W. Norris - Die geprellten Verschwörer

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Die geprellten Verschwörer: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Diner auf Einladung von Lord Guise in seinem Londoner Club bringt die Wende! Alle vier Teilnehmer des Essens, alle übrigens unverheiratet, gelangen zu der Aussage: «So ein verdammter Esel ist doch wohl kein Mann, dass er glauben kann, er werde sein ganzes Leben lang in ein und dieselbe Frau verliebt sein und bleiben.» Und dennoch erleben sie es täglich, dass die Liebe die Menschen zur Ehe schreiten lässt. Lord Guise hat die Gegenantwort: Die vier gründen ein Schutz- und Trutzbündnis, bei dem die anderen drei im Falle der Verliebtheit des anderen über die Eheschließung entscheiden. Was so sinnvoll erscheint, entwickelt sich für alle zu einer großen Last. Denn schon bald sieht sich jeder von ihnen genötigt, seinen Antrag an das Bündnis zu stellen: Alle – bis auf Lord Guise?-

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Sein Ehrgeiz war weder erhabener noch verständiger Art, aber er war wenigstens harmlos, wie der ganze Herr Schneider in Wahrheit überhaupt ein sehr harmloser kleiner Mann war, wenn es ihm auch nicht das geringste Vergnügen gemacht hätte, so bezeichnet zu werden. Seiner eignen Ansicht nach war er ein Schwerenöter und trieb es so toll, dass den Leuten Hören und Sehen vergehen musste. Das Tempo, in dem er seine Rosse lenkte, brachte jedenfalls bei den hinter ihm Sitzenden diese Wirkung hervor, das kam aber nur davon her, dass er sie ganz und gar nicht in der Gewalt hatte und mit dem erhabenen Mut gesegnet war, den die Unkenntnis der Gefahr verleiht. Wie er seinen Wagen in und aus dem Park und durch die überfüllten Strassen Londons brachte, ohne sich und seiner Ladung die Hälse zu brechen, bleibt ein ungelöstes Rätsel; vielleicht hätte er auf einer einsamen Landstrasse weniger Glück gehabt. Dass er immer eine Menge Leute fand, die mit Vergnügen an diesen lebensgefährlichen Ausflügen Teil nahmen, zeigt nur, was der unbemittelte Brite wagt, ohne mit der Wimper zu zucken. Bei den Rennen war in letzter Zeit Herrn Schneiders rundes, rosiges Gesicht von allen Anwesenden bemerkt worden, nicht so sehr wegen der Pferde, die er besass und von denen er immer einige „im Training“ hatte, als wegen der ungeheuren Wetten, womit er die Bookmaker je nachdem entzückte und zur Verzweiflung brachte.

Lord Guise in seinem gleichgültigen Cynismus liess ihn an sich kommen, weil er sich einiges Vergnügen davon versprach. Lord Guise schätzte die Londoner Gesellschaft nur so hoch, wie ungefähr jeder das schätzt, was er ohne Mühe haben kann. Er wusste, was viele minder hochgestellte Menschen vor ihm schon entdeckt haben, dass diese Gesellschaft nicht aus besonders angenehmen, begabten oder auch nur wohlerzogenen Einheiten zusammengesetzt ist und dass sie sich von der andrer europäischer Hauptstädte dadurch unterscheidet, dass ein goldner Schlüssel all ihre Pforten aufschliesst. Er selbst legte deshalb gar keinen Wert darauf, eine hervorragende Rolle darin zu spielen, aber er verspürte Lust, des kleinen Schneiders goldnen Hauptschlüssel in all ihre verschiedenen Schlüssellöcher einzupassen, denn es gab wenig Dinge, die ihn so reizten, wie hochgeborne Damen in ihrem Verkehr mit reichen Emporkömmlingen zu beobachten.

„Sagten Sie nicht neulich, dass Sie Lady Belvoir nicht kennen?“ fragte er eines Tages seinen Schützling. „Möchten Sie vielleicht ihre Bekanntschaft machen?“

Das war ungefähr, wie wenn man einen aufstrebenden Künstler fragte, ob er den Präsidenten der königlichen Akademie kennen lernen möchte, oder einen Lieutenant, ob er dem Kommandierenden vorgestellt werden wolle; aber Schneider, der seine Manieren den elegantesten jungen Männern der Zeit abgeguckt hatte, fühlte, dass es seiner unwürdig gewesen wäre, seine Freude zu verraten. Er heftete den Blick auf seine Stiefel, seufzte tief und brummte etliche Worte, von denen nur „sehr angenehm“ zu verstehen war.

„Ach, natürlich, nur wenn Sie Lust dazu haben,“ sagte Lord Guise lachend. „Ich dachte mir nur, Sie würden gern bei der Dame verkehren, weil Sie überhaupt Sinn für Gesellschaften haben. Ueberdies hat sie ihre persönlichen Verdienste. Jemand hat einmal von dieser oder jener Dame gesagt, sie zu kennen, sei ein Stück Erziehung, nun, das passt auch auf Sibyl Belvoir, wenn ich auch nicht behaupten will, dass es gerade die Sorte Erziehung ist, die ich für meinen Sohn aussuchen würde, wenn ich nämlich das Missgeschick hätte, einen Sohn zu besitzen.“

„Ich glaube kaum, dass sie mir Dinge offenbaren wird, die ich noch nicht wüsste,“ bemerkte Herr Schneider, mit Selbstgefühl lächelnd.

