Carl-Ludwig Reichert - Red Power

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Die Geschichte der Indianer ist seit der Eroberung Nordamerikas durch die Europäer eine Geschichte der Unterdrückung und Entrechtung. Die über Jahrhunderte hinweg konsequent betriebene Anti-Indianerpolitik hat zwangsläufig immer wieder Widerstand provoziert, zuletzt im Gefolge der Bürgerrechts- und Studentenbewegungen, der auf eine andere Lebensqualität abzielenden Hippiebewegung, sowie der ökologischen Diskussion.
Kern dieses Buchs sind vier lange Gespräche, die Reichert im Jahr 1973 mit Vertretern des indianischen Widerstands führte: über die Wirksamkeit gewaltsamer Aktionen (spektakulärste Beispiele: die Besetzungen von Alcatraz und Wounded Knee), vor allem aber über die Mittel und Wege, in den Reservationen und Städten, die endgültige Zerstörung indianischer Organisationsformen zu verhindern, die faktische Entmündigung durch den Staat aufzuheben und zu der traditionellen, gegen Leistungsgesellschaft und Ausbeutung der natürlichen Umwelt gerichteten Lebensform der Indianer zurückzufinden.
Reicherts einleitende polemische Chronologie der Geschichte der Indianer und der Indianerpolitik, seine Interviews und Berichte vom Leben der Indianer sind Materialien zur Auseinandersetzung mit einer andersartigen, teilweise alternativen Lebensauffassung und Bewusstseinsstruktur.

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D. Brown »Bury my Heart at Wounded Knee« Bantam Books Inc., New York 1970

»Chronicles of American Indian Protest« Fawcett, Greenwich 1971

J. Collier »Indians of the Americas« Mentor, New York 1947

V. Deloria jr. »Of Utmost Good Faith« Bantam Books Inc., New York 1971

V. Deloria jr. »Custer died for your Sins« Avon, New York 1969

H.E. Driver »Indians of North America« The University of Chicago Press, Chicago 1969

E.R. Embree »Indians of the Americas 1939« Collier Books, New York 1970

E. Galeano »Die offenen Adern Lateinamerikas« Hammer, Wuppertal 1973

Jacobs Landau Pell »Brüder, sollen wir uns unterwerfen?« Hanser, München 1972

A.M. Josephy jr. »The Indian Heritage of America« Bantam Books, New York 1968

A.M. Josephy jr. »The Patriots Chief« Viking/Compass, New York 1958

W. Meyer »Native Americans« Little New World Paperbacks, New York 1971

Th. Roosevelt »The Winning of the West« Premier Books, New York 1963

M. Stingl »Von Sassacus bis Geronimo« Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1973

C. de Vaca »Schiffbrüche« Renner, Haar bei München 1963

V.J. Vogel »The Indian in American History« Chicago 1968

J.C. Wise »The Red Man in the New World Drama« Macmillan, New York 1971

Formen des indianischen Widerstands

Den verschiedenen Formen des Kolonialismus - Ausrottung, Versklavung, Landraub, Missionierung, Handel und Verwaltung - galt von Anfang an der erbitterte Widerstand der indianischen Bevölkerung.

Die indianischen Nationen im Nordosten, insbesondere der Irokesenbund, stellten lange Zeit einen politischen Machtfaktor dar, der die Kolonialherren zwang, Bündnisse mit ihnen einzugehen und vertragliche Zugeständnisse zu machen. Doch obwohl die Indianer in Einzelfällen sehr geschickt ihre Rolle als Zünglein an der Waage auszuspielen wussten und ihre Entscheidungen vor dem Hintergrund der Notwendigkeit des eigenen Überlebens zu treffen hatten, gelang es ihnen auch unter Politikern und Kriegern wie Metacomet (King Philip), Pontiac, Brant, Black Hawk, Sealth, Logan Tecumtha (Tecumseh), Cornstalk, Little Turtle, Black Jacket, Buckongahelos und anderen, die zum Teil Visionäre eines panindianischen Widerstands waren, nicht, alte Feindschaften zugunsten einer Allianz gegen die weißen Eindringlinge auf kontinentaler Ebene zu überwinden.

Zudem durchschauten sie erst spät das ihnen unbekannte Konzept des auf totale Ausrottung abzielenden Vernichtungskriegs der Grenzer, Hinterwäldler, Militärs und nachrückenden Siedler und vermochten ihm nicht anders als auf die durch traditionelle Strukturen vorgeschriebene Weise zu begegnen. Ebensowenig waren sie einer doppelzüngigen, kalkulierten Diplomatie gewachsen, die für die »naiven« Wertvorstellungen von Wilden nur Zynismus übrig hatte.

Der militärische Widerstand der Präriestämme nahm demgegenüber eher den Charakter eines Volkskriegs an, der mit entsprechender Verzweiflung und Härte geführt wurde. Den Militärs wie Sheridan, Sherman, Crook oder Custer und ihren »zivilen« Helfern wie Buffalo Bill oder Kit Carson, den Indianerhassern Fetterman und Chivington standen profilierte Kämpfer, Strategen und spirituelle Anführer wie Crazy Horse, Gall, Red Cloud, Two Moons, Sitting Bull, Spotted Tail, und andere gegenüber.

