Robert Sacher - Die neue Gutsherrin und ihr Knecht
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Und so treibt sie ihn immer weiter in Leibeigenschaft und Sklaverei. Mit Peitsche und mit Ketten, mit Arrest und Enteignung – und mit seiner Lust an der seiner eigenen Knechtung …
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Ich sehe meiner Nachbarin oft beim Rasenmähen zu, genauer gesagt, alle drei Wochen. Sie mäht, ich stehe hinter den Lamellen meines Küchenfensters. Sind alle Flächen glatt rasiert, fährt sie den Traktor in die Garage, geht ins Haus. Im Anschluss fegt jemand die Grashalme von den Wegen, meist ein Besucher ihres Institutes, ein Manager im Prozess der Findung seiner Ganzheitlichkeit. Weiß der Teufel, was sie da drüben treibt mit ihren Kursen zur Selbstfindung gestresster Menschen.
Jetzt sitzt sie auf dem Traktor und mäht. Ich stehe am Fenster hinter der Jalousie, sehe zu ihr hinüber. Ich habe Glück. Es ist warm, aber die Sonne scheint nicht. Sie trägt ein schwarzes Shirt, ärmellos, eng, sehr kurze blaue Jeans, schwarze Arbeitsschuhe, geschnürt. Der Traktor wirft das kleingehäckselte Schnittgut nach hinten. Es fällt auf den Rasen, die Wege. Sie wendet den Traktor, fährt in Richtung meines Fensters. Kurz bevor sie das Gerät erneut wendet, winkt sie mir zu, sehr direkt. Ich erstarre, dachte seit über zwei Jahren, dass sie mich durch die Lamellen nicht sehen kann. Mist! Peinlich!
Ich fliehe. An meinem Schreibtisch beginne ich die einfache Übersetzung eines technischen Handbuches. Hier brauche ich wenig Anstrengung, kaum Kreativität. Technische Texte sind zwar vom Vokabular schwieriger, fordern aber weniger Einfühlung als beispielsweise eine Reportage.
Der Traktor brummt, ich sehe zur Uhr, gehe ans Fenster. Die Frau ist mit dem Mähen fast fertig. Im Bad lege ich mein herbes Parfum auf, ziehe meine frisch gewaschenen Gärtnerjeans und ein kariertes Hemd an, gehe aus meinem Haus hinüber zur Villa, über die Zufahrt hin zur Garage, in der sie den Traktor abgestellt hat.
„Was schlagen Sie vor?“, fragt sie und sieht mich fordernd an. „Sie sind der Fachmann, ich beobachte Sie ebenso, wie Sie mich beobachten. 40 Minuten sind sie im Haus, 20 Minuten im Garten. Das machen Sie acht Mal am Tag. Ich mähe einmal alle drei Wochen meinen Rasen. Das ist ausreichend. Ich hasse gärtnern. Aber ich mag Ökogemüse. Ist Ihr Zeug biologisch unbedenklich? Rede ich zu viel? Vielleicht unterhalten wir uns später. Zum Thema. Sie stört mein Löwenzahn? Wir werden eine gemeinsame Lösung finden. Sagen Sie nicht, ich soll alles umpflügen und neu ansäen.“
„Sie haben einen teuren, sehr guten Rasen“, erwidere ich, nach dem rhetorischen Feuerwerk um innere Ruhe bemüht. „Aber Ihr Gras ist völlig durchzogen mit Löwenzahn. Im Prinzip sollte man Zeit und Arbeit investieren, die Pflanzen nach und nach herausnehmen. Ohne Wildkräuter wirkt ein gepflegter Rasen gediegen, beruhigend.“
„Gediegen und beruhigend“, wiederholt sie nachdenklich. „Das passt, bildet einen Kontrast zur wilden Hausarchitektur. Also, einverstanden. Können Sie den Löwenzahn entfernen, ohne den Grund zu zerstören?“ Sie sieht mich fragend an. „Was schauen Sie? Wie geht das? Maschinell? Mit Chemie? Sagen Sie es.“
„Mit einem Messer“, antworte ich. „Es gibt auch Unkrautstecher. Da bleibt aber zu viel Erde an der Pflanze, und es entstehen Löcher. Die beste Methode ist auch die mühsamste. Eine Hand umfasst die Pflanze. Mit dem Messer wird im Halbkreis der Boden unter dem Löwenzahn gelockert. Die Pflanze wird geschüttelt, leicht gedreht. Kommt sie mit der Wurzel aus dem Boden, gibt es keine Störung des Rasens. Das ist bei Ihnen aber eine immense Arbeit. Auf Ihrem Grundstück haben Sie damit sehr viel zu tun.“
„Gehen Sie doch ein Messer und einen Zollstock aus dem Gärtnerhaus holen“, sagt meine Nachbarin. „Machen Sie schon, ich möchte mir über den Aufwand klar werden.“
Ich gehe los und überlege, weshalb ich ihr folge. Die Frau hat nicht einmal bitte gesagt. Wie ein Diener betrete ich in meine Werkstatt, nehme Messer und Zollstock, gehe zurück zu meiner Nachbarin, die vor sich auf den Rasen weist.
