Ute Leimgruber - Der Teufel

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Wer oder was ist der Teufel? Der gehörnte Satan, mit Bocksbeinen und langem Schwanz? Gibt es ihn überhaupt als Gestalt oder ist er nicht vielmehr ein Symbol für das Böse an sich, das in seiner Alltäglichkeit und in seiner Ungeheuerlichkeit aus unserem Leben nicht wegzudenken ist? Eines ist gewiss: Das Böse ist etwas, mit dem sich jeder Mensch auseinandersetzen muss. Bibel und kirchliche Tradition präsentieren den Teufel als jenen, der zum Bösen verführt – er ist der Diabolos, wörtlich: der Durcheinanderwerfer. Doch was heißt das genau? Wie gehen wir heute mit der Tradition vom Teufel um? Und ist die Rede vom Teufel überhaupt noch zeitgemäß?

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„Vor Gott gibt es weniger ein Problem der Freiheit als ein Problem des Bösen. Wir kennen die Alternative: Entweder wir sind nicht frei und der allmächtige Gott ist für das Böse verantwortlich. Oder wir sind frei und verantwortlich, aber Gott ist nicht allmächtig. Alle scholastischen Spitzfindigkeiten haben der Schärfe dieses Paradoxons nichts hinzugefügt und nichts genommen.“ 5

Anstatt zahlreicher weiterer philosophischer Abhandlungen über das Böse soll an dieser Stelle nur ein Autor genannt werden: Rüdiger Safranski. „Man muss nicht den Teufel bemühen, um das Böse zu verstehen.“ Mit dieser programmatischen These beginnt er sein Buch Das Böse oder Das Drama der Freiheit6. Auch wenn er für sein Verständnis der bösen Wirklichkeit ausschließlich die Ambivalenz der menschlichen Freiheitserfahrung, also ein rein menschliches Phänomen der Wirklichkeitsbewältigung, anführt und somit die Geschichte des Bösen rational, ohne ein diabolisches Geheimnis zu bemühen, erfassen will – um die Diskussion des Teufels kommt auch er nicht herum. Doch der Teufel ist für ihn zentrales Symbol ideologischer Diktatur und Manipulation; religiöse Sprache und Hermeneutik seien in diesem Sinne zu ambivalent, um sie akzeptieren zu können. Symbolische und imaginative Wirklichkeitserschließung erfahren bei Safranski eine Radikalkritik. Das Böse wird hier einzig anthropologisch interpretiert: Das Paradigma der menschlichen Freiheit erscheint als Ausgangs- und Mittelpunkt jeglicher Reflexion über das Böse.

Wendet man den Blick auf die breite Massengesellschaft und ihre Ausdrucksformen, sind Kategorien von Gut und Böse augenscheinlich. Die zeitgenössischen Bilder und Symbole des Bösen sind im säkularen Bereich stark durch massenmediale Darstellung und Multiplikation geprägt. Und es werden immer häufiger religiöse Versatzstücke und Symbole aus ihrem traditionellen Kontext gelöst und umgewidmet, so auch in beinahe inflationärer Weise die Begriffe Teufel oder teuflisch. Schlagworte insbesondere in der Werbebranche, die sich in hohem Maß religiöser Gefühle und Elemente bedient, wie „teuflisch billig“, „höllisch scharf“, „Putzteufel“ oder Ähnliches, gehören mittlerweile zur Alltagssprache. Es tauchen dabei Teufel(chen) auf, mit Hörnchen auf dem Kopf und einem schwarzen, wahlweise schwarz-rotem Umhang. Die Begriffe „Teufel“ oder „höllisch“ meinen dabei meist gar nichts Böses oder zu Verurteilendes. Sie sollen vielmehr den Gegensatz zu langweilig, brav, altbacken oder fade ausdrücken. Wer das entsprechende Produkt kauft, kauft gleichzeitig auch Leidenschaft, Verruchtheit, eben einen Lebensstil, der das genaue Gegenteil eines frommen, angepassten Lebens ist. Der Begriff Teufel dient dabei als Signal, um die Aufmerksamkeit eines kaum mehr zu reizenden Publikums wenigstens kurzfristig auf eine Sache zu lenken, sodass das Ziel, den Profit immer weiter zu steigern, mit immer neuen Variationen teuflischer Assoziationen erreicht werden soll. Dass die genuin religiöse Rede vom Teufel im Kontext des Glaubens dabei sinnentleert wird, ist unübersehbar.

Neben dem Teufels begriff taucht auch die Teufels figur auf säkularem Hintergrund auf – es werden dabei bewusst religiöse Gefühle im Spiel mit Elementen der (christlichen) Tradition benutzt. Seit den 1970er-Jahren ist Satan eine Kultfigur im Horrorgenre und Garant für volle Kinokassen. Zahlreiche Filme voller populär-religiöser Versatzstücke variieren die Abgründe menschlichen Daseins und der unheimlichen Bedrohung durch transzendente Mächte. Garantiert und autorisiert wird dies durch Bibelzitate (vornehmlich der Offenbarung des Johannes) und christliche „Traditionen“ wie Hexenvorstellungen. Filme wie Rosemary’s Baby (Roman Polanski, 1967), Der Exorzist (William Friedkin, 1973 mit zwei Fortsetzungen 1977 und 1989), Das Omen (Richard Donner, 1975 mit zwei Fortsetzungen 1978 und 1982), Angel Heart (Alan Parker, 1986, mit Robert de Niro als Luzifer „Lou Cypher“), Im Auftrag des Teufels (Taylor Hackford, 1997, diesmal gibt Al Pacino den Teufel), Teuflisch (Harold Ramis, 2000), Constantine (Francis Lawrence, 2005) oder The Reaping – Die Boten der Apokalypse (Stephen Hopkins, 2007) sind nur wenige Beispiele für die noch immer anhaltende Erfolgsgeschichte okkulter Themen auf der Kinoleinwand.

