Clara Viebig - Absolvo te!

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"›Die Ratten, hu, die Ratten!‹ schrie die schöne Frau Tiralla, als sie mit der Magd im Keller war." So beginnt Clara Viebigs Psychodrama in Romanform und verweist sogleich auf die finsteren Schatten und Geschöpfe, die in Frau Tirallas Anwesen und in ihrer Seele hausen. Doch bald sind es nicht nur die Ratten, die sie in Angst und Schrecken versetzen, und dunklere Gestalten nagen an ihrem Gewissen … Viebigs Roman über eine unglückliche Ehe, der sich die Frau durch einen Giftmord zu entziehen trachtet, gehört zu den eindrücklichsten Werken der wohl bedeutendsten naturalistischen Erzählerin Deutschlands. Der Roman war ein großer Erfolg und wurde später von der Autorin in eine Oper mit dem Titel «Die Môra» umgearbeitet, zu der ihr Sohn, der begabte Komponist Ernst Viebig, die Musik schrieb.-

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‚Die Pani kann sich ganz auf mich verlassen,‘ sagte das Lächeln der Magd. ‚Ich kann dumm sein, ich höre nichts, sehe nichts, weiss nichts, ganz wie die Pani will.‘

Und das Lächeln der Herrin sagte: ‚Die ist ja so dumm — nur keine Angst! Die merk nichts, die glaubt, was man ihr sagt; und merkt sie auch ’was, mit einer Schürze, mit einem Endchen Band, mit einem Schnippelchen Spitze, mit einem halben Gulden, wenn’s hoch kommt, ist die zu erkaufen!‘

„Marianna,“ sprach Frau Tiralla, „nun haben wir die Schüssel zerschlagen und kein Kraut zu Mittag!“

„Braucht Pani nicht sorgen!“ Die schwarzhaarige Dirne lachte, dass ihre schmalen, blitzenden Augen ganz hinter den starken Backenknochen verschwanden. „Werde ich noch einmal in Keller steigen mit andere Schüssel und Kapusta holen, ganz alleine, Pani braucht nicht Ratten fürchten. Und wenn er“ — sie winkte mit einem kurzen Kopfnicken hinüber zu der nächstliegenden Stubentür — „wenn er spricht: ‚warum Schüssel zerschlagen und Lämpchen zerschlagen?‘ werde ich sprechen: ‚ei, sprang Ratte über unsere Hand — gottverdammte Ratte — biss Pani in die Hand und mich in die Nase. Sind soviel Ratten in Keller hier, dass man nicht mehr hinabsteigen kann ohne Schaden!‘“

„Recht hast du!“ Frau Tiralla lächelte befriedigt. „Es ist ganz grässlich mit dem Ungeziefer in diesem alten Haus. Und Schwaben haben wir auch in der Küche und —“

„Sie bedecken abends die Wände,“ fiel die Magd eifrig ein. „Soll der Gospodarz nur kommen und sehen in meiner Küche nach, abends, wenn Licht ausgeblasen ist, wird er selber dann sprechen: ‚Hu!‘ An den Kopf fliegen sie einem, mitten ins Gesicht, gegen Nase, Augen, Ohren. Krabbeln sie hier, krabbeln sie da — hu!“ Mit einem gellenden Aufkreischen warf sie sich die Schürze über den Kopf.

„Psia krew, was für ein Lärmen! Frauenzimmer, verdammtes, kannst du nicht dein Maul fünf Augenblicke halten, nicht die paar Minuten, die ich schlafen will?!“

Die Stubentür war aufgerissen worden, mit zorniger Stimme schalt der Besitzer Tiralla auf seine Dienerin ein. Aber als er hinter der Magd seine Frau erblickte, wurde sein Ton milder, fast besorgt: „Was ist denn, was ist denn?“ Frau Tiralla hatte mit aufgeschrieen, wie in jähem Entsetzen. „Warum schreit ihr denn so? Mein Seelchen, warum schreist du, was ist denn geschehen, du bist ja ganz blass? Sage, Zoschchen, was ist dir geschehen?“

Man merkte dem grossen Mann mit dem starken Gliederbau und dem braunroten Gesicht die Besorgnis um seine Frau an. Mit einem heftigen Griff die heruntergerutschte Hose heraufziehend, denn Zoschchen mochte es gar nicht leiden, wenn er sich’s ein wenig bequem gemacht und die Hosenträger abgetan hatte — ‚Pfui, wie ein Bauer!‘ sagte sie dann — trat er ihr rasch näher. „Was ist denn geschehen, so sage doch!“

Die schwarzen Augen der Frau starrten ihn aus dem bleichen Gesicht an. „Heilige Mutter, wieder die Ratten,“ stammelte sie und griff um sich, als suche sie einen Halt.

Da lachte Herr Tiralla. „Ratten?! Aber, Frauchen! Ratten gibt’s überall, wo Schweine sind; warum nicht hier auf dem Hofe? Wenn’s weiter nichts ist!“ Er lachte gutmütig. „Ich dachte, ihr hättet die Kurze Plucka a) gesehen oder unten im Keller den Babok, den schwarzen Mann. Warum sprachest du denn nicht: ‚Alle guten Geister loben Gott‘ — auch die Ratten wären davon entwichen!“

„Lästere nicht,“ sagte sie eisig. „Dass Gott dich strafe!“ Und als er sie schäkernd umfassen wollte, mit seiner riesigen behaarten Hand ihr unterm Kinn herfahren, wich sie zurück und brach in Tränen aus. Da sie, sich die Rechte vor die Augen haltend, mit der Linken an ihrem Kleid herumtastend, nicht gleich das Taschentuch fand, hielt sie nun ihr Schürzchen vor. Sie schluchzte heftig.

