Michael Tietz - Rattentanz

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23. Mai, 07:00 Uhr. An einem ganz normalen Frühlingsmorgen beginnt der globale Albtraum: Das weltweite Stromnetz bricht von einer Sekunde auf die andere zusammen. Sämtliche Kommunikationssysteme kollabieren, urplötzlich stürzen Flugzeuge vom Himmel, innerhalb von Stunden regieren Chaos, Gewalt und Anarchie. Es geht um das nackte Überleben in einer bis dahin unbekannten Welt – aber nur die wenigsten scheinen dieser Herausforderung gewachsen. Gibt es Hoffnung für die Menschheit oder werden am Ende nur die Ratten triumphieren?

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»Kannst doch heute Nacht gleich hierbleiben, wenn du willst.« Bubi leuchtete mit einer Kerze in den Kühlschrank, nahm sich eine Scheibe Käse und wickelte sie um eine dünne Wurst. »Und ob du nun allein in Bonndorf rumhockst oder nebenan auf dem Sofa schläfst …«

»Aber im Gästezimmer liegen schon Lea und der Fremde«, schaltete sich Susanne ein.

»Danke, aber ich will lieber in meinem Bett schlafen. Ich komme morgen wieder vorbei. Übrigens«, er machte an der Küchentür noch einmal kehrt, »habt ihr was von Eva gehört?«

Mit einem lauten Schrei fuhr Lea aus dem Schlaf. Sie schlug mit ihren kleinen Fäusten um sich. »Nein«, stammelte sie. »Bitte, Mama.«

Susanne tastete nach dem Schalter ihrer kleinen Nachttischlampe. Es klickte zweimal, dreimal, dann fiel ihr der vergangene Tag wieder ein und die dunkle Realität. Sie fand die Taschenlampe, Faust schnarchte unbeeindruckt. Susanne schlüpfte in ihre Pantoffel und ging ins Gästezimmer.

»Ist ja gut, Lea«, versuchte sie, das Mädchen zu beruhigen. Lea, die Augen fest geschlossen und irgendwo zwischen Albtraum und wach, weinte laut und rief immer wieder nach ihrer Mutter. Über ihre roten Wangen liefen Tränen und ihre kleine Faust traf Susanne im Gesicht.

Susanne nahm sie in die Arme, drückte sie fest an sich und lief auf und ab. »Schschsch. Es ist alles gut, Kleines. Mama ist bald wieder da … du bist ja nicht allein.«

Susannes Stimme und ihre Nähe vertrieben den Traum und Leas Angst. So schnell, wie der Traum gekommen war, verschwand er auch wieder. Das Kind beruhigte sich und schlief in Susannes Armen langsam wieder ein.

Susanne trug sie hinüber ans Fenster, hinter dem das Schwarz der Nacht wartete.

»Mama und Papa kommen wieder, mein Kind. Sie kommen bestimmt bald zurück.« Sie schmiegte sich an Leas warmen Körper und küsste sie auf den Kopf. »Bald.«

31

24. Mai, 00:05 Uhr, Krankenhaus Donaueschingen, Intensivstation

Eva hatte darauf gewartet, dass, sobald sie die Leichen so weit weggezogen hatte, dass Joachim Beck durch das zerschlagene obere Glas hereinklettern konnte, Ritter und seine Kumpane aus dem Dunkeln hervorspringen und sich auf sie stürzen würden.

Als sie hinter ihrer Leichenbarrikade saß, abwartete und die Wut der Männer draußen im Ohr hatte, als diese dann plötzlich verschwanden und zur Dunkelheit auch noch Stille einkehrte, als der Moment kam, an dem sie aktiv nichts mehr tun konnte, da endlich wurde ihr mit einem Schlag die Ausweglosigkeit ihrer Situation bewusst. Nur durch tote Leiber und eine nachgebende Glastür von ihr getrennt warteten drei Männer darauf, über sie herzufallen. Sie zu töten. Oder sie zu vergewaltigen, einer nach dem anderen, immer wieder, bis sie den Spaß an ihr verloren hätten. Und dann erst zu töten.

Doch dann hatte sie die Stimme des Polizisten gehört.

Sie hatte sich eine kleine Taschenlampe von der Station geholt und so hingelegt, dass sie die Barrikade ein wenig erhellte. Im Schein dieser kleinen Lampe lächelte sie eine kleine, alte Frau an. Fast mitleidig, so schien es Eva. Die Frau lag ganz oben, die Haut zerbrechliches Pergament mit dunklen Flecken. Ihr Mund war zu einem Lächeln verzogen, stand halb offen und der obere Teil der Zahnprothese hatte sich gelockert und hing jetzt schief zwischen den dünnen Lippen der Toten. Sie blickte durch Eva hindurch, als könne sie hinter der Krankenschwester einen Punkt in der Ferne fixieren, eine nur ihr zugängliche Zukunft erkennen. Als dann Becks Stimme zu hören war, zuckte Eva zusammen und starrte ins Gesicht der Alten. Hatte sie nach ihr gerufen?

