Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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„Denn reißen Sie sich ma’ los.“

Karl winkte. Maggie winkte.

Danach lief alles wie geplant, bis zu dem Tag seiner Abreise. Er wollte zusammen mit seinem Kollegen Peter Reisfeld abhauen. Dessen Frau wartete bereits mit den beiden Kindern in München. Peter hatte eine EMW – das Ganze sollte nach einem Tagesausflug aussehen. An der Grenze wurden sie von Soldaten angehalten. Ausweise, Motorrad-Papiere.

„Wo wollen Sie denn hin?“

„Och, nur eine kleine Tour nach Westberlin.“

„Einkaufen?“

„Nö, Kaffee trinken und Mädels gucken.“

„Machen Sie mal die Seitentasche auf.“

Peter Reisfeld zuckte leicht zusammen. Er bückte sich und öffnete den Riemen der Ledertasche, die seitlich an dem Sozius hing. Er nahm eine Tageszeitung heraus.

„Sonst nichts?“, wollte der Beamte wissen.

„Nein, nichts“, stammelte Peter Reisfeld. In diesem Moment wusste Karl, dass Peter einen Fehler gemacht hatte. Der Beamte beugte sich hinunter und ließ seine Hand in die Tasche gleiten. Nichts. Karl wollte erleichtert aufatmen, als der Beamte anfing, ihn und Peter Reisfeld abzuklopfen. In Peters Jacke knisterte es. „Ziehen Sie mal die Jacke aus“, forderte der Beamte Peter Reisfeld auf.

„Warum denn?“

„Fragen Sie nicht blöd, machen Sie, was ich Ihnen sage.“

Peter Reisfeld zog seine Jacke aus, und der Beamte tastete das Futter ab. Dann rief er einen Kollegen:

„Hans, bring mal ne Schere raus.“ Hans kam mit einer Schere, und der Beamte zerschnitt das Futter. Peter Reisfeld protestierte, aber da zog der Beamte auch schon einen dünnen Stapel Papiere aus dem Jackeninneren hervor.

„Und was ist das?“

„Keine Ahnung“, log Peter Reisfeld, aber Karl erkannte auf den ersten Blick, dass es sich um Laborauswertungen handelte. Er stöhnte innerlich auf und überlegte blitzschnell, was zu tun sei.

„Dann kommen Sie mal beide mit“, raunzte der Beamte sie an. Peter sah Karl verzweifelt an, aber der zuckte nur mit den Schultern. Die drei Männer wandten sich zum Gehen, da sprang Karl auf das Motorrad, der Schlüssel steckte noch, trat das Gaspedal los und raste wie ein Blitz davon. Es war seine einzige Chance, hier noch wegzukommen. Er musste das Überraschungsmoment nutzen.

„Stehenbleiben, oder ich schieße!“, hörte er noch hinter sich. Aber er war schon zu weit weg. Sie konnten ihn nicht mehr erwischen.

Peter Reisfeld musste für vier Jahre in den Bau. Seine Frau ließ sich in der Zwischenzeit von ihm scheiden und heiratete einen Arzt in München. 1963 wurde er aus der DDR abgeschoben. Soweit Karl gehört hatte, war er nach Spanien ausgewandert.

Für Karl ging alles gut. Nach sieben Stunden Fahrt durch Sturm und Regen kam er in München an. In einem Auffanglager am Stadtrand fand er seine Maggie. Er brauste mit dem neuen Motorrad in den Hof der ehemaligen Kasernen und rief: „Maggie Marchwicz – komm heraus und heirate mich!“

Fenster gingen auf, Gesichter starrten auf ihn hinab, einige lächelten. Dann tauchte Maggies kleines Gesichtchen hinter einer dicken, teigigen Frau auf. Sie winkte ihm zu, verschwand von der Bildfläche und war in weniger als einer Minute unten in der Tür. Karl breitete seine Arme aus, und Maggie flog ihm entgegen. Sie hatten so viel Hoffnung in ihre Zukunft.

Das Drücken in seinem Oberbauch war schlimmer geworden. Karl schenkte sich einen weiteren Magenbitter ein und ging nach oben ins Badezimmer. Er hatte sich gerade bettfertig gemacht, als das Telefon durch die Stille des Hauses schrillte. Um diese Zeit? Das konnte nur Susanne sein! Jeden anderen hätte er durch den Hörer angebrüllt, aber Susanne konnte er nicht böse sein.

„Na, mein Schatz?“, sagte er, nachdem er den Hörer abgenommen hatte.

