Rich Schwab - Paaf!

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Juli 1986, zwölf Wochen nach Tschernobyl. Die Grünen und die Anti-Atom-Bewegung triumphieren: Das große Pöckensdorfer Anti-Atom-Festival, kurz Paaf!, kann stattfinden – alle behördlichem Hürden sind genommen. An die hunderttausend Protestpilger werden erwartet, und in dem beschaulichen Dörfchen in der Oberpfalz ist der Teufel los. Nicht nur dort – natürlich wollen etliche Geschäftemacher auf den Zug aufspringen, und nicht zuletzt versuchen diverse politische Gruppierungen – und der Verfassungsschutz – ihr eigenes Süppchen zu kochen.
Das könnte Büb Klütsch und seiner Band Penner´s Radio ziemlich wurscht sein, sie sind froh, dabei zu sein und geben natürlich alles, um vor dieser Kulisse ein denkwürdiges Konzert hinlegen – da macht es am dritten Festivaltag wirklich Paaf!, und hinter der Bühne gibt es einen Toten. Wieder einmal stolpert Schlagzeuger Büb, gewohnt selten nüchtern, in seinem vierten Abenteuer durch ein kaum durchschaubares Dickicht von politischen Ränken und kriminellen Machenschaften – und das, wo doch sein Kopf und sein Herz mit ganz Anderem beschäftigt sind …

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»He, he!«, klang es um die Theke herum, und »Starker Tobak, Joe!« Aber in Wahrheit konnte man ihm da wirklich schlecht widersprechen, nicht nur, weil er zur Bekräftigung seiner Predigt eine neue Runde bestellte. »Hast du denn ’nen besseren Vorschlag, Klugscheißer?« Hatte er.

»Ich hab’ das aus Quatsch mal durchgerechnet«, sagte er. »In den letzten drei Jahren habt ihr für Neukäufe in Sachen PA übern Daumen achtundvierzig Mille ausgegeben.«

»Na, na! Jetzt übertreibst du aber!«

»Ja, etwa nich’?« Na ja, wahrscheinlich schon. War so allerdings auch keinem direkt bewusst gewesen. »Aha. In diesen drei Jahren hattet ihr gerade mal hundertdreißig Auftritte – die Benefiz-Konzerte nich’ mitgerechnet. Macht an Kosten für die PA pro Gig dreihundertsiebzig Ocken. Ohne die Reparaturen zwischendurch. Mittlerweile ist die ganze Anlage aber so groß geworden, dass sie gar nicht mehr in den Blitz reinpasst, also habt ihr euch für sieben Mille noch einen Kombi zugelegt, fahrt also mit zwei Autos durch die Gegend. Macht mit ungefähren Sprit-, etcetera-Kosten noch mal zwanzig Mille – und erhöht die Kosten pro Gig auf sage und schreibe fünfhundertzwanzig Ocken. Min-des-tens.«

»Wow«, machte es um die Theke herum, und einer von uns fühlte sich bemüßigt, die nächste Runde zu übernehmen. Auf die paar Mark kam es dann wohl auch nicht mehr an. Aber Little Joe war natürlich noch nicht fertig.

»Und dabei hab ich die Preise eurer Supermixer, die ihr angeblich braucht, um das ganze Gesumse zu bedienen, noch gar nicht mit eingerechnet. Was die kosten, wisst ihr ja wohl selber.« Und ob wir das wussten – wenn wir nach der Abrechnung jedem von uns Musikern an einem guten Abend einen Hunderter auszahlen konnten (und wohlgemerkt nur an einem guten Abend), bekam unser Profi am Mischpult zweihundertfünfzig. Die bekam der aber auch an den schlechten Abenden. Und natürlich auch für seinen Job bei einem der mindestens zwanzig Benefizkonzerte, die wir im Jahr absolvierten, und bei denen unsere Gage aus Applaus, Schulterklopfen und ein paar Kästen lauwarmem Bier bestand. Und bis hierher war der Mann, der seit zwei Jahren dafür bezahlt wurde, dass er am separaten Monitormischpult saß und für einen Bühnensound wie bei den Großen sorgen sollte, noch gar nicht aufgetaucht.

So hatte das allerdings noch keiner von uns gerechnet. Na ja, wir waren ja auch Musiker und keine Kaufmannsseelen.

Aber eine beeindruckende Rechnung. Was also tun?

Vor der erlösenden Problemlösung gab es jedoch noch den Rest der Predigt zu überstehen.

»Ich hab noch bei keinem, keinem einzigen Penner’s-Gig erlebt, dass es einen von euch Rampensäuen interessiert hätte, wie die Monitoranlage klingt«, fuhr Little Joe fort, »geschweige denn, von welcher Marke die Monitorboxen sind, oder ob der Equalizer, der da zwischengeschaltet war, nun zweihundert Mäuse oder zweieinhalb Mille gekostet hat. Oder ob’s da überhaupt so was wie ’nen Equalizer gab – Hauptsache, das hat alles ordentlich Krach gemacht, oder?« Wohl wahr. Nächste Runde wieder auf uns. Und die Fragen, was denn nun angesichts dieser kaufmännischen Fehlleistungen zu tun sei, wurden lauter.

»Für mich ist die Antwort klar, Jungens – den Blitz verschrotten, den Kombi verkaufen, die ganze Scheiß-PA verscherbeln.«

»Und die ganze Scheiß-Band auflösen«, schlug Veedelnoh vor.

