Andreas Busch - Katholisches Medienhandbuch

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Der rasante Medienwandel stellt die katholische Kirche und ihren Kommunikationsauftrag vor enorme Herausforderungen. Wie kann sich Kirche in einer durch Medien bestimmten Gesellschaft noch Gehör verschaffen? Sind Kirche und Medien überhaupt kompatibel? Und wie gelingt ihr der Spagat zwischen ihrer Aufgabe authentisch zu verkündigen und sich zugleich an die Eigenlogik der Medien anpassen zu müssen? Kirche wird sich den Veränderungen stellen müssen, auch weil traditionell kirchliche Medien ihre Adressaten und so ihre Bedeutung zunehmend verlieren werden.
Im vorliegenden Handbuch geben über vierzig Autoren, alles renommierte Fachleute, einen umfassenden Überblick über den «Medien-Player» Katholische Kirche und diskutieren theologische und inhaltliche Herausforderungen einer säkularisierten Mediengesellschaft.
Herausgeber ist der Vorsitzende der Medienkommission der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Rottenburg – Stuttgart, Gebhard Fürst. Inhaltlich wurde das Medienhandbuch von zwei ausgewiesenen Kennern der katholischen Medienarbeit, David Hober und Jürgen Holtkamp zusammengestellt.

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Ein Meta-Thema ist dabei das spätestens seit dem Aufkommen des Buchdrucks signifikant angestiegene Tempo der Entwicklungen: Von der Entwicklung der Schrift bis zum Druck mit beweglichen Lettern vergingen rund 4.000 Jahre. Seitdem prägen technologische Entwicklungen im Bereich der Medien in immer kürzerer Folge auch gesellschaftliche Entwicklungen.

Angesichts der immensen technischen Veränderungen gerade der letzten Jahrzehnte wäre es unseriös, daraus nun Prognosen für ein ganzes Jahrhundert treffen zu wollen. Jedoch lassen sich die sieben im Folgenden beschriebenen (Mega-)Trends der Entwicklung beobachten, aus denen sich auch Folgerungen für die Zukunft kirchlicher Kommunikation „im Zeitalter von Web 2.0“ ziehen lassen.

(Mega-)Trends der Kommunikation im 21. Jahrhundert

Digitalisierung

Der Mega- (bzw. Meta-)Trend der letzten 50 Jahre ist die Umwandlung visueller und akustischer analoger Zeichen in digitale Sig­nale. Die Digitalisierung impliziert dabei immer eine Umwandlung von stufenlosen in diskrete, d. h. schrittweise, zählbare Daten. Diese Umwandlung war wiederum Voraussetzung für die Miniaturisierung und Geschwindigkeitssteigerung in der Verarbeitung von Daten. Vor allem aber ist die Digitalisierung Voraussetzung für die Integration verschiedener Medienformate und die Konvergenz entsprechender Geräte: War ehedem ein Telefon ein Telefon und ein Notizbuch ein Notizbuch, so ist ein Smartphone heute, dank einer Vielzahl von kleinen Programmen, sogenannter „Apps“ (von engl. application, Anwendung), ein Telefon, ein Adressbuch, ein Notizbuch, eine Kamera, ein Internetzugang und vieles mehr – mithin eine nahezu universale digitale Kommunikationsmaschine.

Vernetzung

Der zweite Mega-Trend bezeichnet die seit der „Erfindung“ des Internets in den USA in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts 2immer weiter gehende Herstellung von Datenverbindungen zwischen Servern und Clients. Clients sind dabei mittlerweile nicht mehr bloß Computer, Tablets und Smartphones, sondern auch Fernseher, Kühlschränke und andere Haushaltsgeräte.

Das neue Leitmedium Internet erfüllt immer mehr Bedürfnisse der Menschen nach Kommunikation, Information und Unterhaltung. So ist es insbesondere für junge Menschen unverzichtbar in den kommunikativen Alltag integriert 3.

Mobilität

Der Trend geht dabei zu einer immer umfassenderen drahtlosen Vernetzung. In Verbindung mit einer Miniaturisierung von Kommunikationsgeräten sind damit die Voraussetzungen für eine mobile und ubiquitäre Nutzung kommunikativer Techniken und Dienste gegeben. Dies führt aber auch zu einer Vermischung der Lebensbereiche; die frühere Trennung in „privat“ und „öffentlich“ ist zunehmend hinfällig. Gerade die mobile Nutzung von Kommunikationsgeräten hebt die frühere Trennung in „dienstlich“ und „privat“ auf – wie jeder beurteilen kann, der im ICE-Großraumwagen schon einmal unfreiwillig Telefonate mit anhören musste. Auf vielfältige ethische wie rechtliche Probleme in diesem Kontext kann hier nur verwiesen werden.

