W. Norris - Die geprellten Verschwörer

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Ein Diner auf Einladung von Lord Guise in seinem Londoner Club bringt die Wende! Alle vier Teilnehmer des Essens, alle übrigens unverheiratet, gelangen zu der Aussage: «So ein verdammter Esel ist doch wohl kein Mann, dass er glauben kann, er werde sein ganzes Leben lang in ein und dieselbe Frau verliebt sein und bleiben.» Und dennoch erleben sie es täglich, dass die Liebe die Menschen zur Ehe schreiten lässt. Lord Guise hat die Gegenantwort: Die vier gründen ein Schutz- und Trutzbündnis, bei dem die anderen drei im Falle der Verliebtheit des anderen über die Eheschließung entscheiden. Was so sinnvoll erscheint, entwickelt sich für alle zu einer großen Last. Denn schon bald sieht sich jeder von ihnen genötigt, seinen Antrag an das Bündnis zu stellen: Alle – bis auf Lord Guise?-

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„Entschieden nicht!“ rief Moreton.

Herr Schneider sprach sich weniger schroff und etwas weitläufiger aus; wenn man aber seine Aeusserungen zusammenfasste, so war der ganzen Rede kurzer Sinn, dass, wenn er in der Sache ein Wort mitzureden gehabt hätte, er es nicht mit seinem Gewissen hätte vereinigen können, eine solche Verbindung gut zu heissen.

„Sie sehen also, dass Sie in guten Händen gewesen wären,“ sagte Lord Guise, sich an Thorold wendend. „Was mich betrifft, so kenne ich Sibyl Belvoir ungefähr so lange, als sie auf der Welt ist.“

„Ich auch,“ fiel ihm Thorold ins Wort.

„Ganz richtig, nur kannten Sie die Dame, ohne sie zu kennen, und ganz London, sogar unser Freund Schneider, der meines Wissens nie ein Wort mit ihr gewechselt hat, scheint sie besser gekannt zu haben als Sie. Ihre Lebensgeschichte spricht übrigens für sich selbst. Kaum war sie der Schulstube entschlüpft, als sie gegen den Willen ihrer ganzen Familie darauf bestand, Belvoir zu heiraten; er ist jetzt tot, und wir wollen nichts weiter über ihn sagen, als dass er sich die Kehle abgetrunken hat. Man kann also entschieden nicht behaupten, dass sie mit dem Heiraten Glück gehabt habe. Seit sie Witwe ist, hat sie mit jedem Mann, ob er nun ernstlich in Frage kommen konnte oder nicht, kokettiert — ich will mich so mild als möglich ausdrücken — und ihn an der Nase herumgeführt, solange es ihr Spass machte; sie hat —“

„Ich dächte, wir brauchen uns nicht in all diese Einzelheiten zu vertiefen,“ unterbrach Thorold den Sprecher zum zweitenmal.

„Nun gut, lassen wir sie ruhen. Ich wollte Ihnen nur klar machen, dass auch eine Frau, die sich einer so unerquicklichen Berühmtheit erfreut, noch immer im stande ist, sogar einen so gescheiten Menschen wie Sie zu täuschen.“

Moreton erklärte sehr ernst, Lady Belvoir sei in der That und Wahrheit ein schlimmes Geschöpf, fast so schlimm, als die Leute sagten, und eine Weile hatte es den Anschein, als ob Herr Schneider dem ganz beipflichten wollte, bei näherer Ueberlegung begnügte er sich jedoch, sein Haupt tiefsinnig hin und her zu wiegen. So schlimm diese Lady Belvoir auch sein mochte, war sie doch tonangebend in der Gesellschaft, und von Magnaten soll man nichts Uebles reden, wenigstens nicht, solange man noch einen Funken Hoffnung hat, bei ihnen eingeladen zu werden.

„Nicht ein jeder kann auf Thorolds Glück rechnen,“ fasste Lord Guise das Ergebnis des Gespräches zusammen. „Gestern war die Reihe an ihm, morgen, mein armer Schneider, können Sie daran kommen, und bei Ihren grossen persönlichen und — hm — materiellen Vorzügen, sind Sie in einer sehr bedenklichen Lage, die die grösste Vorsicht erheischt. Bei Moreton sind die Gefahren andrer Art, darum aber nicht minder schrecklich, ich selber habe vorderhand wohl schwerlich Aussicht, ein Opfer zu werden, aber man thut wohl, sich vor Uebermut zu hüten. Lassen Sie uns deshalb, solange wir alle noch im Besitz unsrer fünf Sinne sind, den Entschluss fassen, Carré zu bilden und Schulter an Schulter, Rücken gegen Rücken dem gemeinsamen Feind Widerstand zu leisten.“

Der kleine Herr Schneider fühlte sich sehr geschmeichelt; es that ihm wohl, seine gesellschaftlichen Vorzüge anerkannt zu hören, und es war ihm ein Hochgefühl, in so vortrefflicher Gesellschaft irgend eine Verpflichtung auf sich zu nehmen. Er erklärte sich sofort bereit zu allem, was man von ihm wünschen konnte, und Eustace Moreton folgte seinem Beispiel mit der Bemerkung, dass er immer dankbar sei, wenn jemand ihm die Sorge um sein Selbst abnehme. Nur Thorold, dessen Gedanken in den letzten fünf Minuten eine andre Richtung genommen hatten, antwortete ausweichend.

