Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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Außerdem hatten Frauen ohnehin nur in den ersten Monaten des Kennenlernens Interesse an Sex. Es sei denn, man hielt sie auf Distanz.

Das Telefon schrillte ihn aus seinen Überlegungen.

„Hallo Papa, hier ist Andrea.“

„Andrea.“

„Ihr solltet mich doch zurückrufen.“

„Sollten wir? Davon wusste ich nichts.“

„Ich habe schon vor drei Tagen angerufen und Mama gesagt, sie soll mich zurückrufen.“

„Also mir hat sie nichts davon gesagt. Was ist denn so wichtig?“

Im Hintergrund hörte Karl das Garagentor aufgehen.

„Es ist ein Junge.“

„Was?“

„Euer Enkel. Es ist ein Junge. Ich dachte, das interessiert euch.“

Mein Gott, er wurde ja Opa! Das hatte er ganz vergessen. Maggie kam mit ihrem geflochtenen Einkaufskorb in die Diele. Karl hielt den Hörer hoch und rief:

„Es wird ein Junge, Maggie. Unser Enkel wird ein Junge.“

Maggie verzog keine Miene.

„Nun, deine Mutter nimmt diese Nachricht mit der ihr eigenen Gelassenheit auf“, sagte Karl in den Hörer. „Aber ich bin sicher, sie freut sich genauso wie ich. Nicht wahr, Maggie?“

Karl verlieh seiner Stimme ein wenig Nachdruck.

„Natürlich“, sagte Maggie und ging mit den Einkäufen in die Küche.

„Wie geht es denn der werdenden Mutter?“, fragte Karl.

„Alles bestens“, antwortete seine Tochter. „Ich frage mich nur, wann ich platze.“

Karl lachte laut.

„Und? Wann lernen wir den Vater kennen?“

„Hör auf, Papa.“

„Man wird ja wohl noch fragen dürfen.“

„Aber nicht hundert Mal dasselbe.“

„Also komm, hundert Mal. Du musst zugeben, dass es für einen Vater seltsam ist, wenn seine Tochter keinen Mann zu ihrem Kind hat.“

„Papa, vergiss es.“

„Zahlt er wenigstens Unterhalt?“

Schweigen.

„Aha, ins Schwarze getroffen! Lässt dich also einfach sitzen, der Kerl, oder was? So ein Versager. So was hätte ich nie getan.“

Schweigen.

„Wer ein Kind in die Welt setzt, muss auch die Verantwortung dafür übernehmen …“

„Er hat mich nicht verlassen.“

„Dann hast du ihn also rausgeworfen. Was war los mit ihm? Hat er Drogen genommen? Arbeitslos? Als ich mit deiner Mutter von drüben gekommen bin, hatten wir nichts. Kein Geld, kein Dach über dem Kopf, keine Eltern, die uns unterstützt haben, und ich hatte trotzdem keine Angst und habe mich nicht vor der Verantwortung gedrückt. Weil ich nämlich zwei Hände hatte, mit denen ich arbeiten konnte.“

„Ja. Du hast immer alles richtig gemacht. Das wissen wir doch.“

Hörte er da Spott?

„Stimmt doch.“

„Träum weiter, Papa. Bis bald.“

„Bis bald.“

Ganz schön frech, die Kleine. Aber so waren die Kinder. Sie mussten sich gegen alles sträuben, was aus dem Elternhaus kam, außer – Karl seufzte bei dieser Einsicht – außer es handelte sich um Geld.

„Na, dann bekommst du ja doch noch deinen Jungen“, sagte Maggie spitz, als er die Küche betrat. Karl registrierte nebenbei, dass sie dabei war, Möhren zu schälen. Es würde also Eintopf geben. Wie jeden Samstag.

„Wieso ich? Du wolltest doch unbedingt einen Jungen haben“, gab er zurück.

„Ich? Wer hat denn den Hörer aufgelegt, als das Krankenhaus anrief und sagte, es sei ein Mädchen?“

„Den Hörer aufgelegt? Wir hatten damals doch noch gar kein Telefon!“

„Ach. Und wie hast du dann überhaupt erfahren, dass Andreas eine Andrea war?“

„Ich habe in der Klinik gewartet.“

„Karl.“ Maggies Stimme hatte jetzt dieses unterdrückte Pressen, das ihr den nötigen Ernst verleihen sollte. „Du hast bei keiner der Geburten in der Klinik gewartet. Du hast dich schlafen gelegt.“

„Natürlich war ich in der Klinik. Ich weiß sogar noch den Namen der Schwester. Lucinde hieß sie.“

„Schwester Lucinde, ja, das war die Schwester in der Kinderklinik, in der Andrea dann lag.“

„In der du sie über zwei Monate lang nie besucht hast.“

„Weil ich krank war, ein Kleinkind hatte und du immer das Auto zur Arbeit mitgenommen hast.“

„Du hattest ja überhaupt keinen Führerschein. Wenn ich dir nicht das Fahren beigebracht hätte, würdest du heute noch zu Fuß gehen.“

Maggie schwieg.

