Anand Buchwald - Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft

Здесь есть возможность читать онлайн «Anand Buchwald - Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Trotz sexueller Revolution, Sexualkundeunterricht und einer stärkeren Sichtbarkeit der Sexualität im täglichen Leben ist der gesamte Bereich der Sexualität immer noch von Tabus überlagert und beeinträchtigt und bildet einen isolierten Bereich in unserem Sein und Bewusstsein. Die Sexualität ist aber von großer Bedeutung für einen jeden Menschen und seine individuelle Entfaltung. Und so ist es wichtig, dass die Auseinandersetzung mit der Sexualität nicht verdruckst in einer Tabu- und Schmuddelecke stattfindet, sondern den Platz einnimmt, der ihr im individuellen und gesellschaftlichen Bewusstwerdungsprozess zusteht, und dieser Platz ist kein geringer, denn die Sexualität in all ihren Ausprägungen durchzieht alle Bereiche unseres Lebens und beeinflusst direkt oder indirekt eine Vielzahl von Entscheidungen individueller bis politischer Natur. Wenn wir unsere arg gebeutelte Welt aus ihren Krisen in eine neue, lebenswerte, gesunde und zukunftsfähige Welt wachsen lassen wollen, dann ist es wichtig, dass wir mit uns selbst und unserer Umwelt im Reinen sind.
Das Buch Sexualität Eine Zukunft für die Zukunft von Anand Buchwald zeigt die Verflechtung der Sexualität mit allen Bereichen des menschlichen Lebens auf und verdeutlicht damit die Bedeutung der Sexualität. Es soll helfen, die Sexualität und ihre vielfältigen Funktionen mit neuen Augen und einer neuen Offenheit zu sehen und die Spannungen, die sie umgeben, abzubauen oder in einem ersten Schritt durch Verständnis zu mildern. Darum werden nach der Evolution der Sexualität, die Bereiche Kunst, Wissenschaft, Philosophie, Religion, Spiritualität und Bewusstseinsforschung ausführlich behandelt. Von besonderer Bedeutung ist hierbei auch die Auseinandersetzung mit der Homosexualität, die in den letzten Jahrzehnten ein klein wenig ihrer Unsichtbarkeit verloren hat und so im öffentlichen Bewusstsein langsam präsenter wird. Dieser Bereich der Sexualität steckt voller Ängste, Mythen, Aberglauben, Desinformation und Pauschalisierungen, und in der öffentlichen Auseinandersetzung um die rechtlichen Aspekte der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder der Frage, wie viel Wissen man Kindern zumuten oder verschweigen darf, kochen die Emotionen hoch. Darum wird der Betrachtung der Bi- und Homosexualität viel Raum eingeräumt.
Für jeden, der sich mit der eigenen Sexualität und der Sexualität an sich auseinandersetzen und der sich neuen Horizonten öffnen möchte, ist das Buch eine wahre Fundgrube an Argumenten und Denkanstößen. Die weitläufige und ganzheitliche Bearbeitung des Themas Sexualität und die explizite Einbeziehung des Themensbereiches Bi- und Homosexualität machen das Buch zum Lesestoff für alle Generationen, und es bietet sich als Grundlage für Gespräche zwischen bislang in diesem Bereich eher sprachlosen Eltern und ihren Kindern oder mit Freunden an.

Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Bis es soweit kommt, muss sich noch viel im Bewusstsein der Menschen ändern, denn zur Zeit ist die Pornografie nicht nur keine geachtete Kunstform, sondern wird von den Konsumenten eher verschämt behandelt, von den Nichtkonsumenten schief angesehen und von den Anti-Kosumenten bekämpft. Diese führen Jugendgefährdung, die Gefährdung der Ehe, Realitätsflucht, Promiskuität, Suchtverhalten, Entmenschlichung, die Objektisierung der Frau oder die Förderung sexueller Gewalt als Argumente gegen die Pornografie an.