„Zeigen Sie es mir“, sagt sie.
Ich knie mich auf den Rasen, greife eine Pflanze, schneide unter die Wurzel, ziehe, drehe. Der Löwenzahn kommt samt seinen roten Wurzeln aus der Erde.
„Hat man ihn heraus, ist die Arbeit nicht getan“, sage ich und sehe nach oben in das Gesicht der Frau. „Manchmal bleiben Wurzelreste im Boden. Ist die Pflanze zu groß, schließt sich das Loch nur langsam, und die Gefahr fremder Aussamung besteht.“
„Fremde Aussamung wünsche nicht“, sagt meine Nachbarin mit ruhiger Stimme. „Aussamungen finden in meinem Bereich nur nach meinem Willen statt. Sagen Sie, was machen Sie morgens eigentlich, nachdem Sie mich zu einem Gruß beim Jogging abgepasst haben? Auffällig sind Sie schon, geschätzter Nachbar. Wir reden bei Gelegenheit darüber. Jetzt stecken Sie bitte einen Quadratmeter ab. Ich möchte die Beseitigung des Löwenzahns kalkulieren. Nehmen Sie den Zollstock.“
Ich kann ihre Worte kaum fassen. Was sagte sie zum Abpassen am Morgen und meinem Badezimmer? Was weiß sie? Nein, das möchte ich jetzt nicht denken, knicke den Zollstock bei einem Meter im rechten Winkel, lege ihn auf den Boden.
„Drei Ecken haben wir“, sagt meine Nachbarin, stellt ihr Bein auf die gedachte Linie, so dass Zollstock und ihr Fuß genau eine Fläche von einem Quadratmeter bilden.
„Zählen Sie die Pflanzen“, fordert sie ganz selbstverständlich. „Meine Schuhspitze ist die vierte Ecke.“
Ich berühre jeden Löwenzahn, zähle laut, sehe ihren geschnürten Arbeitsschuh vor mir, zähle bis dorthin. Es ist mehr Löwenzahn auf einem Quadratmeter, als ich dachte.
„26 Pflanzen“, sage ich.
„Jäten Sie eine Probefläche“, fordert sie. „Ich gebe vor; Sie folgen meinem Fuß.“
Sie stellt die Spitze ihres Schnürschuhs vor die erste Pflanze. Ich schneide, ziehe, entferne die Pflanze. Ihr Fuß rückt ein wenig weiter, weist auf die nächste Pflanze. Ich beuge mich vor, und mir scheint, als röche ich das Leder. Ganz selbstverständlich stellt sie den Fuß vor jede Pflanze. Ich schneide, ziehe, lege den gejäteten Löwenzahn zur Seite. Selbstverständlich geht das, so, als wäre es völlig normal, dass sie mir mit ihrem Schuh meine Arbeit zuweist. Und es ist so ungekannt reizvoll.
„Etwa 600 Sekunden brauchst du für einen Quadratmeter“, sagt sie. „Das sind bei einem eingearbeiteten und sorgfältigem Fachmann etwa zehn Minuten. Ich habe 2000 Quadratmeter Rasen. Wie viele Stunden Arbeit sind das?“
„Ungefähr 330 Stunden“, sage ich.
„Na bitte“, freut sich meine Nachbarin wie eine Lehrerin, der ein schlechter Schüler richtige Antwort gab. „Wenn du acht Mal am Tag immer für eine Viertelstunde Löwenzahn stichst, schaffst du pro Tag zwölf Quadratmeter. 2000 geteilt durch zwölf? Na?“
Ich dachte nach. „Etwa 170 Tage, bei sieben Tagen in der Woche“, sage ich und empfinde es als reizvoll, dass sie mich einfach so duzt. „Aber Sie werden sicher niemanden für so eine stupide Arbeit finden“, setze ich hinzu und genieße es, die Frau weiter zu siezen. „Hier im Dorf kenne ich niemanden, der sich dafür eignet.“
„Also ist mein Rasen spätestens in sechs Monaten frei vom Löwenzahn“, freut sich meine Nachbarin, ohne auf meine Bemerkung einzugehen. Ich empfinde die Situation reizvoll, kniend vor ihr auf dem Boden, habe aber keinen Grund, in dieser Stellung zu verharren, so prickelnd ich es auch empfinde.
„Bleib unten“, sagt sie wie nebenbei, als ich meinen Fuß auf den Boden setze, um aufzustehen. „Ich möchte, dass jemand den Löwenzahn jätet. Zusätzlich wird der Rasen häufiger gemäht. Du hast ganz recht, alle drei Wochen ist viel zu wenig. Und es muss gedüngt und gewässert werden. Was denkst du, sechs Monate mal zwei Stunden täglich sind mit Nacharbeit etwa 400 Stunden. Bei Mindestlohn sind das immer noch mit Sozialabgaben gute 6000 Euro. Findest du nicht, dass das eine Menge Geld ist, nur für Rasen?“
„Das ist ziemlich viel“, antworte ich. „Aber das ist schon niedrig kalkuliert.“
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