Ben Lyttleton - Elf Meter

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Champions-League-Finale 2012, FC Bayern München gegen FC Chelsea, Elfmeterschießen. Wie schaffte es Torwart Petr Cech, sechsmal in die richtige Ecke zu springen? Und warum versagten auf Seiten der Bayern ausgerechnet erfahrene Spieler wie Schweinsteiger und Robben? Auf der Suche nach dem Geheimnis des perfekten Elfmeters sprach Ben Lyttleton mit Spielern, Trainern und Sportwissenschaftlern. Er erfuhr, welcher Teufel Panenka ritt, als er den entscheidenden Elfmeter im EM-Finale 1976 elegant über Sepp Maier hob. Er diskutierte mit Jens Lehmann, warum die Deutschen so gut im Elfmeterschießen sind. Und er lernte, welche körperlichen und mentalen Faktoren den Schützen beeinflussen. Gleichzeitig erzählt dieses Buch von den größten Elfmeterdramen, den sichersten Schützen, den besten Elfmeterkillern, aber auch von tragischen Helden wie Roberto Baggio, der im WM-Finale 1994 den entscheidenden Schuss vergab.

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An einem Montagmorgen im Frühjahr sind auf dem Kurs von Oceanico Victoria in Vilamoura nur wenige einheimische Golfer anzutreffen. Es ist die Zeit des Jahres, in der ambitionierte Golfer aus ganz Europa nach der monatelangen Kälte daheim an die Algarve strömen, um zwei Runden am Tag zu spielen. Im Klubhaus hört man irische, schwedische und deutsche Besucher. Das von der Sonne gesprenkelte Übungsgrün ist ein Kaleidoskop modischer Entgleisungen. Direkt dahinter, auf der Driving Range, hebt sich ein Spieler von allen anderen ab, nicht unbedingt wegen seines Schwungs, der gar nicht mal übel ist, sondern durch sein Outfit: weiße Schuhe, lindgrüne Hosen und ein lindgrün abgesetztes Navy-Shirt. Man muss schon ein ganz passabler Golfer sein, um damit durchzukommen. Oder einer der erfolgreichsten Torhüter Portugals. Ricardo ist beides. Er spielt seit fünf Jahren Golf und hat sein Handicap inzwischen auf 4 verbessert. Das Spiel, sagt er, habe ihn zu einem besseren Torwart gemacht, seine Konzentrationsfähigkeit gesteigert und ihm geholfen, sich nach einem Fehler rasch wieder zu konzentrieren.

Zum Zeitpunkt unseres Treffens ließ Ricardo gerade seine Karriere bei Olhanense an der Algarve ausklingen. Meistens saß er nur auf der Bank, was ihm zufolge daran lag, dass der Trainer sich durch seine Anwesenheit als erfahrener Spieler „mit einem gewissen Status“ bedroht fühlte, aber allzu sehr schien ihn das nicht zu bekümmern. Stattdessen arbeitete er an seinem Golfspiel und wirkte, während er ein Radler schlürfte, ganz wie ein Mann, der weiß, dass seine Karriere so gut wie vorbei ist. Ricardo ist ein Englandliebhaber. Er unterhielt sich mit mir in perfektem Englisch und wünschte, mehr Zeit in England verbracht zu haben als nur das halbe Jahr, das er 2011 bei Leicester unter Vertrag stand. Er schien durchaus gewillt zu sein, den Engländern dabei zu helfen, die Elfmeterdämonen, die er selbst ein Stück weit heraufbeschworen hatte, zu vertreiben.

Die Niederlage von 2006 war anders als die Elfmeterfiaskos, die England bis dahin erlitten hatte. Zunächst einmal verwandelten die Engländer nur einen von vier Elfmetern, ihr schlechtester Wert überhaupt. Im Halbfinale der WM 1990 gegen Deutschland sowie im Achtelfinale 1998 gegen Argentinien hatten sie immerhin noch je drei verwandelt. Zwei der Spieler, die gegen Portugal scheiterten, waren auch in ihren Vereinen für die Elfmeter zuständig: Frank Lampard und Steven Gerrard. Die Portugiesen verschossen sogar selbst zweimal, setzten sich aber trotzdem durch. Es war der absolute Tiefpunkt in der langen, traurigen Geschichte englischer Elfmeterpleiten.

Obwohl sie nach dem Platzverweis für Wayne Rooney in Überzahl spielten, machten die Portugiesen kaum Anstalten, noch in der regulären Spielzeit eine Entscheidung herbeizuführen. „Ob wir auf Unentschieden gespielt haben?“, fragte Ricardo. „Sagen wir mal so: Wir sind keine unnötigen Risiken eingegangen, denn wir waren zuversichtlich, uns im Elfmeterschießen durchzusetzen. Auch deswegen, weil wir schon 2004 gewonnen hatten. Auf den Engländern lastete ein besonderer Druck. Ich sprach vor dem Spiel mit Sven, und er meinte: ‚Ich will nicht, dass es zum Elfmeterschießen kommt, denn ich weiß, dass meine Spieler nicht gegen dich antreten wollen.‘“ Schon vor dem Anpfiff hatte der Coach der Engländer Angst vor dem Unvermeidlichen.

An unserem Tisch mit Blick auf das Übungsgrün zeigte ich Ricardo auf meinem Smartphone ein Video des Elfmeterschießens von 2006. Das war in etwa so, als würde man sich einen Film anschauen, während der Hauptdarsteller neben einem sitzt. Er machte mich auf Einzelheiten aufmerksam, die mir bis dahin entgangen waren oder unbedeutend erschienen. Andere Details, die ich für wichtig hielt, hatte er hingegen bis dahin kaum registriert.