In all diesen Argumenten steckt gar keine oder ziemlich wenig Substanz oder es scheint das Gegenteil der Fall zu sein, wie etwa bei dem letzten Argument über die Gewalt. Hier hat sich gezeigt, dass trotz allgemeiner Zunahme von Gewalttaten die Anzahl von Sexualverbrechen nach der gesetzlichen Freigabe von Pornografie eher zurückgegangen ist. Auch die Sache mit den Frauen, die in den Filmen und beim Dreh als Objekt behandelt werden, ist mehr eine politisch motivierte Legende der Frauenbewegung als Fakt. Soweit dies in den Darstellungen tatsächlich der Fall ist, reflektiert es zum einen die Bedürfnisse mancher Männer, die sich vielleicht manchen Frauen unterlegen oder von ihnen unterdrückt fühlen, und ist zum anderen einfach ein Teil des breiten Spektrums menschlicher Sexualität, in der manche Menschen eine aktive oder passive Rolle einem gleichberechtigten Verhalten vorziehen. Die Pornografie bietet hier die Möglichkeit, Dinge zu erleben und zu verarbeiten, die man sich sonst im gewöhnlichen Leben nicht zu tun traut, was vermutlich auch für den Rückgang sexueller Straftaten, falls hier eine ursächliche Beziehung besteht, verantwortlich ist. Was die Ausnutzung von Frauen beim Dreh betrifft, so wird gerne übersehen, dass auch die Männer ausgenutzt werden, dass manche Menschen an diesem Job auch Spaß haben, dass nicht jeder öffentlichen Sex als schmutzig oder verwerflich betrachtet und vor allem, dass Ausnutzung in unserer Gesellschaft überall gang und gäbe ist; jeder Arbeitgeber, der Menschen einstellt, die einen Job nicht machen würden, wenn sie nicht darauf angewiesen wären, nutzt letztlich eine Notlage aus. Das Problem ist hier nicht in erster Linie das Symptom der Ausnutzung, sondern die Ursache, die in einer nicht genügend entwickelten, egoistischen Gesellschaft wurzelt. Und wie immer (mit Ausnahme der Homöopathie) ist es so, dass man Symptome am Besten loswird, indem man die Ursachen beseitigt.

Ähnlich verhält es sich mit der durchaus existierenden Pornografiesucht, die im Grunde genommen nur eine Sonderform der Mediensucht darstellt. Süchte weisen immer auf Defizite hin, auf Probleme beim Umgang mit der Realität. Auch wenn man Alkohol, Tabakwaren, Rauschdrogen, Computer- und Fernsehnutzung oder Pornografie verbietet, so ändert sich doch nichts an dem Defizit.

Das Defizit bei der Pornografiesucht liegt vermutlich in Kontaktproblemen oder darin, ganz allgemein Partner zu finden, oder Partner zu finden, welche die eigenen Fantasien oder Fetische teilen oder in inneren Schamgefühlen, die etwa daher kommen, dass man in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der Sexualität totgeschwiegen oder gar dämonisiert wurde. Auch hier ist keine Pornografie auch keine Lösung. Diese liegt vielmehr darin, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, sich den Dämonen zu stellen und stetig im Bewusstsein zu wachsen, ob nun mit Hilfe der Pornografie, indem man sich mit seinen Ängsten und Defiziten befasst und sie sich vor Augen führt und bewusst macht, oder ohne. Solange wir diese Arbeit nicht getan haben und uns aus der Umklammerung un- und unterbewusster Ängste, fehlgeleiteter Erziehung und sozialen, religiösen und gesellschaftlichen Atavismen befreit, sind wir nicht Herr über unser Leben und unsere Sexualität, sondern werden fremdgesteuert und sind nicht frei.

Nicht nur in dieser Hinsicht kann Pornografie durchaus eine Hilfe sein, wenn man sich ihrer bewusst als Werkzeug bedient. Ein Aspekt des Nicht-Bewusstseins, das unser Leben begleitet, ist das Nicht-Wissen. Wissen entsteht durch Offenheit, durch Erleben und durch bewusstes Weitergeben. Was die Sexualität betrifft, so haben die Einführung und das Aufkommen der Scham und die daraus resultierenden Traditionen, vor allem in den letzten Jahrhunderten, den Aufbau und die Weitergabe eines sexuellen Wissenspools verhindert, so dass wir in unserer Lebenskunst in diesem Bereich viele leere oder dunkle Flecken aufweisen und dadurch behindert sind. In den Zeiten davor, als die Sexualität noch nicht so stigmatisiert, sondern ein selbstverständlicher Teil des Lebens war, gab es einen solchen Wissenspool bereits, auch wenn er naturgemäß durch mangelhafte biologische Kenntnisse und kulturelle Vorstellungen beschränkt war und keinen deutlichen Bezug zu einem starken sexuellen Bewusstsein hatte.

