Alois Theodor Sonnleitner - Kojas Wanderjahre

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Der alt gewordene Koja Lorent hält Rückschau über sein Leben und erinnert sich an die Kindheit zurück. Die Erinnerungen setzen beim Zweijährigen an, der ein kleines Geschwisterchen verliert, und reichen bis etwa zum achten Lebensjahr. Zusammen mit der ganzen Familie Lorent muss Koja allerlei Schicksalsschläge und Entbehrungen erdulden, nachdem das Gericht ihr Wirtshaus verkauft hat und sie in die Fremde ziehen müssen. Dabei macht er aber auch viele schöne und nutzbringende Erfahrungen. Entscheidende Bedeutung für sein Leben erhält ein ins Wasser gefallener Zwetschgenkern: «Er schaut dem Kerne nach, wie er hin- und hergaukelnd zu Boden fällt, plötzlich sieht er den Kern nicht mehr, an seiner Statt aber ein silberig glänzendes Fischlein … Und jetzt glaubt er etwas Wunderbares zu wissen: Wenn man einen Zwetschgenkern ins Wasser wirft, so wird daraus ein Fisch.» Als er nach vielen weiteren Versuchen den Irrtum seiner ersten «wissenschaftlichen» Entdeckung einsehen muss, beschließt er, Forscher zu werden, und sich fortan der Erkundung derartiger Phänomene zu widmen – was in der Tat seinen weiteren Lebensweg bestimmen soll. Zunächst aber widmet er sich dem bei allen oft widrigen äußerlichen Umständen doch freien, abenteuerlichen Leben der Jugend. Er findet Höhlengräber, erlebt ein Abenteuer mit Bären, versucht sich in einem Leben als Robinson und lebt mit der kleinen Julie als «Zweisiedler» im Wald, gerät aber auch auf Abwege und bestiehlt seine geliebte Mutter … «Kojas Wanderjahre» eröffnet dem Leser einen bildreichen Einblick in das abenteuerliche Leben der Kinder einfacher Leute in der Zeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der Band bildet zusammen mit «Kojas Waldläuferzeit» und «Kojas Haus der Sehnsucht» Sonnleitners berühmte Koja-Trilogie, in der der Autor, stark autobiografisch gefärbt, die Kämpfe seiner Hauptfigur und seiner Familie beschreibt, bis «Koja» schließlich ein erfolgreicher Naturforscher und Autor wird.-

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An der Strassenkreuzung stand die Schmiede, der Witwensitz der Grossmutter. Und hier stiegen sie alle vom Wagen.

Die Grossmutter führte die Kinder in ihre kleine Küche, die mit Ziegeln ziemlich uneben gepflastert, aber recht anheimelnd war. Mit Stroh und Reisig entfachte sie im gemauerten Herd ein lustiges Feuer, kochte Griess in Milch ein, bestreute den dünnen Brei reichlich mit Zucker und Zimt und hiess die Kinder brav essen. Oh! Wie das schmeckte! — Wie’s nur bei der Grossmutter schmecken kann. Indessen knarrten die hölzernen Stufen der Bodenstiege unter schweren Männertritten. Der Schmied und der Kutscher schleppten die abgeladenen Habseligkeiten auf den Boden hinauf und stapften dort herum, dass das alte Tonnengewölbe dröhnte. Die Grossmutter ging zu den Leuten auf den Dachboden. Kaum hatten die Kinder sich gesättigt, so wollten sie sich die Umgebung der Schmiede anschauen. Aber draussen war es unfreundlich und kalt geworden; es nieselte und die frühe Dämmerung liess die Gegend düster erscheinen. Zaghaft umschritten sie das Haus; Agi führte das Brüderchen an der Hand. Aus der Werkstatt des Schmiedes hörten die Kinder ein Pfauchen und Klingen, und bei jedem Pfauchen wurde das vergitterte Fenster helle. Neugierig traten die Geschwister auf die Schwelle der offenen Tür. Zwei russige Männer standen einander gegenüber und liessen abwechselnd ihre Hämmer auf einen kurzen glühenden Eisenstab fallen, dass die Funken nach allen Seiten stoben und der blanke Amboss unterm Stabe aufblitzte. Der eine der beiden Schmiede, es war der Meister, hielt den Stab in einer flachen Zange. Er hob und drehte ihn, dass er sich unter den Hammerschlägen krümmte, während er flach wurde und die Gestalt eines Hufeisens annahm. Hinter den beiden war in einer tiefen, verrussten Nische die Feueresse; darin lag inmitten glühender Kohlen ein kleiner Radreifen. Die Glut leuchtete jedesmal weiss auf, sobald es von der Seite her aus einem Mauerloch in sie hineinblies. Das war die Luft aus den Blasebälgen, die der Lehrbub mit Hilfe zweier Riemen abwechselnd aufzog und zusammendrückte, indem er auf schrägliegende Stangen trat, deren oberes Ende mit den Blasebälgen durch dicke Drähte verbunden war. Die Kinder schauten und staunten. Niemand hatte ihr Eintreten bemerkt. Hei! wie der Reifen sich rötete und leuchtete! Da riss ihn der Schmied aus dem Kohlenfeuer heraus und legte das unfertige Hufeisen an seine Stelle. Und jetzt begann er mit Hammer und Stift in den glühenden Radreifen Löcher zu schlagen, während der Geselle den Reifen mit einer Zange hielt und ruckweise weiterdrehte. Angezogen von dem nie gesehenen Schauspiel, die Augen auf den Amboss gerichtet, löste Koja seine Hand aus der seiner Schwester und rückte schrittweise näher und näher an die emsig Hämmernden heran.