Vergebens suchte er ihr die Schürze vom Gesicht wegzuziehen; sie hielt sie fest vorgepresst. Ihre schlanken, für eine Landfrau merkwürdig wenig verarbeiteten Finger hatten eine eiserne Widerstandskraft.

Er war ganz bestürzt. „Seelchen, Täubchen! Aber Zoschchen, was hast du denn?“ Vergebens suchte er einen Blick in ihr Gesicht zu erhaschen. „Verdammtes Frauenzimmer, was grinsest du?“ brüllte er plötzlich die Magd an, die noch immer auf demselben Fleck stand und breit lachte. „Dass der Teufel dich hole, du, nur du allein hast die Herrin geärgert!“

„Nein, nein, Panje, ich nicht! Sind es die Ratten gewesen, kann ich beschwören. Mag der Gospodarz nur selber in Keller steigen, wird er sehen, wie sie laufen an Boden, wie sie springen an Wänden. Und in meiner Küche mag er die Schwaben sehen, hunderttausend, hunderttausend Millionen — werden sie noch fallen in Essen von Pan Tiralla. Wird der Herr ja sehen!“

„Untersteh dich!“ Tiralla hob die schwere Hand gegen die Magd, aber sie wich ihm so geschickt aus wie vorhin der Herrin. Es war so drollig, wie sie sich hinter die Herrin duckte, diese wie ein Bollwerk benutzend, dass der ungefüge Mann in ein dröhnendes Lachen ausbrach. „Brauchst nicht Furcht zu haben, dummes Ding,“ sagte er gutmütig, „ich schlage nicht. Weiss ich zwar, dass du ein Satansbraten bist, aber du wirst mir doch keinen Unrat in den Teller schöpfen!“

„Nein, nein,“ versicherte sie treuherzig, „werde ich nicht tun,“ und kam hinter der Herrin vor.

Er kniff sie mit seiner behaarten Hand in die feste Wange. Es tat weh, seine derben Finger hinterliessen erst eine weisse, dann eine brennendrote Druckstelle, aber sie liess es sich ruhig gefallen: nein, der Gospodarz war nicht böse! Eigentlich war er viel besser als seine Frau! Marianna dachte auf einmal, dass es doch schade um ihren Herrn sei. Und sie drängelte sich ein wenig an ihn heran und warf ihm unter halbgesenkten Lidern einen verheissungsvollen Blick zu — wenn der Alte nur wollte, sie würde schon wollen!

Aber Tiralla hatte nur Augen für seine Frau. Er bettelte weiter um einen Blick von ihr. Es hatte etwas Lächerliches, wie dieser starke und schon ergraute Mann um die zarte, zierliche Frau sich mühte. „Aber, Zosia, Zochna, Zosieczka, was hast du denn? Sieh mich an, meine Taube, weine doch nicht!“

Nun war es ihm gelungen, ihr die Schürze vom Gesicht zu ziehen, liebkosend wollte er seinen Mund ihrer Wange nähern, da fauchte sie ihn an, mit sprühenden Augen, wie eine gereizte Katze: „Du hast mir weh getan, au! Pfui, wie du riechst, nach Mist, nach Tabak, und nach Schnaps dazu! Du stinkst, du Bauer!“ Sie spie aus.

„Zoschchen,“ sagte er ganz traurig, „wie du sprichst! Nur einen kleinen, wirklich nur einen einzigen, ganz kleinen Schnaps habe ich heute getrunken, ich schwöre es dir bei der Heiligen Mutter und ihrem Sohne!“

„Beflecke die Heilige Mutter nicht, wenn du sie anrufst,“ sagte sie schneidend. „Lästere sie lieber, dass sie dich eher zur Hölle fahren lasse, wohin du gehörst. Ich werde dir keine Träne nachweinen. Das schwöre ich dir!“

„Was — was — habe ich dir getan?“ stammelte der Mann, ganz erschrocken. „Ich tat dir doch nichts. Ich habe dir Kleider gekauft, so viele du wolltest; ich habe dich zum Balle gefahren, so oft du wolltest; ich habe dich tanzen lassen, mit wem du wolltest; ich habe nie ‚nein‘ gesagt, wenn du sagtest ‚ja‘ — und nun sprichst du so hässlich zu mir?! Du bist krank, meine Liebe, ich werde zum Doktor schicken!“

„Ja, krank!“ Sie schluchzte heftig auf. „Du hast mich krank gemacht! Du, du, du!“ Sie ging auf ihn los, als wollte sie ihm mit ihren Nägeln ins Gesicht fahren. „Ich mag dich nicht — ich verabscheue dich — ich, ich hasse dich!“ Gellend schrie sie das, in den höchsten Tönen; ihre Augen brannten, die Fäuste ballte sie und stiess sie sich vor die eigene Brust, und dann griff sie sich mit allen zehn Fingern in ihre schön-geglätteten Haare und zerraufte sie. Ihre zierliche Gestalt zitterte und schwankte; und nun erbleichte sie so tief, als würde sie gleich in Ohnmacht sinken.

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