Carl-Ludwig Reichert - Red Power

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Die Geschichte der Indianer ist seit der Eroberung Nordamerikas durch die Europäer eine Geschichte der Unterdrückung und Entrechtung. Die über Jahrhunderte hinweg konsequent betriebene Anti-Indianerpolitik hat zwangsläufig immer wieder Widerstand provoziert, zuletzt im Gefolge der Bürgerrechts- und Studentenbewegungen, der auf eine andere Lebensqualität abzielenden Hippiebewegung, sowie der ökologischen Diskussion.
Kern dieses Buchs sind vier lange Gespräche, die Reichert im Jahr 1973 mit Vertretern des indianischen Widerstands führte: über die Wirksamkeit gewaltsamer Aktionen (spektakulärste Beispiele: die Besetzungen von Alcatraz und Wounded Knee), vor allem aber über die Mittel und Wege, in den Reservationen und Städten, die endgültige Zerstörung indianischer Organisationsformen zu verhindern, die faktische Entmündigung durch den Staat aufzuheben und zu der traditionellen, gegen Leistungsgesellschaft und Ausbeutung der natürlichen Umwelt gerichteten Lebensform der Indianer zurückzufinden.
Reicherts einleitende polemische Chronologie der Geschichte der Indianer und der Indianerpolitik, seine Interviews und Berichte vom Leben der Indianer sind Materialien zur Auseinandersetzung mit einer andersartigen, teilweise alternativen Lebensauffassung und Bewusstseinsstruktur.

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Waren doch, trotz immer wieder behaupteter nationaler Souveränität und merkwürdig eindrucksvoller sozialer Organisation unter dem Wust irrationalen Brauchtums die weitschweifenden und weitschweifigen Wilden eher aufmüpfigen Kindern ähnlich, denen die starke Hand der mächtigen Über-Väter not tat.

Galt es doch, den Verirrten den Weg zu weisen in den Schmelztiegel, der nach Maßgabe eines vagen - wer weiß wie viele - Hundertjahresplans auf synthetische Weise den ganz großen Weißmacher produzieren sollte.

Unter diesen Gegebenheiten lieber rot als tot bleiben zu wollen, war begreiflicherweise mit Schwierigkeiten verbunden.

Man kann den Indianern nicht vorwerfen, sie hätten weder das eine noch das andere versucht. Sie versuchten sogar noch mehr.

Um den Nachweis der von der Entdeckerdoktrin negierten Rechtsfähigkeit anzutreten, entschlossen sich die Cherokee unvermittelt, den Weg des weißen Mannes zu gehen. Sie entwickelten ein Alphabet, gaben sich eine Verfassung, gründeten eine Universität, begannen erfolgreich zu farmen und wurden in kürzester Zeit so unerträglich wohlhabend, dass das geknickte. Selbstbewusstsein der neiderfüllten Siedler sich Luft verschaffen musste.

Ökonomisch überrumpelt, hatten sie dennoch das Recht des Eroberers auf ihrer Seite. Der Richter, dem Recht verpflichtet, konnte nicht aus seiner Haut und die Cherokee wurden vertrieben. Tausende kamen um auf dem Marsch nach Oklahoma.

Das Volk bewies seine trotzdem ungebrochene Tücke, indem es sich nach dieser Lehre ausgerechnet auf ausgedehnten Öllagern niederließ.

Die kriegerischen Präriestämme, die offen Widerstand leisteten, eigneten sich demgegenüber vorzüglich zur Einübung militärischer und psychologischer Taktiken. Es fiel leicht, Neuankömmlingen im Wilden Westen ein greulich rotes Feindbild zu injizieren, dem die positiven Erfahrungen einzelner verwegener Waldläufer, die durch Feindkontakt selber halb verwildert waren und häufig unprotestantischen Gelüsten mit einer oder mehreren Eingeborenen frönten, auf die Dauer nichts entgegenzusetzen hatten. Schließlich hatten auch die Indianer im Lauf der Zeit das Skalpieren gelernt und betätigten sich unter dem Vorwand des Volkskriegs allenthalben als blutdürstige Mordbrenner, wie schon immer untereinander.

Dass der Karriere-Militarist Custer bekam, was er verdiente, bedeutete für die Indianer nicht, dass sie behalten konnten, was ihnen gehörte.

Schlacht hier, Massaker da - die Durchsetzung der jeweiligen Sprachregelung oblag nicht den Betroffenen, sondern gehörte zum internen Spiel zwischen Falken und Tauben. Im Zweifelsfall hielt es die schweigende Mehrheit im Wolfspelz mit den Experten a la Sheridan »nureintoterindianeristeinguterindianer« und Chivington »tötetundskalpiertsiealleauseiernwerdenläuse«.

Die »Nachspiele« der Untersuchungsausschüsse gehörten wie die Ermächtigungsgesetze zur Verfahrensweise und waren dazu gedacht, das öffentliche Gewissen durch die folgenlose Bestätigung seines Vorhandenseins im Oberbau zu halten. Es ging außerdem nicht nur um die Indianer, sondern um die Konsolidierung einer Nation. Permanente Nestbeschmutzung war da am wenigsten angebracht.

Wohlüberlegtes Schweigen führte eher zum Gold in den schwarzen Bergen. Und nur den Indianern kam es absurd vor, dass ihr Heiligtum verwüstet wurde, um das gelbe Metall anschließend wieder in die unterirdischen Kammern von Fort Knox zu versenken. Eine andere Absurdität wurde erst im weiteren Verlauf offenkundig: die langwierige Prozedur der feierlichen Vertragsschlüsse, die zu brechen man zwar keine übertriebenen Skrupel hatte - es geschah immerhin bei stolzen 371 von 389, die aber zur Regelung interner Angelegenheiten ebenso überflüssig waren, wie zum Beispiel eine Kriegserklärung, die, wenn schon, zur Klärung der endgültigen Landesvaterfrage benötigt wurde. Krieg oder nicht, mit Kosten war es allemal verbunden und die Steuerzahler forderten Rechenschaft der Militärs in Form von Erfolgsnachweisen.

