W. Norris - Die geprellten Verschwörer

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Die geprellten Verschwörer: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Diner auf Einladung von Lord Guise in seinem Londoner Club bringt die Wende! Alle vier Teilnehmer des Essens, alle übrigens unverheiratet, gelangen zu der Aussage: «So ein verdammter Esel ist doch wohl kein Mann, dass er glauben kann, er werde sein ganzes Leben lang in ein und dieselbe Frau verliebt sein und bleiben.» Und dennoch erleben sie es täglich, dass die Liebe die Menschen zur Ehe schreiten lässt. Lord Guise hat die Gegenantwort: Die vier gründen ein Schutz- und Trutzbündnis, bei dem die anderen drei im Falle der Verliebtheit des anderen über die Eheschließung entscheiden. Was so sinnvoll erscheint, entwickelt sich für alle zu einer großen Last. Denn schon bald sieht sich jeder von ihnen genötigt, seinen Antrag an das Bündnis zu stellen: Alle – bis auf Lord Guise?-

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Perey Thorold hatte nie die Absicht gehabt, seine Cousine zu „schneiden“, und ihr Ausspruch, dass ihm die wieder gewonnene Freiheit so willkommen gewesen sei, wie ihr, kam der Wahrheit ziemlich nahe, während die andre Versicherung, dass er und sie die besten Freunde seien, minder richtig war. Dafür hatte sie ihn denn doch ein wenig zu schlecht behandelt, und wenn er sie auch jetzt nicht mehr liebte, so hatte er sie doch manch ein Jahr geliebt. Dass er über Bord geworfen worden war, schmerzte ihn zwar nicht mehr; deshalb hegte er aber doch grimmen Groll gegen die Hand, die es gethan hatte, wie überhaupt kein Mann der Frau, die seinen Glauben an das Weib im allgemeinen zerstört hat, leicht vergeben wird. Trotzdem nahm er ihre Einladung zu Tisch für den folgenden Sonntag an, und zwar hauptsächlich deshalb, weil er nicht wollte, dass sie oder irgend jemand sich einbilde, er brüte tiefsinnig über die erlittene Kränkung.

Dorothea Leslie erhielt die mütterliche Erlaubnis, dieser ungewöhnlichen Gesellschaft beizuwohnen, nicht ohne kleine Schwierigkeiten.

„Ein Diner am Sonntag, das will mir nicht recht gefallen,“ sagte Frau Leslie, die vielleicht nicht zu beurteilen wusste, wie schwierig es für moderne Gesetzgeber ist, ihre Freunde an den Wochenabenden zu sehen. „Und ich finde,“ setzte sie mit etwas mehr Berechtigung hinzu, „Lady Belvoir sollte mich hie und da auch einladen; sie scheint mein Vorhandensein gänzlich zu vergessen.“

Lady Belvoir hatte keineswegs vergessen, dass es eine Leslie gab, aber sie fand, dass sie ein lästiger, langweiliger Gast sei, und es wäre ihr ebensowenig in den Sinn gekommen, eine lästige Person zu ihren kleinen Diners zu bitten, als ihren Gästen ungeniessbare Speisen vorzusetzen. Diese kleinen Diners, die sie seit ihrer Verwitwung zu geben pflegte, waren auf dem besten Wege, berühmt zu werden. Sie hatte einen Koch, der ein Meister seiner Kunst war, sie kannte jedermann, „den zu kennen es der Mühe lohnte“ — ein Satz, der vielleicht zu Missverständnissen führen könnte, für den vorliegenden Zweck aber bezeichnend genug ist — und ohne sich besonders den Kopf zu zerbrechen, verstand sie es immer, Leute zusammenzubringen, die gut zusammenpassten. Percy Thorold zum Beispiel kam mit Dorothea Leslie erstaunlich gut zurecht; er führte sie zu Tisch und erkannte mit Entzücken in ihr ein Mädchen, das noch unberührt war von jenem „Etwas, das die Welt vergiftet“. Die Welt, über die wir so gerne lästern, sobald wir den mittleren Jahren nahe kommen, ist ohne Zweifel genau so, wie wir sie uns denken oder machen. Nach Ansicht dieses aufstrebenden Staatsmannes war sie eine traurige, verfehlte Einrichtung, bewohnt von Millionen Mühseliger und Beladener und beherrscht von ein paar Tausenden, die ihre Macht im ganzen selbstsüchtig und thöricht missbrauchen. Er war konservativ, weil er glaubte, dass die Lage der Dinge noch schlimmer würde, als sie schon ist, wenn der mühselige und beladene Teil die Oberhand gewänne, im Herzen und in der Theorie war er vermutlich durchaus radikal. Die oberen Klassen, wozu er selbst zählte, betrachtete es als beinahe, wenn nicht völlig, verkommen, gestand ihnen ausser Keckheit keine Tugend zu und sah, wenn auch ohne Verlangen, ihrem unvermeidlichen Untergang entgegen. Wahrscheinlich hätte er eine bessere Meinung von der Gesellschaft gehabt, wenn Lady Belvoir eine gute Frau gewesen wäre; aber er hatte es in der Selbstkritik nicht weit genug gebracht, um diesen Umstand zu ahnen.

Für einen solchen Schwarzseher war es natürlich sehr erfrischend, einem jungen Mädchen aus seinem eignen Lebenskreise zu begegnen, dessen Denkweise schlicht und ehrlich war, das keinen Modepessimismus heuchelte, das mit einem leidlich klaren Verstand die Vorgänge im politischen Leben verfolgte und nicht im geringsten an der künftigen Grösse und Herrlichkeit des Vaterlandes verzweifelte.

