Im Dialog mit Sterbenden

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Wie schwer fällt es uns schon im Alltagsleben, die Botschaften des anderen richtig zu verstehen. Man müsste mehr als vier Ohren haben, um richtig hinhören zu können. Die nonverbalen Botschaften werden von uns oft gänzlich übersehen.
Sterbende können häufig nur auf solche Art kommunizieren. Wie die Signale richtig deuten, um Missverständnisse zu vermeiden? Wie gut ins Gespräch kommen, sodass eine tragende Beziehung aufgebaut werden, das bisherige und restliche Leben besprochen und Vorstellungen über das Ende und darüber hinaus
thematisiert werden können? Wie mit hilfreichen Ritualen den Abschied gestalten?
Alle diese Themen werden in diesem Buch einfühlsam, ideenvoll und aufschlussreich behandelt. Sterbende richtig zu verstehen, den Kontakt zu finden, zu halten und auch mit Kunst, Humor und Tieren aufzubauen, ist eine schwierige, aber wie Sie sehen werden, lösbare und wertvolle Aufgabe.

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Wahres Zuhören ist echte Teilnahme an dem, was der andere sagt, was er oder sie vielleicht nur andeutet, und darauf, was sie nicht anspricht. Das ist Arbeit, harte Arbeit sogar, die manchmal einen alle Kraft kostet.

Der Dialog lebt vom Geben und Nehmen, vom Reden, Hören und Antworten, vom Impuls geben und aufnehmen, vom Warten, Schweigen, von Meinung und Widerspruch, von Streitkultur, Dialektik und Synthese. Zwei oder mehrere Menschen begegnen sich. Das aktive Zuhören hat im Dialog einen wichtigen, zu übenden Anteil.

Keiner der Partner hat den Dialog allein in der Hand. Er liegt im wörtlichen Sinne „zwischen“ den Partnern, die Silbe „dia“ sagt es. Gegenüber allen einzelnen ist er ein Drittes, das wahrgenommen und gepflegt sein will und in dessen Medien sie erst zum Partner werden… Für jedes Eigene, das im Dialog „zwischen“ den Sprechenden geschieht, muss durch sprachliche Bildung das „Organ“ entwickelt werden.

Darum lässt Antoine de Saint-Exupéry den Fuchs im „Kleinen Prinzen“ zum Flieger sagen: „Du musst sehr geduldig sein… Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können…“ Und wenig später: „Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ 5

In der Begleitung Sterbender erleben die BegleiterInnen in der letzten Phase des Lebens hautnah den Kampf gegen Schmerzen, Ängste, Verzweiflung, aber auch Hoffnungen und letzte wirkliche Botschaften.

Alltagserfahrungen zeigen, wie oft es zu Missverständnissen kommt. In der Sterbebegleitung ist dies tragisch. Von Sterbenden wird oft eine nonverbale Sprache verwendet und dafür ist ein Wissen und eine Sensibilisierung der Begleiterinnen und Begleiter erforderlich.

Auch das Verhältnis des Sterbenden zu seinen Angehörigen ist und wird oft bis an die Grenze belastet. Wie Brücken schlagen? Wie die Situation verstehen? Wie kann ein Dialog mit dementen und verwirrten Menschen überhaupt noch gelingen?

„Was den existenziellen Grund eines Menschen berührt“, so der Hospizarzt Martin Weber , „muss belastend, muss schwierig bleiben“, und doch kann es befiedigender sein als das Gelingen einer komplizierten Operation.

Hierzu bedarf es kommunikativer Kompetenz. „Ein gelingendes Gespräch wird sich sabei nicht auf bloße „Gesprächstechnik“ reduzieren lassen, sondern der Schwerstkranke wird – günstigenfalls – erleben, ob er ein echtes Interesse, eine tatsächliche Wertschätzung seiner Person erfährt und spürt“, so schreibt der Kommunikationswissenschaftler Roland Hofmann in diesem Buch.

Der Dialog braucht auch Anstöße und Ausdrucksmittel: Das vergangene Leben noch einmal in strukturierter Biografiearbeit zu reflektieren, mit Kunst und Musik Gefühle zum Ausdruck verhelfen und verarbeiten, Tiere und Humor als Medien und als Helfer einsetzen, und Humor als Haltung heilend wirksam werden lassen.

Rituale sind Stützungen der Seele. Anregung zu Formen des Abschiednehmens, der letzten Stunde und Rituale bis zur Bestattung werden hier zahlreich gegeben und an vielen Beispielen verdeutlicht. Die Autoren/-innen haben mit Engagement viel Nützliches aus ihren Erfahrungen in diesem Buch aufgeschrieben.

Möge es den Sterbenden und seinen Begleitern zu einer echten Begegnung verhelfen, Basis und Ausgangspunkt für alle weiteren Gestaltungsprozesse.

