Roland Hardmeier - Kirche ist Mission

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Roland Hardmeier beschreibt in diesem Buch den gegenwärtigen Wandel evangelikaler Missionstheologie hin zur Ganzheitlichkeit des Evangeliums und der Transformation der Welt. Diese radikale Anstiftung bedeutet, dass die Kirche sich neu auf ihre missionarische Aufgabe besinnt und zugleich ihre soziale Verantwortung wahrnimmt – und so zur Heilung der Welt beiträgt.
Der Autor liefert eine umfassende biblische Begründung für ein transformatorisches Missionsverständnis. Durch die Aufarbeitung der missiologischen Entwicklungen in der Zwei-Drittel-Welt, die konsequente Einbeziehung des Alten Testaments und den Blick auf Jesus als Mensch und Prophet vermittelt Roland Hardmeier eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Sicht von Kirche und Mission.

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global

Die Globalisierung ist ein Phänomen mit nachhaltigen Auswirkungen auf das Missionsverständnis. Die globale Welt offenbart immer mehr soziale Verwerfungen, und durch die Medien flimmern sie in unsere Stuben. Der Klimawandel verändert das Denken der Menschen und verdüstert unsere Zukunftsperspektive. Das Bewusstsein steigt, dass wir uns einer Überbeanspruchung der Erde schuldig machen, die das Fortbestehen künftiger Generationen in Frage stellt. Und der exzessive Reichtum von einigen wenigen und die Armut eines großen Teils der Menschheit werden zunehmend als nicht hinnehmbar empfunden.

Diese globalen Herausforderungen führen dazu, dass viele Christen nicht mehr zufrieden sind mit den traditionellen Antworten auf die Frage, wozu der Christ und die Kirche in der Welt sind. Sie suchen nach einem neuen Paradigma – einem neuen biblischen Verständnisrahmen – um die Aufgabe der Kirche zu definieren. Sie tun dies, weil sie erkennen, dass die alten Denkmuster und die herkömmlichen theologischen Positionen nicht mehr ausreichen. Im Westen ist ein neues Interesse an der Gesellschaftsrelevanz des Glaubens und der sozialethischen Aufgabe der Kirche entstanden. Diese neue Suche ist zu begrüßen. Wenn sich die Welt verändert, muss sich auch die Mission verändern, denn in der Mission geben Christen Antworten auf die Nöte der Welt. Sie weisen auf den Gott hin, dessen Heilswille nicht nur dem einzelnen Menschen gilt, sondern die ganze Schöpfung umfasst.

Die in diesem Kapitel beschriebenen kulturellen, hermeneutischen, missiologischen und globalen Veränderungen haben dazu geführt, dass heute Mission zunehmend als Transformation verstanden wird. Transformation bedeutet, dass die Missionstätigkeit darauf zielt, den einzelnen Menschen und die gesamte ihn umgebende Lebenswirklichkeit umzuwandeln und in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu bringen .

Wenn wir von einer transformationsorientierten Mission sprechen, meinen wir eine Mission, die persönliche, kulturelle, soziale, gesellschaftliche, politische und ökologische Elemente einschließt. Alle diese Bereiche sollen unter die gute Herrschaft Gottes kommen und seinem Heil zugeführt werden. Mission ist so verstanden nicht etwas, das einzelne Christen tun, wenn sie in einem fernen Land aus dem Flugzeug steigen. Mission beginnt schon früher bei der Aufgabe des einzelnen Christen in seiner Umgebung und mit dem Auftrag der lokalen Kirche in ihrer Stadt oder Region. Mission ist nicht ein geografischer Begriff, sondern findet immer und überall statt. Dieses Missionsverständnis wird auch als ganzheitlich bezeichnet. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass Gott ganzheitliches Heil will und die Mission sich dieser Ganzheit verpflichten sollte.

Damit ist auch die Frage nach der Identität und dem Auftrag der Kirche in ihrem Umfeld berührt. Wenn die Mission die soziale Verantwortung einschließt, wenn sie inkarnatorischen Charakter haben muss und zur Transformation drängt, gilt das auch für die Kirche in ihrem Umfeld. Mission ist dann nicht nur das, wofür die Kirche Personal oder Finanzen zur Verfügung stellt. Mission ist so gesehen nichts anderes als die Identität der Kirche selbst. Kirche ist Mission. Ihr Einsatz für gerechte Verhältnisse in der Welt, ihre dienende Zuwendung zu bedürftigen Menschen in ihrem Umfeld, das Gebet für die eigene Stadt oder das Dorf, die Verkündigung des Evangeliums auf verständliche Weise – all das ist ihre Mission. In einer postmodernen Gesellschaft ist dies die Kirche der Zukunft.

