Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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Am nächsten Morgen verabschiedete sich Maggie Richtung Stadt, um ein paar Besorgungen zu machen. Karl hatte schlecht geschlafen. Seine Magenschmerzen wurden immer heftiger.

Auf dem Weg zur Krankengymnastik hielt er an der Apotheke. An der Ladentür stieß er mit seiner Frau zusammen.

„Was machst du denn hier?“

„Ungeziefer-Vernichtungsmittel.“

Sie hielt eine Plastikdose mit rotem Etikett in die Höhe.

„Das hätte ich dir doch auch mitbringen können.“

„Ich wusste ja nicht, dass du zur Apotheke fährst.“

„Du hättest mich ja fragen können.“

„Schon gut – mach du deine Besorgungen, ich mach meine.“

Sie ging an ihm vorbei.

„Bis nachher dann.“

Karl kaufte Tropfen gegen seine Magenschmerzen und Früchtewürfel für die Verdauung. Beides nahm er noch in der Umkleidekabine der Krankengymnastin ein. Ihn langweilten diese Stunden. Die sanfte Art der Therapeutin und die minimalistischen Übungen gingen ihm auf die Nerven. Er beschloss, nach dieser Stunde Schluss zu machen. In derselben Zeit konnte er im Fitnessstudio das Zehnfache schaffen.

Zuhause war Maggie in der Küche dabei, Kartoffeln zu zerdrücken, als er hereinkam.

„Ich habe uns Blaubeeren zum Nachtisch mitgebracht.“

„Gut, ich werde sie in den Joghurt mischen.“

Sein Blick fiel auf das Insektenschutzmittel.

„Parakill Plus“ gegen kriechende Insekten, stand auf der Dose.

„Musste es denn gleich die chemische Keule sein?“, fragte er. „Frag mich vorher. Wozu hast du einen Experten im Haus?“

„Alles andere bringt nichts“, sagte Maggie.

„Also gesund ist das nicht.“

„Soll es ja auch nicht sein.“

Maggie nahm ihm das Mittel aus der Hand. „Lass das mal meine Sorge sein.“

Sie stellte die Dose oben in den Schrank.

Nach dem Essen setzten die Magenschmerzen wieder ein. Karl nahm seine Tropfen und verzichtete auf den Nachtisch.

„Jetzt habe ich die ganzen Blaubeeren in den Joghurt gemischt.“

„Ich kann nicht mehr – iss du meinen Teil.“

„Nein, danke“, wehrte Maggie ab, als er ihr sein Glasschüsselchen rüberschob.

„Komm schon – du magst doch Blaubeeren so gern.“

„Nein.“

Maggie schob die Schüssel erneut weg.

„Ich stell ihn in den Kühlschrank. Dann kannst du ihn zum Tee oder zum Abendbrot essen. Ich bin heute Abend nicht da.“

„Wo gehst du denn hin?“

„Ich treffe mich mit Karin. Dein Essen ist schon vorbereitet.“

Sie räumte den Tisch ab, und Karl ging nach oben, um sich ein wenig hinzulegen. Er wollte Maggie nicht bei ihrem Mittagsschlaf stören und wählte wieder das Gästezimmer. Eine Wärmflasche auf dem Oberbauch sollte ihm Linderung verschaffen. Während er sich auf seinen Magen konzentrierte, schraubte sich ein Gedanke in seinen Kopf, ganz langsam, Windung für Windung.

Was hatte es eigentlich mit diesem Ungeziefer-Gift auf sich? Normalerweise war er für diese Dinge zuständig. Schließlich war er immer noch Chemiker, auch wenn er zum letzten Mal vor zwanzig Jahren ein Labor von innen gesehen hatte. Maggie hatte irgendetwas von Blattläusen erzählt. Aber dafür gleich eine ganze Dose Gift? Das war doch übertrieben.

Im Flur hörte er Maggie nach oben ins Schlafzimmer gehen. Er blieb noch weitere zehn Minuten liegen, dann räumte er die Wärmflasche, die die Sache nur noch schlimmer gemacht hatte, beiseite und schlich auf Socken hinunter in die Küche. Leise öffnete er den Schrank. Die Dose stand nicht mehr an ihrem Platz. Karl durchsuchte den ganzen Schrank, die anderen Schränke, die Schubladen. Nichts. Er grübelte. Vielleicht in der Vorratskammer. Er öffnete die Tür zu dem kleinen kühlen Raum, und da stand sie. Links im Regal neben den Konserven. Karl setzte seine Brille auf und überflog die Inhaltsstoffe. Da war es: Lindan!