Plötzlich fühlte er keinen Boden unterm vorgestellten Fuss, purzelte in eine Grube und platschte in kaltes Wasser hinein, dass es hoch aufspritzte. Da warf der bärtige Schmied seinen Hammer weg, zog den Buben aus dem Loch und stellte ihn im Lichte der Esse auf die Beine. Lachend fragte er: „Knirps, wem g’hörst denn du?“ — „Wir sind bei der Grossmutter,“ beeilte sich Agi zu antworten. Mit ihrem Rocksaum wischte sie dem Bruder das schmutzige Wasser aus dem Gesicht und fragte ihn voll Teilnahme: „Hast dir weh getan?“ Er schüttelte den Kopf. Ihm war zum Weinen, aber er weinte nicht. In zappelndem Laufe langten die Kinder bei der Grossmutter an. Die schlug die Hände überm Kopf zusammen. „Ja, Koja, wie schaust denn du aus?“ Und während Agi ihr Kojas erstes Abenteuer erzählte, zog ihm die Grossmutter die kohlengeschwärzten Kleider vom Leibe, wusch ihn und kleidete ihn in sein Alltagsgewand. Sie greinte nicht; aber während sie das Nachtmahl bereitete, ging sie in halblautem Selbstgespräch mit sich zu Rate: „Was fang ich altes Leut mit dem Schlingel an, wenn die Agi in der Schul ist? — Soll ich ihn an einem Tischfuss anbinden, dass er mir nicht am End gar in den Brunn’ fällt?“ Da machte Agi den Vorschlag: „Grossmutter, ich nehm’ ihn mit in die Schul.“

In der alten Schule.

Am nächsten Morgen füllte die Grossmutter Agis Körbchen mit Esswaren und führte die Geschwister bei einem Regen, der mit gaukelnden Schneeflocken gemengt war, ein halbes Stündlein weit über einen zerweichten Feldweg in die Schule. Der alte Lehrer, der die verschieden alten Buben und Mädchen einiger Dörfer in einem geräumigen Lehrzimmer beisammen hatte, nahm ohne Einwand Koja als Gast auf und bekam von der Grossmutter an Schulgeld statt eines Kupferkreuzers zwei für den Tag. aEr stattete Koja mit einem abgegriffenen und stark zerlesenen ABC-Täfelchen aus, borgte ihm Schiefertafel und Griffel und wies ihm seinen Platz auf der Mädelseite an in der ersten Bank neben Agi.

Schon in der Zehnuhrpause, kaum dass der Lehrer aus der Klasse war, begannen die Buben den Neuling zu hänseln. Ein grösserer stellte sich mit einem roten Kopftuch, das er vom Kleiderrechen genommen hatte, vor Koja und leierte sein Liedel, dessen Sinn bfolgender war:

„Mädel-Bub! Mädel-Bub!

Musst ein Kopftuch tragen!

Mädel-Bub! Mädel-Bub!

Musst ein Kopftuch tragen!“

Im Nu war auch die Bande der Kleineren um die beiden versammelt; sie zerrten Koja aus der Bank, der Rädelsführer band ihm das rote Kopftuch um und dann schleppten sie den Wehrlosen unter allgemeinem Hallo durch die Klasse. Der weinte in ohnmächtigem Zorn. Da er keine Hand freibekommen konnte, suchte er zu beissen und schlug mit den Stiefelabsätzen nach den Beinen seiner Quäler. Durch den Lärm angelockt, erschien der Lehrer mit einem langen spanischen Rohr und liess es wahllos auf die Rücken der Jungen niedersausen.

So befreit, riss Koja das Tuch vom Kopfe und suchte die Türe zu gewinnen. Aber schon hatte ihn der Lehrer abgefangen, hob ihn empor und setzte ihn in die erste Bubenbank an die Ecke, so dass er seiner Schwester immerhin nahe blieb. Aber die Buben anerkannten ihn noch nicht als einen der Ihrigen.

