Dietrich Schulze-Marmeling - Reds

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Bill Shankly und Jürgen Klopp. Heysel und Hillsborough. Steven Gerrard und Ian Rush. Istanbul 2005 und Madrid 2019. Die Geschichte des FC Liverpool ist reich an Triumphen und Tragödien, aber auch an legendären Spielern und Trainern. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Historie des Kultklubs von der Merseyside und macht dabei auch Ausflüge in die Musikszene der Stadt sowie in ihre sozialen und politischen Kämpfe.

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Anders sieht es im Europapokal aus, wo Liverpool 13-mal einen Sieger stellte, das letzte Mal im Mai 2019, als man mit Trainer Jürgen Klopp zum sechsten Mal die begehrteste Trophäe im europäischen Klubfußball, den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions League, gewann und damit seinen zwölften europäischen Titel überhaupt. Kein anderer englischer Verein hat den berühmten „Henkelpott“ so häufig erobert wie die „Reds“. Europaweit wird der Klub hier nur von Real Madrid und dem AC Mailand übertroffen. In einer Gesamtwertung für alle europäischen Wettbewerbe (ohne den UEFA-Super-Cup) liegt der FC Liverpool hinter Real Madrid und dem FC Barcelona gemeinsam mit dem AC Mailand auf Rang drei. Real kommt auf 15 Titel, Barça auf zwölf, Liverpool und Milan jeweils auf neun. Der FC Liverpool ist noch mehr als Manchester United und die Londoner Klubs das Gesicht des englischen Fußballs in Europa.

Dies gilt erst recht für die deutsche Sicht auf den englischen Fußball. Zwischen dem 17. März 1965 und 19. Februar 2019 mussten deutsche Teams in den europäischen Pokalwettbewerben 19-mal an der Liverpooler Anfield Road antreten. Den Auftakt machte in der Saison 1964/65 im Europapokal der Landesmeister der 1. FC Köln. Seither gastierten dort noch der FC Bayern (viermal), Dynamo Dresden (dreimal), Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen (je zweimal), Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV, BFC Dynamo Berlin, Borussia Mönchengladbach, 1899 Hoffenheim, der FC Augsburg und 1860 München (je einmal). Die Bilanz für die deutschen Klubs ist niederschmetternd: null Siege, vier Remis, 15 Niederlagen. Tore: 9:41. Dem FC Bayern gelang bei seinen vier Auftritten in Anfield nicht ein Tor.

Allerdings bleibt der FC Liverpool auch mit dem ersten Triumph eines deutschen Klubs auf der europäischen Bühne verbunden. In der Saison 1965/66 besiegte Borussia Dortmund die „Reds“ im Finale des Europapokals der Pokalsieger nach 120 Minuten mit 2:1. Anschließend gab es noch zwei weitere Finalbegegnungen deutscher Vereine mit den „Reds“: Borussia Mönchengladbach zog in den Spielzeiten 1972/73 und 1976/77 im UEFA-Pokal bzw. Europapokal der Landesmeister jeweils den Kürzeren.

Der FC Liverpool ist aber auch mit zwei der größten Katastrophen im europäischen Fußball verbunden, die sich allerdings beide nicht in seiner Stadt zutrugen: Heysel 1985 und Hillsborough 1989.

Fußball, Musik und Politik

Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte des FC Liverpool, aber auch ein wenig die Geschichte der Stadt. Da dürfen Ausflüge in die Musik sowie die sozialen und politischen Kämpfe nicht fehlen. Hierzu haben Uli Hesse, Malte Oberschelp und Pit Wuhrer Exkurse beigesteuert. Moritz Ablinger und Benjamin Schacherl widmen sich der Entfremdung zwischen dem FC Liverpool und dem Stadtteil Anfield, Bernd Beyer erinnert an die Zeit des deutsch-jüdischen Fußballpioniers Walther Bensemann in Liverpool, und Hardy Grüne, Deutschlands wandelndes Fußballlexikon, erklärt, was es mit dem Wappen des Klubs auf sich hat.

Mein besonderer Dank gilt den Lektoren Simon Kraßort und Julia Vogt vom Verlag Die Werkstatt sowie Maura und Phil Evans, sie Irin, er Waliser, die wiederholt großartige Gastgeber bei meinen Besuchen in Liverpool waren.

Dietrich Schulze-Marmeling

Juli 2019

KAPITEL 1

„Team of the Macs“

Der 1892 gegründete FC Liverpool 1 ging aus dem FC Everton hervor und war das Werk des Bierbrauers, Freimaurers und konservativen Politikers John Houlding. Dieser hatte sich mit den Methodisten und Liberalen im Klub überworfen. Das erste Team des LFC wurde vom Iren John McKenna in Schottland rekrutiert. 1901 wurden die „Reds“ erstmals Meister. Weitere Meisterschaften folgten 1906 sowie 1921 und 1922. Das erste Idol des „Kop“, der berühmten Stehtribüne des Stadions an der Anfield Road, war der Nordire Elisha Scott. In den 1930ern stand der FC Liverpool klar im Schatten des Lokalrivalen FC Everton.

