Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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Auf dem Heimweg murmelte er ununterbrochen die sieben Schwertworte des Jungvolks: „Jungvolkjungen sind hart. Jungvolkjungen sind tapfer. Jungvolkjungen sind gehorsam. Jungvolkjungen sind gerade und treu. Jungvolkjungen sind schweigsam und wahr. Jungvolkjungen sind Kameraden. Jungvolkjungen Höchstes ist die Ehre.“ Das machte ihn ruhiger.

Jeder hatte seine Erinnerungen, aber damit musste man allein fertigwerden. Es half nichts, anderen in den Ohren zu liegen. Im Gegenteil, oft trat man mit solchen Geschichten ganze Lawinen von Kriegserinnerungen los, die man sich lieber nicht antun wollte. Eine grausamer als die andere. Auf Trost war nicht zu hoffen.

Wieder im Wohnzimmer streckte er sich auf dem Sofa vor dem Fernseher aus. Nach einer Weile kam Maggie. Sonst nahm sie meist an seinem Fußende Platz. Diesmal setzte sie sich in einen Sessel.

„Sag mal, Maggie. Gibt es eigentlich irgendetwas, das du für den Winter brauchst?

„Nicht, dass ich wüsste.“

„Etwas für die Küche oder für das Haus?“

„Nein.“

„Na komm, irgendetwas wird dir doch einfallen. Eine neue Kaffeemaschine vielleicht. Da gibt es jetzt welche, die machen sogar Espresso.“

„Na, der wird den beim Italiener wohl kaum ersetzen können.“

„Oder etwas für das Bad – neue Matten vielleicht. Du wolltest doch mal auf Rot umstellen, oder?“

„Ich habe neulich im Ausverkauf rote Matten gekauft. Ich muss sie nur waschen, dann lege ich sie aus.“

„Nun mach es mir doch nicht so schwer. Sag mir einfach, womit man dir eine Freude machen kann.“

Maggie schwieg eine Weile. Dann sagte sie: „Ich möchte einen Nerzmantel.“ Karl zog die Brauen hoch.

„Wie bitte?“

„Einen Nerzmantel“, sagte Maggie ein zweites Mal, ohne dabei ihren Blick von der Mattscheibe zu wenden oder auch nur mit der Wimper zu zucken.

„Also, findest du das nicht ein bisschen …“ Karl suchte nach dem richtigen Wort. „Unangemessen? Einfach so, einen Nerzmantel?“

„Du hast mich gefragt, womit du mir eine Freude machen kannst, und ich habe dir geantwortet.“

Ein Nerzmantel.

Zum Sonntagskrimi verzog Karl sich in sein Büro. Ihm ging die frostige Stimmung auf die Nerven. Der nette Kommissar, der ihn immer ein wenig an seinen Lehrer aus der achten Klasse, Herrn Hirschmeier, erinnerte, musste einen Mord lösen. Ein Geschäftsmann war tot in seinem Ferienhaus gefunden worden. Die Todesursache deutete zunächst auf Herzinfarkt hin, aber die Obduktion gab den Ermittlern ein Rätsel auf. Der Mann war offenbar vergiftet worden. Schleichend. Aber womit? Und von wem? Es folgte die langwierige Spurenlegung des Regisseurs: Sein Partner hätte es sein können, weil der dunklen Geschäften nachging, denen der Tote auf die Schliche gekommen war. Sein Bruder kam ebenfalls infrage, weil er mehr Anteile an der Firma forderte. Eine weitere Spur führte ins unvermeidliche Prostituiertenmilieu, in dem sich der Ermordete aufgrund seiner bisexuellen Veranlagung herumtrieb.

Am Ende war es seine Frau gewesen, die ihren Mann schon seit langem mit einem anderen betrog, aber nicht auf das Geld verzichten wollte.

Mitten in der Nacht erwachte Karl wegen seines Magens. Er nahm sich vor, am nächsten Tag bei der Apotheke vorbeizufahren und Tabletten zu kaufen. Etwas für die Verdauung konnte sicher nicht schaden. Als er nach einer Stunde immer noch nicht eingeschlafen war, zog er mit seinem Bettzeug in das Gästezimmer auf halber Treppe. Der Mond schien durch das schräge Fenster und erhellte den Raum. An der Schräge hing ein Poster aus Andreas Jugendzeit. „El Pueblo Unido Jamas Sera Vencido“ stand in großen schwarzen Buchstaben auf dem vergilbten Plakat. Darunter sah man einen Menschenzug – lauter schwarze Silhouetten. Andrea hatte es aus Spanien mitgebracht. Mein Gott, dieses Mädchen. Wie viel Energie hatte er in sie gesteckt. Sie war anfangs wirklich nicht die Schnellste gewesen. Manchmal saß sie da, den Mund leicht geöffnet, und schaukelte mit ausdruckslosem Gesicht vor sich hin. Bei diesem Anblick konnte einem angst und bange werden. Meistens genügte es, sie streng zu ermahnen, aber manchmal musste er sie regelrecht anbrüllen, damit sie aufwachte. Wenigstens kam sie in der Schule einigermaßen mit, nur fehlte ihr jeder Sinn für Logik. Er versuchte es mit Denksportaufgaben: „Bauer Huber hat sein Obst in drei Kisten einsortiert. In der einen sind nur Äpfel, in der anderen sind nur Birnen, und in der letzten sind sowohl Äpfel als auch Birnen drin. An allen drei Kisten ist jeweils ein Schild angebracht, welches den Inhalt der jeweiligen Kiste angibt. „Äpfel“ steht auf dem Schild, das an der Apfelkiste hängt, „Birnen“ steht auf dem Schild an der Birnenkiste, und „Äpfel und Birnen“ ist auf dem Schild an der Kiste mit den Äpfeln und Birnen zu lesen. Nun kommt der freche Hans und vertauscht zwei Schilder miteinander.

