Michael Tietz - Rattentanz

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23. Mai, 07:00 Uhr. An einem ganz normalen Frühlingsmorgen beginnt der globale Albtraum: Das weltweite Stromnetz bricht von einer Sekunde auf die andere zusammen. Sämtliche Kommunikationssysteme kollabieren, urplötzlich stürzen Flugzeuge vom Himmel, innerhalb von Stunden regieren Chaos, Gewalt und Anarchie. Es geht um das nackte Überleben in einer bis dahin unbekannten Welt – aber nur die wenigsten scheinen dieser Herausforderung gewachsen. Gibt es Hoffnung für die Menschheit oder werden am Ende nur die Ratten triumphieren?

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»Kaffee?« Evas Lachen klang traurig. »Und wie wollen Sie den machen? Ich meine, so ganz ohne Strom?«

»Aber ich brauche jetzt einen Kaffee!« Stiller stand bockig wie ein kleiner Junge auf dem Flur. Die neue Realität schien ihn noch immer nicht erreicht zu haben oder aber er weigerte sich einfach, sie zur Kennt nis zu nehmen.

»Sie bekommen Ihren Kaffee, Doktor. Versprochen. Aber erst, nachdem Sie mich behandelt haben!«, sagte Beck. Stiller schwankte einen Moment, dann gab er sich geschlagen und tastete sich vor Beck bis in den kleinen Aufenthaltsraum der Station. Sie ließen sich auf die Eckbank fallen und warteten auf Eva, die am anderen Ende des Flurs ein Skalpell, Desinfektionsmittel und etwas suchte, womit man Becks Hand für den Eingriff betäuben konnte.

»Und die Kerle sind jetzt im OP?«, fragte Stiller in die Dunkelheit hinein. Obwohl er den Polizisten nicht sehen konnte, wusste er, dass der nickte.

»Eingeschlossen?«

»Ja.«

»Und wie können Sie so sicher sein, dass die nicht rauskommen?«

»Die Tür, durch die sie rein sind, bekommen die nie und nimmer auf!«, antwortete er mit tiefer Überzeugung in der Stimme. »Und so wie die da drin geflucht und geschrien haben, scheint es keinen zweiten Ausgang zu geben.«

»Und Fenster? Was ist mit Fenstern? Was ist, wenn die ein Fenster zerschlagen, runterklettern und dann zu uns zurückkommen?« Stillers Stimme überschlug sich. Es war eine reale Möglichkeit, die ihm da plötzlich Angst in die Brust trieb. Fenster einschlagen. Rausklettern. Zurückkommen.

Zurückkommen!

»Dann wären sie längst hier.«

Der Arzt dachte noch über Becks Worte nach, als Eva alles für den kleinen Eingriff Nötige brachte. Sie gab Stiller die Taschenlampe und breitete ein steriles Tuch auf dem Tisch aus.

»Legen Sie Ihre Hand da drauf«, forderte sie Beck auf.

»Wird es wehtun?«

»Bestimmt«, antwortete der Arzt. Er betrachtete im schwachen Schein der Lampe die Hand und verzog das Gesicht. »Ich muss die Wundränder ausschneiden, die Wunde säubern und zusammennähen.«

»Und was dann?«, wollte Beck wissen.

»Dann nehmen Sie Antibiotika und beten, dass Sie nicht noch bereuen müssen, mich hierzu überredet zu haben!«

Eva sprühte die Hand mit Desinfektionsmittel ein. Beck verzog das Gesicht, die Flüssigkeit brannte in der Wunde wie Feuer.

»Können Sie die nehmen?« Stiller hielt dem Polizisten die Taschenlampe hin. »Leuchten Sie genau in die Wunde und, wenn Ihnen Ihre Hand lieb ist, halten Sie still dabei.« Eva reichte ihm eine kleine Spritze.

»Was ist das?«

»Scandicain.«

Das war in Stillers Augen offensichtlich Erklärung genug, denn ohne weiter auf Becks Frage einzugehen, stach er fünfmal um die Wunde herum in Becks Hand und injizierte jeweils einige Tropfen des Betäubungsmittels unter die Haut. Nach einigen Minuten fühlte die sich pelzig an.

Mit sichtlichem Unmut säuberte Stiller Becks Wunde mit einem Tupfer, dann reichte Eva ihm ein Skalpell, mit dem er die zerrissenen Ränder begradigte.

»Passen Sie auf, wo Sie hinleuchten!«

»Kommen Sie«, Eva nahm Beck die Lampe aus der Hand. »Geben Sie die mir. Und schauen Sie lieber woanders hin.«

Joachim Beck schloss dankbar die Augen, während sich Stiller fluchend und schwitzend weiter an seiner Hand zu schaffen machte. Schließlich − er war mit sich offensichtlich einigermaßen zufrieden − nähte er die Wunde mit sieben Stichen und klebte einen breiten Pflasterstreifen auf sein Werk.

