Viveca Lärn - Datteln und Dromedare

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Tekla und ihre Freundin Ulli befinden sich mit Teklas Vater auf einer Reise durch Tunesien. Tommy, der Vater von Tekla, ist ein Künstler, der Kamele malt und viele Geschichten zu erzählen weiss. Die Freundinnen erleben auf ihrer Reise so einige Abenteuer und beobachten dabei das Verhalten der Erwachsenen. Was ihnen nicht gefällt, tragen sie in ein geheimes Notizbuch ein: Für später… – Ein humorvolles Mädchenbuch voller Situationskomik und Witz, das zum Nachdenken anregt.-

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Dann trat der Pfarrer ans Rednerpult, lehnte sich nach vorne und fing an zu sprechen. Es hörte kaum jemand zu, denn Ullis kleiner Bruder Sebastian kletterte zur gleichen Zeit aufs Dach des Lehrerzimmers. Es handelt sich hier um ein Blechdach, und als Sebastian da oben herumsprang, machte das einen ganz schönen Lärm. Er hatte ein großes Handtuch mit Sicherheitsnadeln am Rücken befestigt, und auf seinem Pulli war ein großes S. Jeder wußte natürlich, was das bedeutete. Alle außer Ullis Mutter.

„Was hast du vor?“ schrie sie.

„Das ist doch Superman“, antwortete der Pfarrer erstaunt. „Er wird vermutlich gleich vom Dach springen.“

Alle außer Sebastian lachten. Und außer Ulli, natürlich, die wütend war.

„Ein Glück, daß wir zwei im Herbst nicht mehr in die gleiche Schule gehen müssen wie er“, seufzte sie.

Sebbe ist erst siebeneinhalb und eigentlich zu groß, um auf Dächern herumzurennen. Er steht nur gern im Mittelpunkt. Das hatte er jetzt erreicht, und so setzte er zu einem gewaltigen Sprung an. Am Anfang sah alles noch ganz harmlos aus, aber irgendwie schaffte er es, so mit den Beinen zu zappeln, daß er zu weit rechts abkam und in der Lehrertorte landete.

„Ach du lieber Gott!“ stöhnte Semmel.

Der Pfarrer schaute Semmel streng an. Er kann ja nicht wissen, daß Semmel seit jeher unser Klassenlehrer ist, und Junggeselle obendrein, und daß er nur am letzten Schultag Kuchen kriegt. Semmel hatte sich schon den ganzen Tag in der Nähe des Kaffeetisches herumgedrückt.

Sebastian lief zu den Erstkläßlern, die in einer Ecke versammelt waren, und seine Lehrerin schüttelte den Kopf. Dort, wo Sebastian gelandet war, hatte die Torte ein großes Loch. Gut, daß er nicht sehr dick ist. Es blieb immer noch eine Menge Torte rundherum übrig.

„Ja, weiter kommen wir wohl heute nicht“, stellte der Pfarrer fest und schaute auf die Uhr. „Ich weiß, worauf ihr alle wartet: daß wir alle zusammen, Eltern, Schüler und Lehrer, ein Lied anstimmen.“

Das taten wir dann auch, und alle, die nicht zeigen wollten, daß sie gerührt waren, schauten auf den Boden, als sie sangen.

Ulli und ich schauten in die Luft, wo wir am nächsten Tag fliegen würden. Auf dem Weg nach Afrika.

„Und jetzt“, sagte der Rektor, „wünsche ich allen recht schöne Ferien.“

Daraufhin gab die ganze Schule den berühmten Ferienschrei von sich, daß die Fensterscheiben nur so zitterten. Dieses Jahr war das Geschrei so laut, daß die Scheiben des Musikzimmers sogar zersprangen, aber was machte es uns schon. Ulli und ich hatten ja nichts mehr mit dieser alten verschimmelten Schule im Sinn.

Keiner hatte so viel Gepäck wie wir. Zum Sterben peinlich! Schon als wir am Flughafen aus dem Taxi stiegen, trafen uns von allen Seiten höhnische Blicke. Vater lud eine Tasche nach der anderen aus. Die Leute mußten glauben, er habe mindestens hundert Anzüge, und dabei besitzt er keinen einzigen. Die Taschen waren voll Papier, Leinwand und Pinseln. Dazu kam noch seine riesige Staffelei, in ein altes, ekelhaftes Zelttuch eingewickelt. Konnte ja kein Mensch wissen, daß er Künstler ist. Bestimmt glaubten alle, daß wir nie vorher gereist sind.

Von wegen. Wo wir nicht schon überall waren.

Als wir in die große Halle kamen, legte Vater sein schreckliches Gepäck mitten auf den Boden und bat uns aufzupassen, während er sich einen Whisky holte.

Mein Vater hat unglaubliche Angst vorm Fliegen, und zur Beruhigung trinkt er vor dem Abflug immer einen Whisky. Er trinkt auch einen Whisky, wenn er ein Bild fertig gemalt hat und damit zufrieden ist. Es macht keinen Spaß, einen Trunkenbold zum Vater zu haben! Darüber haben wir in der Schule viel gehört.

