Viveca Lärn - Datteln und Dromedare

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Tekla und ihre Freundin Ulli befinden sich mit Teklas Vater auf einer Reise durch Tunesien. Tommy, der Vater von Tekla, ist ein Künstler, der Kamele malt und viele Geschichten zu erzählen weiss. Die Freundinnen erleben auf ihrer Reise so einige Abenteuer und beobachten dabei das Verhalten der Erwachsenen. Was ihnen nicht gefällt, tragen sie in ein geheimes Notizbuch ein: Für später… – Ein humorvolles Mädchenbuch voller Situationskomik und Witz, das zum Nachdenken anregt.-

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Mein Vater lächelte sein berühmtes Lächeln und sah genügend hilflos aus. Die Maus brachte uns sofort den Zimmerschlüssel.

Unser Zimmer war kein gewöhnliches Hotelzimmer, es war eine ganze Wohnung. Ulli und ich entschieden uns sofort für das rechte Zimmer mit Balkon, und mein Vater bekam dann das linke. Er war einverstanden, wenn er nur zum Strand gehen dürfte. Er schaute nicht einmal in die Schränke.

Das taten wir jedoch. Und im Schrank des Balkonzimmers saß eine große dicke Eidechse und starrte uns an. Auf dem Boden? Nein, viel schlimmer, an der Wand! Ulli und ich entschieden, daß mein Vater lieber das rechte Zimmer haben sollte. War doch klar, daß er als Erwachsener, einen Balkon brauchte. Wir waren völlig einverstanden mit dem kleineren linken Zimmer, nachdem wir festgestellt hatten, daß es eidechsenfrei war.

Ulli durfte sich das Bett aussuchen. Sie war ja doch so eine Art Gast. Dafür bekam ich zwei von den drei Schubfächern im Badezimmerschrank.

Wir machten eine Weile so weiter, bis Ulli gestand, daß ihr vor Hunger schlecht war. In ihrer Familie essen sie immer zu bestimmten Zeiten. Altmodische schwedische Hausmanskost essen die: Fleischklopse, Fischpudding, Erbsensuppe und Schweinebauch.

„Wir gehen einen Blauen in Dinare wechseln“, sagte ich kühn, „und kaufen uns etwas zu essen.“

Ulli blieb fast die Spucke weg, so mutig fand sie mich. Und je beeindruckter sie wurde, desto mutiger wurde ich.

Wir gingen zur Rezeption und schielten hinter die Theke. Da saß ein müder Mann mit olivenfarbiger Haut, getönter Brille und dunklem Anzug. Er gähnte mehrmals. Fast alle seine Zähne hatten Goldfüllungen, von Geldanlage schien er also schon etwas zu vestehen.

Mit gleichgültiger Miene ließ ich meinen schwedischen Hunderter auf die Theke flattern und schaute ihn auffordernd an.

Er gähnte weiter, während er den Schein an sich riß und mir einen Haufen kleines lustiges, verknittertes Papiergeld hinzählte. Ich beobachtete ihn aufmerksam. In geschäftlichen Dingen lasse ich mich ungern hereinlegen.

Ich war auch die einzige in der Klasse, die bei Semmel die Prozentrechnung kapierte. Zehn Prozent konnte ich schon als Kleinkind ausrechnen. Es liegt einfach daran, daß mein Vater so häufig Taxi fährt, wenn er ein Bild verkauft hat, und ich dann immer des Trinkgeld geben darf. Manchmal gehen wir auch essen. Ulli und ich sammelten das Geld ein, stopften es in unsere Taschen und steuerten schnurstracks auf die nette Poolbar zu, die wir gleich nach der Ankunft gesichtet hatten.

„Pommes frites“, bestellte ich.

Auf französisch, versteht sich.

Wir bekamen zwei große Teller Pommes und zwei Flaschen Cola, die ich auch auf französich bestellt hatte.

„Wollen wir nichts anderes essen?“ flüsterte Ulli.

„Ich beherrsche leider nicht alle Wörter auf französisch“, erklärte ich. „Du mußt dich nach den Sitten des Landes richten. Bist du auf Knäckebrot aus, kannst du heimfahren.“

„Können wir nicht zum Strand gehen?“ schlug Ulli vor, als wir mit dem Essen fertig waren. „Dort gibt es vielleicht Kamele und Dromedare.“

Ein guter Vorschlag. Also liefen wir und holten unsere Badesachen. Immer noch keine Eidechse in unserem Schrank. Als wir in die Sonne traten, wurden wir von dem grellen Licht geblendet. Ulli blieb sogar stehen.

„Komm!“ sagte ich. „Ist doch nur die Sonne. Man gewöhnt sich daran.“

Aber Ulli kam nicht. Ich drehte mich um und stellte fest, daß sie am Boden kauerte und mit einer kleinen brandgelben Katze schmuste. Sie ist total weg, wenn sie eine Katze sieht. Kommt einfach nicht daran vorbei.

„Paß auf! Du kannst dir sonst was holen. Schreckliche Krankheiten und so“, rief ich.

