W. Norris - Die geprellten Verschwörer

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Ein Diner auf Einladung von Lord Guise in seinem Londoner Club bringt die Wende! Alle vier Teilnehmer des Essens, alle übrigens unverheiratet, gelangen zu der Aussage: «So ein verdammter Esel ist doch wohl kein Mann, dass er glauben kann, er werde sein ganzes Leben lang in ein und dieselbe Frau verliebt sein und bleiben.» Und dennoch erleben sie es täglich, dass die Liebe die Menschen zur Ehe schreiten lässt. Lord Guise hat die Gegenantwort: Die vier gründen ein Schutz- und Trutzbündnis, bei dem die anderen drei im Falle der Verliebtheit des anderen über die Eheschließung entscheiden. Was so sinnvoll erscheint, entwickelt sich für alle zu einer großen Last. Denn schon bald sieht sich jeder von ihnen genötigt, seinen Antrag an das Bündnis zu stellen: Alle – bis auf Lord Guise?-

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Zweites Kapitel.

Es traf sich, dass genau zur nämlichen Stunde, wo die eben geschilderte abscheuliche Verschwörung in St. James Street ausgeheckt wurde, zwei Damen, die in einem elegant eingerichteten Wohnzimmer auf der Carlton House Terrace vor dem Kaminfeuer sassen, den Rädelsführer jener Gesellschaft in einer Weise durchhechelten, die dem selbstbewussten Edelmann schwerlich behagt haben würde.

„Lord Guise,“ sagte Lady Belvoir, „ist einer von jenen unglückseligen Männern, die sich einbilden, die Frauen gründlich zu kennen und zu verstehen, und ich habe öfter beobachtet, dass Leute dieses Schlags unfehlbar durch die Frauen ins Unglück geraten. Lord Guise hat ein abergläubisches Grauen vor mir und lässt keine Gelegenheit vorüber, mir das zu sagen. Wenn es der Mühe wert wäre, würde ich ihn, glaube ich, selbst heiraten, nur damit er sieht, wie leicht einem so etwas passieren kann.“

Lady Belvoir war der Ansicht, dass sie heiraten könne, wen sie wolle, und es steht einem schüchternen Vertreter des andern Geschlechts nicht zu, diese Ueberzeugung als irrig zu bezeichnen. Dass sie Percy Thorolds Frau nicht geworden war, kam zweifelsohne nur daher, dass sie bei näherer Betrachtung keine Lust mehr dazu verspürt hatte, und dass sie eine so berüchtigte und rohe Persönlichkeit wie den verstorbenen Lord Belvoir geheiratet hatte, war nur ein Beweis für die Grösse ihrer Anziehungskraft. Die Macht der Schönheit stand ihr unstreitig in vollem Masse zu Gebote; gross, prachtvoll gewachsen und mit einem paar grosser, lichtbrauner Augen begabt, die ganz dazu angethan waren, Physiognomiker irre zu führen — es kommt dies bei Augen hie und da vor — hatte sie im ersten Jahr ihres Auftretens in der Gesellschaft nicht eine Nebenbuhlerin gefunden und galt jetzt mit vierundzwanzig Jahren allgemein für die hübscheste Frau Londons. Ihr Mund war vielleicht zuweilen ein wenig hart, mehr im Ausdruck, als in der Form, und es liess sich voraussehen, dass in zehn Jahren ihre Nase zu stark gebogen und ihr Kinn zu stark ausgebildet sein werde, jedoch hat es, wie sie selbst bemerken würde, wirklich nicht viel auf sich, wie die Nase und das Kinn einer Frau nach dem dreissigsten Jahre aussehen. Sie galt für ausserordentlich wohlhabend, doch belief sich ihr Einkommen thatsächlich nicht so hoch, als man annahm, und sie brauchte viel. An Freiern hatte sie jetzt und voraussichtlich noch lange keinen Mangel.

„Natürlich würde es sich nicht lohnen,“ sagte ihre Gefährtin lebhaft. „Ich begreife überhaupt nicht, dass du es überhaupt der Mühe wert findest, Männer zu erobern, die dir gleichgültig sind. Die Aufgabe kann doch für dich keine angenehme sein, und von deiner Fähigkeit dazu brauchst du die Leute ja nicht erst zu überzeugen.“

„Ach, die Aufgabe ist gar nicht so unangenehm als du meinst,“ erwiderte Lady Belvoir lachend, „und was Lord Guise betrifft, so traut er nur eben nicht zu, dass ich ihn erobern könnte, wenn ich wollte. Das ist’s ja gerade!“

„Und willst du dir wirklich die Mühe geben, ihn eines Besseren zu belehren?“ fragte Fräulein Leslie mit einem wegwerfenden Blick.