September 2005 Prof. Dr. phil. Werner Burgheim

1Freire, P. Pädagogik der Unterdrückten, Reinbek Hamburg, 1973, 72.

2A. a. O. 74.

3Buber, M.: Das dialogische Prinzip, Heidelberg, 1984, 14.

4Herrmann, N., 1990, 149.

5A. a. O. 127.

Verbale und nonverbale Kommunikation bei Sterbenden

Roland Hofmann

Immer noch ein Tabu?

Tod, Trauer, Sterben, unerträgliche Schmerzen sind in unserer Leistungsgesellschaft Themen, die sehr häufig mit einem Tabu belegt sind.

Was aber „machen” Menschen, die sich freiwillig – ob professionell oder ehrenamtlich – an das Sterbebett setzen, um Schwerstkranke und Angehörige zu trösten, mit ihnen zu weinen oder einfach nur zuzuhören?

Sie begleiten Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens, erleben hautnah den Kampf gegen Schmerzen, Ängste, Verzweiflung, aber auch Hoffnungen und letzte wirkliche Botschaften.

All dies auszuhalten wird nicht dadurch einfacher, dass ein Hospizhelfer, Arzt, eine Krankenschwester, Angehörige die Grundlagen der Kommunikation beherrschen.

„Was den existenziellen Grund eines Menschen berührt”, so schreibt Martin Weber (2000), „muss belastend, muss schwierig bleiben” (S. 34), „und doch kann es befriedigender sein als das Gelingen einer komplizierten Operation“.

Kommunikative Kompetenz

Hierzu bedarf es kommunikativer Kompetenz. Ein gelingendes Gespräch wird sich dabei nicht auf bloße „Gesprächstechnik” reduzieren lassen, sondern der Schwerstkranke wird – günstigenfalls – erleben, ob er ein echtes Interesse, eine tatsächliche Wertschätzung seiner Person erfährt und spürt.

Helene Mayer (2001), die Vorsitzende der österreichischen IGSL, Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung & Lebensbeistand, betont in ihrem Editorial die Bedeutung und Überlegenheit der nonverbalen Kommunikation im Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden.

Die Bedeutung nonverbaler Kommunikation

Gerade hier geschieht das Senden einer Nachricht sehr häufig – oft wegen des Fehlens anderer Möglichkeiten der Übermittelung – durch Blickkontakt, aber auch Lächeln, Gesten, veränderte (etwa plötzlich distanzierte) Körperhaltung usw.

Ob den schwerstkranken Menschen jemand anlächelt, anstarrt, weint, führt sehr häufig zu spontaner Reaktion – mehr oder weniger ausgeprägt auf allen vier Ebenen einer Nachricht.

Mayer (2001, S. 3) versucht durch ein kleines Fallbeispiel einiges zu verdeutlichen:

„Rote Schuhe“

„Als Angela im Krankenhaus lag, weil ihr der Blinddarm entfernt werden musste, wurde zwei Tage später eine junge Patientin zu ihr ins Zimmer gelegt, der bei einem schweren Verkehrsunfall beide Beine gebrochen worden waren. Diese Patientin war überzeugt davon, dass sie nie wieder würde laufen können. Sie war unglücklich, unwillig und launisch. Kaum ein freundliches Wort war den ganzen Tag über von ihr zu hören. Sie weinte oder schlief den ganzen Tag. Nur morgens, wenn die Post kam, schien sie ihrer Umwelt etwas freundlicher gesonnen. Doch trotz aller Geschenke blieb sie traurig und unglücklich. Eines Tages erhielt sie ein größeres Päckchen von ihrer Tante, die weit entfernt wohnte. Als die junge Patientin das Paket geöffnet hatte, fand sie ein wunderschönes Paar roter Schuhe mit kleinen Absätzen.

Die Krankenschwester murmelte etwas von „Leuten, die überhaupt kein Feingefühl hätten …“, und räumte die Verpackung weg. Doch die Patientin schien sie gar nicht gehört zu haben. Sie steckte die Hände in die Schuhe und ging mit ihnen auf der Bettdecke spazieren. Ab diesem Tag änderte sie ihr Verhalten. Sie nahm die Anweisungen der Krankenschwester bereitwillig an, und bald schon konnte die Therapie intensiviert werden.

Eines Tages sah Angela zufällig ihre ehemalige Zimmernachbarin, wie sie lachend mit einer Freundin in eine Eisdiele ging; an den Füßen trug sie rote Schuhe mit kleinen Absätzen.”

Das Hygieneund Distanzgebot gilt heute als Unfug

War es vor zehn bis zwanzig Jahren noch der Pflegekraft / dem Arzt „verboten”, sich auf oder nah an das Bett eines Patienten zu setzen (etwa um seinen Arm, seine Stirn zu streicheln, seinen Kopf an sich zu drücken) – und dies geschah häufig unter dem Aspekt der Hygiene oder des Distanzgebots –, so gilt dies heute als Unfug.

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