Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Nur ein kleiner Verdacht: краткое содержание, описание и аннотация

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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„Wohl länger nicht zum Zuge gekommen, was?“

„Kann man so sagen“, stöhnte Herr Schöneich.

„Tja, das hätte ich Ihnen gleich sagen können. Wenn erst das erste Kind auf der Welt ist, hat der Spaß ein Ende.“

Er verschaffte Herrn Schöneich einen Kongress in Thailand, aber für diesen Mann gab es keine Rettung. Er kehrte mit einer hübschen Thailänderin zurück, reichte die Scheidung ein und heiratete erneut. Er kapierte nicht, dass eine Ehe eine Sache und Spaß eine andere Sache waren.

Nachdem er sich auf seinen kleinen erfolglosen Streifzügen durch Vancouver auch sein zweites Paar Schuhe gänzlich ruiniert hatte, verbrachte er die letzten zwölf Stunden bis zu seinem Rückflug in seinem Hotelzimmer. Er zappte durch die Fernsehprogramme, schaute sich ein, zwei Bezahlfilme an, aber seine Stimmung blieb auf dem Niveau des Wetters. Und der süßliche Duft, der aus der Bäckerei über die surrende Klimaanlage in sein Zimmer drang, machte die Sache nur noch unerträglicher.

Wie erlöst sank er in die weichen Polster der Businessklasse der Lufthansa. Er schloss die Augen und atmete tief durch. Aber der Geruch von Gebäck verfolgte ihn immer noch.

„Darf es etwas zu Knabbern sein“, fragte eine freundliche Stimme. Karl schlug die Augen auf und schaute direkt in ein Körbchen mit kleinen Brötchen.

„Ganz frisch gebacken“, warb die Stimme.

„Nein, danke“, sagte Karl und unterdrückte ein Würgen. „Haben Sie auch etwas Schärferes?“

„Zum Essen oder zum Trinken?“

Karl schaute auf und blickte in die strahlendsten blauen Augen, die er je gesehen hatte.

„Wenn Sie mich so fragen“, sagte er, „am liebsten zum Anfassen.“

Die Stewardess lachte. „Wie wäre es damit?“, fragte sie und hielt ihm ein warmes Frotteetuch hin. „Ist zwar nicht scharf, aber fasst sich gut an.“

Karl nahm das Tuch und wischte sich Hände und Gesicht ab. „Sie bringen mich ganz schön ins Schwitzen.“

„Kleine Abkühlung gefällig?“

„Einen Wodka, bitte.“

„Kommt sofort.“

Sie war deutlich jünger als er, vielleicht Ende zwanzig. Ihr blondes Haar war am Hinterkopf mit einer breiten Spange zusammengefasst. Karl fragte sich, wie es wohl offen aussah. An der Art, wie sie ihren prächtigen Hintern in Richtung Kabine bewegte, vermutete er ein leichtes Spiel. Sie war kokett. An ihrem Finger war kein Ring. Wahrscheinlich war sie nicht einmal gebunden. Zu viel unterwegs.

„Wo leben Sie?“, wollte er wissen, als sie ihm den Wodka auf Eis eingoss.

„In der Luft, zumindest die meiste Zeit.“

„Harter Job?“

„Mir macht es Spaß. Man sieht viel von der Welt.“

„Wenig Freunde.“

„Es geht.“

„Keinen Mann.“

„Im Moment nicht.“

„Und wie lange wollen Sie sich diesen Stress noch zumuten?“

„Bis mich jemand zur Landung zwingt.“

Der Rest war leichtes Spiel für Roger Rabbit. Er erkundigte sich bei der Lufthansa nach ihren Flügen und holte sie, wann immer sie in der Stadt war, vom Flughafen ab. Er mochte sie. Sie war unkompliziert, leicht zu begeistern und lachte gern. Eine Eigenschaft, die er bei Maggie stets vermisst hatte. Und: Sie hatte Spaß am Sex. Er begehrte sie, und sie genoss es. Sie liebte ihren Beruf und war viel unterwegs. Am Anfang war er ihr ab und zu nachgeflogen, und sie hatten ein paar Tage im Ausland verbracht. Doch auf Dauer sehnten sich beide nach ruhigeren Stunden. Er kaufte ihr eine Wohnung, sie wechselte auf kürzere Tages- beziehungsweise Wochenendschichten. Die ganze Geschichte spielte sich ein. Zweimal im Jahr fuhren sie für 14 Tage in den Urlaub. Das hatte sie gefordert.

„Ich will nicht jeden Morgen alleine aufwachen.“

Er musste das akzeptieren. Er hatte all die Jahre Dienstreisen unternommen, da fiel die eine oder andere zusätzliche nicht auf. Jutta wusste von Anfang an, dass er eine Frau für gewisse Stunden suchte und keine neue Ehefrau. Das hatte er gleich klargestellt, und sie verstand es. Alles war unkompliziert und wunderbar aufeinander abgestimmt.