Die waren aufgrund des niederträchtigen Geschicks nicht immer einfach zu erbringen. Das Jahr 1865 zum Beispiel zeigte ein unerfreuliches Missverhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis. 8.000 Soldaten und 30 Millionen Dollar Investitionen stand eine Ausrottungsquote von kaum 20 Kriegern gegenüber.

Kein Wunder, dass man bei Gelegenheit die Bilanz durch Frauen, Greise und Kinder günstiger zu gestalten suchte. So Baker 1870 bei den Blackfeet.

Wer Hemmungen hatte, den grausamen Wilden in die mörderischen Rücken zu fallen, konnte wenigstens Büffel schießen und auf vergnügliche oder profitable Weise die Endlösung der Indianerfrage vorantreiben. Als es schon fast vorbei war und die Bürokraten im Schatten der siegreichen Militärs begannen, die Übriggebliebenen der Segnungen moderner Verwaltung teilhaftig werden zu lassen - unterstützt von Rudeln eifernder Missionare und gieriger Händler, nur wenig beeinträchtigt von sporadischen Philantrophen und eigenbrödlerischen Völkerkundlern - beeilten sich die letzten Männer von Schrot und Korn, ihren unabänderlichen Abgang so spektakulär wie möglich zu inszenieren.

Doch hatte Kit Carson auf der Jagd nach den Navaho durch die Taktik der »Verbrannten Erde« noch eine zukunftsträchtige Variante des Kriegswesens ins Spiel gebracht, fand man allgemein, dass das Massaker von Wounded Knee eher eine vergessenswerte Peinlichkeit darstellte, und neigte in Anbetracht der Tatsache, dass es mit Ausnahme einiger als Reservationen geeigneter Ödlandstriche, für die es erst im Atomzeitalter Verwendung gegeben hätte, nichts mehr zu holen gab, dazu, einen vorläufigen Schlusspunkt zu setzen.

Materialien zum besseren Verständnis des Vorhergehenden

Da san dee vieln Wildn,

san braun und san rot,

und ih wer enk oa bringa,

ös lachts enk halb z'Tod.

Georg Queri, Der tapfere Columbus

Columbus:

Tagebuch, 12. Oktober 1492

Mich deucht, diese Leute sind verständig und gäben gute Diener ab.

14. Oktober 1492

Diese Leute sind mit Waffen ungeübt ... mit 50 Mannen könnten sie alle unterworfen werden und jedem Wunsch gefügig gemacht.

Brief an Luis de Santangel, 14. Oktober 1492

Zu allem anderen könnte man Sklaven erhalten, so viele gewünscht werden.

Brief an Ferdinand und Isabella, Februar 1493

Auf keiner der Inseln, die ich besuchte, fand ich missgestaltete Leute. Alle haben ein angenehmes Äußeres, straffes Haar und nicht zu dunkle Hautfarbe. Wenn sie ihre Angst vor uns überwunden haben, ist ihr Benehmen so frei und direkt, dass es für jemand, der es nicht selbst gesehen hat, unglaublich ist. Keine Bitte um irgend etwas wurde je zurückgewiesen, sie drängen vielmehr darauf, ihre Gaben anzunehmen und sind so großzügig, dass sie auch ihre Herzen weggeben würden.

Fakten:

Zwischen 1494 und 1496 verringerte sich die indianische Bevölkerung auf den Inseln (Dominikanische Republik und Haiti) von etwa 500.000 auf ca. 300.000. 1512 waren es noch 20.000. 1548 etwa 500.

Alvar Nunez Cabezza da Vaca, Schiffbrücke

Bericht über die Narvaez-Expedition nach der Südküste Nordamerikas, 1527-1536

... Dort trafen wir eine Menge Menschen dicht gedrängt, die sich aus Furcht vor den Christen dort zusammengeschart hatten. Sie empfingen uns sehr freundlich und schenkten uns ihre ganze Habe und über zweitausend Lasten Mais, die wir den Hungernden, die uns bis zu diesem Platz gebracht hatten, überließen... Am Mittag trafen wir unsere Boten, die uns mitteilten, dass sie keine Menschen getroffen hatten, dass alle in Verstecke in den Wäldern entwichen waren, damit die Christen sie nicht umbrachten oder zu Sklaven machten. In der letzten Nacht hätten sie hinter Bäumen verborgen das Treiben der Christen beobachtet und gesehen, dass sie viele Indianer in Ketten mitschleppten ...

In dem ganzen Gebiet, in dem sich das Gebirge erhebt (Sonora), fanden wir deutliche Anzeichen von Gold, Bleiglanz, Eisen, Kupfer und anderen Metallen. Da, wo die festen Wohnhäuser liegen, ist es warm, und zwar dermaßen, dass selbst im Januar große Hitze herrscht. Von dort nach dem Süden des Gebietes, das bis zum Südmeer menschenleer ist, liegt eine arme Gegend, in der wir unvorstellbaren Hunger litten. Die Menschen, die dort wohnen, sind sehr grausam, voll böser Absichten und schlechter Gewohnheiten. Die Indianer, die in festen Häusern wohnen, und die weiterhin angetroffenen Bewohner des Landes kümmern sich nicht um Gold und Silber und verstehen nicht, dass man davon Nutzen haben kann.

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