Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Nur ein kleiner Verdacht: краткое содержание, описание и аннотация

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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„Aber du bist ja schon vergeben.“

„Na, es gibt auch noch ein paar andere edle Exemplare.“

„Und wo finde ich die?“ Susanne brach erneut in Tränen aus.

„Und ihr seid auch nicht da. Keiner ist da, um mich zu trösten oder mal in den Arm zu nehmen …“ Das brachte Karl auf eine Idee.

„Weißt du, was?“ Seine Haltung straffte sich. „Ich komme. Ja, du hast richtig gehört. Dein alter Vater kommt, um sein Mädchen zu trösten. Ich könnte eh ein paar Tage frischen Wind um die Nase gebrauchen. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“

„Ich weiß nicht, Papa, du musst nicht extra hierher kommen, nur weil ich mal wieder Liebeskummer habe.“

„Keine Widerworte. Versprochen ist versprochen. Ich nehme den nächsten Flug. Wozu hat man einen Vater?“

„Papa, das ist total nett von dir, aber ich komme schon zurecht.“

„Ich melde mich, sobald ich weiß, wann mein Flugzeug geht. Wie ist das Wetter in San Francisco?“

„Warm, vielleicht dreiundzwanzig, vierundzwanzig Grad. Aber Papa …“

„Ich ruf dich nachher wieder an. Wenn du wegmusst, schalt den Anrufbeantworter an, dann spreche ich dir meine Zeiten drauf. Also mach’s gut.“

Karl drückte die Gabel hinunter und wählte gleich wieder eine Nummer. Am anderen Ende sprang ein Anrufbeantworter an.

„Hallo Kleines. Es handelt sich um einen Notfall. Susanne hat eben aus San Francisco angerufen. Es geht ihr ganz fürchterlich. Sie hat Liebeskummer wegen irgendeines Blödmanns. Naja, und da hat sie mich gebeten, zu kommen.

Seelischer Beistand – du weißt schon. Also habe ich mich breitschlagen lassen, den nächsten Flieger zu nehmen. Mag sein, dass es übertriebene Vatersorge ist, aber sie hat so herzerweichend geweint. Ich konnte nicht Nein sagen. Bist du so lieb und buchst mir den nächsten Flug bei der Lufthansa? Ich hab mir gedacht, ich nutze die Zeit für ein paar Geschäftsbesuche und bleibe im Ganzen zwei Wochen. Ich rufe dich später an. Mach’s gut und Küsschen. Ach übrigens – zur Entschädigung lade ich dich heute Abend zum Essen ein. Du weißt schon, wo – um acht. Also bis nachher.“

Als der Flieger abhob, schloss Karl die Augen. Alles war nach Plan gelaufen. Jutta hatte zwar ein wenig gemurrt, weil er ihre Verabredungen platzen ließ, aber sie wusste, dass ihn Nörgeleien vertrieben, also hat sie keine große Sache daraus gemacht.

„In zwei Wochen bin ich wieder da, Kleines. Und ich verspreche dir, ich bring dir etwas Hübsches mit – etwas, das nur ich an dir sehen darf.“

Maggie hatte nach der Szene in der Küche noch weniger gesprochen als zuvor. Sie kam an dem Abend erst gegen Mitternacht heim. Die Abende mit Karin wurden immer lang.

„Ich fliege morgen Mittag zu Susanne“, hatte er angekündigt, als sie ins Wohnzimmer kam.

„Zu Susanne?“

„Ja, sie hat mich gebeten, ihr beizustehen.“

„Wobei?“

„Herzschmerz.“

„Dich?“

„Ja, mich. Wieso denn nicht mich? Du warst ja die letzten Male, als sie verzweifelt hier angerufen hat, nicht zuhause.“

„Wann hat sie denn angerufen?“

„Neulich abends, da hast du bereits geschlafen, und heute Nachmittag.“

„Und warum hast du mir nichts davon gesagt?“

„Sie hat mich nicht darum gebeten.“

„Du hättest es mir wenigstens erzählen können.“

„Das muss ich wohl vergessen haben.“

Maggie sah verletzt aus.

„Ich gehe ins Bett“, sagte sie.