Bis heute. Besser gesagt bis gestern Abend.

Karl steckte die Fotografie in den Rahmen hinter das Bild zurück und hängte es auf. Nein, wenn Maggie das Foto gefunden hätte, hätte sie es sicher an sich genommen, als Beweisstück. Er hatte nicht die geringste Idee, wie sie ihm auf die Schliche gekommen war, aber der Gedanke, dass sie in seinem Büro geschnüffelt hatte, machte ihn wütend.

Von nun an würde er abschließen.

Sein Magen knurrte.

„Gibt es heute nichts zu essen?“

„Doch, natürlich. In fünf Minuten.“

„Seit wann dauert es denn so lange, Möhrensuppe zu kochen?“

„Es dauert nicht länger als sonst, ich habe nur später angefangen.“

„Ich sterbe vor Hunger.“

„Ich tue, was ich kann“, sagte Maggie. Er war noch nicht ganz draußen, als er sie murmeln hörte: „Wenn es dir nicht gefällt …“

Karl drehte sich um. “Wie bitte?“

„Nichts …“

„Sag es ruhig!“

„Ich sagte doch, nichts“, murmelte Maggie.

„Was, wenn es mir nicht gefällt?“

„Schon gut.“ Maggie schaltete den Herd aus und füllte die Suppe in die weiße Suppenschüssel.

„Ich habe doch gar nichts gesagt.“

„Natürlich nicht. Du sagst ja nie etwas. Du deutest immer nur an. Das kennen wir ja schon.“

Schweigend löffelten sie ihre Suppe. Er schaute zu ihr hinüber. Sie starrte auf ihren Teller. Ihre Augen sahen müde aus. Nach einer Weile legte sich seine Nervosität.

„Wollen wir morgen um die Talsperre wandern?“

„Nein, lieber nicht. Ich habe Kopfschmerzen, und der Wind zieht so an den Schläfen.“

Man hörte nichts, außer dem leisen Surren der Waschmaschine im Keller.

„Ein kleiner Stadtbummel?“

„Nein, lass. Ich möchte am liebsten gar nichts unternehmen. Ich habe keine Lust. Geh’ doch alleine los.“

Karl faltete seine Serviette und legte sie neben seinen Teller.

„Ich gehe dann mal.“

„Bis dann.“

Sie fragte nicht, wohin er ging.

Karl nahm alle Kraft zusammen und trat zum neunzehnten Mal die Beinpresse – einmal noch, dann hätte er einen neuen Rekord aufgestellt. Er keuchte, als er die fünfzig Kilo Gewicht langsam zurücksinken ließ. Geschafft! Seine Beine zitterten leicht. Das waren zehn Kilo mehr gewesen als sonst.

„Na, Karl, heute gut in Form, was?“, fragte der Trainer.

„Bestens, mein Lieber“, antwortete er. „Bestens. Wollen Sie mal fühlen?“ Er spannte seinen Oberschenkel an und ließ Gerd darauf boxen.

„Nicht schlecht.“

„Nicht schlecht? Hören Sie mal, Sie junger Spund, ich bin fitter als die meisten hier im Studio.“

„Ich frage mich, warum Sie sich so quälen. Die meisten in Menschen Ihrem Alter kommen hierher, um sich fit zu halten, aber bei Ihnen könnte man meinen, Sie möchten bei der nächsten Olympiade antreten.“

„Vielleicht will ich das ja!“

Gerd lachte. „Dann sind sie aber vierzig Jahre zu spät dran.“

„Gerd, sagen Sie nie, dass es zu spät ist.“

Gerd klopfte ihm grinsend auf die Schulter, aber Karl war verstimmt. Natürlich wollte er nicht an der Olympiade teilnehmen. So ein Blödsinn. Er war eben ehrgeizig.

Er packte sein Handtuch und ging zu den Duschen.

„Tschüss.“

„Keinen Vitamindrink heute?“

„Nein, mir drückt der Magen etwas.“

„War vielleicht doch ein bisschen viel heute!“

Den Magenbitter, den Karl sich zuhause einschenkte, stürzte er in einem Zug hinunter. Maggie rumorte in der Waschküche. Als er ins Haus gekommen war, war sie mit einem Wäschekorb an ihm vorbeigehuscht, mit einem kurzen, blicklosen Gruß.

Das Abendbrot verlief zunächst ebenso schweigsam wie das Mittagessen. Wenigstens hatte Maggie diesmal pünktlich serviert. Nach dem zehnten Bissen versuchte er wieder, die Stimmung ein wenig aufzulockern. „Ist doch eine komische Vorstellung, dass wir bald Großeltern werden, findest du nicht?“

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