Louise Penny - Auf einem einsamen Weg

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Ein geheimnisvolles Testament führt Armand Gamache zu einem verlassenen Bauernhaus. Zusammen mit Myrna, der Buchhändlerin von Three Pines, und einem jungen Mann ist er zum Nachlassverwalter einer gewissen Bertha Baumgartner bestimmt worden. Wer war diese verschrobene Frau, die von allen «Baronin» genannt wurde, aber als Putzfrau arbeitete? Ihren drei Kindern hat sie je 5 Millionen Dollar hinterlassen, die es allerdings nur in ihrer Phantasie gab. Wenig später wird eine Leiche in dem verfallenen Haus gefunden. Zeit für die Ermittlungen hat Gamache eigentlich nicht, obwohl er als Chef der Sûreté du Québec suspendiert ist. Denn Gamache hat zwar das größte Drogenkartell zerschlagen, dabei aber die Justiz manipuliert. Noch schlimmer ist allerdings, dass nicht das ganze Lager des Kartells sichergestellt werden konnte. Wie kann Gamache verhindern, dass der Stoff in Montréal seine tödliche Wirkung entfaltet, ganz ohne sein Team von der Sûreté? Für Gamache beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – auf einem einsamen Weg.

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Und der Post.

Sie hatte den Brief wieder und wieder gelesen und dann unter der aufgeführten Nummer angerufen, um sich zu erkundigen, warum der Notar sie sehen wollte.

Da niemand abhob, nahm sie den Brief mit ins Bistro, wo sie mit Clara Morrow und Gabri Dubeau, ihren Freunden und Nachbarn, zum Lunch verabredet war.

Während Clara und Gabri über das Thema Schneeskulpturen, den Hockey- und Mützenwettbewerb und die Erfrischungen für den bevorstehenden Winterkarneval redeten, schweifte Myrna in Gedanken immer wieder ab.

»Hallo«, sagte Gabri. »Jemand zu Hause?«

»Hm?«

»Wir brauchen deine Hilfe«, sagte Clara. »Das Schneeschuhrennen um den Dorfanger. Findest du eine oder zwei Runden besser?«

»Eine für die Altersklasse eins bis sieben«, sagte Myrna. »Anderthalb für die Altersklasse acht bis zwölf und zwei für alle anderen.«

»Nun, das war klar und deutlich«, sagte Gabri. »Und jetzt die Mannschaften für die Schneeballschlachten …«

Myrnas Gedanken schweiften wieder ab. Wie von ferne bekam sie mit, dass Gabri aufstand und weitere Holzscheite in das Feuer des offenen Kamins am anderen Ende des Bistros warf. Er blieb einen Moment stehen, um mit Gästen zu plaudern, die gerade aus der Kälte hereingekommen waren, mit den Füßen stampften und ihre kalten Hände aneinanderrieben.

Wärme empfing sie und der Geruch nach brennenden Ahornscheiten, ofenwarmen Tourtières und frisch gebrühtem Kaffee, der die Balken und Holzdielen imprägniert hatte.

»Ich muss dir etwas zeigen«, flüsterte Myrna Clara zu, während Gabri beschäftigt war.

»Warum flüsterst du?«, auch Clara senkte die Stimme. »Ist es was Schweinisches?«

»Natürlich nicht.«

»Natürlich?«, sagte Clara und hob die Augenbrauen. »Dafür kenn ich dich zu gut.«

Myrna lachte. Clara kannte sie tatsächlich gut. Aber auch sie kannte Clara gut.

Ihrer Freundin standen die braunen Haare vom Kopf ab, als hätte sie einen Stromschlag abbekommen. Sie sah ein bisschen wie ein mittelalter Sputnik aus. Was auch ihre Kunst erklären würde.

Clara Morrows Bilder waren wie aus einer anderen Welt. Und doch waren sie auf geradezu schmerzhafte Weise durch und durch menschlich.

Sie malte Porträts, wenigstens waren es auf den ersten Blick Porträts. Die wunderbar gemalte Haut spannte sich über Male des Leids und der Freude, bei manchen hing sie auch schlaff herunter. Sie malte Verlustängste und Glücksgefühle. Sie malte Gelassenheit und Verzweiflung. Alles in einem Porträt.

Clara fing mit Pinsel, Leinwand und Ölfarbe ihre Sujets ein, um sie zu befreien.

Während dieses Prozesses schaffte sie es, sich selbst über und über mit Farbe zu bekleckern. Wangen, Haare, Fingernägel. Sie war selbst ein Work in progress.

»Ich zeig’s dir nachher«, sagte Myrna, als Gabri zu ihrem Tisch zurückkehrte.

»Wenn du’s so spannend machst, sollte es besser richtig schweinisch sein«, sagte Clara.

»Schweinisch?«, fragte Gabri. »Erzähl.«

»Myrna meint, die Erwachsenen sollten beim Schneeschuhrennen nackt sein.«

»Nackt?«, fragte Gabri und warf Myrna einen Blick zu. »Ich bin ja nicht prüde, aber die Kinder …«

»Himmel!«, rief Myrna. »Das habe ich doch gar nicht gesagt. Clara lügt.«

»Wobei, wenn es spätabends stattfindet, sobald die Kinder im Bett sind …«, sagte Gabri. »Könnte klappen, wenn wir Fackeln um den Dorfanger herum aufstellen. Dann würden wir garantiert auch ein paar Geschwindigkeitsrekorde aufstellen.«

Myrna funkelte Clara an. Gabri, Präsident des Carnaval d’Hiver, verzog keine Miene.

