Sylvia Görnert-Stuckmann - Wohnen im Alter

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Immer mehr Menschen wollen im Alter eigenverantwortlich leben und nehmen die Planung für das Wohnen im Alter selbstbewusst in die Hand. Doch die Orientierung zwischen der Fülle alternativer Wohnmodelle ist nicht einfach. Was gibt es für Möglichkeiten? Was kostet es? Was ist im individuellen Einzelfall die beste Lösung? In diesem praktischen Ratgeber sind mögliche und funktionierende Wohnkonzepte anhand konkreter Beispiele nachvollziehbar dargestellt.

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Das neue Bild

Andererseits ist die Geschichte von Frau B. auch eine Geschichte von Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. So könnte sie durchaus eine Geschichte der jüngeren Alten von heute und morgen sein, die anders aufgewachsen sind als sie. Diese Senioren haben die meiste Zeit ihres Lebens im Frieden verbracht und sich wie kaum eine andere Generation vor ihnen mit der Entwicklung eigener Ziele und Ideale befassen können. Die „jungen Alten“ von heute (also die „alten Alten“ von morgen und die „Hochbetagten“ von übermorgen) haben ein Leben lang gelernt und geübt, sich Informationen zu holen und auch zu verwenden – im Gegensatz zu früher, als das Leben für viele hauptsächlich aus Arbeit und Sicherung der Grundbedürfnisse bestand. Diese andere Art zu leben führt zwangsläufig zu einem anderen Bewusstsein von sich selbst, das mehr von Eigenständigkeit und Mitbestimmung als von Versorgungsdenken geprägt ist.

Das wirkt auf die Wohnbedürfnisse dieser Generation. Auch hier hat sich der Schwerpunkt verschoben: Vom Wunsch nach früh einsetzender, umfassender Sicherheit hin zu mehr Selbstverantwortung und Mitbestimmung bis ins hohe Alter. Ihr Risiko, zu erkranken oder pflegebedürftig zu werden, steigt erst später an, als sie von beruflichen und sozialen Pflichten befreit werden. So gesehen haben die Alten von heute eine Phase im Leben dazugewonnen, in der sie nicht mehr eingebunden, aber auch noch nicht wirklich eingeschränkt sind.

Was aber machen sie mit der Zeit zwischen Berufsleben und Altendasein? Viele nutzen sie als einen „zweiten Frühling“, um all die Dinge zu erleben oder auszuprobieren, zu denen sie vorher nicht gekommen sind – wie Frau B.

3. Wohnen heißt lebenDie Bedürfnisse im Alter

Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und muss viele verschiedene Erwartungen erfüllen – je nach Lebensphase, Status, Schwerpunkten und Möglichkeiten des Einzelnen. So gibt es unendlich viele individuelle Antworten auf die Frage „Wie will ich wohnen, wenn ich älter bin?“

3.1 Möglichst lange möglichst selbstständigAnpassen an Bedürfnisse und Alltag

Bedürfnisse

Mit „Bedürfnis“ wird allgemein ein empfundener Mangel bezeichnet, verbunden mit dem Wunsch, ihn zu beseitigen bzw. etwas für sich zu erreichen. Man unterscheidet zwei grundlegende Arten:

Defizitbedürfnissemüssen von der Umwelt befriedigt werden, um Unwohlsein, Unzufriedenheit und Krankheit zu vermeiden. Dazu gehören körperliche Grundbedürfnisse wie Nahrung, Schlaf, Schmerzfreiheit, Ruhe und Bewegung genauso wie Sicherheit und soziale Anerkennung.

Wachstumsbedürfnissekönnen sich erst entfalten, wenn alle grundlegenden Bedürfnisse gestillt sind. Erst wenn Menschen sich körperlich und sozial abgesichert und eingebunden erleben, beginnen sie sich nach der Entfaltung der in ihnen angelegten Möglichkeiten zu sehnen. Dazu gehören vor allem die Wünsche nach Selbstverwirklichung, Ästhetik, Schönheit, Ordnung und Wissen/Verstehen.

Wohnbedürfnisse

Überträgt man diese Theorie auf das Wohnen, so müssen auch hier

zunächst grundlegende Bedürfnisse gestillt werden, bevor es die Verwirklichung

der eigenen Person fördern kann.

Als wichtigste Bedürfnisse, denen eine Wohnung entsprechen

muss, gelten (4):

Physiologische Erfordernisse

Schutz vor Witterung, Raum zum Schlafen, Platz zum Essen und für die Hygiene.

Sicherheit und Schutz

Versorgung und Hilfe, Barriere gegen Gefahren.

Beständigkeit und Vertrautheit

Erst in länger andauernden Beziehungen und vertrauter Umgebung sind Menschen frei genug, um sich wohlzufühlen.

