Dietrich Schulze-Marmeling - Reds

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Bill Shankly und Jürgen Klopp. Heysel und Hillsborough. Steven Gerrard und Ian Rush. Istanbul 2005 und Madrid 2019. Die Geschichte des FC Liverpool ist reich an Triumphen und Tragödien, aber auch an legendären Spielern und Trainern. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Historie des Kultklubs von der Merseyside und macht dabei auch Ausflüge in die Musikszene der Stadt sowie in ihre sozialen und politischen Kämpfe.

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Das änderte sich nun grundlegend. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Fußball in England die hauptsächliche Freizeitbeschäftigung der Arbeiter, deren Anteil an der beschäftigten Bevölkerung auf 80 Prozent gewachsen war.

FC Everton

Die Wiege des FC Everton war die 1865 gegründete Kirchengemeinde St. Domingo Methodist Church, was keineswegs ungewöhnlich war. 1885 unterhielten 25 der 112 Liverpooler Fußballklubs Verbindungen zu kirchlichen Einrichtungen, in Birmingham waren es 83 von 344.

1877 wurde Ben Swift Chambers (1845–1901) Pfarrer in der St. Domingo Methodist New Connexion Chapel in der Breckfield Road North. Chambers war ein Aktivist der „Band of Hope“-Bewegung, einer Temperenzler-Organisation für Jugendliche aus der Arbeiterschaft, und ein Anhänger von „Muscular Christianity“, einer philosophischen Bewegung, die Mitte des 19. Jahrhunderts in England ihren Ursprung hatte und sich durch den Glauben an die patriotische Pflicht, die moralische und physische Schönheit von Sportlichkeit, Disziplin, Selbstaufopferung und Männlichkeit auszeichnete. Im viktorianischen Zeitalter war „Muscular Christianity“ eine Methode zur Charakterbildung von Schülern an den Public Schools.

Chambers rief für die Jugendgemeinde einen Cricket-Klub ins Leben. Allerdings war Cricket ein reines Sommerspiel, und um die Jugendlichen auch außerhalb der Cricket-Zeit sportlich zu beschäftigen, wurde deshalb 1878 der St. Domingo Football Club gegründet.

Kirchenleute wie Chambers wollten mittels des Fußballs die „modernen Krankheiten“ der modernen Massen- und Industriegesellschaftbekämpfen: die epidemische Trunk- und Wettsucht, den schwindenden Einfluss der Religion in der Arbeiterschaft und deren Hinwendung zu sozialradikalen Ideen. In Liverpool war der Alkohol das größte Problem, 1874 gab es hier 2.587 Verkaufsstellen für Bier, Wein und Schnaps. Nicht nur erwachsene Männer, auch Kinder im Alter von acht oder neun Jahren torkelten besoffen durch die Straßen. Außerhalb der Pubs lungerten die Männer rum und pumpten vorübereilende Passanten um Geld für Bier an – sie gingen als „cornermen“ in die Stadtgeschichte ein.

Erste Spielstätte des St. Domingo Football Club war eine Wiese im Südosten des Stanley Parks im Stadtteil Everton, der heute die Stadien des FC Everton und des FC Liverpool trennt. Der 1870 eröffnete Park ist noch immer der bedeutsamste in Liverpool.

Hier trug der Klub 1879 auch sein erstes Spiel aus, bei dem der Everton Church Club mit 1:0 bezwungen wurde. Das St.-Domingo-Team war nur eines von vielen, die im Stanley Park kickten. Aber es war das beste, weshalb es auch Spieler außerhalb der Kirchengemeinde und deren Einzugsgebiet anzog. Im November 1879 votierte deshalb eine Versammlung im Queen’s Head Hotel für die Umbenennung des St. Domingo Football Club in Everton Fooball Club.

Der neue Klub weckte das Interesse von John Houlding, Gründer der Brauerei Tynemouth Street Brewery („Houlding’s Sparkling“) und Besitzer des heute noch existierenden Hotels und Pubs „The Sandon“ an der Oakfield Road, nur wenige Fußminuten von Anfield entfernt, dessen Villa sich in Nachbarschaft zum Spielfeld des FC Everton im Stanley Park befand. Der wohlhabende Bierbrauer war Freimaurer, Vorsitzender der Everton Conservative Association und ein Hardline-Unionist. Ein charismatischer Selfmademan ohne nennenswerte akademische Ausbildung, aber ein begnadeter Autodidakt. In Everton geboren, sprach er die Sprache der einfachen Leute und betätigte sich als Philanthrop. Houlding kümmerte sich insbesondere um Jugendliche aus armen Verhältnissen und ältere Menschen, man nannte ihn auch „Honest John“ und „King John of Everton“. Als der konservative Unterhausabgeordnete für den Wahlkreis Everton starb, erschien Houlding als dessen logischer Nachfolger, den nationalen Parteigrößen der Konservativen aber war dessen Popularität bei den Liverpooler Arbeitern suspekt, weshalb sie Einspruch erhoben. Auch bei den Liverpooler Tories war Houlding umstritten. Um eine Spaltung der Partei zu vermeiden, zog Houlding seine Kandidatur zwar zurück, 1897 wurde er dann aber zum Oberbürgermeister der Stadt am Mersey gewählt.