»Eva gibt Ihnen gleich ein paar Tabletten Antibiotika. Nehmen Sie die die nächsten zehn Tage. Die Fäden können raus, wenn die Tabletten alle sind.« Stiller stand auf. Er kramte eine Schachtel Zigaretten und ein Feuerzeug aus seiner Hosentasche.

»Könnte ich auch eine haben?«, fragte Beck.

Stiller nickte. »Kommen Sie mit.«

»Sie können ruhig hier rauchen.« Eva, die den Tisch abräumte, zuckte mit den Achseln. »Ich glaube kaum, dass die Rauchmelder noch funk tionieren. Und selbst wenn, wird niemand kommen.« Was sie sagte, klang traurig. Und endgültig. Als ob sich die Katastrophe dieses Tages auf das Funktionieren eines Rauchmelders reduzieren ließe. Und das Traurige dabei war, dass dies tatsächlich dem Istzustand entsprach.

Während sie rauchten, sprach keiner ein Wort. Jeder hing seinen Gedanken nach und starrte in die Finsternis, die Taschenlampe hatten sie gelöscht. Beck grübelte über die Gefangenen im OP nach, während Stillers Gedanken bei seiner schwangeren Frau in Freiburg waren. Schließlich drückte Eva ihre Zigarette in einer Untertasse aus. Es war die erste Zigarette seit acht Jahren und sicher nicht das Beste für das Baby.

»Ich dachte vorhin wirklich, das war’s. Wenn Sie nicht gekommen wären …« In ihr lief erneut der Film von Ritter, Mehmet und Fuchs ab, in dem die drei in die Station eindrangen und sich dann um sie kümmerten. Kümmerten. Lag der Ursprung des Wortes in Kummer? Sie hatte Todesangst ausgestanden, als unter der Maschinengewehrsalve die obere Scheibe der Glastür zersplitterte. Was wäre gewesen, wenn Beck nicht erschienen wäre?

»Bis auf Glück sind wirklich alle Patienten tot?« Stiller blies Rauch über den Tisch. »Sind Sie sicher, dass kein anderer noch lebt?«

Eva schüttelte den Kopf. »Ganz sicher, Doktor. Aleksandr Glück ist unser einziger Patient, sieht man von unserem Retter hier einmal ab.«

»Und was machen wir jetzt?« Beck stellte die Frage, die allen dreien im Kopf herumschwirrte. Und die keiner als Erster aussprechen wollte. Weil keiner eine Antwort wusste. Weil keiner wusste, wie die Welt außerhalb der Station im Augenblick funktionierte, geschweige denn, wie sie bei Sonnenaufgang aussehen würde. Wäre dann der Strom wieder da? Funktionierten die Handys? Gäbe es noch irgendeine Ordnung, einen Staat?

So, kam es Eva in den Sinn, muss sich ein Kind fühlen, das vom Sandkastenspiel aufsieht und erkennt, dass die Mutter verschwunden ist. Und der Vater. Und dies in einer fremden Stadt.

Alle Sicherheit, alle Gewohnheiten und die traute Berechenbarkeit des Kommenden waren nicht mehr, sowohl für das Kind im Sandkasten als auch für Eva, Stiller und Beck. Nur, dass das Kind wahrscheinlich von einer mitfühlenden älteren Dame mit Brille und Stützstrümpfen zur Polizei gebracht werden würde, während sie hier höchstens noch auf einen Gott hoffen durften und darauf, dass der auch gerade in der Stimmung war, ihnen zu helfen.

Über den Stationsflur drangen aus Aleksandr Glücks Zimmer tiefe regelmäßige Atemzüge zu ihnen herüber.

»Und wo bleibt jetzt mein versprochener Kaffee?«, fragte Stiller schließlich. Er fragte allerdings nur, um überhaupt etwas zu sagen. An die Erfüllung des Versprechens glaubte er nicht ernsthaft.

»Stimmt. Hätte ich fast vergessen.« Beck schlug sich mit der gesunden Hand gegen die Stirn und tastete nach der Taschenlampe.

»Was dagegen, wenn ich uns ein kleines Feuer mache?«

»Hier?« Eva klang entgeistert. »Wollen Sie das Krankenhaus in Brand stecken?«

»Nein, natürlich nicht.«

Beck sah sich im Lichtkegel der Lampe im Aufenthaltsraum um, dann hatte er gefunden, wonach er suchte. Er ging zu dem metallenen Spülbecken und öffnete die Tür darunter.

»Das müsste gehen.«

»Was müsste gehen?« Stiller kam zu ihm.

»Wenn Sie den Siphon hier abschrauben«, erklärte Beck dem Mediziner, »müsste ein Feuer im Spülbecken genügend Zugluft bekommen. Haben Sie einen Topf?«

Eva schüttelte den Kopf.

»Sonst irgendein Metallgefäß? Irgendwas, das wir ins Feuer heben können?«

Arzt und Krankenschwester überlegten kurz, dann fragte Eva:

»Geht vielleicht auch ein kleiner Metallcontainer?«

Beck nickte. »Egal, wie das Ding aussieht − Hauptsache es ist feuerfest und dicht.«

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