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»Was war das denn jetzt?«, fragte Gina Gladow fassungslos. »Und was hat es mit dem Trakt B auf sich?«

Kerstin Finke ließ sich in einen der Sessel fallen und schnappte ebenfalls nach Luft. »Da wohnen unsere besonders zahlungskräftigen Bewohner. Deshalb fordern die auch immer eine besondere Zuwendung. Und die bekommen sie auch, aber in diesem Fall kann ich unmöglich nachgeben.«

»Und was hat Herr Merschhaus damit gemeint, dass die Bewohner des Traktes B dem Ruf des Hauses schaden?«, erkundigte sich Lenz. »Zahlungskraft ist doch nicht rufschädigend – eher im Gegenteil.«

Kerstin Finke rang mit sich und setzte mehrfach zu einer Antwort an. Schließlich sagte sie: »Also gut, Sie werden es ja sowieso herauskriegen. Alle Bewohner im Trakt B haben eine Vergangenheit, die nicht jedem gefällt.«

»Waren das Nutten und Zuhälter, oder was?«, zeigte sich Gina Gladow verständnislos.

»Unsinn!« Die Residenz-Leiterin sah Lenz direkt in die Augen. »Dann hätten wir sie nicht aufgenommen. Sie waren im Dritten Reich bei der SS und haben in Wewelsburg gearbeitet.« Als wäre sie geradezu erleichtert, nachdem sie das ausgesprochen hatte, lehnte sie sich nun in ihrem Sessel zurück.

»Wie bitte?« Gina Gladow blickte zwischen Lenz und Kerstin Finke hin und her. »Der Kottmann war nicht der einzige Nazi hier?«

Auch Lenz hatte Mühe, das Gehörte richtig einzuordnen. »Und warum haben die sich ausgerechnet hier bei Ihnen versammelt?«

»Die Zeit in Wewelsburg war für alle die schönste Zeit ihres Lebens. Nach dem Krieg …«

»Sie meinen, nach dem Dritten Reich«, fiel ihr Gina Gladow ins Wort. »Das sollte man nicht in einen Topf werfen.«

»Nach dem Dritten Reich«, fuhr die Residenz-Leiterin fort, »waren sie in ganz Deutschland verstreut, hatten dort ihre Familien und ihre Berufe. Aber jetzt, im Alter, sind sie alle allein. Und da zieht es sie eben wieder in die Nähe des Ortes zurück, an dem sie sich so wohlgefühlt haben. Hier bei uns haben sie sich wiedergetroffen. In dieser Gemeinschaft fühlen sie sich zu Hause.«

»Und das lassen Sie sich auch besonders bezahlen.« Gina Gladows Tonfall ließ offen, ob das eine Feststellung oder ein Vorwurf war.

»Die alten Leute können es sich leisten. Und diejenigen, die selbst nicht so viel Geld haben, werden aus einem Fonds unterstützt.«

»Ein Fonds für Altnazis? Das wird ja immer schöner!« Gina Gladow schüttelte angewidert den Kopf. »Und da regen Sie sich über Nutten und Zuhälter auf.«

»Warum vertrauen die alten Leute nur Wolfgang?« Lenz bemühte sich im Gegensatz zu seiner jungen Kollegin um Ruhe und Beschwichtigung.

»Weil er ihre Vergangenheit nicht verurteilt, sondern …«

»Sondern?«, kam es lauernd von Gina Gladow.

»Na ja, er bewundert die alten Leute und begegnet ihnen mit Respekt.«

»Ein Neonazi?«, spuckte die junge Kriminalbeamtin förmlich aus.

»So würde ich ihn nicht bezeichnen. Er hat … na ja … eher konservative Ansichten.«

»In was für einem Sumpf sind wir hier eigentlich gelandet? Altnazis, ein Fonds für Alte Kameraden und ein Neonazi als Pfleger.« Gina Gladow schüttelte heftig den Kopf. »Ich könnte kotzen!«

Lenz konnte ihre Reaktion nachvollziehen. Gleichzeitig tat ihm Kerstin Finke leid, die wie ein begossener Pudel in ihrem Sessel hockte. »Wir möchten dann bitte noch das Zimmer von Frau Gerken sehen«, sagte er.

»Das geht nicht«, entgegnete sie. »Das Zimmer ist schon wieder belegt. Da ist nichts mehr so wie bei Frau Gerken. Unsere Bewohner bringen ihre eigenen Möbel mit, verstehen Sie?«

Wolfgang kam wieder aus dem Beratungsraum der alten Leute und stellte sich neben Gina Gladow, die augenblicklich einen großen Schritt von ihm weg machte.

»Sind die Zimmer alle gleich aufgebaut?«, setzte Lenz seine Befragung fort.

»In Trakt B ja«, antwortete die Residenz-Leiterin.