Der Unternehmer und Politiker erkannte schon früh das Potenzial des Fußballs für die Getränke-Industrie und natürlich auch für seine politischen Ambitionen. Und so wurde John Houlding 1881 Präsident des FC Everton. Sein engster Mitstreiter im Klub war John McKenna, ein ehemaliger Rugby-Aktivist. Der protestantische Ire, wie Houlding Tory, Freimaurer und Mitglied des Oranier-Ordens, stammte aus der Gemeinde Donagh in der irischen Grafschaft Monaghan und war Anfang der 1870er im Alter von 17 nach Liverpool ausgewandert. In Liverpool ging McKenna auf Distanz zur Brutalität und dem elitären Charakter des Rugbys und wurde ein Fan von Association Football. Er sah aber auch, dass der die Zuschauer in großen Massen mobilisierende Association Football das größere Potenzial besaß. McKenna war stark beeindruckt, als 1880 ein Derby zwischen den beiden East-Lancashire-Klubs Blackburn Rovers und Darwen 10.000 Interessierte mobilisierte.

Als die Zuschauerzahlen im Stanley Park vierstellig wurden, sah sich Houlding nach einer neuen Spielstätte um. Er fand diese südlich des Stanley Parks zwischen Anfield Road und Walton Breck Road. Das Gelände gehörte John Orrell, einem Bierbrauer und Freund Houldings, der es nun an den FC Everton verpachtete. Am 28. September 1884 lief Everton erstmals in Anfield auf und schlug das Team von Earlestown mit 5:0. Es wurden Tribünen für gut 8.000 Zuschauer errichtet, aber das Stadion konnte um die 20.000 aufnehmen. Am 2. März 1889 war Anfield erstmals Schauplatz eines Länderspiels, als England im Rahmen der British Home Championship Irland mit 6:1 besiegte.

Am 8. September 1888 bestritt Everton sein erstes League-Spiel in Anfield. Vor 10.000 Zuschauern wurde Accrington mit 2:1 geschlagen. Erster Meister der Football League wurde Preston North End – ungeschlagen, weshalb das Team, das auch noch den Pokal gewann, „The Invincibles“ getauft wurde. (In der Liga gelang dies seither nur noch einem Team: Arsenal in der Saison 2003/04.) Everton wurde nur Achter. Auch in der folgenden Saison 1889/90 gewann Preston die Meisterschaft. Everton verbesserte sich aber deutlich und wurde mit zwei Punkten Abstand Vizemeister. 1890/91 durfte Everton dann als erster Liverpooler Klub die englische Meisterschaft feiern.

Eins teilt sich in zwei

Zwischenzeitlich hatte John Houlding Anfield gekauft. Der FC Everton musste ihm nun jährlich eine Pacht von 100 Pfund bezahlen. Zur Saison 1889/90 erhöhte Houlding diese um 150 Pfund auf 250 – mit Verweis auf die gestiegenen Zuschauereinnahmen. Außerdem forderte der Bierbrauer ein Monopol für den Getränkeverkauf im Stadion.

Der folgende Disput zwischen Houlding und den Everton-Direktoren drehte sich nicht nur um die Pacht, vermutlich nicht einmal vorrangig. Mindestens genauso bedeutend waren unterschiedliche politische Auffassungen und die Rolle der Methodisten im Klub. Im Everton-Vorstand saßen sowohl konservative als auch liberale Parteiaktivisten. Größter und stärkster Widersacher Houldings war der liberale Politiker George Mahon, mit dem er schon während der Kommunalwahlen aneinandergeraten war. Mahon, dessen Eltern aus Irland (Dublin) nach Liverpool emigriert waren, war Mitglied der Walton Liberal Association und engagierte sich mit der Liberal Party für „Irish Home Rule“, also für eine Selbstverwaltung der noch unter Londons Herrschaftstehenden irischen Insel. Konservative Protestanten und Unionisten wie Houlding und McKenna waren hingegen erbitterte Gegner von „Home Rule“.

Außerdem kollidierte Houldings Alkohol-Business mit der methodistischen Gesinnung einiger Everton-Direktoren, die sich die Bekämpfung des Alkoholkonsums auf die Fahnen geschrieben hatten. Den methodistischen „Evertonians“ behagte nicht, dass sich die Spieler in Houldings „The Sandon“ umzogen, von wo aus sie zum Stadion marschierten. Im „Sandon“ war auch die Geschäftsstelle des Klubs untergebracht, und die enge Verbindung zwischen Mannschaft und Pub garantierte Houlding an Spieltagen viel Kundschaft. Evertons Methodisten wurden von der Football League unterstützt, deren Boss William McGregor ebenfalls Methodist war. Der aus Schottland stammende Tuchhändler gehörte dem Vorstand von Aston Villa aus Birmingham an, das 1874 von Mitgliedern der Villa Cross Wesleyan Chapel gegründet worden war und somit ähnliche Wurzeln wie der FC Everton hatte. Laut Houlding war das „fanatische Abstinenzlertum“ seiner klubinternen Gegner der entscheidende Grund für die spätere Spaltung des Klubs.

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