Interaktivität

Dieses ehemalige Unterscheidungskriterium zwischen sozialer und medialer Kommunikation ist spätestens seit der Entwicklung des sogenannten Web 2.0 hinfällig. Im klassischen „Einbahn“-Paradigma der Massenkommunikation stehen Medienproduzenten auf der einen Seite unumkehrbar Medienrezipienten auf der anderen Seite gegenüber. Die niedrigschwellige Nutzung von Blogs, Videoportalen, Kommentar- oder Sharing-Funktionen in sozialen Netzwerken steht hingegen jedem offen. Mit der Nutzung einer solchen Funktion bzw. eines entsprechenden Dienstes wird aus dem Rezipienten unmittelbar ein Produzent, der gestaltend auf den Kommunikationsprozess einwirkt.

Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Individual- und Massenkommunikation, zumal auch scheinbar individuelle Kommunikation wie in Facebook letztlich ein Massenphänomen ist 4. Es entstehen also neue Kommunikations-Öffentlichkeiten, die im Anschluss an Schmidt 5als „persönliche Öffentlichkeiten“ zu bezeichnen sind. Deren Merkmale im Vergleich zu den „professionellen Öffentlichkeiten“ der Massenkommunikation sind Themenwahl nach subjektiver Relevanz statt nach objektiven Kriterien wie Nachrichtenwert, Ausrichtung der Kommunikation am jeweiligen persönlichen Netzwerk statt an einem Massenpublikum und eben eine grundsätzlich dialogische, mithin also interaktive Kommunikation statt eines einseitigen Publizierens 6.

Funktionsmischung

Dementsprechend sind die Beteiligten an digitaler interaktiver Kommunikation auch nicht mehr trennscharf zu unterscheiden in Produzenten hier und Rezipienten dort. Vielmehr kann jederzeit ein Rollenwechsel erfolgen; der neue Nutzer ist beides gleichzeitig: ein Prosument. Dies impliziert erhebliche Herausforderungen für beide Seiten, insofern professionelle und semiprofessionelle (journalistische) Formen von Kommunikation formal gleichwertig neben privater Kommunikation bestehen.

Die Formate der Kommunikation ändern sich dabei ebenfalls: „Das vorherrschende Modell für die Art der Informationsdarbietung in vernetzten Öffentlichkeiten ist nicht mehr die ‚Sendung‘ oder die ‚Ausgabe‘, sondern der ‚stream‘ oder der ‚feed‘.“ 7

Globalisierung

Begrenzte Öffentlichkeiten kann es zwangsläufig in einem weltumspannenden Netz nicht mehr geben. Informationen im Internet sind – einmal publiziert – sofort weltweit verfügbar. Die vielen Fotohandys und Digicams sorgen dabei für die Illusion einer globalen Augenzeugenschaft: Wir können theoretisch jederzeit überall „dabei sein“.

Die Anbieter der dazu benötigten Dienste und Services sind weit mehr als bloße mediale Vermittlungsinstanzen. Sie werden zu Garanten einer weltweiten digitalen Kommunikations-Infrastruktur mit teilweise monopolistischer Marktmacht. Sie beeinflussen massiv den Zugang zu und den Umfang des Zugriffs auf Informationen und darauf basierender Kommunikation. Dass eine Reihe von Diensten für die Nutzer (zunächst) kostenfrei angeboten wird, darf nicht über die Profit-Orientierung der dahinter stehenden Anbieter hinwegtäuschen.

Un-vergessliches Medium Internet

Seit dem Aufkommen der Schrift wurde schrittweise immer stärker die ursprüngliche Flüchtigkeit direkter (verbaler) Kommunikation zurückgedrängt, und zwar über die Jahrhunderte für immer mehr Mediengattungen, die von Buch über Foto und Film bis zur dreidimensionalen virtuellen Simulation immer stärker und aktueller die Realität abzubilden bzw. zu spiegeln vermochten. Damit einher ging aber auch eine immer geringere Haltbarkeit der Speichermedien. Während wir die 40.000 Jahre alten Höhlenmalereien von Lascaux oder Nerja heute noch bewundern können, sind die Inhalte von Büchern aus dem letzten Jahrhundert u. U. aufgrund des verwendeten säurehaltigen Papiers nur noch bedingt zugänglich. Dieses Problem wird mit digitalen Speichermedien noch verschärft, die eine weitaus geringere Haltbarkeit als analoge Medien aufweisen. Der Inhalt einer selbstgebrannten CD von vor 15 Jahren ist möglicherweise schon nicht mehr lesbar und für eine Diskette aus der gleichen Zeit gibt es heute üblicherweise keine Laufwerke mehr, mit der diese gelesen werden könnte.

Mit der digitalen Speicherung in weltweit verfügbaren Netzen, kombiniert mit umfassenden Suchzugriffen auf deren Inhalte, entsteht jedoch ein Informationsnetz „ohne Vergessen“. Nichts „versendet sich“ mehr wie weiland im Rundfunk; theoretisch bleiben immer mehr Daten unabsehbar lange verfügbar. Damit ergibt sich zum einen das Problem des Informations-Overflow, der technische und rechtliche Herausforderungen mit sich bringt. Auf diese kann mit Stichworten wie Wissensmanagement, Informationsökonomie, Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung hier nur verwiesen werden. Zum anderen gibt es prinzipbedingt kein „gnädiges Vergessen“ mehr, was wiederum ethische und rechtliche Fragen aufwirft. 8

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