»Gut, vielleicht nicht ganz nackt, sondern –« Gabri sah sich unter den Gästen des Bistros um und stellte sie sich nackt vor. »Vielleicht sollten sie Badesachen tragen.«

Clara zog die Augenbrauen zusammen, nicht missbilligend, sondern überrascht. Das war gar keine schlechte Idee. Vor allem wenn man bedachte, dass während des langen, langen, dunklen, dunklen Québecer Winters die meisten Gespräche im Bistro sich um die Flucht in wärmere Gefilde drehten. Darum, sich in Bikini und Badehose an irgendeinem Strand zu fläzen.

»Wir könnten es Flucht in die Karibik nennen«, sagte sie.

Myrna verdrehte seufzend die Augen.

Eine alte Frau am anderen Ende des Bistros bemerkte das und dachte, das Augenverdrehen hätte ihr gegolten.

Ruth Zardo starrte zurück.

Myrna fing den Blick auf und überlegte, wie ungerecht es doch von der Natur war, die alte Dichterin weißer werden zu lassen, aber nicht weiser.

Wobei hinter den dichten Scotch-Schwaden durchaus Weisheit zu finden war.

Ruth widmete sich wieder ihrem Mittagessen aus Scotch und Chips. Das Notizbuch auf dem Tisch enthielt zwischen den verknitterten Seiten weder Reime noch kluge Gedanken, sondern den Kloß im Hals.

Sie sah aus dem Fenster, dann schrieb sie:

Scharf wie Eissplitter

durchstoßen die Schreie der Kinder den Himmel

Neben Ruth auf dem Sofa schimpfte Rosa: »Fuck, fuck, fuck.« Vielleicht war es auch: »Quak, quak, quak.« Aber wer Rosa kannte, wusste, dass »Fuck« wahrscheinlicher war.

Graziös streckte Rosa ihren langen Hals vor und pickte behutsam einen Chip aus der Schüssel, während Ruth durch das Fenster zusah, wie die Kinder auf ihren Schlitten von der kleinen Kirche zum Dorfanger sausten. Sie notierte:

Oder in der schneekappigen Dorfkirche

sich schließlich hinknien und

beten um das, was wir nicht haben konnten.

Das Essen wurde serviert. Clara und Myrna hatten beide Heilbutt mit Senfsamen, Curryblättern und gegrillter Tomate bestellt. Für seinen Lebensgefährten Gabri hatte Olivier Moorhuhn mit gegrillten Feigen und Blumenkohlpüree zubereitet.

»Ich werde den Premierminister einladen«, sagte Gabri. »Er könnte den Karneval eröffnen.«

Jedes Jahr lud er Justin Trudeau ein. Und nie bekam er eine Antwort.

»Vielleicht könnte er auch am Rennen teilnehmen?«, fragte Clara.

Gabri sah sie groß an.

Justin Trudeau. Der um den Dorfanger lief. In einer Speedo-Badehose.

Das Gespräch verlor merklich an Niveau.

Myrna war nicht mit dem Herzen dabei und auch nicht mit dem Kopf, selbst wenn sie sich einen Moment lang Trudeau vorstellte, bevor sie wieder an den zusammengefalteten Brief in ihrer Tasche dachte.

Was würde passieren, wenn sie nicht hinfuhr?

Die Sonne färbte den Schnee draußen rosa und blau. Kreischende Kinder, die auf ihren Schlitten den Hügel hinunterrasten, waren zu hören, schwindlig von dieser unwiderstehlichen Mischung aus Vergnügen und Angst. Alles wirkte so idyllisch.

Aber.

Aber wenn der Zufall oder das Schicksal es so wollte und man weit weg von zu Hause von sich zusammenballenden Wolken überrascht wurde, der Schneefall zum Schneesturm wurde, dann sah es schlecht aus.

Ein Québecer Winter, so heiter und friedlich, konnte sich gegen die Menschen wenden. Konnte töten. Und das tat er jedes Jahr. Männer, Frauen, Kinder, die im Herbst noch lebten, sahen den Schneesturm nicht kommen und erlebten den Frühling nicht mehr.

Der Winter auf dem Land war ein prachtvoller, herrlicher, glänzender Mörder.

Québecer mit grauen Haaren und faltigen Gesichtern erreichten dieses Alter nur, weil sie klug, vernünftig und vorsichtig genug waren, nach Hause zu gehen. Und den Schneesturm von einem munter brennenden Kamin aus zu betrachten, in der Hand eine heiße Schokolade oder ein Glas Wein und ein gutes Buch.

Es gab nur wenig, was beängstigender war, als bei einem Schneesturm im Freien zu sein, aber es gab auch nur wenig, was heimeliger war, als währenddessen drinnen zu sein.

Wie bei so vielem im Leben lag zwischen Wohl und Wehe nur eine Handbreit, das wusste Myrna.

Während Gabri und Clara über die Vorzüge von All-inclusive-Resorts gegenüber normalen Hotels und Kreuzfahrten redeten, dachte Myrna über den Brief nach und beschloss, die Entscheidung dem Schicksal zu überlassen.

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