Die Guerilla-Strategie, auf die sich die südlichen Präriestämme angesichts der Vernichtung einigten, scheiterte zwar letztlich auch, setzte sich aber bei den Widerstandskämpfern im Südwesten, wie Mangas Colorado, Cochise, Geronimo, Nachez, Victorio und seiner Schwester Lozen verbissen fort.

In Kalifornien wehrten sich die Modoc unter Kintpuash (Capt. Jack) am entschiedensten.

Im Nordwesten hatten die Kanadier Mühe, den Widerstand der Metis um Luis Riel niederzuschlagen, und auch die amerikanischen Truppen ernteten bei dem Kampf gegen die zwar auf der Flucht befindlichen, aber strategisch einfallsreicheren Nez Percé unter Chief Joseph (Heinmot Tooyalakekt) wenig Lorbeeren.

Der Widerstand im Süden war auch nach der Vertreibung der Cherokee und nach der Niederlage der Creek unter Red Eagle alias William Weatherford bei weitem nicht beendet. Die Seminole erwiesen sich als hartnäckige Krieger, die sich unter Führung von Leuten wie Osceola, Micanopy oder Chief Jumper erbittert zur Wehr setzten. Sie zogen sich schließlich (militärisch nicht besiegt) in die unzugänglichen Sümpfe Floridas zurück, gaben aber ihren Anspruch auf das Land, das man ihnen genommen hatte, nicht auf.

Den Pueblos war es durch den Aufstand von 1680 gelungen, sich für Jahrzehnte von der Kolonialherrschaft der Spanier freizukämpfen, und auch als sich die politischen Verhältnisse wieder änderten, hielten sie zäh an ihren überlieferten Auffassungen fest.

Wo bewaffneter Widerstand nicht mehr möglich war, schlugen sich Gruppen und Grüppchen in unwegsame Gegenden durch und blieben oft erstaunlich lang unauffindbar, bis ins zwanzigste Jahrhundert.

So Ishi von den Yaquis, der sich den Anthropologen erst 1915 stellte, und die Mohikaner, literarisch wertvolle Symbole für Ausrottung, die Cooper zum Trotz bis heute in Einzelexemplaren erhalten sind.

Als nach Beendigung der militärischen Maßnahmen die Verwaltung die Fortführung der Kolonialpolitik mit anderen Mitteln übernahm, war offener Widerstand angesichts der traurigen Verhältnisse in den Reservaten kaum möglich, insbesondere nachdem die Spaltung in gute und böse Indianer sich durch die Einrichtung der Indianerpolizei (seit 1878) verfestigte. Viele gaben auf. Oft nur, weil sie glaubten, anders nicht überleben zu können. Andere erkannten, wie sie die Wünsche der Verwaltung mit ihrem privaten Vorteil verbinden konnten. Nicht sehr viele hingen zäh am alten Brauchtum und der alten Lebensweise, die sie - durch drastische Vergleichsmöglichkeiten bestätigt - als die bessere werteten. Diesen schlossen sich meist jüngere Leute an, die es zunächst mit Anpassung versucht hatten, aber schon vom ersten Schritt, der Schule, die zu jener Zeit nicht mehr leistete, als der industriellen Reservearmee weitere halbgebildete, billige Arbeitskräfte zuzuführen, zutiefst frustriert waren.

Sie gingen auf die Reservationen zurück und fingen an, sich dort durchzuschlagen.

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass das Organisationsverbot und die Unterdrückung traditioneller Bräuche und Religionen ihre Entsprechung in dem an der Oberfläche passiven Verhalten der indianischen Traditionalisten fanden, das behördlicherseits natürlich als Lethargie, um nicht zu sagen Faulenzertum eingestuft wurde. Dennoch stammen viele der innerindianischen Fraktionierungen (zum Beispiel die auf den meisten Reservationen gegebenen religiösen) in Traditionalisten, Angehörige der Native American Church - die wegen der zeremoniellen Verwendung des Peyotl häufig Pressionen ausgesetzt waren - und Christen aus dieser Zeit. Auch die häufige Weigerung, sich in die amtlichen Stammeslisten einzutragen, trotz der damit verbundenen materiellen Nachteile, und die nachlässige Inanspruchnahme des Wahlrechts, sind eher Indizien einer Widerstandshaltung als politischer oder menschlicher Apathie.

Dafür spricht auch das ungemein rasche Ansteigen der Bevölkerungszahlen in den Reservaten. Leute, die sich selbst aufgegeben haben, neigen im allgemeinen nicht dazu, Kinder in die Welt zu setzen. Zumal die indianische Medizin Methoden gegen unerwünschten Nachwuchs seit langem kannte, vom östrogenhaltigen oralen Antikonzeptivum auf pflanzlicher Basis bis zur Schwangerschaftsunterbrechung.

Den Traditionalisten auf den schon länger bestehenden Irokesen-Reservationen im Osten gelang es teilweise, durch nachdrückliches Beharren auf ihren vertraglichen Rechten und durch tatkräftige Selbsthilfe, trotz gegenteiliger Veröffentlichungen einiger Anthropologen, den Gesamtkontext des Bundes der sechs Nationen zu bewahren und die Verbindung zu den Stämmen in Kanada aufrechtzuerhalten.

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