Reiner Hänsch - Rotzverdammi!

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Herrlich stinkendes Sauerland oder schnöde glitzerndes Düsseldorf? Heinz-Norbert Flottmann muss sich entscheiden. Auf der Beerdigung seiner Mutter, mitten im Sauerland, taucht plötzlich seine chaotische, fast begrabene Vergangenheit wieder auf. Das schöne, schreckliche Leben zwischen Misthaufen, Mädchen, Gitarrenverstärkern und Bierflaschen ist plötzlich wieder da. Und wie! Die Jungs seiner alten Band und auch seine Jugendliebe Henni machen ihn nochmal sehr nervös.
Heinz-Norbert, inzwischen als Hardy Fetzer eine große Nummer in der Düsseldorfer Werbeszene, spürt den verlockenden, kribbelnden Sog der tollen, alten Zeiten, als alle noch jung und so 'töfte' bekloppt waren. Als es noch eine Band gab, die die Welt, oder wenigstens das Sauerland, aus den quietschenden Angeln hebeln wollte. Der unmögliche Gedanke, diese Band wiederzubeleben, lässt Hardy trotz verzweifelten Sträubens und Windens irgendwie nicht los und bringt damit alles wunderbar durcheinander. Sein ganzes Leben «'is' auf eima' irgendwie inne Wicken».
In unmöglichen, schrägen Episoden voller Sauerländischer Sprachakrobatik läuft dann alles dramatisch auf ein herrliches Ende zu.

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Und dann habe ich kurz darauf alles geschmissen mit der Band, und für ihn und die anderen war die Sache mit „reich und berühmt“ dann erst mal gelaufen. Und als er dann zurückkam von unserer letzten Tour, da war seine Familie nicht mehr da.

„Siehs’ besskhissen aus“, sagt er dann und sieht abschätzend an mir herunter. Der Klaus wohnt hier schon seit Hunderten von „Gahren“, also Jahren, müssen Sie wissen, und hat als menschliche Sprache überhaupt noch nie etwas anderes als diesen Dialekt wahrgenommen. Dat cheht nie wieder wech.

„Besskhissen, besskhissen!“, singt die kleine Lena und tanzt dazu um mich herum. „Und du sti-hinks’!“

„Na, Lena!“, wird sie sofort von Klaus ermahnt. „Wenn dat deine Mutta höat.“

Dann wendet er sich wieder an mich und grinst.

„Meine Chüte“, sagt er, „wat ham wir uns lange nich cheseh’n.“ Ja, da hat er recht. Und dann wird er etwas übertrieben ernst.

„Wegen dä Beärdigung, nä …? Wir war’n auch da aum Fritthoff. Hass mich abba nich geseh’n, woll? Ja, tut mir leid, dat mit deine Mutta, aber einma’ stärb’n se alle. Wat willze machen? So is’ dat ehm. Einer nach’em ander’n, wie die Fliegen kippen se um. Dann cheb’n se den Chriffel ab. Heute noch munter und morgen schon inne Wicken.“

Klaus war schon immer etwas gröber. Und direkt. Und recht hat er natürlich.

„Un wat is’ mit dir passiert?“, fragt er dann regelrecht besorgt. „Cheht et dir nich chut? Brauchsse Cheld? Biss ja total abcherissen.“

„Nee, nee“, sage ich eilig, „es ist nur … ach, mein Auto und ... mir geht’s gut. Danke, Klaus.“

„Du hass ’ne sskheiß Beule da“, meint er und nimmt das kleine Mädchen vorsichtshalber an die Hand, weil ich wahrscheinlich doch sehr gefährlich aussehe.

„’ne sskheiß Beule, ’ne sskheiß Beule!“

Das arme Kind. Dat cheht nie wieder wech.

„Lena, getz is’ abba ma chut!“

„Deine Tochter?“, frage ich ihn.

„Naja, so ähnlich, nä. Is’ die Tochter von meine Frau, die Rita. Bin getz nämmich verheiratet, musse wissen. Un Lenas Vatter is’ Uli Flasche. Müsstesse noch kenn’. War früher mit die Rita zusamm’.“

Uli Flasche kenne ich nicht.

„Lena is ’n Flaschenkind, woll! Hahaha.“

Dann ist es eine Weile still, die kleine Lena sieht mich interessiert an und popelt in der Nase und Klaus sagt dann: „Tja, chehs’ wohl auch nach Pollmanns hin getz, woll?“

„Ja“, antworte ich. „Da wollte ich jetzt hin.“

„Ja los, dann cheh’n we zusamm’n, woll?“

Und dann stiefeln wir gemeinsam los und so langsam kommt eine längst fällige Unterhaltung in Gang. Wir erzählen uns in einem Affenzahn, was in den letzten fünfundzwanzig Jahren so alles passiert ist. Schade, dass es bis zu Pollmanns nicht so weit ist.

„Sag mal, Klaus, hast du eigentlich mal wieder was von Henni gehört?”

6

Zosch und ab!

Ja, ja, da war einmal vor langer, langer Zeit eine Band „zugange“. Und mit Gitarren, Bass, Schlagzeug und einer schweren, braunen Orgel machte diese Band sehr schöne und sehr laute Musik. Und das war meine Band. Wir waren vier junge Männer, möglichst lässig und unerschrocken, und einer, der nicht ganz so lässig war. Aber der durfte trotzdem mitmachen, obwohl er außerdem noch eine dicke Brille hatte, leider nur kurze Haare, dafür aber einen sehr uncoolen Schnäuzer, einen Strickpullover, hellbraune Cordhosen und einen gelben Opel Manta. Aber: Er hatte eine große, tolle, braune Orgel, und darum war er dabei. Also waren wir fünf.

