Sabine Howe - Nur ein kleiner Verdacht

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Als Maggie nach vierzig Jahren Ehe herausfindet, dass Ihr Mann eine Geliebte hat, bricht ihre heile Welt zusammen.
Um einer Auseinandersetzung zu entgehen, schweigt sie. Ehemann Karl bemerkt, dass etwas nicht stimmt und flüchtet in die USA zu seiner älteren Tochter. Die ist mit dem Besuch ihres geliebten Vaters, der bei seiner Ankunft krank zusammenbricht, völlig überfordert und muss ihr Leben neu organisieren.
Mutter Maggie weigert sich, die beiden zu unterstützen und flüchtet zu ihrer schwangeren Tochter Andrea. Die weiß mit dem Besuch der Mutter, die ihr von Geburt an fremd geblieben ist, zunächst nichts anzufangen.
"Nur ein kleiner Verdacht" wirbelt alle Beziehungen in der Familie durcheinander und erzählt aus wechselnden Perspektiven von Lügen und Geheimnissen.

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Es war nicht einfach, sich in dem Wirrwarr der Stadt zurechtzufinden. Maggie brauchte fünfundvierzig Minuten für den Heimweg. Als sie zuhause ankam, war Karl noch nicht zurück.

Karl 1

Karl öffnete lautlos die Schlafzimmertür. An Maggies unregelmäßiger Atmung hörte er, dass sie nicht schlief.

Ein schmaler Lichtstrahl fiel aus dem Flur auf den Sessel neben dem Kleiderschrank. Seine Krawatten hingen über der Lehne. Maggie hatte sie nicht in den Schrank gehängt. Er zog die Tür zurück ins Schloss und ging ins Badezimmer, wo er sich die Socken von den Füßen streifte und sie in den Wäschekorb warf. Jackett, Krawatte, Hemd und Hose hängte er ausnahmsweise über den Handtuchhalter. Sein stummer Diener stand im Schlafzimmer. Die Unterwäsche landete ebenfalls im Wäschekorb. Bevor er seinen Pyjama überzog, stellte er sich auf die Waage. 82 Kilo bei 1,85 Meter Körpergröße, kein Gramm zu viel. Er betrachtete sich im Spiegel. Das Rückentraining, das er wegen seines Bandscheibenvorfalls aufgenommen hatte, hatte ihm ein paar zusätzliche Bauchmuskeln beschert, seine Arme waren ohnehin gut bestückt. Auch sein Po war für einen Anfang Sechzigjährigen einwandfrei in Form, das viele Radfahren. Er stellte sich vor die Toilette, klappte die Brille nach oben und ließ seinen kräftigen Strahl in das Wasserbecken rauschen. Danach ging er leicht in die Knie, in der Hoffnung auf einen erlösenden Furz, aber sein Darm ließ ihn im Stich.

Bevor er ins Schlafzimmer schlich, schaute er auf seine Armbanduhr: zwei Uhr morgens. Er bemühte sich, möglichst geräuschlos unter die Decke zu schlüpfen. Das Bett war frisch bezogen. Wie jeden Donnerstag. Das mochte er an Maggie. Auf sie war Verlass. Wann immer er den Kleiderschrank öffnete, stets lagen frische Unterwäsche, Socken und Hemden griffbereit. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass er das jemals beanstanden musste.

Er rollte sich auf die rechte Seite, von seiner Frau abgewandt, in seine Schlafstellung. Er konnte nicht einschlafen, wenn er jemandem zugewandt lag. Heute fand er allerdings auch auf der rechten Seite keine Ruhe.

Der Abend war wie immer ausgeklungen. Nach dem Essen bei ‚Da Pasquale’ waren sie noch in ihre Wohnung gefahren. Eine schöne Flasche Wein, ein nettes Schäferstündchen und zum Abschied einen doppelten Cognac und einen Espresso. Nein, Maggies Agententätigkeit hatte nichts an seiner Liebesfähigkeit geändert. Aber wie war sie ihm nur auf die Schliche gekommen? Woher hatte sie Namen und Adresse des Restaurants? Hatte er einen Fehler gemacht? Was hatte sie überhaupt dazu gebracht, ihm nachzuspionieren? Seiner Meinung nach hatte sie kein Recht, in seine Intimsphäre einzudringen.

Schließlich war er seiner Verantwortung als Familienoberhaupt immer nachgekommen. Hatte Maggie nicht ein schönes Zuhause? Kümmerte er sich nicht um die Finanzen? Was wollte sie mehr? Sollte er so ein Alters-Stoffel werden, der bei Regen einen karierten Hut aufsetzte? Dem seine Frau die Schuppen von den Schultern klopfte und der zum Rauchen vor die Tür ging? Er lag inzwischen auf dem Rücken, und seine Gedanken kreisten und kreisten. Mit jeder neuen Runde wurde er innerlich zorniger.

Stunden später, hinter den Vorhängen schimmerte bereits die Sonne, stand Maggie auf. Erleichtert drehte er sich auf die rechte Seite und versank in einen verschwitzen Morgenschlaf, aus dem er erst zwei Stunden später erwachte. Schon elf Uhr! Karl sprang aus dem Bett, öffnete das Fenster, atmete zehnmal tief durch und begann mit seinem Frühprogramm: fünfzig Kniebeugen und zwanzig Liegestütze, nein dreiundzwanzig. Die letzten drei waren die reinste Qual, aber es nützte nur etwas, wenn es schmerzte. Anschließend ging er unter die Dusche: Heiß, kalt, wieder heiß und zum Schluss noch einmal eiskalt.