Der Polizist brauchte fast zehn Minuten, um Eva von seiner Existenz zu überzeugen. Dann endlich war sie aufgestanden. Was soll’s, hatte sie gedacht, wenn die anderen auch noch da draußen sind und gleich hinter Beck hereinklettern, dann ist es wenigstens bald vorbei. Was früher beginnt, ist auch früher zu Ende. Und dass sie Ritter nicht entkommen konnte, stand in diesem Moment für sie außer Frage. Sie zog drei Leichen auf den Boden, dann brach Beck mit einem Feuerlöscher die zerbrochene Scheibe heraus und kletterte zu ihr herein.

Nur er.

Während er ihr alles erzählte − warum er hier war, die Patrouillen in der Stadt, seine Begegnung mit Mehmet und wie er sie im OP-Trakt eingeschlossen hatte −, ließ Eva das Loch in der Tür keine Sekunde aus den Augen. Aber es erschienen weder Ritters Fratze, in der ein Zahn fehlte, noch die Visage Mehmets. Und auch von dem Typen im Mantel war nichts zu sehen. Beck kam allein.

Um sie zu retten?

Eva wechselte ihre Dienstkleider und wusch sich wie in Trance mit Mineralwasser Blut und Erdbeercreme ab. Dann brachte sie Beck zu Stiller.

Stiller zu wecken wurde schwieriger als gedacht. Das Mittel, welches Eva ihm gegeben hatte und das leicht für einen Elefanten gereicht hätte, hatte den Arzt mit einem tiefen, traumlosen Schlaf ausgefüllt. Nur widerwillig erwachte er. Schließlich schnitt Eva den Plastikhals einer Flasche mit Infusionsflüssigkeit ab und goss Stiller den Inhalt – ein tausend Milliliter Salzlösung, angereichert mit diversen Mineralien und Spurenelementen – ins Gesicht. Stiller sprang auf, hustete und spuckte auf den Boden.

»Was, was wollt ihr?« Er blickte sich in der Dunkelheit um. »Wer hat geschossen? Wo sind sie?« Sein Blick hetzte umher.

Im Schein von Evas Lampe wurde der Assistenzarzt wieder zu Gollum. Die dünnen Haarsträhnen klebten ihm am Kopf, er stand leicht vornübergebeugt, wartete sprungbereit, wie ein Raubtier, das zwischen Angriff und Flucht schwankt. Seine großen Augäpfel wanderten zwischen der Krankenschwester und dem Polizisten hin und her. Dann erinnerte er sich.

Eva berichtete ihm, was geschehen war, während er geschlafen hatte.

»Und warum sind Sie noch hier?«, fragte er Beck.

»Ich bin wegen der Schwester zurückgekommen. Und wegen der hier.« Der Polizist hielt dem Arzt seine blutverkrustete Hand vors Gesicht. Diagonal über die Handfläche, eine zusätzliche Lebenslinie, die jeder Wahrsagerin in Zukunft Schwierigkeiten bereiten würde, klaffte ein tiefer Schnitt, ein zweiter verlief parallel zum ersten über die Innenseite seiner Finger. Nur der Daumen war unverletzt. Die Wundränder an den Fingern waren glatt, zwar leicht gerötet und geschwollen, aber sauber. Ganz anders in der Handfläche. Hier klafften die ausgefransten Ränder weit auseinander, weiße Schlieren dazwischen, und das Fleisch ringsum glühte.

»Das sollte in der Ambulanz ausgeschnitten und gesäubert werden«, empfahl Stiller. »Wenn die Entzündung nicht bald behandelt wird, sind Sie die für immer los.« Er zeigte auf Becks Hand.

»Ambulanz? Haben Sie mir vorhin nicht zugehört, Doktor? Es gibt keine Polizeiwache mehr, auf der Sie einen Unfall melden könnten, es gibt keine Banken mehr, wo Sie ein wenig Geld abheben können, es gibt keine Supermärkte mehr und«, Beck hielt dem Arzt seine Hand erneut unter die Nase, »es gibt auch keine Ambulanz mehr, wo ich das hier behandeln lassen kann!«

»Sie müssen ihm helfen, Doktor.« Eva richtete die Lampe auf Becks Hand. »Wenn wir nichts unternehmen, wird er die Hand verlieren. Min destens.«

»Aber ich bin kein Chirurg! Ich bin Anästhesist!«

»Sie sind Arzt.«

»Das ist ja wohl nicht dasselbe!«

Eva leuchtete Stiller jetzt direkt ins Gesicht. »Aber Sie sind der Einzige hier, der die Kenntnisse hat, das zu behandeln. Und während Ihres Studiums haben Sie doch auch chirurgische Einsätze gehabt.«

»Das ist jetzt fast fünfzehn Jahre her«, sagte Stiller.

Beck zog den Ärmel seiner Jacke hoch. Auch der Unterarm war gerötet und strahlte Hitze aus.

»Sie werden mir jetzt helfen, Doktor!«

»Ich hole alles, was wir brauchen«, sagte Eva.

Stiller zögerte, dann gab er sich einen Ruck. »Also gut. Aber erst will ich einen Kaffee!« Stiller stapfte mit einem weiten Schritt über sein Schlaflager aus dem Büro Richtung Aufenthaltsraum.

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