„Wahrscheinlich nicht,“ pflichtete Lord Guise ernsthaft bei. „Ich reisse mitunter die Augen auf über sie, aber ich bin eben merkwürdig unschuldig für mein Alter. Gut, ich werde Sie heute abend in Paddington House der Dame vorstellen — Sie gehen doch hin? Keine Einladung erhalten? Einerlei! Sie speisen mit mir und wir gehen dann zusammen hin, das geht ganz gut.“

Es war eine Leistung, dass Herr Schneider sich enthielt, einen Freudensprung zu machen. Bisher hatte sein vertrauter Verkehr mit Lord Guise ihm keine gesellschaftlichen Vorteile eingetragen; nun kam dies Anerbieten, dessen Bedeutung und Grossmut er etwas durch das Vergrösserungsglas sah. Die Herzogin Paddington war eine grosse Dame und der Herzog sogar unter Herzogen eine Grösse, vielleicht standen sie ein wenig zu hoch, um wählerisch zu sein. Jedenfalls waren in der Menge, die sich herbeidrängte, so oft sie ihren prachtvollen Ballsaal aufthaten, ebensoviel unbedeutende als berühmte Namen zu bemerken, und man brauchte nicht im geringsten zu fürchten, dass ein ungeladener Gast, für den Lord Guise die Verantwortung auf sich nehmen mochte, ihren Widerspruch erregen werde. Ohne sich darüber klar zu sein, machte Herr Schneider noch sorgfältiger Toilette als sonst und folgte glückselig seinem Gönner nach dem grossen Haus, das jedem Londoner von aussen und einem grossen Teil der Einwohner auch von innen wohlbekannt ist. Die Aufnahme, die ihm zu teil wurde, war sehr erhebend, denn die Herzogin reichte ihm die Hand, und der Herzog wusste zu seiner angenehmen Ueberraschung ganz genau, wer er war.

„Habe Sie oft in New Market gesehen, Herr Schneider,“ sagte der gutmütige Magnat. „Sie beteiligen sich, so viel ich weiss, an den Rennen oder nicht?“

„Ach, nur in ganz bescheidenem Massstab,“ erwiderte Schneider, der nicht recht wusste, ob er Durchlaucht sagen solle, es aber doch für sicherer hielt, diese feierliche Anrede wegzulassen.

„Hm! Bescheiden? Das weiss ich denn doch nicht! Man sagt mir, Sie seien der Schrecken der Bookmakerzunft. Ich selber habe meiner Lebtage Pferde gehen lassen und doch nie gewettet, aber ich mache darin wohl eine Ausnahme.“

Der Herzog war ausnehmend reich und konnte sich daher den Luxus erlauben, ohne zu wetten, am Rennen teil zu nehmen; Schneider fand es aber nicht passend, ihn daran zu erinnern, und er bemerkte nur, ein Rennen würde ihm unvollkommen erscheinen, wenn er nicht etwas dabei riskierte.

„Ja, ja, das ist’s!“ erwiderte der Herzog. „Ihr jungen Leute treibt den Sport nicht um des Sports willen, und unter zehn von euch trifft man kaum einen, der ein gutes Pferd von einem schlechten unterscheiden kann.“

Solch entsetzliche Dinge lässt man sich nicht gern sagen, und wäre es auch von einem Herzog, und sie berühren um so schmerzlicher, wenn sie in so wohlwollender und sachlicher Weise gesagt werden. Herr Schneider zog sich ein wenig verdutzt zurück und sah sich die Gesellschaft an, unter der er zu seinem Leidwesen sehr viele Bekannte entdeckte. Es war ja eine Genugthuung, dass sie ihn in Paddington House sahen, aber es war ihm durchaus keine, sie hier zu finden, und es wäre ihm weit lieber gewesen, wenn sie morgen erst aus den Zeitungen erfahren hätten, in welch hohe Kreise er Zutritt hatte.

Mittlerweile liess Lord Guise die Interessen seines Schützlings keineswegs aus dem Auge, er bahnte sich einen Weg zu Lady Belvoir, die eben mit seinem Freunde Eustace Moreton tanzte, und knüpfte ohne Rücksicht auf die Gegenwart ihres Tänzers ein Gespräch mit ihr an.

„An was für einem Unheil arbeiten Sie denn jetzt gerade?“ fragte er sie. „Vermutlich besuchen Sie nie einen Ball ohne feindselige Absichten auf die Gemütsruhe irgend eines armen Teufels.“

„Ich gehe nach dem Balle, um zu tanzen,“ erwiderte Lady Belvoir, „glaubte aber, Sie besuchen überhaupt keinen. Was für einem Umstand verdanken wir denn die ungewohnte Freude Ihrer Gegenwart?“

„Wenn ich sagen wollte, ich sei hierher gekommen, um Sie zu sehen, so würden Sie das wahrscheinlich für eine Lüge halten, oder nicht?“ fragte Lord Guise.

„O nein, das würde ich durchaus nicht, es würde mir gar nicht schwer, daran zu glauben; denn ich frage mich oft, weshalb Sie mich nicht leiden mögen, während ich Ihnen doch nie das geringste Unrecht angethan habe.“

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