Als er zurückkam, checkten wir gerade unser Gepäck ein, und standen Schlange vor einer schicken Frau in Uniform, die fragte, wo wir sitzen wollten.

„So weit vorne wie nur möglich“, bat Vater nervös.

„So weit weg von ihm wie nur möglich“, sagte ich und zeigte auf meinen Vater.

„Das kann ich gar nicht verstehen“, zwitscherte diese alberne Kuh und strahlte Vater an. Ulli und ich seufzten. Wir haben unsere Mühe, die Frauen von Vater fernzuhalten. Bei ihm werden alle schwach, wenn sie in seine grünen Augen blicken und seine dunklen Haare sehen. Erfahren sie dazu noch, daß er Witwer ist, lassen sie nie mehr locker. Wir haben ihn schon vor mancher blöden Ziege gerettet, Ulli und ich, aber leider nicht vor allen.

„Es ist doch nicht gefährlich, heute zu fliegen?“ fragte Vater einfältig.

Wir packten ihn links und rechts an den Armen und zogen ihn zur Rolltreppe.

Die Kuh in Uniform winkte ihm freundlich nach.

Als wir schließlich oben auf der Etage für Auslandsflüge am Gate 15 saßen, fühlten wir uns als etwas Besseres, denn wir wollten ja sogar bis Afrika, nämlich nach Sousse in Tunesien. Dann entdeckten wir, daß alle, die am Gate 15 warteten, nach Sousse in Tunesien flogen, und Ulli und ich waren leicht enttäuscht. Tunesien war schließlich unsere Sache.

Wir stöberten ein bißchen in unseren Brieftaschen, und ich zeigte Ulli ein Bild von Fabian Ask aus unserer Klasse. Ich hatte es selbst gemacht, von hinten, gerade als er auf ein Boot springt. Man kann aber deutlich sehen, daß es Fabian Ask ist. Ulli sagte, daß sie es schon kannte.

„Laß uns mal unsere Reisegruppe durchchecken!“ flüsterte sie. Das war eine gute Idee. Wir überprüften alle, die bei uns saßen und standen. Die meisten konnte man vergessen.

Drei kleine Kinder spielten mit alten Chips auf dem Boden und sahen ganz putzig aus, sonst waren nur Gruftis vorhanden. Nein! Plötzlich entdeckte ich einen Typ in unserem Alter, eine magere Ausgabe mit gestreiftem Pulli, rabenschwarzem Haar und braunen Augen. Er stand da, lutschte Eis und glotzte in einen Fernseher, wo gerade Werbung für schwedische Traktoren lief.

„Guck mal!“ sagte ich zu Ulli.

„Was ist los? Ich sehe nichts“, sagte Ulli und schaute mit ihren hellblauen Augen, die sogar Michael Jackson zum Erbleichen gebracht hätten, direkt auf den Typen.

Ich ließ einen tiefen Seufzer los.

„Denk an unseren Club!“

„Aber klar. Laß uns was zum Futtern besorgen.“

Es gab ein Selbstbedienungscafé, wo man Tabletts vor einem Glaskasten mit Brötchen und Kopenhagenern schob. Alle Reisenden, die was auf sich hielten, waren dort versammelt, um sich mit Zimtschnecken und Kaffee zu versorgen, weil sie es wohl im Ausland vermissen würden. Mein Vater saß auch da, las in einem Buch und stank nach Whisky. So was ist gar nicht lustig. Mein Vater würde nie auf die Idee kommen, solche Tabletts zu schieben, wie es richtige Familien tun.

Als Ulli und ich an die Kasse kamen, probierten wir unseren Spezialwitz. Ulli streckte zwei Kronen hin und ich sagte: „Wir hätten gern gemischtes Obst, aber nicht zu viele Melonen.“ Dann brüllten wir vor Lachen, aber die sauere Zitrone an der Kasse lachte nicht. Sie verpaßte uns zwei verschrumpelte Äpfel und eine bräunliche Banane. Sie war sicher sauer, weil sie mitten im Sommer in Schweden bleiben mußte.

Ich schaute zu Ulli, als sie ihren runzeligen Apfel kaute. Sie sieht sehr nordisch aus. Die Araber würden verrückt werden, wenn sie sie sahen. Sie hat blondes lockiges Haar, ein rundes Gesicht und große hellblaue Augen. Ich dagegen habe ein eckiges Gesicht, kurzes gerades Haar mit Strähnen und braune Augen. So hat meine Mutter Sophie auch ausgesehen, sagt mein Vater. Sie kam aus Frankreich und starb, als ich klein war.

Gerade als ich in meinen Apfel beißen wollte, rief uns eine Stimme aus dem Lautsprecher dazu auf, an Bord zu gehen. Alle Reisenden düsten wie verrückt an einer kleinen Theke vorbei und einen Gang entlang, der im Flugzeug endete. Vater, Ulli und ich ließen uns Zeit, da wir begriffen hatten, daß sowieso alle Platzkarten hatten. Ulli und ich gingen als letzte an Bord und nickten der Stewardess zu. Wir schauten durch den kleinen Spalt zwischen Flugzeug und Gangway und sahen zum letzten Mal schwedischen Boden.

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