Dieses sexuelle Bewusstsein bildete sich erst langsam in der Folge der Auseinandersetzung mit der schließlich allgegenwärtigen Prüderie und Stigmatisierung heraus, welche unglaubliches Leid in Form von Angst, Selbsthass, sexueller Verstümmelung, Verdrängung, Masturbationsverboten, Schauergeschichten, unglücklichen Ehen, ungewollten Schwangerschaften, rohem Sex usw. verursacht hat. Die erste Gegenbewegung und Bemühung um Bewusstwerdung fand etwa in der Zeit des Jugendstils statt und wurde spätestens durch den Zweiten Weltkrieg zunichte gemacht. Erst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts begann mit dem Aufkommen der Pille und der dadurch notwendig werdenden Aufklärung eine neue Bemühung, die Altlasten wieder loszuwerden. Allerdings sitzt die Mentalität, die während der viktorianischen Epoche und dem Beginn der Industrialisierung in den Menschen Fuß gefasst hatte, also die Tabuisierung der Sexualität und ihre Verknüpfung mit Schmutz und Abscheu und ihre Abtrennung vom gesellschaftlichen Leben in Form von Bigotterie, Zensur und Selbstzensur, der Angst vor öffentlicher Nacktheit und sexueller Unbewusstheit noch immer tief in uns. Daran konnte auch die ­Flower-Power-Bewegung und die sexuelle Revolution nicht wirklich tiefgreifend etwas ändern. Bi- und Homosexualität sind trotz aller rechtlichen Regelungen noch nicht wirklich in der Gesellschaft angekommen, und Selbstbefriedigung oder sexuelle Techniken sind auch im engeren Freundeskreis keine Gesprächsthemen. Um dieses Gift der Prüderie aus dem gesellschaftlichen Körper auszuscheiden, dauert es sicherlich noch einige Generationen, was neben der natürlichen Altersstruktur auch daran liegt, dass dieser Bewusstwerdungs- und Wachstumsprozess nicht absichtlich und bereitwillig und offen vonstatten geht, sondern uns von den Umständen und einigen wenigen progressiven Geistern aufgezwungen wird.

Einer dieser Umstände ist die Pornografie, ein anderer ist sexuelle Neugier, die sich in der modernen Informationsgesellschaft und in den bereits aufgeweichten Prüderiegrenzen leichter Informationen verschaffen kann. Die schulische Aufklärung kann nur mit Mühe die Tabugrenzen überwinden und ist bislang nur geeignet, eine Art Basiswissen zu vermitteln oder dieses nur kurz anzureißen. Sie kratzt den Gesamtwissens- und Bewusstseinspool zur Sexualität nur ein wenig an; sie ist sozusagen ein Grundkurs oder zumindest eine Einführungsvorlesung. Darauf aufbauend könnte man die Pornografie als Vertiefungskurs betrachten, die uns einen weiteren Teil des Pools zu erschließen vermag. Sie kann uns Techniken lehren, die nicht Bestandteil schulischen Unterrichts sind und die uns vielleicht auch mangels Fantasie oder Experimentierfreude oder wegen unterbewusster Schuldgefühle verborgen geblieben wären. Freilich ist sie eine Kunstform mit den genreüblichen Übertreibungen hinsichtlich männlicher Standfestigkeit und Potenz, die einem bei unbewusstem und unkritischem Konsum durchaus Minderwertigkeitskomplexe einimpfen kann. Und dass manche Abläufe, wie etwa der Analverkehr, der ja längst keine homosexuelle Erfindung ist, einer gewissen Vorbereitung oder Übung bedürfen, wird zumindest in der filmischen Pornografie nicht erklärt, bisweilen aber wohl in den schriftlichen Formen. Trotzdem kann Pornografie für uns eine Hilfestellung sein, um Sexualität bewusster wahrzunehmen, sie offener auszuüben, Komplexe abzubauen, Neues zu entdecken und ein sexuell erfüllteres Leben zu führen. Eine gesellschaftliche Anerkennung der Pornografie und ein Teilhaben am künstlerischen Mainstream kann dazu führen, dass sie in Zusammenhang mit verbesserter Aufklärung und einem individuellen wie gesellschaftlichen Bewusstwerdungsprozess ihre Funktion der Vermittlung von Wissen und Zusammenhängen besser wahrnehmen kann und den Wissenspool besser repräsentiert.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft»

Обсуждение, отзывы о книге «Sexualität – Eine Zukunft für die Zukunft» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x