Portugal hatte den ersten Schuss. Simão Sabrosa nahm selbstbewusst Anlauf und verwandelte gegen den englischen Keeper Paul Robinson ohne Probleme. Mit geballten Fäusten lief er zurück zum Mittelkreis. Lampard trat als Erster für England an. Zwei Jahre vorher hatte er Ricardo im Elfmeterschießen bezwungen. Mit verkniffener Miene ging er in den Strafraum und legte sich den Ball zurecht. Dann kehrte er Ricardo den Rücken zu, richtete sich den Kragen und wartete auf den Pfiff des Schiedsrichters.

„Ich wusste, dass Lampard als Erster antreten würde“, sagte Ricardo. „Er hatte seit zwei Jahren oder so keinen Elfmeter mehr verschossen. 5Bevor es losging, sagte ich zu den Jungs: ‚Wenn ich den ersten halte, haben wir so gut wie gewonnen.‘ Ich wusste, dass sie sich nicht davon erholen würden, sollte Lampard verschießen.“

Lampard schoss auf seine nicht-natürliche Seite, nach rechts unten. Ricardo tauchte in die richtige Ecke und faustete den Ball weg. Die Kameras richteten sich auf die englischen Spieler, und man sah Gerrard, scheinbar den Tränen nah, gen Himmel schauen. Als Lampard zurück Richtung Mittelkreis trottete, entging auch Ricardo diese Reaktion nicht. „Nachdem ich gehalten hatte, sah ich Ferdinand und Gerrard, die buchstäblich in sich zusammenfielen ... Sie ließen die Köpfe hängen, und ich wusste, jetzt waren wir im Vorteil. Ihr bester Schütze hatte verschossen, und sie sahen aus, als wären sie schon geschlagen.“

Bei den portugiesischen Schützen schaute Ricardo nicht aufs Tor, sondern in die Menge. Das war nicht, wie ich vermutet hatte, ein Zeichen von Nervosität, sondern von Stärke. „Als ich in die Menge blickte, sah ich den einen oder anderen portugiesischen Fan, aber ansonsten waren überall Engländer, alle in weißen Trikots. Die ganze Menge war nervös. Ich konnte sehen, was sie dachten: ‚Nicht schon wieder.‘ Das war ein weiterer Vorteil für mich. Vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber alles zählt. Solche Kleinigkeiten können einen großen Unterschied machen.“

Hugo Viana, der als Nächster für Portugal an der Reihe war, traf nur den Außenpfosten. Als er zurück zum Mittelkreis ging, lösten sich Hélder Postiga und Maniche aus der Gruppe und klatschten aufmunternden Beifall. Für mich eine bemerkenswerte und wichtige Reaktion – Ricardo nahm sie nicht einmal wahr.

Dann trat Owen Hargreaves für England an: Er legte sich sorgfältig den Ball zurecht, korrigierte mindestens dreimal, dann schoss er hart und flach auf seine natürliche Seite. Ricardo hatte die Finger am Ball, konnte ihn aber nicht abwehren. „Ich war nah dran, aber den hatte Hargreaves super geschossen.“

Nach je zwei Schüssen stand es 1:1. Als Petit das Tor verfehlte, war England dann sogar im Vorteil. Im Mittelkreis ballten die englischen Spieler die Fäuste, Ferdinand und Hargreaves riefen „Come on!“, während sie sich um den Hals fielen. Gerrard hatte nun die Chance, England in Führung zu bringen. Während er sich vom Schiedsrichter den Ball holte, legte Gary Neville im Mittelkreis Hargreaves den Arm um die Schulter und grinste ihn verschwörerisch an – ein Zeichen von Zuversicht, dass England den Fluch endlich brechen könnte.

Aber Ricardo hatte etwas dagegen. „Ich stehe hinter der Torlinie, ich habe es nicht eilig. Keine Zeitschinderei, kein Gerede. Ich habe es nicht nötig, zu Gerrard zu gehen und zu sagen: ‚Hey, den verschießt du.‘ Wenn ich das tue, konzentriere ich mich nicht auf das Wesentliche, auf das, was ich zu tun habe. Ich schaue ihn an, ich beobachte ihn, ich studiere sein Verhalten. Aber als er auf mich zukam ... Mann, ich sah seine Miene. Er wollte mich nicht ansehen! Er sah mich überhaupt nicht an! Ich sah sein Gesicht und das aller anderen, als sie auf mich zukamen, und sie guckten alle, als wollten sie sagen: ‚Oh, mein Gott, oh, mein Gott!‘ Ich bin ganz cool, konzentriert, und das überträgt sich auf die anderen. Ich glaube, wenn du Zuversicht ausstrahlst, herrscht ein ganz anderer Geist.“

Gerrard schoss hart, auf Ricardos linke Seite, aber nicht platziert genug. „Das war meine beste Parade, denn als der Ball auf mich zukam, stieg er im letzten Moment noch nach oben“, sagte Ricardo. „Ich musste meine rechte Hand schnell nach oben bringen, um den Ball zu erreichen. Ich ging an Robinson vorbei. Er sah mich aus den Augenwinkeln an und sagte: ‚Fuck, fucking hell! Nicht schon wieder!‘ Ich spürte, wie ihn die Zuversicht verließ. Er dachte: ‚Wenn ich den nicht halte, verlieren wir.‘“

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