„Mach das. Ich werde heute Nacht noch einmal im Gästezimmer schlafen. Dann hast du mehr Ruhe.“

„Wann geht das Flugzeug morgen?“

„Um zwölf Uhr vierzig.“

„Sie hat dich wirklich gebeten?“

„Ja, natürlich. Was tust du so erstaunt? Ich wüsste nicht, was daran so komisch ist, wenn eine Tochter ihren Vater um Unterstützung bittet.“

„Und wie lange bleibst du?“

„Zwei Wochen.“

„Zwei Wochen? Um unsere Tochter zu trösten?“

„Natürlich nicht. Ich habe noch ein paar geschäftliche Termine drangehängt, damit sich der Aufwand lohnt. Allein schon wegen des Jetlags.“

„Geschäftliche Termine?“

„Ja, geschäftliche Termine. Noch verdiene ich Geld, falls dir das entgangen sein sollte. Und dazu habe ich ab und zu geschäftliche Verabredungen. Aber diese Welt ist dir ja fremd.“

„Du wolltest doch, dass ich aufhöre zu arbeiten!“

„Ja und, war das etwa nicht gut? Hast du nicht ein wunderbares Leben gehabt? Ein wunderschönes Haus, ein Auto? Eine Putzfrau? Friseurtermine, Italienischkurse, Gymnastik. Passt dir irgendetwas nicht?“

„Doch, es war nur …“

„Was denn? Was gefällt dir nicht?“

„Du sagtest, mir sei die Arbeitswelt fremd, dabei wolltest du nie, dass ich arbeite.“

„Sekretärin, bei diesem verstaubten Hinterzimmeranwalt. Ich habe dich da rausgeholt. Also was wirfst du mir vor?“

„Nichts.“

Pause.

„Soll ich dich morgen fahren?“, fragte Maggie.

„Ich bitte darum. Der Flieger geht um zwanzig vor eins, das heißt, wir müssen um zehn Uhr hier los. Und mach dir keine Mühe mit dem Frühstück. Ich will nichts essen. Ich habe nämlich verdammt schlimme Magenschmerzen.“

„Seit wann?“, fragte Maggie.

„Seit irgendwann.“

„Trotzdem fährst du weg?“

„Ich fahre unter anderem deshalb weg.“

„Verstehe ich nicht.“

„Gib dir keine Mühe. Gute Nacht.“

Sein Oberbauch schmerzte heftig. Die Tropfen zeigten keinerlei Wirkung. Kurz nach dem Start rief Karl die Stewardess und bat um ein trockenes Brötchen. Dazu bestellte er einen Pfefferminztee. Kaum hatte er beides intus, kam es ihm wieder hoch. Er rannte auf die Bordtoilette und übergab sich.

„Alles in Ordnung?“, fragte die Stewardess, als er aus der Toilette kam.

„Es geht schon wieder.“

Für den Rest des Fluges lehnte er weitere Mahlzeiten ab. In San Francisco würde er einen Arzt aufsuchen und sich einer Blutuntersuchung unterziehen. Dann würde man sehen.

„Flugangst?“, fragte der schmächtige Herr neben ihm.

„Keineswegs. Nur zu wenig gegessen“, antwortete Karl.

„Das muss Ihnen nicht peinlich sein“, sagte sein Nachbar.

„Das betrifft mehr Menschen, als man glaubt. Aber die meisten sprechen nicht darüber. Lieber bezwingen sie die Angst mit einer Flasche Wodka. Sie schämen sich …“

„Mit mir ist alles in Ordnung“, wiederholte Karl.

„Ich habe bloß leichte Magenschmerzen.“

„Es gibt Seminare, in denen man lernt, seine Flugangst zu besiegen.“

Karl schloss die Augen und versuchte zu schlafen. Der Mann neben ihm plauderte weiter, und wenn man nicht zuhörte, verwoben sich seine Worte mit dem tiefen Brummen der Düsen zu einem angenehm ermüdenden Klangteppich.

Schweißgebadet erwachte er aus seinem Nickerchen. Sein Nachbar reichte ihm ein Erfrischungstuch.

„Jaja, diese Angst verfolgt einen bis in den Schlaf. Glauben Sie mir.“ Er beugte sich zu Karl hinüber.

„Ich weiß, wovon ich spreche. Ich …“ Jetzt senkte er die Stimme.

„Ich hatte selbst einmal Flugangst. Aber die Betonung liegt auf ‚hatte’, denn ich bin sie los. Weg!“ Er schnipste mit den Fingern.

„Wie weggeblasen.“ Karl erhob sich leise stöhnend.

„Verschonen Sie mich mit Ihren Weisheiten!“

Mit weichen Knien wankte er in den Waschraum, wo er sich wieder erbrach. Dieses Mal kam nur bräunlicher Schleim. Er hatte seit gestern Abend, nachdem er sich mit Jutta noch für zwei Stunden bei Da Pasquale getroffen hatte, nichts mehr zu sich genommen. Außer dem Brötchen und dem Tee vorhin. Am Essen konnte es nicht liegen. Sein Hemd war unter den Achselhöhlen und am Rücken völlig durchnässt. Er versuchte, es auszuziehen, um sich frisch zu machen, aber die Kabine war zu eng, und er bekam wegen der Magenkrämpfe kaum Luft. Erschöpft sank er auf die Toilette, als es wieder klopfte.

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