Dietrich Schulze-Marmeling - Reds

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Bill Shankly und Jürgen Klopp. Heysel und Hillsborough. Steven Gerrard und Ian Rush. Istanbul 2005 und Madrid 2019. Die Geschichte des FC Liverpool ist reich an Triumphen und Tragödien, aber auch an legendären Spielern und Trainern. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Historie des Kultklubs von der Merseyside und macht dabei auch Ausflüge in die Musikszene der Stadt sowie in ihre sozialen und politischen Kämpfe.

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Bis in die 1950er hinein rekrutierten der FC Liverpool und der FC Everton ihre Spieler aus Jugendteams, die entweder „protestantisch“ oder „katholisch“ waren. Was aber weniger religiöse denn ganz pragmatische Gründe hatte: Auf diese Weise vermied man eine unnötige Konkurrenz um lokale Talente.

Religion und „ethnische Herkunft“ spielten also auch im Liverpooler Fußball eine Zeit lang eine gewisse Rolle, aber nur unterschwellig. Als Tommy Smith sich 1962 dem FC Liverpool anschloss, bekam er vom Leiter seiner katholischen Schule zu hören, dass dies der „falsche Klub“ sei. Als 1980 Evertons Fußballlegende Dixie Dean starb, erklärte Bill Shankly: „Heute gibt es kein Rot und Blau, kein Schwarz und kein Weiß, keine Protestanten und Katholiken – wir trauern allein um einen großen Fußballer.“ Dass Shankly es für nötig hielt, die Rivalität der beiden Konfessionen zu erwähnen, kann man als Hinweis darauf verstehen, dass diese im Liverpooler Fußball durchaus ein Thema war. Noch Ende der 1980er waren antikatholische oder antiirische Graffiti an den Mauern des Stadions an der Anfield Road nicht außergewöhnlich. Aber mit der Situation in Glasgow war dies nicht vergleichbar.

Anders als die Glasgower Rangers hat sich der „protestantische“ FC Liverpool nie gegenüber den irischstämmigen Katholiken verbarrikadiert und auch keine „no catholics“-Politik praktiziert. Als der FC Liverpool 1965 erstmals den FA-Cup gewann, standen im Team des schottischen Protestanten Bill Shankly mit Chris Lawler, Tommy Smith und Gerry Byrne drei Liverpooler Katholiken. In den 1980ern und frühen 1990ern trugen eine Reihe von Nationalspielern der „katholischen“ Republik Irland das Trikot der „Reds“: Ronnie Whelan, Mark Lawrenson, Kevin Sheedy, Jim Beglin, John Aldridge, Ray Houghton, Steve Staunton, Phil Babb, Jason McAteer. 2017 präsentierte die Seite thisisanfield.comzum irischen Nationalfeiertrag (St. Patrick’s Day) eine „all-time Irish XI“ des FC Liverpool. Zehn der elf Gewählten hatten für die Nationalelf der Republik Irland gespielt. Die Ausnahme war die aus Belfast stammende Torwartlegende Elisha Scott. Ob man zu den „Roten“ oder den „Blauen“ hält, ist keine Frage der Religion. Die Spaltung läuft nicht zwischen konfessionell getrennten Wohnvierteln, sondern manchmal quer durch Familien ein und derselben Konfession. Das Image vom protestantischen FC Liverpool wird heute nur noch in den protestantischen/loyalistischen Vierteln Belfasts spürbar gepflegt.

In Liverpool mobilisiert der LFC mindestens so viele Menschen mit einem irisch-katholischen Background wie Everton. Die Atmosphäre in Anfield wirkt sogar etwas „irischer“ als im Goodison Park. So sind auf dem Kop auch Transparente wie „Irish Blood – Scouse Heart – We are Liverpool“ zu sehen. Auf dem Kop des Stadions an der Anfield Road ist eines der populärsten Lieder „Fields of Anfield“: eine Abwandlung des in irisch-republikanischen Kreisen gern gesungenen „Fields of Athenry“. Dieses handelt von den irischen Hungerkatastrophen und wird im Original von den Celtic-Fans in Glasgow, den Fans der irischen Nationalmannschaft sowie bei Spielen der Gaelic Athletic Association (GAA) vorgetragen.

Der wesentliche Unterschied zwischen Liverpudlians und Evertonians ist heute kein religiöser oder ethnisch-kultureller. Der FC Liverpool ist eine „globale Marke“, die Fans aus aller Welt anzieht. In Anfield sind Fußballtouristen aus Irland, aus Skandinavien, vom Kontinent und aus Asien wesentlich präsenter als im Goodison Park. Evertonians betonen deshalb, dass sie stärker als der LFC ein lokaler Klub seien.

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1 Die Namen englischer und anderer internationaler Klubs werden in diesem Buch an die in Deutschland übliche Schreibweise angepasst.

2 1871 wurde die Rugby Football Union gegründet. Da diese dem Amateurismus verpflichtet war bzw. die Bezahlung von Spielern strikt ablehnte, riefen 1895 einige prominente Klubs aus Lancashire die Northern Rugby Football Union ins Leben, auch Northern Union genannt. Nach der Spaltung spielten die beiden Verbände mit unterschiedlichen Regeln. Rugby Union ist traditionell ein Sport der Ober- und Mittelschicht, wird an den Public Schools gespielt und hat seine Hochburgen im Süden Englands. Hingegen war Rugby League ein Arbeitersport und ist auch heute noch fast ausschließlich im Norden bzw. in den Grafschaften Lancashire, Yorkshire und Cumbria vertreten. Bekannte Rugby-League-Profiklubs im Raum Manchester-Liverpool: Salford Red Devils, St. Helens, Leigh Centurions.

3 Der FC Accrington stellte den Spielbetrieb im Januar 1966 ein und hat nichts mit dem 1968 gegründeten Klub Accrington Stanley zu tun.

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