Er rasierte sich elektrisch, cremte sein Gesicht mit einer Feuchtigkeitscreme und legte sein Rasierwasser auf. Er benutzte seit zwanzig Jahren dasselbe, ein leichter, würziger Duft, männlich und nicht aufdringlich. Im Schlafzimmer zog er eine beigefarbene Cordhose, ein braunes Hemd und einen leichten braunen Kaschmirpullover über.

Es war kühl geworden, der Winter kündigte sich an. Leichtfüßig sprang er die Treppe hinunter, offenbar etwas zu leichtfüßig, denn auf der vorletzten Stufe rutschte er aus und knallte mit voller Wucht auf seinen Steiß. Zwischen dem Bewusstwerden über das, was passiert war und dem einsetzenden Schmerz lagen zwei Sekunden, in denen ihm komplett die Luft wegblieb. Danach raste ihm ein Stich vom Rücken ins Gehirn. Ausgerechnet auf die Bandscheibe!

„Hilft mir vielleicht mal jemand?“, rief er in die Diele.

Nichts.

„Maggie!“

Keine Antwort.

Er wurde wütend.

„Maggie?!“

Mit äußerster Anstrengung zog Karl sich am Treppengeländer hoch. Gebeugt schlich er ins Wohnzimmer.

Der Frühstückstisch war gedeckt. Auf dem Stövchen stand die Glaskanne mit Tee, der schon ziemlich dunkel geworden war. Die Zeitung lag auf seinem Platz und obendrauf ein Zettel. Er bemühte sich, das leichte Beben seiner Hand zu ignorieren, als er das Papier nahm, um die Nachricht zu lesen. Die Schrift verschwamm vor seinen Augen. Mit der rechten Hand setzte er seine Brille auf. In der linken hielt er Maggies Zettel:

„Bin auf dem Markt. Komme zum Mittag zurück. Maggie“

Alles eigentlich normal, obwohl – das obligatorische Herzchen fehlte unter Maggies verschnörkelter Mädchenschrift. Er nahm Platz. Langsam ließen die Schmerzen nach, und die Spannung kehrte in seinen Körper zurück. Der Tee schmeckte bitter, und in der Zeitung stand nichts Neues. Es wurde kein langes Frühstück, und als er fertig war, konnte er sich nicht entscheiden, ob er abräumen oder alles stehen lassen sollte. Dies war eine Ausnahmesituation. In den letzten dreißig Jahren hatte Maggie bei keinem Frühstück gefehlt. Er entschied sich schließlich, die Lebensmittel wegzuräumen, aber was kam wo hinein? Er öffnete die verschiedene Tupperware, um sich zu orientieren. Maggie hatte ihre eigene Ordnung, Frauen waren in diesem Punkt empfindlich. Seine Mutter konnte es auch nicht leiden, wenn jemand ihr etwas durcheinanderbrachte. Sie war, wie Maggie, eine perfekte Hausfrau gewesen. Selbst in den schlechtesten Zeiten hatte sie zum Essen ein Tischtuch unter und Stoffservietten in Silberringen neben die Teller gelegt. „Nur, weil wir nichts zu essen haben, heißt das noch lange nicht, dass wir unsere Manieren ablegen.“ Seine Mutter hatte Stil gehabt. Zumindest in Haushaltsdingen.

Karl ließ sich Zeit beim Abräumen. Wahrscheinlich würde Maggie gleich zurückkommen und den Rest übernehmen.

Aber sie kam nicht. Unschlüssig trug er die Teetassen in die Küche, dann reichte es ihm. Wie würde sie auf gestern Abend reagieren? Würde sie ihn anschreien, ihm Vorwürfe machen? Ihn der Untreue bezichtigen? Das wäre lächerlich. Sie hatte doch selber kein Interesse mehr an Sex. Als sie noch jung war, hatte er sie begehrt. Ihre Scheu hatte ihn verrückt gemacht, er wollte sie besitzen. Sie hatte ihm willig nachgegeben, aber er hatte nie das Gefühl, dass Sex ihr wirklich etwas bedeutete. Nach den ersten aufregenden Jahren war die Luft bei beiden raus. Sie pendelten sich auf ein Minimum ein. Er machte andere, neue Erfahrungen und interpretierte ihre spröde Art nicht länger als Verheißung, sondern schlicht als Verklemmtheit. Vielleicht war sie sogar frigide. Wie sagte sein Freund Theo immer: „Auch verschlossene Schränke können leer sein.“

Aber er war ein Mann, er brauchte Sex. Erst kürzlich hatte er im Wissenschaftsteil der Tageszeitung einen Artikel über die Unterschiede von Männern und Frauen in puncto Fortpflanzung gelesen. Danach hatten Männer den Urinstinkt, ihr Erbgut so breit wie möglich zu streuen. Frauen hingegen wollten sich binden, um den Nachwuchs gut versorgt zu wissen. Wie war noch die Überschrift gewesen? „Männer sind Jäger – Frauen Sammler.“

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