Dorothea Leslie war achtzehn Jahre alt und nach London gekommen, um an einem der ersten Empfangstage des Jahres der Königin vorgestellt und in die Gesellschaft eingeführt zu werden, soweit diese sich willig zeigen würde, ihre Pforten einem Mädchen zu öffnen, das nicht eben viele einflussreiche Bekanntschaften besass. Ob Lady Belvoir zu diesen gezählt werden sollte oder nicht, darüber war Frau Leslie einigermassen im Zweifel, und die grosse Vertraulichkeit, die zwischen ihrem Töchterchen und der gefeierten Weltdame, deren Witwensitz in der Nähe ihres nordischen Heims lag, entstanden war, erfreute sich nicht ihrer vollen Billigung. Dorothea aber war sehr geneigt, sich ihr Urteil selbst zu bilden und ihre Freunde allein zu wählen, und sie hatte Lady Belvoir lieb, obwohl äusserst wenig innere Verwandtschaft zwischen ihnen bestand. Wichtiger für ihren Verkehr war vielleicht, dass Lady Belvoir Dorothea gern hatte. Die schöne Frau mag ja auch ihre guten Eigenschaften gehabt haben — wenn sie auch für den beschränkten männlichen Unterthanenverstand nicht zu entdecken waren, können sie dennoch vorhanden gewesen sein, wie sie bei den meisten Leuten vorhanden sind — und man kann gestehen, dass Frische, Ehrlichkeit, unverbrüchlicher Glaube an die Lehren der Kirche ihr anziehend waren, weil sie dadurch an die Zeiten erinnert wurde, da sie selbst noch so unverdorben und schlichten Sinnes gewesen war. Wie dem auch sein mochte, sie hatte sich das junge Mädchen zur Freundin erlesen, und es wäre unschön und unritterlich, dabei hervorzuheben, dass Dorothea nicht hübsch genug war, um ihr gefährlich zu werden.

Der Massstab für Frauenschönheit scheint so veränderlich zu sein, wie der Geschmack in Hunderassen, so dass es von einem Jahr zum andern unmöglich zu sagen ist, was den Preis gewinnen wird; aber selbst gerade jetzt, wo man Unregelmässigkeit der Züge als Reiz ansieht, würden nur wenige uneingeschränkt versichern, dass Dorothea Leslie ein hübsches Mädchen sei. Andrerseits gab es aber eine Menge Leute, die sie sehr bewunderten, und jedenfalls waren ihre stahlgrauen Augen solcher Anerkennung würdig und ihr dunkles Haar reich und schön. Ausserdem besass sie eine hübsche, zierliche Gestalt und eine auffallend angenehme Stimme.

„Ach, ich weiss nicht,“ erwiderte Lady Belvoir auf ihre Frage, „wahrscheinlich thue ich es nicht. Ich kenne ihn jetzt schon geraume Zeit und habe mir nie die Mühe genommen, nur bin ich im Augenblick etwas gereizt gegen ihn, weil er sich einbildet, an der Lösung meiner Brautschaft mit Percy Thorold schuld zu sein, und ganz gewiss jedem, der ihn danach fragt, solche Andeutungen macht.“

„Hatte er denn wirklich etwas damit zu schaffen?“ fragte Fräulein Leslie nach einer Weile.

„Keine Rede! Er that, natürlich aus Liebe zu Percy, sein Möglichstes, mich zu überzeugen, dass ich auf einem Irrweg begriffen sei, was ich aber ohne seine Mitwirkung längst entdeckt hatte. Es gab eine Zeit,“ setzte Lady Belvoir mit einem erinnerungsreichen Gähnen hinzu, „da war ich ernstlich in Percy verliebt. Er war um ein gutes jünger damals, und ich war blutjung, eigentlich das halbe Kind. Ich erinnere mich, dass ich ihm einmal so ganz im allgemeinen das Versprechen gab, ihn zu heiraten. Nun, dann kam es anders, ich nahm den armen Belvoir, und Percy war, gleich vielen andern, entsetzt darüber. Erst als ich wieder frei geworden war, sah ich ihn wieder, und er kehrte zu mir zurück; seine Treue rührte mein Herz, und ehe ich recht wusste, wie mir geschah, waren wir verlobt. Es hätte niemals gut ausfallen können; er ist ein guter Kerl, aber er hat altmodische Ideen und steckt bis über die Ohren in der Politik, die mich rasend langweilt. Ueberdies fand meine Art und Weise des Gesprächs keine Gnade vor seinen Ohren, und er ging so weit, mir seine Missbilligung auszusprechen, was unausstehlich war. Als ich ihm dann sagte, dass ich genug an ihm habe, stellte er sich an, als ob es ihm sehr nahe ginge; in Wahrheit war er aber gerade so vergnügt über seine Freilassung wie ich, und wir sind jetzt recht gute Freunde. Ich glaube, er würde dir gefallen, denn er ist furchtbar gescheit und sieht das Leben ernsthaft an wie du, auch wird er jedenfalls noch Minister oder so etwas, ehe er stirbt. Du musst einmal zu Tisch kommen, wenn ich ihn einlade, willst du?“

„Es würde mir sogar grosse Freude machen,“ erwiderte Dorothea. „Aber — verkehrt er denn noch bei dir?“

„Wenn ich ihn einlade, sicher, und weshalb denn nicht? Du weisst ja, er ist mein Vetter, und wie ich dir eben sagte, sind wir die besten Freunde. Uebrigens wäre es auch höchst lächerlich, wenn wir allen Männern, die wir abschütteln mussten, gestatteten, uns zu schneiden.“

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