Gabriele Behrend - HUMANOID 2.0

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HUMANOID 2.0: краткое содержание, описание и аннотация

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Wann sind wir menschlich? Wann funktionieren wir wie Maschinen? Und wie beeinflusst uns eine Zukunft, in der alles möglich scheint?
In diesen Geschichten geht es um die Menschlichkeit, die unser Denken und Handeln bestimmt, eingepflanzt in nicht näher definierte, nicht allzu ferne Zukunftsszenarien. Es geht um Beziehungsmuster, um funkelnden Ruhm und das große Scheitern. Die vorliegende Neuausgabe enthält fünf zusätzliche Texte.
Da verschmelzen zwei Sterbende zu einem Leben, da wird ein Büroangestellter zum Pulverfass, ein Ehemann mit einem Androiden ruhiggestellt; da treffen sich zwei auf einem verwüsteten Feld, da wird die Socialista zur Kraftquelle, da weiß einer nicht mehr ob Mensch, ob Maschine. Da planen Stellvertreter den großen Coup, tanzt einer um sein Leben, verpuppt sich eine in Schokoladenpapier, erweckt eine die andere zum Leben, bangt eine um ihre Seele. Da malen sich Lügen aufs Textil, da stellt sich eine ihrer Vergangenheit. Da wird eine Gemeinschaft wieder belebt, da geht es um den großen Showakt, wird Langeweile zur neuen Todesart.

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»Bin ich wirklich eine Gefahr?«

Er nickte.

»Sie haben es doch selbst erlebt. Aber das wird bald Geschichte sein. Psychologie ist gut und schön. Aber sie hat sich nicht als effizient erwiesen. Sie kann Mängel nicht in dem Maße nivellieren, wie sie entstehen. Diese Mängel manifestieren sich jedoch früher oder später – meist in Aggression, Gewalt und Unzufriedenheit. Aggressionen aber passen nicht in unsere heutige Gesellschaft, darüber sind wir uns alle einig. Sie überleben jedoch länger in uns, als alle Sozialdesigner gedacht haben. Also müssen wir sie bekämpfen. Kommen Sie mit?«

Ich nickte vage. Das reichte ihm, um weiter zu dozieren.

»Die Forschung kommt auf keinen grünen Zweig, während die prozentuale Zunahme von Amokläufen uns geradezu zwingt, neue Wege zu beschreiten. Reden hilft nicht? Dann sind wir gefragt. Es gibt Herzschrittmacher, es gibt Hirnschrittmacher. Wieso nicht das Wissen nutzen, das wir haben? Sehen Sie, unsere Umwelt hat nicht nur ihre guten Seiten. Etwas bleibt immer auf der Strecke. Menschlichkeit richtet sich nach der jeweiligen Definition. Jetzt sind wir in der Lage, die Situation der Definition anzupassen. Wir überwinden unsere Hilflosigkeit. Unterbewusstsein, papperlapapp. Uns ist letztlich egal, was tief in der Seele wühlt, solange wir die Auswirkungen kontrollieren. Und Sie, Sie werden das berühmte Ass im Ärmel sein, wenn wir unsere Methode dem Komitee vorschlagen werden.

Letztlich«, flüsterte er, »können Sie sich glücklich schätzen, Kröger über den Weg gelaufen zu sein. Nehmen Sie es ihm also nicht übel. Wir wollen nur das Beste.«

Ich lächelte versonnen.

Das Beste. Die Bestie.

Draußen knurrt es.

Im Innern ist es totenstill.

Sonnenstrahlen, die durch spiegelnde Fensterfronten fallen.

Feierabend.

Puppenspieler

Ich liebe dich sagt Patrizia nachdem er ihr die erste Schelle des Abends - фото 3

»Ich liebe dich«, sagt Patrizia, nachdem er ihr die erste Schelle des Abends verpasst hat. »Ich möchte nur das Beste für dich. Lass dir bitte helfen!«

Ihre Stimme ist nicht von Angst verzerrt. Den schrillen Ton, der die Hysterie verrät, die sonst in solchen Situationen in ihr tobt, kann er heute nicht hören. Ihre Ruhe macht ihn rasend. Mit einer Hand greift er in ihr Haar, zieht sie hoch, bis sie nur noch auf den Zehenspitzen balanciert.

»Willst du mir immer noch sagen, was ich zu tun habe?«

Sie sieht ihn an, lächelt – nachsichtig, gütig. Als wenn er ein Kind wäre, dessen Feuerwehrauto kaputtgegangen ist. So darf sie ihn nicht ansehen. Verdammt, wer hat ihr erlaubt, ihm zu vergeben? Frustriert schüttelt er sie wie eine Lumpenpuppe. Warte nur, das Grinsen wird dir noch vergehen! Ich will dich schreien sehen. Ich will dich leiden sehen, du Schlampe, dreckige Hure, verblödetes Nichts. Ich mach dich fertig!

Doch sie schreit nicht. Sie jammert nicht. Manchmal schließt sie die Augen, für einen Moment nur, wenn ihr Kopf gegen die Wand hinter ihr schlägt. Doch dann sieht sie ihn wieder an. Ihre grünen Augen suchen seinen Blick, und dieses Scheißlächeln bleibt auf ihrem Gesicht haften, als sei es mit Zweikomponentenkleber fixiert. Wieso will sie nicht endlich nachgeben? Wieso missgönnt sie ihm die Herrschaft in den eigenen vier Wänden? Wieso … wieso … wieso?