»Haben Sie selbst Frau Gerken aufgefunden?«

»Nein, Wolfgang hatte Dienst und war dafür zuständig, die Bewohner in diesem Trakt bei ihrer Morgentoilette zu unterstützen.«

Lenz wandte sich dem Pfleger zu. »Beschreiben Sie uns bitte, wie Sie Frau Gerken aufgefunden haben.«

»Na ja, sie lag ganz normal im Bett, als ich hereinkam. Ich dachte zuerst, sie würde noch schlafen, auch wenn das ungewöhnlich war. In diesem Trakt sind fast alle Bewohner Frühaufsteher. Ich habe versucht, sie zu wecken, und dabei festgestellt, dass sie nicht mehr lebte.«

»Was heißt ›ganz normal‹? Lag sie auf dem Rücken oder auf der Seite?«

»Auf dem Rücken.«

»Und die Hände?«

»Die hatte sie auf der Bettdecke … wie sagt man? … verschränkt.« Wolfgang legte seine Hände wie zum Gebet zusammen und zeigte sie Lenz.

»Hm. Haben Sie noch selbst etwas unternommen oder gleich Frau Finke informiert?«

»Ich habe den Notknopf betätigt und der Stationsleiterin gesagt, sie soll sofort die Notärztin alarmieren. Die kam dann auch kurz darauf und hat den Tod festgestellt.«

»Können Sie sich sonst an irgendetwas Ungewöhnliches erinnern?«

»Nein, wie gesagt: Alles war wie immer.«

»Lag vielleicht etwas auf dem Nachttischchen? Oder auf dem Boden?«

Wolfgang dachte einen Moment nach. »Da waren nur Frau Gerkens Herztabletten auf dem Nachttischchen und ein halb ausgetrunkenes Glas Wasser, sonst nichts.«

»Frau Gerken hatte doch Herzprobleme?«

»Na ja, das haben doch die meisten in dem Alter. Wahrscheinlich war einfach die Tanzveranstaltung am Abend vorher zu viel für sie. Aber dazu kann Ihnen Frau Dr. Reuther Näheres sagen.«

»Wie kommt Herr Merschhaus auf die Idee, dass es sich um einen nicht natürlichen Tod gehandelt hat?«

»Keine Ahnung. Es ist eben einfach schwer, zu sehen, wie in diesem Alter ein Weggefährte nach dem anderen stirbt. Wenn da irgendetwas faul gewesen wäre, hätte Frau Dr. Reuther das gemerkt.«

»Danke«, schloss Lenz die Befragung. »Sie können jetzt gehen.«

Gina Gladow hatte die ganze Zeit über wie unbeteiligt danebengestanden. Nun blickte sie Lenz herausfordernd an.

»Ich denke, wir kommen hier jetzt nicht weiter«, sagte der und wandte sich Kerstin Finke zu. »Die Kollegen von der Spurensicherung werden sich heute noch Herrn Kottmanns Zimmer ansehen. Sorgen Sie bitte dafür, dass niemand es bis dahin betritt. Sobald der DNA-Abgleich gemacht wurde und wir Klarheit haben, melde ich mich bei Ihnen.« Er reichte ihr noch einmal die Hand und nickte ihr freundlich zu. Dann folgte er seiner Kollegin, die schon die Treppe hinablief, ohne sich von der Leiterin zu verabschieden.

Unten in der Halle winkte Gina Gladow Mario lächelnd zu.

»Bis bald?«, rief der Marley-Darsteller hinter ihnen her.

»Vielleicht!« Die Kommissarin lachte.

Als Lenz auf dem Beifahrersitz Platz nahm und sie sich hinter das Steuer schwang, sagte der Hauptkommissar grimmig: »So etwas will ich nicht noch einmal erleben!«

»Was genau meinen Sie?«, hakte die Kommissarin unbeeindruckt nach, startete den Motor und wendete den Wagen routiniert in einem einzigen Anlauf.

»Dass Sie so mit Zeugen umgehen, wie Sie das mit Frau Finke gemacht haben.«

»Die hat Ihnen gefallen, was?«

»Jetzt werden Sie nicht auch noch unverschämt! Frau Finke ist für die Bewohner der Senioren-Residenz verantwortlich. Da ist es ja wohl ganz normal, dass sie Schuldgefühle entwickelt, wenn einer mir nichts, dir nichts verschwindet und drei Tage später ermordet aufgefunden wird.«

»Von Schuldgefühlen habe ich bei der Dame nichts bemerkt«, widersprach Gina Gladow. »Obwohl die ja wirklich angebracht wären. Im Übrigen muss man schon verdammt abgebrüht sein, wenn man alte Nazis beherbergt.«

»Nein, als Leiterin eines Altersheimes muss man sehen, dass man die Kosten deckt. Da sind alle zahlungskräftigen Kunden ein Segen. Und was die Alten angeht: Wenn die sich etwas hätten zuschulden kommen lassen, wären sie nach 1945 verurteilt worden.«

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