„Was für einen verzweifelt schlechten Witz wollen Sie sich denn eigentlich mit uns erlauben, Guise?“ fragte er.

„Von einem schlechten Witz ist gar nicht die Rede, sondern von heiligem Ernst, und ich habe mich schon deutlich genug ausgesprochen,“ erwiderte Lord Guise. „Im Fall der Not wollen wir das Recht haben, einander eine Frist von sechs Monaten zum Aufatmen zu sichern, das ist die ganze Sache. Nun werde ich die Form des Eides feststellen, oder, falls Ihnen das lieber ist, Sie geben mir freiwillig Ihr Versprechen — es wird ja genügen, wenn wir uns durch Ehrenwort binden.“

Das Rauchzimmer war um diese Zeit ziemlich verödet; die Klubmitglieder, die im Hause gespeist hatten, waren weggegangen und solche, die erst nach dem Theater oder einer Gesellschaft zu erscheinen pflegen, noch nicht da. In einer entfernten Ecke sass ein beleibter Herr und schlief, den Hut über die Augen gezogen, den Schlaf des Gerechten. Etwas mehr in der Nähe der Verschwörer war ein andrer über seiner Zeitung eingenickt.

„Ich denke, wir können ohne Gefahr des Verrats an unser Geschäft gehen,“ sagte Lord Guise, worauf die vier Herren ihre Stühle möglichst zusammenrückten und der Reihe nach die folgende Formel feierlich nachsprachen:

„Auf mein Ehrenwort verspreche ich, dass, wenn ich innerhalb Jahresfrist die Absicht hegen sollte, um eine Dame zu werben, ich eine Versammlung dieser Gesellschaft einberufen, ihr meine Pläne unterbreiten und sie bitten würde, die wünschenswerten und für nötig erachteten Erkundigungen einzuziehen. Ferner verspreche ich auf mein Ehrenwort, dass ich, im Fall die Mehrheit der Gesellschaft sich gegen die in Frage stehende Dame erklären würde, ich jeden Verkehr mit ihr, sei er mündlich oder schriftlich, mittelbar oder unmittelbar, für den Zeitraum von sechs Kalendermonaten vom Tag des Urteilsspruchs ab, unterbrechen werde.“

„Damit ist für mich überhaupt alles abgethan,“ sagte Eustace Moreton gelassen, „und ich kann mich mit dem Gedanken an ein einsames Alter vertraut machen. Bisher dachte ich immer, wenn die Dinge schief gingen, könnte ich mich noch auf die bräuchliche ältliche Erbin verlegen, aber nun muss ich auch diesem Hoffnungsstrahl den Abschied erteilen. So angealtert eine Erbin auch sein mag, sechs Monate Verlassenheit in einem Zug, dem hält keine stand.“

„Weshalb setzen Sie denn so unbedingt voraus, dass die Gesellschaft sich gegen die ältliche Erbin aussprechen werde, mein lieber Junge?“ fragte Lord Guise. „Ich für meine Person zum Beispiel würde ihr, vorausgesetzt, dass sie eine anständige, vernünftige Person ist, meine Stimme geben. Unser einziges Ziel ist ja, gegenseitig unser Glück zu fördern, und wer Sie kennt, kann keinen Zweifel darüber hegen, dass Sie mit einer älteren Frau glücklicher wären, als mit einer jungen. Verständige ältere Frauen sind nachsichtig, und diese Tugend ist bei Ihnen sehr am Platz.“

Thorold erhob sich, um seinem Wirt gute Nacht zu sagen. Er hielt es dabei für angezeigt, deutlich zu erklären, dass er der neugebildeten Gesellschaft nur aus rein selbstlosen Gründen beigetreten sei, denn ihm selbst werde es nie einfallen, zu heiraten. Wenn er jedoch andre durch Rat oder That von einer Thorheit abhalten könne, so werde ihm das natürlich eine grosse Freude sein.

„Ich bin nur neugierig,“ kicherte Herr Schneider, nachdem er sich ebenfalls empfohlen hatte, „wer von uns zuerst eine Versammlung einberufen wird. Wundern sollte es mich gar nicht, wenn trotz seiner Behauptungen Thorold der erste wäre, wenn er daran dächte, ein zweites Mal um Lady Belvoir zu werben.“

„Das beweist nur, dass Sie trotz Ihres natürlichen Scharfsinns Thorold noch nicht ganz das Mass genommen haben, mein lieber Schneider,“ bemerkte Lord Guise. „Er hat sich an den Weltdamen gründlich den Magen verdorben und wird sich das nächste Mal in ein kleines Mädchen verlieben, das an Wochentagen in die Kirche geht und für arme Kinder Röckchen häkelt.“

Schneider und Moreton gingen zusammen weg.

„Ist diese Lady Belvoir wirklich so schlimm, wie man sie macht?“ fragte Herr Schneider neugierig.

„Schlimmer,“ versetzte Moreton lakonisch. „Ich kenne sie nur oberflächlich, habe aber viel von ihr gehört. Da ich selbst kein Mustermensch bin,“ fügte er hinzu, „mache ich keine übertriebenen Ansprüche an die Tugend andrer und bin nachsichtig gegen ihre Schwächen, aber die Herzlosigkeit kann ich einem Weibe nicht vergeben.“

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