„Hallo Papa, ich hab dich doch nicht geweckt, oder?“

„Nein, nein. Ich bin doch kein Opa, der um zehn schlafen geht.“

„Wie geht’s?“

„Gut, und selbst? Was liegt dir auf der Seele? Du rufst doch nicht einfach so an, um deinen alten Vater zu fragen, wie es ihm geht, oder?“

„Schläft Mama schon?“

„Ja, die schläft schon.“

„Okay, dann rufe ich morgen noch mal an – du bist sicher auch müde und willst ins Bett.“

„Nicht die Bohne“, log er und unterdrückte ein Gähnen.

„Du kannst mir ruhig sagen, was los ist.“

„Ach, nichts. Frauensache …“

„Ach, geht es mal wieder um einen Mann?“ Karl seufzte.

„Ja, so ähnlich.“

„Wer ist es denn?“

„Kennst du sowieso nicht.“

„Und wo liegt das Problem? Vielleicht kann dir dein alter Herr ja mit einem Rat helfen. Immerhin habe ich ein paar Jährchen mehr Lebenserfahrung auf dem Buckel als du.“

„Danke, Papa, aber ich glaube nicht, dass du mir da weiterhelfen kannst. Obwohl …“ Einen Moment lang hörte Karl nur das Rauschen in der Leitung.

„Du, Papa, darf ich dir mal eine Frage stellen?“

„Ja, natürlich.“

„Es ist aber etwas Privates.“

„Nur zu.“

„Unter welchen Umständen hättest du die Mama betrogen?“

Karl schluckte.

„Was ist das denn für eine Frage?“

„Ich kann es auch anders formulieren. Wenn du die Mama mit einer anderen betrogen hättest, wäre es dann deshalb gewesen, weil du sie nicht mehr geliebt hättest? Oder hättest du es zu deinem reinen Vergnügen getan?“

Karl überlegte einen Moment.

„Ich hätte es wahrscheinlich zu meinem reinen Vergnügen getan.“

„Und hätte es trotzdem passieren können, dass du dich in eine andere verliebt und die Mama und uns verlassen hättest?“

„Kann ich mir nicht vorstellen. Wieso?“

„Nur so.“

„Nee, mein Schatz, so kommst du mir nicht davon. Wieso willst du das wissen?“

„Kannst du dir das nicht denken?“

„Keine Ahnung.“

„Komm, Papa, jetzt stell dich doch nicht so dumm an.“

„Jetzt hör mir mal gut zu, Susanne – es gibt bestimmte Dinge, die gehen nur deine Mutter und mich etwas an.“

„Papa!“ Susannes Stimme unterbrach seinen Vortrag.

„Ich habe ein Verhältnis mit einem Mann, der verheiratet ist.“

Mein Gott. In Gedanken schlug er sich mit der flachen Hand vor die Stirn.

„Herrje, sag das doch gleich!“

„Diesmal ist es der Richtige, Papa. Ich weiß es.“

„Ach, und woher weißt du das so genau?“

„Alles passt. Er ist erfolgreich, sieht großartig aus und ist sehr großzügig. Außerdem …“

„… ist er verheiratet. Das ist allerdings ein Handicap.“

„Aber warum betrügt ein Mann seine Frau? Doch nur, wenn er sich von ihr nicht mehr geliebt fühlt.“

„Oder weil er ein bisschen Spaß braucht. Vielleicht wächst ihm die Sache zuhause über den Kopf. Zwei kleine Kinder, die ständig schreien, eine Frau, die keine Zeit mehr hat, sich um ihn zu kümmern, Schulden auf dem Haus, ein Chef, der mehr Einsatz verlangt. Was macht er überhaupt beruflich?“

„Er ist Coach.“

„Aha. Und in welcher Sportart?“

„Nicht im Sport. Im Management.“

„Wer braucht denn so etwas?“

„Manager zum Beispiel. Er berät Führungskräfte oder solche, die es werden wollen. Das heißt, er trainiert sie mental für ihre neue Aufgabe.“

„So ein Quatsch. Wenn die erst für ihre neue Aufgabe trainiert werden müssen, sind sie doch ohnehin nicht geeignet. Das kann ich dir gleich sagen.“

„Das ist kein Quatsch, Papa. Das ist ein anspruchsvoller Job, bei dem man bis zu hundert Dollar in der Stunde verdient.“

Karl war zu müde, um sich auf eine Diskussion einzulassen.

„Und, hat er dir schon sein Leid geklagt?“

“Inwiefern?“

„Na, dass seine Frau keine Zeit mehr für ihn hat, dass er einsam ist, keine Liebe mehr bekommt, sich scheiden lassen will und all das Gefasel?“

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