So etwas läßt Ulli kalt. Nun lag die Katze rücklings auf den Steinplatten vor unserem Haus und wand sich zufrieden, während Ulli sie unter dem Kinn streichelte. Ich flackte mich in einen weißen Gartenstuhl. So etwas konnte dauern.

Da entdeckte ich ihn, den Typ mit dem gestreiften Pulli. Seine nackten Beine waren genauso braun wie die der alten Männer, die herumliefen und die Blumen gossen. Er streckte den Fuß ins Wasser und schien mit der Temperatur zufrieden zu sein, denn im selben Augenblick machte er eine gewaltige Bauchlandung in den Pool und fing an hin und her zu kraulen, als hätte er einen Hai im Schleptau.

„Wollen wir dann endlich zum Strand gehen?“ fragte Ulli.

Aber ich stand wie angewurzelt da. Ich mußte doch sehen, wie er aussah, wenn er aus dem Wasser kam.

„Bleib du nur bei deiner Katze!“ sagte ich. „Ich habe Wichtigeres vor.“

„Spinnst du, oder was?“ meinte Ulli. „Die ist doch schon längst weg.“

Da krabbelte der dunkelhaarige Typ auf die Poolkante, und das Wasser lief in Strömen aus seinen schwarzen Haaren und von dem gestreiften Pulli. Er schüttelte energisch den Kopf, und die Wassertropfen bespritzten etliche alte bissige Damen, die oben ohne in der Sonne lagen und widerlich aussahen.

„Ist der nicht süß?“ sagte ich zu Ulli.

„Wer, was, wo?“ fragte Ulli. „Noch eine Katze?“

Ich konnte nur ein Stöhnen hervorbringen, aber nicht bösartig. Ulli ist tatsächlich etwas kurzsichtig.

Es waren nur ein paar hundert Meter bis zum Strand, aber unsere Fußsohlen kochten schon. Wir beschlossen, meinen Vater aufzuklären, daß man in Afrika nicht ohne Sandalen auskommt.

Bevor wir losfuhren, hatte ich nämlich versucht, ihn dazu zu bringen, mir ein Paar schöne naturfarbene Jesus-Latschen zu kaufen, die gerade meine Größe hatten und nur knapp neunzig Kronen kosteten. Aber er hatte nur grimmig geantwortet, daß er das für völlig überflüssig hielte und daß Kinder übrigens im Sommer barfuß laufen sollten, denn das hätte er auch getan, als er klein war. Das sei fast das Beste an den ganzen Ferien gewesen. Er hätte dann so dicke Lederhaut an den Füßen bekommen, daß er im August das Gefühl gehabt hätte, dicke Holzpantinen zu tragen. Und als er im September in der Badewanne badete, hätte ein Reißnagel in seinem Fuß gesessen. Großmutter hätte sich riesig gefreut, denn sie hätte seit Juni, als der Nagel vom Schwarzen Brett in der Küche hinuntergefallen sei, danach gesucht.

Ulli hatte auch keine Sandalen bekommen, denn ihre Eltern meinten, daß dann auch ihre Brüder Sandalen bekommen müßten, damit es gerecht zuging, und das konnten sie sich angeblich nicht leisten.

So standen die Dinge, und deshalb verbrannten wir uns jetzt die Füße auf tunesischem Asphalt. Schließlich wurde uns der Boden unter den Füßen so heiß, daß wir nicht mehr laufen konnten, sondern bis zum Strand hüpfen mußten.

„Gut für die Beinmuskeln“, bemerkte Ulli in munterem Ton. „Denk dran, daß wir Tennisprofis werden wollen ...“

Wir hüpften durch ein weißes Tor und dann waren wir am Strand. Feiner hellgelber Sand, der noch heißer war als der Asphalt, aber wir hüpften vor zu einem Sonnenschirm, unter dem der Sand dunkel und beinahe kühl war. Von hier aus konnten wir alles, was vorging, gut überblicken. Wir hatten natürlich unsere Notizbücher dabei, für den Fall, daß wir etwas Wichtiges für unseren Denkerclub entdeckten.

Überall waren Unmengen von Strandkörben ordentlich aufgereiht, und in diesen drückten sich affige Touristen herum. Ulli und ich sind gegen organisierte Sonnenbäder. Braun darf man schon sein, aber man darf sich nicht sonnen. Einerseits sieht es blöd aus, und andererseits vergeudet man seine Zeit, noch dazu bekommt man einen Hitzschlag, und das Gehirn läuft aus. Leute, die sich beispielsweise in Straßenbahnen über Bügeleisen unterhalten, haben möglicherweise zu lange in der Sonne gelegen.

Unten am Wasser sah der Strand und der Sand spannender aus. Der Sand wechselte jedesmal die Farbe und Form, wenn eine Welle mit herrlichem weißem Schaum obendrauf hereinrollte. Am Wasserrand entlang flanierten haufenweise Holzköpfe Hand in Hand. Alle Erwachsenen hatten definitiv zu wenig an. Mit Ausnahme eines kleinen alten Mannes, der einen Tropenanzug aus Khaki und einen niedlichen kleinen Hut trug. Wir hielten es in unseren Notizbüchern fest. „Verwende immer genügend Kleider.“

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