„Was gibt es zu essen?“, fragte er.

„Möhreneintopf.“

„Ruf mich, wenn wir essen können. Ich bin solange in meinem Büro.“

Nachdem Karl die Bürotür hinter sich geschlossen hatte, versuchte er, Witterung aufzunehmen. Was hatte Maggie auf die Spur gebracht? Auf den ersten Blick war nichts verändert. Er nahm den Hörer vom Telefon und drückte die Wahlwiederholungstaste. 0. Das hatte er also nicht vergessen. Vorsichtig hob er die Schreibtischunterlage an. Alle Rechnungen lagen genau dort, wo er sie hinterlassen hatte. Karl hatte ein fotografisches Gedächtnis. Die Restaurantrechnungen waren nach Datum sortiert. Allerdings: Maggie war ebenfalls sehr genau. So leicht würde ihr kein Fehler unterlaufen. Er öffnete die Schubladen, alles unverändert. Er zog einen Stapel Unterlagen heraus und blätterte sie durch. Sie lagen in der Reihenfolge, an die er sich erinnerte. Sein Blick wanderte durch das Zimmer. Das Foto hinter dem New York Bild! Er hatte es hinten im Rahmen versteckt. Es zeigte ihn und Jutta auf einer kleinen Yacht auf dem Comer See. Hier verbrachten sie jedes Frühjahr zwei „Kuschelwochen“, wie Jutta es nannte. „Ti amo“, unterschrieben mit „Kleines“, stand in großen, selbstbewussten schwarzen Buchstaben hinten drauf. Es musste am Anfang ihrer Beziehung, also Ende der Siebzigerjahre, aufgenommen worden sein. Karl hatte Jutta auf einer Geschäftsreise kennengelernt, genauer gesagt im Flugzeug. Er kam von einem Kongress in Vancouver, auf dem er eine Rede über die damals neueste Generation von Anti-Depressiva halten musste. Der reinste Horror. Erst der lange Hinflug mit drei Stunden Verspätung, dann konnte er die ganze Nacht nicht schlafen. Das Hotel lag direkt neben einer Großbäckerei, in der ab vier Uhr die Öfen auf Hochtouren brummten und ab fünf die Laster zum Ausliefern an- beziehungsweise abfuhren. Dazu der Jetlag. Er suchte Hilfe in der Minibar, aber auch das brachte nicht die gewünschte Nachtruhe. Die Rede am nächsten Vormittag hatte er schließlich mit zwei Wodkas über die Bühne gekriegt. Glücklicherweise gehörte ein harter Drink am Morgen damals noch zur Tagesordnung. Danach blieben sie noch zwei Tage in der Stadt, aber auch der Rest der Reise verlief mehr als unerfreulich: Auf den Straßen lagen Berge von Schnee, überall herrschte Chaos. An Vergnügen war unter diesen Umständen nicht zu denken, zumal Karls junger Begleiter, ein Forschungsassistent aus der Serologie namens Jens Schöneich, sich als Kulturbesessener entpuppte, der in seiner Freizeit ein Museum nach dem anderen abklapperte. Wenn Karl mit seinem Teamkollegen Rolf unterwegs war, ließen sie es richtig krachen. Rolf war ebenfalls verheiratet und hatte ähnliche Vorstellungen von einem gelungenen Geschäftstrip wie Karl. Aber dieses Mal war an so etwas nicht zu denken. Herr Schöneich war seit einem Jahr verheiratet und erwartete sein erstes Kind.

„Wer weiß, wie lange ich dann aussetzen muss“, sagte er augenzwinkernd zu Karl, als er am letzten Tag wieder zu einem seiner Museumsmarathons aufbrach. „Mein Junge“, sagte Karl. „Wenn Sie eine Ahnung davon hätten, wie lange Sie mit anderen Dingen aussetzen müssen, würden Sie sich nicht mit fleischloser Kunst beschäftigen.“

Herr Schöneich machte nicht den Eindruck, als hätte er verstanden, worauf Karl anspielte.

„Also dann, bis nachher.“

Ein halbes Jahr später, bei einem Abteilungsempfang, kam Herr Schöneich leicht betrunken auf Karl zu und legte ihm die Hand auf den Arm. „Herr Nienstetten, hätten Sie nicht mal wieder eine Auslandsreise für mich?“

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