Ich, Gesang, Gitarre, Klaus Klüter, Bass, Günter „Günni“ Niggeloh, Solo-Gitarre, Harald Lüsebrink, Schlagzeug, und eben Horst „Holger“ Asbeck. Das war der mit der Brille, der Orgel, dem Schnäuzer und dem Manta. Und er hieß bei uns Holger, weil … naja, weil es einfach besser passte als Horst – zu ihm, zur Orgel und auch zum Manta, fanden wir.

Ich hatte damals einfach mal so für mich angefangen, Lieder zusammenzubasteln. Komponieren hätte ich das nicht genannt. Und texten war auch nicht so schwer, fand ich. Ich habe immer ziemlich gerne gereimt und es kam auch meistens was rundum Lustiges dabei heraus. Dann ein paar Akkorde dazu, ein paarmal kräftig schütteln, und schon kommt unten eine schöne Melodie heraus … und dann ist wieder ein Song fertig. Das hat Spaß gemacht hat. Und was sollte ich auch sonst tun? Das Studium der Sozialwissenschaften war einfach zu viel verlangt. Nie bekam ich diese staubigen Bücher zu Ende gelesen, die man uns zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten dringend empfahl. Ich konnte das einfach nicht. Ich war schließlich außerdem vielbeschäftigter Mitarbeiter eines musikalischen Unterhaltungs-Trios, das Oehme-Trio hieß, nach dem Gründer und Organisten Hans-Günther Oehme. Wissen Sie, bei dieser Art von Bands war der Tastenmann immer der Chef, also Hans-Günther. Ganz anders als im Rockbusiness, wo Keyboarder im Allgemeinen eher naserümpfend geduldet sind. Diesem sagenhaften Oehme-Trio gehörte ich lange Zeit fest an, um hin und wieder die Rechnungen eines ganz normalen Lebens zu bezahlen.

Dass dieses Trio seine unvergleichlichen Künste allerdings auf Polterabenden, Schützen-, Betriebsfesten und ähnlichen Besäufnisfeierlichkeiten zeigen musste, war außerordentlich erniedrigend. Ein schmutziges Geschäft, wenn man bedenkt, dass zum festen Repertoire immerhin „Schöne Maid“, „La Bostella“ und „Rucki Zucki“ gehörten.

Aber die Zugehörigkeit zu dieser musikalischen Vereinigung war sehr einträglich und daher erst mal doch gar nicht so übel, wenn man immer das gute Gefühl eines knisternden Hundertmarkscheines in der Gesäßtasche haben wollte. Außerdem war ich auch noch aktives, singendes Mitglied einer Blueskapelle, deren übrige Mitglieder von mir aber auf jeden Fall original englisch-amerikanische Texte abverlangten, die ich mittels eines Oxford Dictionnarys mühevoll zusammensetzte und mit einem lange eingeübten Slang vortrug. Das mühevolle Zusammensetzen machte aber keinen Spaß, der Slang war auch bescheuert und da fing es bei mir mit den deutschen Texten an.

Und ich hab’ mich dann auch, im Gegensatz zu vielen anderen, getraut, deutsch zu singen. Da war ich in den siebziger Jahren noch auf ziemlich gefährlichem Terrain unterwegs. Man lief immer Gefahr, dass die Leute mit dem Finger auf einen zeigten und böse Worte wie „Peter Kraus“ oder sogar „Karel Gott“ sagten.

Aber irgendwie schienen wir mit der ganzen Sache etwas getroffen zu haben. Etwas, das ja noch bis heute anzudauern scheint. Vielleicht waren die Texte doch mehr als nur nett und die Kompositionen mehr als nur ganz gut. „Misthaufen“ war sozusagen unser glatter Durchbruch. Von einigen als albern und blöd belächelt, aber von noch viel mehr anderen kräftig abgefeiert.

ZOSCH hieß unsere polterige Band nach „Zosche“, was man zu einem Bier sagen konnte, wenn man wollte. Ein Wort, das uns mal einer von den Berliner Bundeswehrflüchtigen in unsere Hühnerkackegegend mitgebracht hatte. Und da damals Bier immer in Reichweite war und wir es bedenkenlos und kubikmeterweise in uns hineingeschüttet haben – was sollte man sonst machen mitten im sauerländischen Busch –, haben wir einfach das Erstbeste genommen, was uns eingefallen ist. Und für eine mittelmäßige Sauerlandkarriere schien es uns voll ausreichend.

Zosche – ZOSCH. Damit waren wir in unserem Sauerländer Universum erst mal ganz weit vorne.

Unsere Songs hatten dank meiner unendlichen Kompositionskunst immer schöne runde Melodien und Zeilen, die sich wunderbar mitgrölen ließen, und nachdem dann die ersten zwanzig Menschen vor den Kartoffelkistenbühnen eifrig mitgegrölt hatten, wurden wir mutiger, haben die Songs mit zwei geliehenen Mikrofonen und dem Grundig TK 25, das meinem Vater Herbert gehörte, aufgenommen und an alle verschickt, die irgendwas mit Musik zu tun hatten. Sogar an die ganz großen, unerreichbaren und allmächtigen Plattenfirmen in Hamburg, München und Berlin. Viele haben unsere Kassetten natürlich nur mit zwei Fingern angewidert angefasst und sofort in hohem Bogen weit weg geschmissen, aber einige scheinen sie doch tatsächlich gehört zu haben.

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