Das Blut hämmert in seinen Ohren, der Atem geht schwer. Er ist so müde. Es war ein langer Tag gewesen, lang und unerfreulich. Er hat längst abschalten wollen. Die Abendnachrichten sind bestimmt schon vorbei – verdammt, sie weiß doch, wie wichtig sie ihm sind! Eine Viertelstunde nur, eine beschissene Viertelstunde! Aber nein, Madame muss ja wieder ihre Anwandlungen haben. Geh! Geh, geh. Such dir Hilfe. Denn du bist Müll. Das ist es doch, was sie ihm ständig aufs Neue deutlich macht, aus welchem Grund auch immer. Sie hat es gut bei ihm. Sie könnte den Himmel auf Erden haben, wenn sie ihn nur nicht immer so reizen würde! Meinte sie etwa, das hier würde ihm SPASS machen? Wie kam sie nur darauf, mein Gott, er LIEBTE sie. Wenn er doch nur seine kleine kurze Viertelstunde haben könnte!

Seine Wut flammt erneut auf, lässt seine Fäuste härter schlagen, ungebremst, unkontrolliert. Niere, Magen, Rippen, Bauch. Sie krümmt sich unter der Wucht der Schläge, sackt zusammen, kauert irgendwann auf dem Boden, die Hände zum Schutz erhoben. Als er auf sie hinunter sieht, kann er endlich wieder Luft holen. Beiläufig bemerkt er einen Speichelfaden, der zäh aus dem Mundwinkel tropft. Sorgfältig wischt er ihn weg. Dann geht er vor ihr in die Hocke, hebt die Hand vorsichtig, beinahe schon zärtlich, an ihr Gesicht und streicht eine dunkle Strähne aus der Stirn.

»Willst du mich immer noch fortschicken?«

Sie sieht ihn nicht an, ist erstarrt in der perfekten Pose des Opfers. Schon glaubt er, sie zittern zu sehen. Sein Blut fließt wieder ruhig in seinen Adern. Das Herz wird ihm weit und großzügig.

»Du musst jetzt nichts sagen, Liebling. Du warst verwirrt. Ich verzeihe dir. Na, wie wäre es mit einem Kuss?«

Jetzt sieht sie ihn endlich an. Die grünen Augen sind verschleiert, das Lächeln wirkt daher etwas dümmlich, aber die Worte sind klar und deutlich.

»Geh zu einem Psychiater. Du schaffst es nicht allein.«

Er muss feststellen, dass sie auch noch lächelt, nachdem sie bereits kalt geworden ist.

Der Drink, der ihn von diesem Anblick erlösen sollte, schickte ihn in eine bodenlose Schwärze.

Die Jalousien surrten leise, als sie nach dem Ende der Vorführung wieder hochgezogen wurden. Ein entsetztes Schweigen lastete schwer auf dem Raum. Zähflüssig kroch es über die blinkenden Edelstahlflächen der Büroeinrichtung, floss an den großen Glasfenstern hinauf, legte sich über einen chiffonumhüllten Oberschenkel und sammelten sich schließlich in ausdruckslosen, unaufgeregten Augen. Sie waren grau.

Die Frau fröstelte. »Wird er sich nie ändern?«

Ein Blick in die grauen Augen ihres Gegenübers und das Frösteln verstärkte sich. Das Schweigen eroberte erneut den Raum.

»Ihr Hobby wird langsam teuer«, sagte der Geschäftsmann schließlich. »Was erwarten Sie sich eigentlich davon, Frau Heussler? Warum leben Sie nicht einfach Ihr Leben?«

Ein Ruck ging durch die Frau. Für einen kurzen Moment spiegelte sich der Stahl des Zimmers in ihrer Stimme.

»Ich will ihn nicht aufgeben.«

»Wir haben Ihnen schon beim ersten Besuch versichert, dass wir keine Therapeuten sind. Ich möchte Sie nur noch einmal darauf hinweisen, damit Sie nicht in Versuchung kommen, diese Firma zu verklagen, falls sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt.« Nach einer kurzen Pause räusperte er sich. »Um ehrlich zu sein, kann ich keine Besserung feststellen. Im Gegenteil, er hat Sie gestern zum ersten Mal getötet. Sie haben es ja selbst erlebt.«

Sie nickte leicht. Merkwürdigerweise war es schmerzhafter, das Video anzusehen, als die Szene am eigenen Leib zu erleben. Es musste an der gedämpften Reizübertragung liegen. Schock würde man beim Menschen psychologisieren. Sie wurde wieder weich, durchlässig für das, was einst war. Wahrscheinlich war die ganze Sache an sich für keinen Außenstehenden zu verstehen. Vielleicht nur für den, der wusste, wie Thomas früher gewesen war.

Angelegentlich sah sie zum Fenster hinaus. Ein schöner Tag. Doch er war nichts im Vergleich zu dem Sonntagnachmittag vor vier Jahren, als sie ihn kennengelernt hatte. Es war im Frühherbst gewesen, zwischen rot glühendem Laub, Pilzduft und Sonnengefunkel. Sie hatte am Schwanenteich pausiert und dem bunten Treiben von Stockenten, Möwen und Graugänsen zugesehen, als er höflich gefragt hatte, ob auf der Bank noch ein Platz frei wäre. Er war in den mittleren Jahren, sehr sorgfältig gekleidet, charmant, zuvorkommend. Sie kamen ins Gespräch und sie ertappte sich später bei dem Gedanken, dass sie sich lange Zeit nicht mehr so wohl gefühlt hatte. Bald sahen sie sich öfter – ging spazieren, ins Kino. Essen. Irgendwann kam es zu den ersten Berührungen.

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