Association Football schlägt Rugby

In Liverpool etablierte sich der Fußball im Vergleich zu anderen englischen Arbeiterstädten relativ spät. 1879/80 berichtete Birminghams Presse von 811 Fußballspielen in der Stadt, die Kollegen in Liverpool entdeckten für den gleichen Zeitraum nur zwei. Die Entwicklung einer Fußballszene wurde zunächst durch Liverpools eigentümliche, von Gelegenheits- und Hilfsarbeitern geprägte Beschäftigungsstruktur gebremst. Anders als die Fabrikanten im Osten, die „Manchester Men“, erwarben Liverpools Gentlemen ihren Reichtum nicht durch Warenproduktion, stattdessen verdienten sie ihr Geld mit Handel, Transport und Bankgeschäften. Das Gros ihrer Gewinne investierten sie dann nicht in der Stadt, sondern in den Kolonien und lukrativen Unternehmen anderswo im Land.

Einfache Jobs fand man damals meist im Hafen: als Dock- oder Lagerhausarbeiter, zudem waren hier viele Lotsen, Seeleute, Kutscher, Einzelhändler, Seiler, Segeltuchmacher, Schiffszimmerleute, Kupferschmiede etc. zuhause. Ihre Arbeitskraft war allerdings nur unregelmäßig gefragt, viele von ihnen verdingten sich als Tagelöhner, geregelte Arbeitszeiten waren noch unbekannt. Ähnlich erging es den Beschäftigten in den kleinen Fabriken, die um den Hafen entstanden und in denen Teile der in Liverpool abgeladenen Rohstoffe verarbeitet wurden.

Unter diesen Umständen war es kaum möglich, einen gemeinsamen Kampf für Arbeiterrechte zu organisieren. Während die Textilarbeiter im Osten Lancashires bereits in den 1850ern am Samstagnachmittag nicht arbeiten mussten (ab 14 Uhr, ab 1874 sogar schon ab 13 Uhr), kamen Liverpools Dockarbeiter erst im April 1890 in den Genuss eines freien Samstagnachmittags. Einem großen Teil der Liverpooler Arbeiterschaft blieb deshalb zunächst nur wenig Raum für den Fußball als Freizeitbeschäftigung.

Auch die Stärke von Rugby und Cricket sowie der Kampf religiöser Führer gegen den Wochenend-Fußball in öffentlichen Parks hemmte die Entwicklung des Spiels. Noch 1923 lehnte der Liverpooler Stadtrat mit 60 zu 25 Stimmen einen Antrag ab, der Sporttreibende auch am „heiligen“ Sonntag die Benutzung der städtischen Parks gestatten sollte. Der erzürnte Beigeordnete Austin Harewood war der Meinung, dass Liverpool sich „im Griff einer klerikalen Tyrannei“ befände.

Last but not least: Der moderne Fußball hatte seinen Ursprung in den elitären Public Schools. „Dank“ der rigiden Klassentrennung in Liverpool, wo man mehr als in anderen Industriestädten unter seinesgleichen blieb, wurde das Spiel von heimkehrenden Public-School-Absolventen nicht „nach unten“ weitergegeben.

Eine entscheidende Schwäche allerdings hatte Liverpools Rugby: Der Sport wurde von elitären Public-School-Absolventen dominiert, die sich den Cup-Wettbewerben des nordenglischen Rugby League 2verweigerten. Denn die Herren mochten nicht gegen Teams antreten, die sozial nicht „in ihrer Liga spielten“. Und überhaupt bestritten Gentlemen nur Freundschaftsspiele. So gab es schließlich doch den Raum für Association Football.

1863 war im Londoner Gasthaus Freemasons’ Tavern mit der Football Association (FA) der weltweit erste nationale Fußballverband gegründet worden. Der FA-Cup als erster nationaler Wettbewerb wurde schließlich zur Saison 1871/72 eingeführt und entwickelte sich schnell zu einer Attraktion. Rugby verlor durch den Pokal in Lancashire an Boden. Denn die konservative Rugby Union sah sich in dieser Grafschaft nicht in der Lage, einen attraktiven Pokalwettbewerb einzuführen. Dem Rugby mangelte es also an spannenden, die Spieler motivierenden und die Zuschauer mobilisierenden Wettspielen.

Erst 1883 gewann zum ersten Mal ein Arbeiterverein den FA-Cup. Der Sieger kam mit Blackburn Olympic aus einer Industriestadt nördlich von Manchester. Olympic bezwang die Old Etonians aus dem etwa 25 Kilometer westlich von London gelegenen Eton mit 2:1 und beendete damit die Dominanz der Universitäts- und Public-School-Teams aus dem Süden Englands. Die siegreiche Elf bestand aus vier Textilarbeitern, drei Metallarbeitern, einem Angestellten, einem Klempnermeister, einem Schankwirt und einem Zahnarzt. Die Fußball-Aristokraten aus Eton oder Oxford waren schockiert und zogen sich aus der zu diesem Zeitpunkt prestigeträchtigsten Konkurrenz im englischen Fußball zurück. Viele der Public Schools verabschiedeten sich komplett vom Fußball und widmeten sich den Gentlemen angemesseneren Disziplinen, in denen sie Kontakt und ein Kräftemessen mit den proletarischen Massen vermeiden konnten.

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