»Jau – ab an die Côte d’Azur!«, lästerte Emerson, auf Veedelnohs und mein Sommerpausenfiasko vor fünf Jahren anspielend.*

»Nö. Im Gegenteil«, ließ Little Joe sich nicht erschüttern. »Passt auf …«

Und wir passten auf.

Ein paar Bier später war der Fall gelöst. Unsere beiden Profi-Mixer durften sich einen neuen Job suchen, und Little Joe war wieder unser einziger Roadie (nächste Runde auf ihn). Ansonsten wurde alles so gemacht, wie er es vorgeschlagen hatte, und seitdem hatten wir lockere Verträge mit drei strategisch über Deutschland verteilten PA-Verleihfirmen und zahlten nie mehr mehr als vierhundertfünfzig D-Mark für Anlagen, die immer auf dem neuesten Stand der Technik und immer gut in Schuss waren und im Normalfall schon fertig verkabelt da standen, wo wir unseren Auftritt hatten. Was nebenbei auch so manches unserer gewohnten Probleme mit so genannten Aufbauhelfern und Hausmeistern aus der Welt schaffte.

Und deswegen konnten wir heute auch in einem schnuckeligen Setra-Neunsitzer, Baujahr ‘69, unsere kompakte Bühnenanlage hinter der letzten Sitzreihe verstaut, meinen Stabilbaukasten im Gepäckraum, mit beeindruckenden 95 km/h an den beiden Tankwagen vor uns vorbei ziehen. Und trotzdem noch hören, dass das da auf der Kassette, die im Rekorder leierte, die neue Platte der Richard Bargel Blues Band war – Don’t you mind people grinnin’ in your face *

Das Leben in einem Bandbus hat etwas ganz Besonderes. Fast immer gibt es jemanden, der vorne mit dem Fahrer ein Schwätzchen hält, schon damit der nicht am Steuer einschläft; es gibt immer mindestens einen, der pennt, einer liest ein Buch, einer den Spiegel oder die Bravo , ein anderer kritzelt in ein Notizbuch ( Wie viel Geld hab’ ich noch? Wie viel kommt auf dieser Tour noch rein? Wie hieß das Mädel gestern Abend noch gleich? He, Jungs, das wird ein toller Text! ); irgendwo hocken zwei und spielen Mau-Mau oder Schach. Die Momente, wo es keine Musik gibt, sind selten – entweder läuft die Anlage vom Bus oder es zischelt und quäkt aus irgendeinem Walkman-Kopfhörer oder irgendeiner klimpert auf einer Gitarre herum, oft begleitet vom Getrommel, Geschnipse, Gesumme oder Gesang einiger Kollegen …

Es ist eigentlich nie still (dafür sorgt schon der Motor der Bussin) aber die Stimmung ist meistens ruhig, gedämpft, träge – der Tag, die Reisestunden plätschern vor sich hin, weil der Biorhythmus aller längst verinnerlicht hat, dass es erst am Abend drauf an kommt. Die Zellen und Synapsen, die für Adrenalin zuständig sind, werden erst geweckt, wenn’s auf den Auftritt zugeht, auf Showtime . Bis dahin – dafür – wird bloß aufgetankt; mit Schlaf, Entspannung, Tabak, Haschisch, Bier, Obst und Knabberzeug … Und wenn gelegentlich jemand aus heiterem Himmel ein verschmitztes »Entschuldigung!« in den Bus wirft, werden sofort alle Fenster geöffnet, weil die Düfte, die eine Minute später von seinem Sitz aufsteigen, ziemlich nachdrücklich und nachhaltig erkennen lassen, dass er sich die letzten zwei, drei Tage von nicht viel anderem ernährt hat.

Ich liebe Bandbus-Reisen.

Genüsslich räkelten wir uns heute auf dem Weg nach Erbelheim also in den gemütlichen Sitzen, am Steuer schnippte Emerson Bargels Takt mit, Veedelnoh klimperte auf seiner Akustischen dazu, Bruni malte an ihren übergroßen Postkarten mit den farbenfroh leuchtenden afrikanischen Motiven, Oblong drehte eine Zigarette aus drei Blättchen, und Little Joe schnarchte auf der letzten Bank. Wir alle vermissten Eiermann ein bisschen, unseren Ex-Bassisten und mittlerweile Rhythmusgitarristen, der letzten Monat auf einer Atelierfete der Jungen Wilden ein wenig zu gründlich demonstriert hatte, wie jung und wild er sein könne, und jetzt stolz sein durfte auf einen echten Kippenberger – gemalt auf einen Gipsverband um einen dreifach gebrochenen Arm. Und ich amüsierte mich mit dem Kölner Express von vorgestern.

Ganz Kölle war am Wochenende auf den Beinen gewesen – 55.000 spielten Luftgitarre zu Gary Moore, Marillion und Queen im Müngersdorfer Stadion, 25.000 blickten in Bocklemünd, neuerdings auch Hollymünd genannt, hinter die Kulissen des WDR, vor allem hinter die der Lindenstraße . »Stimmung kam auf, als De Höhner das neue FC-Lied aufnahmen oder die Bläck Fööss aus dem Publikum befragt werden durften«, schrieb unser Lokalblatt begeistert. Das konnte ich mir lebhaft vorstellen. »Tommy, wie fallen euch bloß immer so tolle Lieder ein?« – »Eh …, ja, eh … – nächste Frooch.«*

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