Wie kannst du jetzt herausbekommen, welche Früchte in welcher Kiste sind, ohne hineinzusehen? Dazu darfst du zweimal je eine Frucht aus zwei verschiedenen Kisten nehmen. Du darfst aber nicht herumwühlen und fühlen.“ Sie schaute ihn an.

„Denk nach!“

Panik in ihren Augen.

„Jetzt schalte dein Gehirn ein.“

Sie konnte einen zur Weißglut treiben.

Noch schlimmer war es mit dem räumlichen Denken. Wie oft hatte er versucht, sie mit einfachen Streichholzaufgaben zu fördern. Er legte aus zwölf Hölzern ein Quadrat, das aus vier gleich großen Quadraten bestand. Nun sollte sie drei Hölzchen so umlegen, dass drei Quadrate entstanden. Als sie nach fünf Minuten noch immer keine Lösung wusste, wischte er die Hölzchen vom Tisch.

Das musste sie von ihrer Mutter haben, die hatte es auch nicht mit der Logik. Im Gegensatz zu ihm war es Maggie ganz recht, dass Andrea keine Überfliegerin war.

„Sie muss doch kein Abitur machen, sie kann doch auch eine Lehre machen, zum Beispiel als Krankenschwester.“

„Dann heiratet sie mit achtzehn und hat mit zweiundzwanzig vier Kinder. Ist das das Schicksal, das du dir für deine Tochter wünscht?“

„Es reicht doch, wenn Susanne Karriere macht. Die hat das Talent dazu. Aber Andrea? Das kann man doch nicht erzwingen.“

Von wegen.

Er entwickelte ein straffes Programm, das seine Tochter auf Kurs halten sollte. Das wichtigste war Sport. Wer Sport trieb, kam nicht auf dumme Gedanken. Er entschied sich für Schwimmen. Natürlich hatte er nicht die Zeit, sich selbst darum zu kümmern, das war Maggies Aufgabe. Sie meldete das Mädchen im Schwimmkurs an. Damals war Andrea vielleicht neun. Zwei Mal wöchentlich am Anfang, später wurden daraus drei bis vier Trainingsstunden. Gut, sie hatte kein herausragendes Talent, aber für ein paar Regionalwettbewerbe und Urkunden reichte es. Und sie war versorgt. Nach der Grundschule hatte man ihnen geraten, Andrea auf die Realschule zu geben, aber da machte er nicht mit. Das Mädchen wurde auf dem Gymnasium angemeldet, und zu den Schwimmstunden kamen Nachhilfestunden. Keine einfache Zeit, denn Andrea wurde mit den Jahren immer eigenwilliger. Sie zog sich zurück, sprach nur wenig und las überwiegend. Er sorgte sich um ihre Entwicklung und meldete sie bei den Pfadfindern an. Erst Monate später erfuhr er, dass sie dort nie aufgetaucht war. Nun begann eine schwierige Zeit, die darin mündete, dass Karl Andrea mit sechzehn in ein Internat steckte. Von da an war der Kontakt zwischen Eltern und Tochter fast gänzlich erkaltet. Andrea hatte oft keine Lust, in den Ferien nach Hause zu kommen, und die Eltern hatten kaum Zeit, sie zu besuchen. Einmal sahen sie sich über ein Jahr nicht. Aber gut, am Ende schaffte sie ihr Abitur, und heute war sie erfolgreich an der Uni. Sie hatte eine feste Anstellung und ein gutes Auskommen. Wenn er sie nicht unterstützt hätte, wäre sie wahrscheinlich wirklich Friseuse geworden, wie Maggie vorausgesagt hatte. Gut, sie hatte immer noch ein paar Eigenarten, die ihn befremdeten. Ihr Männergeschmack, oder ihr Fimmel mit den Strichlisten. Offenbar erfasste sie das halbe Leben per Statistik. Aber was kümmerte ihn das, sie war nicht zurückgeblieben, und darauf kam es an.

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