„Ich finde, dass Sie ganz unrecht thun, so höhnisch und wegwerfend von der Politik zu reden,“ bemerkte sie, nachdem sie ihn veranlasst hatte, ihr ein Stück seiner Lebensauffassung anzuvertrauen, „und ich glaube auch gar nicht, dass es Ihnen ernst damit sei. Wenn Sie wirklich überzeugt wären, dass es Ihrer ganzen Partei und jeder politischen Partei nur um Aemter zu thun sei, und wenn Ihnen selbst wirklich nichts an solchen läge, weshalb würden Sie denn Ihre Zeit im Parlament vergeuden, während Sie sich mit Schiessen, Jagen, Rosenpfropfen oder sonst einem Sport angenehmer und heilsamer beschäftigen könnten?“

„Wahrscheinlich, weil ich Thor genug bin, Ehrgeiz zu haben,“ versetzte er, die Achseln zuckend, „und weil es mir so gut wie andern Narren wohlthut, wenn ich denke, die Leute reden von mir und gaffen mich an.“

„Nein, nicht deshalb, sondern weil Sie hoffen, die Welt ein wenig besser zu hinterlassen, als Sie sie gefunden haben.“

„Ach, so ehrgeizig und so sanguinisch bin ich nicht,“ sagte Thorold lachend. Wie die meisten Engländer schreckte er davor zurück, seinen Handlungen hohe Beweggründe zuzuschreiben oder sogar zuschreiben zu hören, und doch wusste er, dass dieses Mädchens Urteil über ihn wahr und richtig war, und er konnte nicht umhin, das Ahnungsvermögen zu bewundern, womit sie sein mühsam verhülltes Geheimnis erraten hatte. Er fand, dass ihre Ansichten und Neigungen über verschiedene Dinge mit den seinigen zusammentrafen; sie liebte die Musik und das Landleben; was sie von der Londoner Gesellschaft bisher gesehen hatte, machte ihr keinen besondern Eindruck, und sie legte auf das Tanzen nicht mehr Wert, als für ein Mädchen ihres Alters nötig ist. Aus dem allem ergab sich, dass man sich trotz ihres Geschlechts angenehm mit ihr unterhalten konnte, und schliesslich konnte das arme Ding ja gar nichts dafür, dass es nicht als Knabe zur Welt gekommen war. Die übrigen anwesenden Frauen waren Weltdamen und schon als solche zur Zeit für Thorold unleidlich, deshalb sprach er kaum ein Wort mit ihnen und den ganzen Abend fast nur mit Fräulein Leslie, so dass ihn Lady Belvoir, als er sich verabschiedete, mit einem ganz absonderlichen Lächeln und in die Höhe gezogenen Augenbrauen ansah.

„Schon!“ sagte sie.

„Was denn schon?“ fragte er.

„Schon getröstet. Nimm, bitte, keine Rücksicht auf mich, meine Eitelkeit ist gegen Wunden dieser Art gefeit; denn, mein lieber Percy, ich habe nicht den Schatten eines Zweifels, dass ich dich zurückpfeifen könnte, wenn ich nur wollte — was der Himmel verhüte!“

Thorold verbarg seinen Aerger unter einem Lachen, das nicht sehr natürlich klang und seinen Zweck schlecht erfüllte.

„Ich räume dir mit Vergnügen das Recht ein, den Versuch zu machen,“ konnte er sich nicht enthalten zu sagen.

„Danke, ich werde aber keinen Gebrauch von deiner Grossmut machen; denn die Erinnerung an gewisse Moralpredigten ist noch zu frisch in mir. Dorothea Leslie brauchst du nie zu ermahnen; sie ist ein durchaus nettes Mädchen und passt in jeder Hinsicht trefflich zu dir. Es wird mir ein Vergnügen sein, dich nächster Tage, wenn es dir passt, der Mutter vorzustellen, und ich werde von Stunde an mein Taschengeld zusammensparen, damit ich euch ein hübsches Hochzeitsgeschenk machen kann. Gute Nacht.“

Thorold fand es nicht lohnend, ihr zu widersprechen, und ging mit dem behaglichen Bewusstsein weg, jetzt vollständig herzheil zu sein und es auch in Zukunft zu bleiben. Da er Fräulein Leslie folglich ganz leidenschaftslos und gewissermassen väterlich beurteilen konnte, stimmte er mit Lady Belvoir dahin überein, dass sie ein sehr nettes Mädchen sei, und es that ihm wirklich leid, dass er sie wahrscheinlich nie wieder treffen würde.

Drittes Kapitel.

Der kleine Herr Schneider war einer von jenen glücklichen Sterblichen, deren Los der übrigen Menschheit beneidenswert erscheint und wohl so erscheinen darf. Sein Vermögen legte ihm in nichts Schranken auf, er hatte keine Ländereien, keine Verwandten, keine Pflichten, keine Verantwortlichkeit oder Widerwärtigkeiten irgend welcher Art, und dass er keine nennenswerten Vorfahren hatte, ist in unsern Tagen doch nur ein unbedeutendes Missgeschick. Nichtsdestoweniger erging es ihm, wie es neunundneunzig Prozent unsres widerspruchsvollen Geschlechts ergeht: er war nicht zufrieden, und zwar deshalb nicht, weil es ihm trotz seines verschwenderischen Aufwands noch nicht gelungen war, die hauptstädtische Gesellschaft im Sturm zu erobern. Diese That zu vollbringen, war sein glühendes, leidenschaftliches Verlangen, und es lässt sich nicht sagen, ob er irgend einen Preis zu hoch gefunden hätte, um den er sich den Zugang zu jenen innern Kreisen, an deren Grenze er sich mit gierigen, sehnsüchtigen Blicken umtrieb, hätte erkaufen können.

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