Dietrich Schulze-Marmeling - Davidstern und Lederball

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Jüdische Sportler und Mäzene spielten in den frühen Jahren des Fußballs eine wesentliche Rolle – vor allem in Deutschland, Österreich und Ungarn. Jüdische Pioniere waren an prominenten Vereinsgründungen wie Bayern München, Austria Wien oder Eintracht Frankfurt beteiligt, jüdische Kicker verstärkten die Nationalmannschaft, jüdische Förderer trugen dazu bei, den Fußball zur Massensportart zu machen. Dieses Engagement, das ab 1933 ein gewaltsames Ende fand und seither in Vergessenheit geriet, wird von den Autoren erstmals ausführlich beschrieben. Dabei thematisieren sie auch die Diskriminierung, der jüdische Fußballer vielfach noch heute ausgesetzt sind.

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Dietrich Schulze-Marmeling

»Hoppauf, Herr Jud!«

Friedrich Torberg

Die gescheiterte Assimilation: Juden und Fußball in Budapest

Dietrich Schulze-Marmeling

Béla Guttmann – Weltenwanderer ohne Kompromiss

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Zu den Autoren

Ein vollständiges Personenregister für dieses Buch ist im Internet abrufbar: www.werkstatt-verlag.de

»Im reifen Alter von zehn Jahren wurde ich Hakoah-Anhänger. Wie sehr das mein späteres Leben beeinflusst hat, weiß ich nicht. Meine Stellung zum Judentum aber hat es nicht nur beeinflusst, sondern bestimmt. Ich hatte das unschätzbare Glück, als Zeuge von Hakoah-Siegen aufzuwachsen, zusammen mit der Hakoah groß zu werden. Ich hatte das unschätzbare Glück, mich niemals – keine einzige Sekunde lang – meines Judentums schämen zu müssen. Wofür hätte ich mich denn schämen sollen? Dafür, dass die Juden mehr Goals schossen und schneller schwammen und besser boxten als die anderen? Ich war ein Kind, als ich das alles zu merken bekam. Und ich war von Kindesbeinen stolz darauf, Jude zu sein.«

Friedrich Torberg

»Es waren 25 Meter, ein starker Rückenwind, und das Tor muss in Richtung Jerusalem gestanden haben.«

Mordechai Spiegler, Schütze des ersten (und bislang einzigen) WM-Endrundentors der israelischen Nationalmannschaft

Grußwort

Paul Spiegel Obwohl Juden seit 2000 Jahren in Deutschland leben schon zu einer - фото 1

Paul Spiegel

Obwohl Juden seit 2000 Jahren in Deutschland leben, schon zu einer Zeit, als von einem Staat »Deutschland« noch sehr lange nicht die Rede war, haben sie doch erst nach der bürgerlichen Revolution von 1848/49 die vollen Bürgerrechte erhalten. Seit dieser Zeit traten sie, zunächst zögernd, dann immer stärker in allen Bereichen des öffentlichen Lebens in Erscheinung.

Da die meisten Juden in Deutschland der Arbeiterschaft und dem Kleinbürgertum angehörten, teilten sie die Vorlieben und Leidenschaften ihrer nichtjüdischen Umgebung. So übte der Sport auch auf jüdische Jungen eine starke Faszination aus – und besonders der Fußball. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Juden Fußballer, Spieler und Trainer wurden und sich Juden in den Vorständen von Vereinen und Verbänden engagierten. Sicherlich sind der FC Bayern München mit seiner Geschichte von jüdischen Spielern und einem jüdischen Vorsitzenden Kurt Landauer sowie der Traditionsverein Ajax Amsterdam besonders eindrucksvolle, aber nicht die einzigen Beispiele.

Juden haben sich bis heute auch immer in eigenen Sportverbänden undvereinen zusammengeschlossen. In der »Maccabiade«, beinahe vergleichbar der Olympiade, messen sich jüdische Sportler aus aller Welt. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Maccabi-Sportverbände, in denen sich Sportler den unterschiedlichsten Disziplinen widmen.

Die Juden, die vor dem Terror der Nazis aus Deutschland flüchten konnten, nahmen nicht selten ihre Liebe und Treue zu »ihrem« Verein mit. So sagt man von Henry Kissinger, dem früheren amerikanischen Außenminister, dass er sich bis heute darüber informiert, wie »sein« Verein, die Spielvereinigung Fürth, spielt und welchen Platz in der Tabelle er einnimmt.