Kontakt und Kommunikation

Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen, und ohne ausreichenden Kontakt drohen Einsamkeit und Verfall.

Selbstdarstellung und Repräsentation

Daraus bezieht der Mensch die Sicherheit, in der ihn umgebenden Gesellschaft von Wert und Bedeutung zu sein.

Selbstständigkeit und Mitverantwortung

Selbstständiges und eigenverantwortliches Leben auch im hohen Alter möglichst in den bekannten vier Wänden gehört für die heutigen Alten zur subjektiv empfundenen Lebenszufriedenheit.

Eine Wohnung, die alle wichtigen Bedürfnisse des Menschen stillt, muss ausreichend groß und bezahlbar sein sowie Kontakte im näheren Umfeld fördern. Die Infrastruktur der Umgebung muss geeignet sein, die notwendigen Anlaufstellen wie Arzt, Geschäfte oder Freizeiteinrichtungen in jedem Alter selbstständig zu erreichen.

Bei der Suche nach neuen, dem Zeitgeist entsprechenden Wohnformen – auch und vor allem für alte Menschen – ist es notwendig, möglichst viele dieser Bedürfnisse zu stillen, um ein ausreichendes Maß an Lebensqualität zu erreichen.

Spezielle Wohnbedürfnisse im Alter

Die Bedeutung der Wohnung nimmt im Alter eher zu als ab: Durch das Ausscheiden aus dem Berufsleben und den Wegzug der Kinder schwinden die Möglichkeiten, mit der Gesellschaft in Kontakt zu treten. Die sozialen Rollen werden weniger, und die Themen, zu denen man etwas beitragen könnte, schmelzen zusammen. Kommen gesundheitliche Probleme hinzu, werden Wohnung und unmittelbares Wohnumfeld schnell zum Mittelpunkt des Lebens: Studien belegen, dass heute mehr als 80 Prozent der Aktivitäten innerhalb der eigenen vier Wände stattfinden (5) und alte Menschen nur etwa 2,5 Stunden täglich außerhalb der Wohnung verbringen.(6) Die Wohnung und ihr unmittelbares Umfeld bilden den Lebensmittelpunkt des einzelnen alten Menschen und sind damit entscheidend wichtig für sein Wohlbefinden.

Der Psychologe Lawton (7) unterscheidet vor allem vier Wohnbedürfnisse, die im Alter wesentlich sind:

Sicherheit

Stimulation und Anregung

Kompetenz

Umweltkontrolle

Diese Bedürfnisse sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Der Verlust eines oder mehrerer dieser Faktoren führt laut Lawton zu gravierenden Einbußen an Lebensqualität.

Die Menschen von heute wollen mehr als nur ein Dach über dem Kopf und eine funktionierende Heizung. Ihre Wohnbedürfnisse haben sich, verglichen mit der Generation der Hochbetagten, stark verändert. Sie wollen oft nicht mehr das früher so ersehnte „Altenteil“ mit seiner Sicherheit, sondern streben nach einer kompetenten und selbstbestimmten Lebensweise bis zuletzt (Selbstverwirklichung), mit der möglichst alle grundlegenden Bedürfnisse des Wohnens im Alter befriedigt werden können.

Das geht bei den bisher üblichen Wohnkonzeptionen nicht immer; man muss also umdenken. So haben zum Beispiel Befragungen ergeben, dass das „Häuschen im Grünen“ für die meisten Senioren gar nicht so erstrebenswert ist wie vermutet, weil es ihnen nicht sicher erscheint, solange sie dort nicht mit anderen zusammenleben können. Auch die Erdgeschosswohnung ist nicht ihr Favorit, da sie hier stärker als in anderen Etagen die Sorge vor ungebetenen Gästen haben.(8) Wirklich wichtig ist eine ausreichend große Wohnung von mindestens drei Zimmern, wollen sie doch gesellig sein und Platz für Hobbys und Gäste haben.(9)

Umzug

Im Alter besteht grundsätzlich das Bestreben nach Konstanz, da die Fähigkeit, sich aktiv an eine neue Umwelt anzupassen, nachlässt. Dennoch muss häufig die bisherige Wohnung und damit das vertraute Umfeld aufgegeben werden: Entweder muss man dem Druck der Umgebung nachgeben (Kündigung, ungenügende Ausstattung von Wohnung oder Umgebung, unzumutbare Veränderung des Wohnumfeldes etc.), oder man will noch einmal eine Entwicklungschance ergreifen und sich bisher zu kurz gekommene Wünsche verwirklichen. Jedes Mal bedeutet dies einen massiven Eingriff in den Lebensalltag eines alten Menschen und damit eine große Herausforderung.

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