Dieses umfassende Missionsverständnis hat neue Begriffe und Konzepte hervorgebracht. Der Begriff „missionale Kirche“ wird zur Umschreibung eines solchen ganzheitlichen Missionsverständnisses verwendet. Auch das Konzept der Emerging Church ist hier einzuordnen. Es handelt sich um eine kommende (emerging) Generation von Kirchen, die auf die Herausforderungen der Postmoderne mit Gesellschaftsrelevanz reagieren wollen. Emerging Kirchen verstehen sich als Kirchen für die Welt und wollen durch inkarnatorisches Handeln ihre Umgebung transformieren. Zu den vielfältigen Einflüssen, welche die Theologie der Emerging Church formen, gehören die Evangelikalen, welche seit den 1960er Jahren die evangelikale Mission zu mehr Weltzugewandtheit angestiftet haben. 1Nicht nur die evangelikale Mission hat sich im ausgehenden 20. Jahrhundert verändert. Mit etwas Verzögerung zeichnet sich dieselbe Veränderung auch in den evangelikalen Kirchen ab. Wir befinden uns mitten in der Entwicklung eines neuen missionarischen und kirchlichen Paradigmas.

Die Veränderungen, die ich in diesem Kapitel beschrieben habe zeigen an, dass in der evangelikalen Bewegung am Ende des 20. Jahrhunderts ein erweitertes Verständnis von Mission entstand. Dieses neue Verständnis wird Auswirkungen auf die missionarische Praxis, das Leben der Kirche und den einzelnen Christen haben. Die Stoßrichtung dieser Veränderung ist erstaunlich einheitlich. Es geht darum, dass die Kirche sich auf ihre missionarische Aufgabe besinnt und durch gesellschaftsrelevante Taten die Welt umwandelt. Mit diesem Buch will ich aufzeigen, wie die weltweite evangelikale Bewegung auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis ist. Es geht um eine biblische Begründung des Auftrags der Kirche angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Anmerkungen

1Die Rede ist von den so genannten radikalen Evangelikalen. Brian McLaren, einer der Hauptvertreter der Emerging Church in den Vereinigten Staaten, ist namentlich von radikalen Hauptvertretern wie Jim Wallis, Ronald Sider und René Padilla beeinflusst worden (McLaren 2006, 10; 227). Mehr zu den radikalen Evangelikalen in Kapitel 2 „Die radikale Anstiftung“.

2 | DIE RADIKALE ANSTIFTUNG

Die evangelikale Bewegung ist ein vielschichtiges Phänomen. In Europa werden die Evangelikalen als Segment in der Gesellschaft wahrgenommen, das traditionelle Werte vertritt. Die Evangelikalen stehen für konservative ethische Positionen und neigen zu einer konservativen politischen Haltung – sofern gesellschaftliche Fragen in ihrem Denken überhaupt eine Rolle spielen. Sie interessieren sich mehr für die Veränderung des Herzens als für die Umwandlung der Gesellschaft.

Dieses Bild trifft nicht auf alle Evangelikalen zu. Es ist wenig bekannt, dass sich in der weltweiten evangelikalen Bewegung in den 1970er Jahren ein radikales Segment gebildet hat. Seitdem am Kongress für Weltevangelisation in Lausanne 1974 eine Gruppe von sich reden machte, die sich „Radical Discipleship Group“ nannte, hat sich ein radikales Segment gebildet, das sich durch die Betonung der sozialen Verantwortung auszeichnet. Der Begriff „radikal“ besagt, dass diese Evangelikalen Jesus radikal nachfolgen und wie er sozial handeln wollen. Angestiftet durch diese radikale Gruppe hat sich in den auf Lausanne folgenden Jahrzehnten das Missionsverständnis der evangelikalen Bewegung auf Transformation hin verändert.

Die radikalen Evangelikalen treten nicht als gesonderte Gruppe in Erscheinung und sie sind auch nicht einer bestimmten Kirche oder Denomination zuzuordnen. Der Begriff charakterisiert vielmehr evangelikal gesinnte Christen, denen die soziale Verantwortung am Herzen liegt, weil nach ihrem Verständnis radikale Nachfolge zur Nächstenliebe führt. Der radikale Evangelikalismus ist am stärksten in der Zwei-Drittel-Welt verbreitet. In der südlichen Hemisphäre denkt der überwiegende Teil der Evangelikalen radikal. Das ist bedeutsam, weil durch das numerische Kräfteverhältnis zwischen Nord und Süd immer öfter Stimmen aus dem Süden auch im Norden gehört werden. Diese Stimmen werden unser Verständnis von Kirche und Mission in Zukunft prägen.

Den radikalen Kräften gehört die Zukunft. Wir tun gut daran, dieses Segment zu verstehen und darauf zu achten, wie seine Vertreter auf den Wandel der Welt reagieren. Das wird uns helfen zu verstehen, wie im weltweiten Leib Christi die gegenwärtigen Herausforderungen bewältigt werden. Es wird blinde Flecken in unserer Sichtweise aufdecken und so unseren Blick für unsere Aufgabe schärfen.

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