Ein hochgefährliches Nervengift, das nicht unumstritten war und zur Insektenvernichtung eingesetzt wurde. Karl hielt die weiße Dose gegen das Licht. Er holte einen Bleistift aus dem kleinen Becher in der Küche und markierte mit einem winzigen Punkt den Höhenstand des Pulvers. Dann stellte er die Dose zurück, ging in die Küche und trank fast einen Liter Milch. Das hatte er zuletzt als kleiner Junge gemacht. Er überlegte. Maggie hatte das Insektizid heute gekauft. Er hatte aber bereits seit drei Tagen Magenbeschwerden. Gab es überhaupt einen Zusammenhang? Er wollte sich gerade beruhigen, als ihm das Taubengift einfiel, das er im Frühjahr über einen ehemaligen Arbeitskollegen illegal erworben hatte. Es war nur eine sehr kleine Dose voll mit Blausäure in Pulverform, die er dem Mais untergemischt hatte. Klein, aber höchst wirkungsvoll. Die Tauben lagen zwei Tage später tot im Vorgarten. Wo hatte er die Dose gelagert? In der Garage oder draußen im Schuppen? Er zog sich Schuhe und Jacke an und machte sich auf die Suche. In der Garage fand er sie nicht. Und im Schuppen lagerten zwar alle möglichen Mittel gegen Wühlmäuse, Unkraut und Flohbefall bei Haustieren, aber die Blausäure war nicht dabei. Er arbeitete sich von der Vorratskammer in den Hobbykeller hinunter, ohne Erfolg. Er war sich absolut sicher, dass von dem Mittel noch ein Viertel übrig gewesen war. Genug, um einem ausgewachsenen Mann erhebliche Magenbeschwerden zu verursachen. Nein, Maggie würde ihn nicht umbringen wollen. Das traute er ihr nicht zu. Aber außer Gefecht setzen, das wäre durchaus möglich. Als er aus dem Keller nach oben kam, hörte er seine Frau in der Küche hantieren.

„Lass mich das Wasser aufsetzen“, sagte er beim Hereinkommen.

„Von mir aus.“ Sie trat zur Seite. „Die Teebeutel sind schon in der Kanne.“

Karl füllte das Wasser aus der Leitung in den Kocher. Dann nahm er die Teekanne, entfernte die Teebeutel und hielt sie Richtung Fenster, mit der Öffnung ins Licht.

„Was machst du da?“, wollte Maggie wissen.

„Ablagerungen“, murmelte er. „Es bilden sich immer diese Ablagerungen, die den Tee bitter machen.“

„Willst du vielleicht jetzt deine Nachspeise essen?“

„Nein, danke. Nimm du sie doch.“

„Nein. Ich muss auf meine Figur achten.“

„Dann lass uns teilen. Jeder eine Hälfte.“

„Nein. Ich möchte nicht.“

„Komm schon, Maggie. Tu mir den Gefallen.“

„Karl, ich will nicht.“

Er nahm den Joghurt aus dem Kühlschrank und holte zwei Teelöffel aus der Schublade.

„Hier.“ Er reichte ihr einen der beiden Teelöffel. „Du isst jetzt diesen Joghurt mit mir. Erst du, dann ich.“

„Karl, was soll denn das? Ich möchte keinen Joghurt essen.“

„Ich befehle es dir. Iss.“

Maggie traten die Tränen in die Augen.

„Du bist gemein.“

„Iss.“

Sie nahm den Löffel und tauchte ihn in die weiße Masse.

„Ja, gut. Mund auf und rein damit.“

Maggie weinte fast, während sie den Löffel zum Mund führte.

„Sehr schön. Und nicht vergessen zu schlucken.“

Sie würgte.

„Na komm. Noch einen.“

Maggie warf den Löffel in die Spüle und rannte aus der Küche. Kurz darauf knallte die Haustür.

Das Telefon klingelte.

„Hallo Papa.“ Ersticktes Weinen am anderen Ende.

„Susanne.“

„Ach, Papa. Es ist alles so schrecklich.“

„Na komm, so schlimm kann es doch nicht sein“, sagte Karl, während er von einem Magenkrampf gepeinigt wurde.

„Er hat mir von sich aus gestanden, dass er verheiratet ist. Und er wird sich auch nicht scheiden lassen. Er hat kleine Kinder und will keine neue Frau.“

„Hab ich dir doch gleich gesagt.“ Karl hielt sich die Hand auf den Bauch.

„Der geht doch nicht vom Regen in die Traufe. Der will einfach ein bisschen Spaß.“

„Warum sind bloß alle Männer Egoisten?“, weinte Susanne.

„Nicht alle, Susanne.“

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