Solange der Unterricht dauerte und die AbC-Schützen mit Chorlesen nach den an der Wand hängenden Silbentafeln in Atem gehalten wurden, während die Grossen schrieben und in den punktierten Heften zeichneten, hatte Koja Ruhe.

Der Zeigestab, den der rothaarige Peter handhabte, rückte von Silbe zu Silbe und die Kleinen lasen einförmig fort:

ba be bi bo bu

ca ce ci co cu

ča cče či čo ču c

da de di do du usw.

dann wieder die senkrechten Reihen herab:

ba ca ča da fa ga ...

be ce če de fe ge ...

bi ci či di fi gi ...

dann zurück

ub ob ib eb ab ...

uc oc ic ec ac ač ...

und so ging’s weiter in einschläfernder Stetigkeit. Da und dort half der Stock des Lehrers die Schlaflust eines Gelangweilten überwinden. Koja aber las mit Eifer, dass ihm die Augen übergingen, obwohl er bald im Genick Schmerzen spürte von der erzwungenen Unbeweglichkeit. Als um elf Uhr die Schulglocke läutete, war er so betäubt, dass er die Feindschaft der Buben vergessen hatte. Nach dem Gebet verliess wohl die Hälfte der Kinder mit dem Lehrer die Klasse, nur die Auswärtigen, die wegen des schlechten Wetters ihr Mittagbrot in der Schule verzehrten, blieben.

Koja bekam von der Schwester sein Brot-Scherzel, das die Grossmutter ausgehöhlt, mit Pflaumenmus gefüllt und mit dem ausgeschnittenen Krumenstück verdeckelt hatte, zog seinen Taschenfeitel daus dem Hosensack und begann zu essen.

Da bot sich ihm die gute Gelegenheit, sich bei den Buben „einzutegeln“. Aber er war nicht klug genug, die Gelegenheit zu nützen. Wenn auch jeder irgend etwas zum Essen mitbekommen hatte, jeden lockte das Fremde. Sie täuschelten untereinander. Der eine bot einen Apfel, dass der andere einmal davon abbeisse und ihm dafür einen Bissen Hartkäse gebe, ein anderer suchte sich einen Schluck Kaffee gegen ein Stück Leberwurst einzutauschen, viele aber verlegten sich einfach aufs Betteln. „Gib mir was!“ — „Gib mir was!“ Den kleinen Koja umstanden Buben und Mädeln, die von seinem „Powidl“ etwas auf ihr Brot streichen wollten. Den Mädeln gab er, den Buben aber nicht. Und das war dumm. Da huben sie wieder an, das Liedel zu singen und der spitznasige rote Peter gab den Ton an. Wieder stellte er sich mit dem Kopftuch vor Kosa. Der aber kam der Schmach zuvor. Sein Brot fasste er zwischen die Zähne, sprang den Angreifer an und verkrampfte seine Finger in dessen roter Mähne. Peter suchte ihn abzuschütteln; bei der Balgerei fiel polternd eine Schiefertafel vom Pult. Die bot sich als Waffe an. Nach ihr griff Peter und begann damit auf Koja einzuhauen. Die Mädeln, voran Agi, suchten dem Peter die Tafel zu entreissen. Ehe ihnen das gelang, traf die Rahmenkante Kojas Nasenrücken so gut, dass ihm das Blut von der Wunde hinab in die Mundwinkel rann. Er liess sein Brot fallen. Der Zweikampf war zu Ende. Koja weinte nicht, denn ein paar rote Haarbüschel zwischen den Fingern gaben ihm das Bewusstsein, dass der Haarboden seines Gegners auch nicht heil geblieben war. Einige Mädchen liefen zum Oberlehrer in die Wohnung, andere führten Koja hinunter zum Ziehbrunnen. Eine der älteren drehte die Kurbel und liess an langer Kette den leeren Eimer zum Wasserspiegel hinab. Als sie den vollen Eimer wieder heraufgekurbelt und auf den Boden gestellt hatte, wusch Agi dem Brüderchen die Wunde und band ihm ihr weisses Halstüchlein quer übers Gesicht, so dass er gerade noch über den Verband sehen konnte. Als die Kinder in die Klasse zurückkehrten, war der Lehrer schon da. Erst klebte er Koja einen Lappen Heftpflaster rittlings auf die Nase, dann aber nahm er den Missetäter vor. Ohne langes Verhör legte er ihn quer über das Pult der ersten Bank, dort, wo Kojas Platz war. Und Koja durfte ihm die Beine niederhalten, dass er nicht strampele. Dann tat das spanische Rohr seine Arbeit. Zur Ehre Peters sei es gesagt, er schrie nicht, er wimmerte nicht einmal, bis er losgelassen wurde. — Dann schlich er auf seinen Platz, legte den Kopf auf die Vorderarme und schluchzte so bitterlich, dass Kojas Mitleid rege wurde. —

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