In Israel sind regelmäßig am Montag die Ergebnisse der deutschen Bundesliga ein großes Gesprächsthema unter den Sportbegeisterten. Sie werden genauso leidenschaftlich diskutiert wie die Ergebnisse israelischer Mannschaften. Nicht erst seit der Einwanderung russischer Juden nach Israel gab und gibt es dort sehr achtbare Spieler und Mannschaften. Denn diese große Einwanderung hat eben auch viele hervorragende Sportler ins Land gebracht.

Ich freue mich, dass sich dieses Buch der weitgehend vergessenen Geschichte jüdischer Fußballer, ihrer Vereine, Funktionäre und Trainer widmet und aufzeigt, wie sehr sie den deutschen, aber auch den europäischen und außereuropäischen Fußball geprägt haben. Und so wünsche ich dem Buch große Verbreitung nicht nur bei Fußballfreunden.

Paul Spiegel

Präsident

des Zentralrats der Juden in Deutschland

Dietrich Schulze-Marmeling

Einführung

Momentaufnahme: 12. Juni 1932

Am 12. Juni 1932 erfolgt im traditionsreichen Nürnberger »Zabo« der Anpfiff zum letzten Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft vor der Machtergreifung der Nazis. Es stehen sich gegenüber der FC Bayern München und Eintracht Frankfurt. Mit Kurt Landauer ist der Präsident des FC Bayern ein Jude. Trainiert werden die »Rothosen« vom österreichischen Erfolgscoach und Ex-Internationalen Richard »Little« Dombi, auch er ein Jude. Der Vormarsch der Bayern an die nationale Spitze ist ganz wesentlich ihrer exzellenten Nachwuchsarbeit zuzuschreiben, für die der Jugendleiter des Klubs, Otto Beer, verantwortlich zeichnet. Beer ist ebenfalls jüdischer Herkunft.

Doch nicht nur beim FC Bayern, sondern auch beim Gegner aus Frankfurt wirkten Juden wesentlich am Erfolg mit. Seit Mitte der 1920er Jahre heißt der Hauptmäzen der Eintracht J. & C.A. Schneider, größter Schuhhersteller auf dem Kontinent. Deren Besitzer sind die jüdischen Bürger Lothar Adler, Fritz Adler und Walter Neumann. Die wichtigsten Spieler der Eintracht stehen auf der Lohnliste von J.C.A.S., weshalb die Mannschaft auch als »Schlappekicker« firmiert. »Schlappe« nennt man in Hessen jene Hausschuhe, die J.C.A.S. produziert. Auch der jüdische Schatzmeister der Eintracht, Hugo Reiß, ist in der Schuhfabrik beschäftigt.

Auf der Pressetribüne sitzt Walther Bensemann, ein Freund Kurt Landauers und einst aktiv in der Fußballabteilung des MTV 1879 München, aus der der FC Bayern hervorging. Bensemann, der 1920 den »Kicker« ins Leben rief und in Personalunion Herausgeber und Chefredakteur des Magazins ist, gilt als Deutschlands profiliertester Fußballjournalist. Mit Landauer teilt Bensemann die jüdische Herkunft. Unweit von Bensemann dürfte die Frankfurter Journalistenlegende Max Behrens Platz genommen haben, auch er ein Jude. Der Sportredakteur, eine »lebendes Fußball-Lexikon«, wie später einmal die »Frankfurter Presse« schreiben wird, berichtet für »Frankfurter Generalanzeiger« und »Frankfurter Zeitung« über die Auftritte der Eintracht und des Lokalrivalen FSV.

Auch Dr. David Rothschild ist im Stadion, ehemals Präsident des FSV und in der Mainmetropole respekt- und liebevoll »der Bornheimer Doktor« genannt. Unter der Regentschaft des Mediziners avancierten die Schwarz-Blauen zu einer nationalen Adresse. Rothschild beschreibt später die Anfahrt der Frankfurter Anhänger zum Endspiel: »In jedem Ort, durch den sie fahren, erwartet sie eine enthusiastische Menschenmenge, die mit wechselnden Sympathien für eine der beiden Finalteams Partei ergreift, und je näher sie Nürnberg kommen, umso gewaltiger wird die Mobilisierung. Was sehen wir? Da flitzt Hitlers Mercedes mit Eskorte uns entgegen; die Insassen erkennen, dass König Fußball die Massenbegeisterung in steigendem Maße erwirbt, trotz Reichstagsfieber und Notverordnungen.«

Ein optimistisches Bild, das jedoch nur wenige Monate später von der Wirklichkeit mit aller Brutalität wegradiert wird. Denn im Nürnberger »Zabo« vollzieht sich vor 58.000 Zuschauern bei drückender Hitze der letzte große Auftritt jüdischer Mäzene, Funktionäre, Trainer und Journalisten.

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