Ein Blick in die Bücherlisten der Verlage zeigt eine immense Produktion an (oft dubiosen) Schriften zu Themen wie Teufel, Engel, Dämonen etc. Zahlreiche Bücher pseudoreligiösen Inhalts und unwissenschaftlicher Natur – jedoch mit dem Anspruch auf Seriosität und Wahrhaftigkeit – befassen sich mit dem Problem des Bösen und der Existenz Satans: Ein schier unüberschaubares Angebot lässt auf eine entsprechende Nachfrage schließen. Mit immer neuen Enthüllungen und spektakulären Erkenntnissen wird ein gewaltiger Markt bedient, der in seiner Gier nach transrationalen Ungeheuerlichkeiten unersättlich scheint.

2. Okkultismus, Satanismus – Destruktive Opposition

Dem Bösen haftet mithin eine eigentümliche Faszination an, die sich auch immer wieder in okkulten Praktiken zeigt, die zumeist losgelöst von (christlicher) Religion und auf das vordergründig Wahrnehmbare (aber gerade eben nicht rational Erklärbare) reduziert sind. Es bilden sich quasireligiöse Vorstellungen, durchsetzt von Schwarzer Magie, von Hexen, Zauberern und Wahrsagerinnen, von parapsychologischen Fähigkeiten und Räumen voller Geister und Dämonen. Spätestens seit Mitte der 1980er-Jahre ist ein Aufflammen okkulter Phänomene und Thematiken zu erkennen, sei es in esoterischen oder spiritistischen Zirkeln oder in dezidiert okkulten Kreisen. Die Moderne setzt also vielerorts auch eine Suche nach mehr als Faktizität, Rationalität und Funktionalität in Gang. Offensichtlich haben die Großkirchen diese Suche nach religiöser Verortung nur ungenügend beantwortet, das dadurch entstandene (Sinn-)Vakuum in postmoderner Unsicherheit wird von dubiosen Sekten und ernsthaften Selbstfindungs- und Meditationsseminaren gleichermaßen ökonomisch verwertet: Wenn der Markt für religiöse Befriedigung mit okkulter Ausrichtung auch im täglichen Geschäft des Gesellschaftsbetriebs nebensächlich zu sein scheint, so ist er offensichtlich noch lange nicht gesättigt. Ob nun in der Esoterik der Blick in erster Linie auf positive Mächte oder wie im Okkultismus auf böse Geister gerichtet wird: Die Faszination am Trans rationalen, am Meta physischen und Über sinnlichen scheint ungebrochen – und mit dieser Faszination ist ein gutes Geschäft zu machen.

Mit dem Okkultismus verbunden, aber dennoch davon abzugrenzen ist der Satanismus. Dieses Phänomen ist ein nur schwer definierbares, und selbst Experten und Expertinnen widersprechen sich in der Beschreibung und Beurteilung von satanistischen Szenen und Gruppen: Von harmloser Protestjugendkultur bis zu gefährlichen Ritualkulten, von unschädlicher Musikströmung über Schwarze Messen hin zu Tier- und Menschenopfern reicht die Spannbreite in der Beschreibung. In der Tat ist der Satanismus ernst zu nehmen, seine psychischen und physiologischen Folgewirkungen sind nicht zu vernachlässigen. Doch allzu oft erscheint Satanismus als Projektionsfläche gieriger Sensationslust und unseriöser Spekulationen, die genährt werden von Vorfällen wie dem sog. „Wittener Satanistenmord“ im Juli 2001, als ein Ehepaar einen Menschen unter Verwendung satanistischer Symbole tötete.

Im Satanismus manifestiert sich ein jahrhundertealter Satanskult, dessen Wurzeln Antithesen zum christlichen Kult sind. Von Beginn dieser Strömung an wollte man gegen das Christentum aufbegehren, das man auf die scheinbar spezifische Grundlage, den Gegensatz Gott – Satan reduzierte, sodass die satanistische Bewegung ursprünglich auf der Rebellion gegen die etablierte Religion und Kirche gründet. Geprägt ist die Sprache des Satanismus in allen seinen Ausprägungen von martialischem Vokabular, Hauptakteur ist der Teufel, das Biest, der Antichrist, der Satan. Der moderne Satanismus des 20. und 21. Jahrhunderts und seine zahlreichen subreligiösen Versionen lassen sich vielfach zurückführen auf Aleister Crowley (1875 – 1947) und seine Ideen und Schriften. In Crowleys „Offenbarungsbuch“ Liber Al Vel Vegis , dessen Inhalt ihm angeblich 1904 in Kairo von einer jenseitigen Wesenheit namens Aiwass mitgeteilt wurde, steht der zentrale und immer wieder zitierte Satz, ein Aufruf nach absoluter und völlig autonomer Durchsetzung der eigenen Interessen und Begierden, nach schrankenlosem Sich-ausleben: „Es gibt kein Gesetz, außer tue, was du willst“ (Erster Teil, 40). Crowley versteht sich selbst als „wahrer Gott vom wahren Gott“ und folgerichtig bezeichnet er sich in dieser Selbstvergottung als die Inkarnation Satans und im Anschluss an das biblische Buch Offenbarung Kap. 13 als The Beast 666 .

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